Prehistoric Safari - Holographic Dinosaurs Stalk the Streets of Paris - Julien Nonnon erzeugt dynamische 3D-Projektionen von Dinosauriern im Jardin d'Acclimatation - Park in Paris

06.12.2019 23:24:58, Jürgen Auer, keine Kommentare

Großflächige Fassaden gibt es einerseits in Großstädten reichlich. Andererseits sind Murals, große Wandbilder auf Brandwänden, meist sehr aufwendig. Der französische Künstler Julien Nonnon hat eine eigene, temporäre Lösung entwickelt, mit der er bis zum 05.01.2020 Häuser in Paris gestaltet.

Er nutzt eine "video-mapping technology", die sich aus Fotografie, Video, Architektur und Szenografie zusammensetzt, um 17 3D-Projektionen von Arten aus der Kreidezeit zu erstellen.

Diese projiziert er auf Wände im Jardin d'Acclimatation, einem traditionsreichen Pariser Vergnügungspark.

Dort sind nun T-Rex, ein Triceratops und weitere ausgestorbene Arten zu sehen. Allerdings erst bei Einbruch der Dunkelheit, von 18:00 - 22:00.
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Towering Holographic Dinosaurs Stalk the Streets of Paris in Projections by Julien Nonnon

https://www.thisiscolossal.com/2019/12/julien-nonnon-holographic-dinosaurs/

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Inspirieren ließ er sich von den Büchern von Sir Arthur Conan Doyle, Jules Verne und Michael Crichton. Ebenso von Filmen von Steven Spielberg.

Auf Instagram

juliennonnon

https://www.instagram.com/juliennonnon/

finden sich einige wenige Bilder. Teils sind die 3D-Projektionen auch dynamisch.

https://www.instagram.com/p/B42a88dKLzH/

Da versucht ein Dinosaurier, zuzuschnappen.

Auf Instagram gibt es auch ältere Arbeiten von ihm zu sehen, welche dieselbe Grundtechnik nutzen. Etwa ein Elefant auf einer Brandwand.

Oder Tiere wie Eulen, Füchse, Adler oder Hirsche, die auf Berghügel projiziert wurden.

Auf YouTube gibt es ein kleines Video:

PREHISTORIC SAFARI // REVEAL // JARDIN D'ACCLIMATATION - PARIS

https://www.youtube.com/watch?v=NRn57DdPUwk

In dem Park gibt es wohl ohnehin ein Fahrgeschäft, so daß Zuschauer an fauchenden Dinosauriern vorbeifahren.

Weitere Informationen gibt es beim Jardin d'Acclimatation:

Prehistoric Safari

https://www.jardindacclimatation.fr/agenda/prehistoric-safari

Demnach sind die relativ statisch auf die Häuser projizierten Dinosaurier, die bei ThisIsColossal zu sehen sind, eher nur Beiwerk zur eigentlichen Show im Jardin d'Acclimatation.

Coconut Octopus: How a coconut is used to roll away - Amphioctopus marginatus versteckt sich in zwei Kokosnuss-Schalen und rollt einen Hang hinunter

05.12.2019 22:09:33, Jürgen Auer, keine Kommentare

Die Werkzeugverwendung bei Tieren gilt üblicherweise als ein Kriterium dafür, daß diese Tierart besonders intelligent ist: Ein Werkzeug erfüllt seinen Zweck nur indirekt, über den Gebrauch. Manche Oktopus-Arten haben da erstaunliche Kompetenzen entwickelt.

So gibt es im westlichen Pazifischen Ozean den Amphioctopus marginatus, einen mittelgroßen Oktopus mit einer Mantellänge von 8 Zentimetern und Fangarmen von etwa 15 Zentimetern. Von diesen war seit 2009 bekannt, daß sie halbe Kokosschalen, die im Wasser lagen, sammelten und für sich daraus "kleine Hütten" bauten.

Der Amphioctopus marginatus wird deshalb im Englischen auch Coconut Octopus ( https://en.wikipedia.org/wiki/Amphioctopus_marginatus ) genannt.

Aber es gab - ausgebuddelt vom Octolab.tv und bei Laughingsquid gepostet - 2013 eine noch weitaus faszinierendere Beobachtung, die bei der Suche nach "Coconut Octopus" noch gar nicht auftaucht.

Ein Oktopus, der zwei halbe Kokosschalen um sich herum hält. Mit seinen Saugnäpfen hält er sich im Inneren der beiden Schalen fest. Und mit dieser "kugelförmigen Umhüllung" rollt er einen Hang im Wasser hinunter.
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How Coconut Octopuses Use Their Namesake Shell

https://laughingsquid.com/how-coconut-octopuses-use-their-shell/

Das Video direkt auf YouTube:

The Crafty Coconut Octopus

https://www.youtube.com/watch?v=biuoagnGCFQ

> The Coconut octopus has learned to use a coconut shell as a true mobile home.
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Am Anfang ist der Oktopus noch "etwas schief" in den beiden Kokosnuss-Hälften versteckt. Auf der einen Seite gibt es einen großen Spalt zwischen den beiden Schalen. Irgendwann bremst er ab und fängt an zu laufen, die eine Kokosnussschale auf der linken Seite, die andere auf der rechten Seite so halb untergeklemmt. So bei etwa 01:12 irritiert ihn irgendetwas. Er zieht die beiden Kokosnusschalen über sich drüber. Und diesmal paßt das fast schon perfekt. Eine "fast geschlossene Kokosnuss" rollt den Hang hinunter.

Das Octolab scheint das Video vor drei Wochen ausgebuddelt zu haben:

The Crafty Coconut Octopus

https://octolab.tv/the-crafty-coconut-octopus/

Da sich ein Oktopus auf seinen Beinen staksend fortbewegen kann, kann er gleichzeitig die Kokosnussschalen transportieren. Diese sind einerseits ein Schutzschild, andererseits eine Art Camouflage / Tarnung. Denn mögliche Feinde sehen womöglich nur die Kokosnussschalen, die scheinbar vom Wasser bewegt werden.

> This small engineer has transformed his coconut into a true mobile home. It has become the wheel itself! Pulling the breaks is also a piece of cake: taking a couple of its eight suckered arms out does the trick.

Dieser kleine Ingenieur hat seine Kokosnuss in ein wirklich mobiles Heim verwandelt.

How much costs US Healthcare? Brits try to guess and react with great surprise when they hear the real price - Briten, gefragt nach den Kosten des US-Gesundheitssystems

04.12.2019 22:23:01, Jürgen Auer, keine Kommentare

Verschiedene Industriestaaten haben historisch unterschiedliche Lösungen für einige der zentralen Fragen entwickelt, mit denen sich eine Gesellschaft beschäftigt.

Angefangen beim Wahlsystem und den großen Parteien, fortgesetzt beim Rechtssystem, bei Fragen der Polizeiorganisation und diverser sozialer Fragen. Wie werden Schulen organisiert? Wie Universitäten und Ausbildungen?

Ein zentrales Thema ist das Gesundheitssystem. Gibt es eine Krankenversicherung? Und wenn Zuzahlungen notwendig sind: Wieviel kostet das?

JOE, ein Verleger aus Großbritannien, hat gestern ein Video veröffentlicht. Briten wurden gebeten, zu schätzen, wieviel bestimmte medizinische Leistungen kosten. Leistungen, die bsp. in Großbritannien oder auch in Deutschland im Rahmen der Krankenversicherung kostenlos sind.

Dann wurden ihnen die tatsächlich in Rechnung gestellten Kosten genannt. Und sie waren "sehr überrascht". Würde man dieselbe Umfrage in Deutschland durchführen, wäre das Ergebnis sicherlich ähnlich.
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Brits Try To Guess How Much US Healthcare Costs, React With Great Surprise When They Hear The Real Prices

https://www.boredpanda.com/british-people-guess-healthcare-services-us-price/

Das Video direkt auf YouTube:

True cost of US healthcare shocks the British public

https://www.youtube.com/watch?v=Kll-yYQwmuM

> In the UK, an ambulance callout costs you £0 in medical bills. The birth of your child costs you £0 in medical bills. In the USA, it's a different story.

Einmal die Ambulanz rufen? In Großbritannien ist das kostenlos. In den USA kostet das 2.500 Dollar. Ein zweiter Passant schätzte 100 - 200 Dollar.

Zweimal einen EpiPen nutzen (einen Epinephrin-Autoinjektor nutzen, um eine ernste allergische Reaktion zu stoppen): Geschätzt 80 Dollar, tatsächlich 600 Dollar.

Eine Geburt: Geschätzt wurden 100 - 200 Dollar. Tatsächlich liegt der Schnitt bei etwa 10.000 Dollar und kann bis auf 30.000 Dollar hochgehen.

Im Durchschnitt geben andere Industrieländer etwa die Hälfte des US-Wertes für Behandlungen aus.

Interessant ist ein Blick auf die Gründe:

In den USA werden Ärzte und Krankenpflegepersonal deutlich besser bezahlt als anderswo. So verdienten Allgemeinmediziner 2016 im Schnitt 218.173 Dollar im Jahr, das entspricht dem doppelten Durchschnitt der Werte anderer Länder. Etwa 86.607 USD in Schweden und 154.126 USD in Deutschland.

Bemerkenswert hoch sind die Verwaltungskosten. Diese machen 8 % der gesamten Gesundheitsausgaben aus. In anderen Ländern liegt diese Quote bei 1 - 3 Prozent. Ferner berichten Personen aus dem Gesundheitsbereich über einen hohen eigenen Verwaltungsaufwand. Viel Zeit wird aufgewendet, um sich mit Versicherungsansprüchen zu beschäftigen und klinische Daten zu melden.

Schließlich werden pro Kopf 1443 Dollar für Medikamente ausgegeben. Die durchschnittlichen Ausgaben von 11 verglichenen Ländern lagen bei 749 Dollar. Die Schweiz war mit 939 Dollar am nächsten im Bereich der US-Kosten.

Die höhere Bezahlung von medizinischem und pflegerischem Personal ist natürlich positiv. Da liegt in Deutschland einiges im Argen.

Hand-Stitched Photographs mimic the Opacity and Divisiveness of the Berlin Wall - Diane Meyer bestickt Photographien, um zu zeigen, wo früher die Berliner Mauer die Umgebung zweigeteilt hat

03.12.2019 23:53:44, Jürgen Auer, keine Kommentare

Einerseits ist die Berliner Mauer längst Geschichte. Grade hier in Berlin, vor Ort, geht es um zukünftige Dinge. Die Berliner Mauer stand 10.316 Tage. Seit dem 06.02.2018 war die Mauer dieselbe Zeit wieder offen bzw. wurde abgerissen und entsorgt.

Andererseits ist die Vorstellung einer durch eine Mauer geteilten Stadt so irreal, daß dies für jüngere Leute heute kaum mehr vorstellbar ist. Vor allem dann, wenn man die Gegenden, die durch die Mauer getrennt waren, nur von Photos kennt.

Die Künstlerin Diane Meyer hat eine faszinierende Methode entwickelt, die Mauer auf heutigen Bildern wieder sichtbar zu machen.
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Hand-Stitched Photographs by Diane Meyer Mimic the Opacity and Divisiveness of the Berlin Wall

https://www.thisiscolossal.com/2019/12/stitched-photographs-diane-meyer/

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Sie bestickt Photos, wobei sie Garn aus Farben verwendet, das den Originalbildern hinreichend nahe kommt. Das Ergebnis sind verblüffende "verschwommene Bilder", die markieren, wo die Mauer ursprünglich stand und den Blick auf "das dahinter" verwehrt hat.

43 Bilder hat sie so erstellt.

In der New Yorker Klompching Gallery sind diese Arbeiten aktuell ausgestellt:

DIANE MEYER: BERLIN - NOVEMBER 14, 2019 – JANUARY 10, 2020

https://www.klompching.com/diane-meyer-berlin-exhibition-2019

Teile der Photographie wurden durch Kreuzstichstickereien verdeckt, die direkt in das Photo eingenäht wurden. Die Stickerei ähnelt Pixeln und kombiniert die digitale Bildgebung mit einem analogen, taktilen Prozess.

> In many images, the embroidered sections represent the exact scale and location of the former Wall offering a pixelated view of what lies behind. In this way, the embroidery appears as a translucent trace in the landscape of something that no longer exists but is a weight on history and memory.

In vielen Bildern (nicht in allen) markieren die gestickten Bereiche den genauen Maßstab und die Position der ehemaligen Mauer. Damit erscheint die Stickerei als eine durchscheinende Spur in der Landschaft von etwas, das nicht mehr länger existiert, aber Gewicht in der Historie und im Gedächtnis hat.

Auf der Gallerieseite finden sich alle 43 Bilder. Darunter sind auch einige Bilder, bei denen nur kleine quadratische Bereiche bestickt sind. Etwa ein Bild vom Tempelhofer Flughafen oder ein Bild aus Hohenschönhausen, wohl von der dortigen Gedenkstätte.

Das allererste Bild von den Galleriebildern (Bernauer Straße) zeigt die Stickereien sehr genau.

1/3 House - House in Norway with 2/3 empty space - Paar lässt sich in Norwegen ein Drittel-Haus bauen, das später unter dem bestehenden Dach um weitere Räume erweitert werden kann

02.12.2019 23:16:07, Jürgen Auer, keine Kommentare

Manche Lösungen sind so verblüffend, daß man sich fragt: Warum sind Leute nicht schon viel früher auf diese Idee gekommen.

Ein junges Paar im ländlichen Norwegen möchte sich ein Haus bauen. Aber sie haben kein großes Budget zur Verfügung. Allerdings gibt es genügend Platz.

Und "eigentlich" wollten sie zunächst ein kleines Haus, das sich aber später, wenn Kinder dazu kommen würden, erweitern ließe.

Die - verblüffende und doch logische - Lösung von Rever & Drage: Es wurden eine Bodenplatte und ein Haus mit einem Dach erstellt. Aber 2/3 des Volumens ist lediglich überdacht, darunter leer. Im hinteren Drittel gibt es ein kleines Haus mit Erdgeschoss und einem Stockwerk.

Der Effekt: Wenn später Kinder dazu kommen, kann das Haus innerhalb dieser Außenhülle ausgebaut werden.
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Rever & Drage builds one third of a house for a deer hunter in Norway

https://www.dezeen.com/2019/11/29/rever-drage-1-3-house-deer-hunter-norway/

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Die Architekten:

> "The simple economic concept is that the owners have now built the part that they could afford, while the rest has untapped potential for what life might bring"

Die Eigentümer haben ein simples ökonomisches Konzept berücksichtigt: Sie haben sich nur das bauen lassen, was ihr Budget derzeit zulässt. Der Rest ist ungenutztes Potential für das, was das Leben bringen mag.

Außerdem läßt sich dieser "Vorraum" für diverse andere Zwecke nutzen. So wollte der Mann ein gemütliches Zuhause. Die Frau arbeitet als Hirschjägerin und wollte praktische Räume, um Waffen und Fleischwerkzeuge lagern zu können.

Das Haus ist traditionell gebaut, mit asymmetrischen Fensterkreuzen und vertikalen Außenhölzern in einem hellgrau-braunen Ton. Der offene Teil wirkt dagegen sehr abstrakt, mit großen, dreieckigen Eingängen. Hier wurden lange Hölzer horizontal verarbeitet, die sehr dunkel gefärbt sind.

Gebaut wurde es in Øksendal, einem von Bergen überschatteten Gebiet in Sunndal. Das Haus hat - wie üblich in der dortigen Gegend - einen Holzrahmen. Aber die Architekten nutzten Brettschichtholz, um das Haus effizienter zu machen.

Derzeit basiert das Haus auf einem "warmen Kern": Im Erdgeschoß umgeben die Küche und ein großer Esstisch U-förmig einen Raum mit Toilette, Waschbecken und Waschmaschine. Dieser Raum hat auch einen Ausgang zum unbebauten, überdachten Bereich. Eine Treppe führt nach oben. Im ersten Stock sind das Schlafzimmer, ein großer Wohnraum und ein TV-Raum um das Badezimmer mit Dusche herum angeordnet.

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Fazit: Hätte sich das Paar nur ein geschlossenes Haus bauen lassen, dann wäre das für Kinder zu klein gewesen. Ein "richtig großes Haus" wäre nicht finanzierbar gewesen. So gibt es ein Mittelding. Und die Option, das Haus später deutlich zu erweitern.

New South Wales (Australia) starts world first mobile phone detection cameras - Handynutzung am Steuer durch Infrarotaufnahmen erkennen - in der Testphase bereits 100000 erwischte Autofahrer

01.12.2019 22:46:35, Jürgen Auer, keine Kommentare

New South Wales, der australische Bundesstaat an der Südostküste von Australien, in dem auch Sydney liegt, macht nun Ernst. Seit heute sind erste Kameras aktiv, die Autofahrer automatisch erfassen und darauf scannen, ob sich diese während der Fahrt mit Smartphones beschäftigen.

Die Kameras sollen die erste Sitzreihe in Autos auswerten. Anschließend untersucht Software per künstlicher Intelligenz, ob womöglich eine - in Australien ebenfalls verbotene - Smartphonenutzung des Fahrers vorliegt. Falls ja, werden die Daten jemandem zur Überprüfung vorgelegt. Bestätigt sich die Einschätzung der Software, dann gibt es in den ersten drei Monaten (also bis Ende Februar) "nur" eine Verwarnung. Ab dann kostet das: Strafpunkte und Geld.

Ein Artikel in einer australischen Zeitung vom 30.10.2019:
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Mobile phone detection cameras to start targeting drivers by year's end

https://www.9news.com.au/national/mobile-phone-detection-cameras-to-start-targeting-drivers-by-years-end/7bb75013-6b08-4394-8147-36b13a01eee7

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Dort ist noch von einem Start Ende des Jahres die Rede.

Die Seite der zuständigen Behörde:

Mobile phone detection cameras: Cameras targeting illegal phone use across NSW

https://roadsafety.transport.nsw.gov.au/stayingsafe/mobilephones/technology.html

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> Mobile phone detection cameras will start targeting illegal phone use across NSW on 1 December and will include fixed and transportable trailer-mounted cameras. Together, these cameras will target illegal mobile phone use anywhere, anytime.

Das System funktioniert sowohl bei Tag als auch bei Nacht, ferner bei jedem Wetter.

Die Konsequenzen:

> Warning letters will be issued for the first three months. Following this period, the penalty for offending drivers is five demerit points and a $344 fine ($457 in a school zone). The penalty increases to 10 demerit points during double-demerit periods.

Erst gibt es schriftliche Warnungen. Dann gibt es fünf Punkte und 344 Dollar. Wird jemand in einer Schulzone damit erwischt, sind das 457 Dollar. Bei einer Wiederholung gibt es 10 Punkte.

Während der Testphase wurden bereits mehr als 100.000 Fahrer beim illegalen Smartphone-Nutzen ertappt. Das wären mal flott 34 Millionen Dollar Einnahmen, das System dürfte sich schnell rechnen.

Ziel: Die Zahl der schweren Verletzungen bis 2021 um 30 % abzusenken (im Vergleich zum Niveau 2008-2010).

Schätzungen eines Forschungszentrums (Monash University Accident Research Centre) gehen davon aus, daß etwa 100 tödliche und schwere Verletzungen innerhalb von fünf Jahren vermieden werden können. Laut einem Guardian-Artikel gab es im letzten Jahr insgesamt 354 Todesopfer in NSW, in diesem Jahr bislang 329.

Das Programm soll über drei Jahre ausgebaut werden, so daß am Ende (2022/2023) 45 Kameras aktiv sind, die etwa 135 Millionen Autos pro Jahr checken. Bilder, auf denen die Software nichts Verdächtiges entdeckt, sollen innerhalb einer Stunde endgültig gelöscht werden. Diese werden "unbetrachtet durch Menschen" gelöscht. Technisch werden Infrarot-Aufnahmen genutzt.

> In NSW from 2012 to 2018 (provisional) , there were 158 casualty crashes involving a driver or rider using a handheld mobile phone, resulting in 12 deaths and 212 injuries.

Es gab zwischen 2012 und 2018 158 Unfälle, bei denen ein Fahrer mit Smartphone-Nutzung involviert war. Damit 12 Tote und 212 Verletzte. New South Wales hat etwa 7,5 Millionen Einwohner.

Schätzungen (aus dem ersten Link) gehen davon aus, daß über 1 Million Fahrer pro Jahr erwischt werden. Was auch bedeutet: Mehr als 300 Millionen Einnahmen.

Assistant NSW Police Commissioner Michael Corboy:

"What we need is a system to change the culture"

Dem kann man nur zustimmen. Wenn man hier in Berlin sieht, wieviele Autofahrer am Steuer ein Smartphone nutzen und damit sich und andere gefährden: Australien sollte das System weltweit exportieren.

Life Expectancy and Mortality Rates in the United States - sinkende Lebenserwartung in den USA von 2014 - 2017 aufgrund von Drogen-/Alkoholmissbrauch und Suizid der 25-64-Jährigen

30.11.2019 23:18:28, Jürgen Auer, keine Kommentare

Über einen Artikel in der FAZ stieß ich auf ein Thema, von dem ich zwar schon gehört hatte. Aber US-Forscher hatten nun nochmals genauer hingesehen.

Und Zahlen gefunden, die alarmierend sind.

Anderswo, in Afrika, Mittel- und Südamerika oder Asien, fehlen Leuten oft notwendige Dinge. Reines Wasser ist bereits ein Luxus - siehe den Beitrag vor ein paar Tagen über eine Wasseraufbereitungsanlage in Kenia.

In Industrieländern sind solche Infrastrukturen eigentlich selbstverständlich. Eine Wirkung: In Industrienationen liegt die durchschnittliche Lebenserwartung sehr hoch. Und sie stieg in den letzten Jahrzehnten an.

Das gilt "fast überall". Die Ausnahme sind die USA. Die waren wohl schon seit längerer Zeit das "Schlußlicht" beim Wachstum. Aber seit 2014 stieg die Lebenserwartung nicht mehr langsam an, sondern ging zurück. Drei Jahre in Folge.

Forscher hatten sich Daten zwischen 1959 und 2016 zur Lebenserwartung und zu ursachenspezifischen Sterblichkeitsraten für den Zeitraum 1999 - 2017 aus zwei Datenquellen gezogen - aus der US Mortality Database und der CDC WONDER. Die Analysen konzentrierten sich auf Todesfälle in der Lebensmitte (25 - 64 Jahre), die hinreichend fein gegliedert waren: Nach Geschlecht, Rasse / ethnischer Zugehörigkeit, sozioökonomischem Status und geografischer Lage (einschließlich der 50 Bundesstaaten).
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Life Expectancy and Mortality Rates in the United States, 1959-2017

https://jamanetwork.com/journals/jama/article-abstract/2756187

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Das Ergebnis: Einerseits stieg die Lebenserwartung in den USA von 1959 bis 2016 von 69,9 Jahren auf 78,9 Jahre. Andererseits gab es in den drei Jahren ab 2014 einen Rückgang.

Grund für den Rückgang: Ab den 90-er Jahren stieg die Sterblichkeit im Bereich der 25 - 64-Jährigen an. Das führte zunächst zu einem langsameren Anstieg der Lebenserwartung, schließlich war der Effekt so stark, daß die durchschnittliche Lebenserwartung sank.

Die genauen Daten:

> During 2010-2017, midlife all-cause mortality rates increased from 328.5 deaths/100 000 to 348.2 deaths/100 000.

Pro 100.000 Einwohnern gab es also - wohl pro Jahr - 20 zusätzliche Todesfälle.

Die Gründe:

> By 2014, midlife mortality was increasing across all racial groups, caused by drug overdoses, alcohol abuse, suicides, and a diverse list of organ system diseases.

Drogenmißbrauch bzw. Überdosierung, Alkoholmißbrauch und Selbstmord sind die drei Haupttodesursachen. Und eine vielfältige Liste von organischen Erkrankungen. Bei denen es sich laut dem FAZ-Artikel hauptsächlich um Krankheiten handelt, die mit einer ungesunden Lebensweise zusammenhängen: Übergewicht, unbehandelter hoher Blutdruck und Nierenversagen.

> The increase in midlife mortality during 2010-2017 was associated with an estimated 33.307 excess US deaths

Der Anstieg der Sterblichkeit im Bereich der 25 - 64-Jährigen zwischen 2010 und 2017 führte zu einer geschätzten Zahl von 33.307 "Exzess-Toten". 32,8 % dieser gab es in den vier Bundesstaaten der Ohio Valley states (West Virginia, Ohio, Indiana, Kentucky). Die stärksten Anstiege gab es in den New England - Bundesstaaten und den Ohio Valley States:

> New England (New Hampshire, 23.3%; Maine, 20.7%; Vermont, 19.9%) and the Ohio Valley (West Virginia, 23.0%; Ohio, 21.6%; Indiana, 14.8%; Kentucky, 14.7%)

Laut dem Wikipedia-Artikel zu West-Virginia ( https://de.wikipedia.org/wiki/West_Virginia ) waren dort 38,1 % der Bevölkerung 2017 übergewichtig, das ist der höchste Anteil unter allen Bundesstaaten.

Die Relevanz der Untersuchung:

> The implications for public health and the economy are substantial, making it vital to understand the underlying causes.

Die Implikationen für die öffentliche Gesundheit und die Wirtschaft sind erheblich. Es ist wichtig, die zugrundeliegenden Ursachen zu verstehen.

Der FAZ-Artikel:

Sinkende Lebenserwartung : Amerika ist gebeutelt vom „Verzweiflungstod“

https://www.faz.net/aktuell/wissen/usa-krisenursachen-fuer-sinkende-lebenserwartung-16504092.html

Die Vorschaugrafik ist in dem oben verlinkten Artikel nicht sichtbar. Sie ist dort aber als og:image definiert. Sie scheint die Entwicklung der Lebenserwartung in den US-Bundesstaaten zu zeigen. Hawaii (HI) liegt mit über 80 Jahren an der Spitze, Mississippi (MS) am Ende. Die schwarze Kurve zeigt den US-Durchschnitt. Die südlichen Bundesstaaten (grün dargestellt) liegen größtenteils unter dem US-Durchschnitt.

Tongji University Bridge - two robotic fabrication methods combined to create one bridge - 3D-Metalldruck und Filament Winding kombiniert für die Erstellung einer Brücke

29.11.2019 23:47:05, Jürgen Auer, keine Kommentare

Eine Brücke, die gänzlich leicht und durchsichtig aussieht und trotzdem bis zu 20 Personen trägt?

Studenten, die am DigitalFUTURES International 2019 Summer Workshop der Tongji University in Shanghai teilgenommen hatten, kombinierten zwei verschiedene, relativ neue robotergestützte Fabrikationsmethoden, um eine ungewöhnliche Brücke zu erstellen.

Die Basis der Brücke bildet ein großformatiger 3D-Metalldruck, wie er auch technisch für die erste MX3D-Brücke ( https://blog.server-daten.de/de/2018-04-03/Die-MX3D-metal-bridge---4-Roboter-drucken-in-6-Monaten-eine-12-5-Meter-lange-Metallbruecke---Installation-2019-am-Oudezijds-Achterburgwal-in-Amsterdam---vom-joris-laarman-lab-224 ) in Amsterdam verwendet wird.

Die zweite Technik ist das "Filament Winding", bei dem dünne Kohlenstofffasern und Glasfasern gewickelt werden. So wurden die Stufen und die Handläufe erzeugt.
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Two robotic fabrication methods entwine to make Tongji University bridge

https://www.dezeen.com/2019/11/29/robotic-fabricated-hybrid-bridge-technology/

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Beide Techniken sparen Geld, Material und Energie im Vergleich zu traditionellen Techniken wie der subtraktiven Herstellung oder dem Gießen von Bauteilen. Es sind weder Schalungen noch Formen notwendig. Stattdessen kann die Gestaltung der Brücke relativ frei festgelegt werden.

Genutzt wurde eine Software zur Topologieoptimierung, mit der es möglich war, alles unnötige Material zu entfernen. Die Wirkung:

Für die 11,4 Meter lange Brücke wurden 263 Kilogram Stahl benötigt. Der Stahlrahmen ist an der dünnsten Stelle 20 Zentimeter dick.

Erbaut wurde die Brücke in zwanzig Tagen von 2 * 2 = 4 Robotern. Je zwei pro Fertigungsmethode.

Die Brücke wurde vor Ort vormontiert und dann über einem Wasserspiel am Tongji University's College of Architecture and Urban Planning installiert. Da war sie von Juli bis Oktober 2019 zu sehen, scheint also schon wieder abgebaut worden zu sein.

Der Architect und Tongji University Academic Philip F. Yuan, der die Gruppe anleitete:

> "Robotic fabrication is a high-precision manufacturing technology, combining with advanced structural analysis and optimisation method"
> "This project proves intelligent construction has a great potential for material and energy saving in the architecture field"

Die Herstellung per Roboter ist eine hochpräzise Fertigungstechnologie, die mit fortschrittlichen Optimierungstechnologien kombiniert wird.

Das Projekt beweist, daß so ein intelligentes Bauen ein großes Potential hat, Material und Energie bei der Entwicklung von Gebäuden einzusparen.

Weiter unten gibt es Bilder, die zeigen, wie die Brücke aus zwei Metallplatten als Auflagen, der 3D-gedruckten Metallstruktur und diversen kleinen Elementen, bestehend aus Kombinationen von Stufen und Handläufen, zusammengesetzt ist.

Die eigentliche Metallstruktur wirkt wie ein sehr dünnes Skelett. Um Dimensionen von jenen kompakten Strukturen entfernt, die sonst für Brücken verwendet werden.


Zu der zweiten Technik, dem Filament Winding, gibt es ein großes Projekt der Universität Stuttgart von 2016, das im Innenhof des V&A Museums in London aufgestellt wurde.

Robotically fabricated carbon-fibre pavilion opens at the V&A

https://www.dezeen.com/2016/05/18/robotically-fabricated-carbon-fibre-pavilion-opens-va-museum-london-university-of-stuttgart-achim-menges/

Da wurden allerdings nur Dachstrukturen eines Pavillons gewickelt, also keine tragenden Teile.

Squirrels carrying a nut over a lake - Dick van Duijn lichtet Eichhörnchen im Herbst am Wasser ab

28.11.2019 23:41:40, Jürgen Auer, keine Kommentare

Für manche Jobs wäre ich völlig ungeeignet. Das gilt auf jeden Fall für eine Tätigkeit als Photograph. Dieser teils hohe Reiseaufwand, das Suchen nach Motiven. Bei Landschaftsbildern bleibt die Landschaft wenigstens still. Aber bei Tierbildern ist das womöglich ein Mix aus einem langen Warten und einem sehr schnellen Reagieren.

Umso faszinierender finde ich es dann, wenn sich Leute beruflich darauf spezialisieren und mit der Zeit eine einzigartige Bildersprache entwickeln.

Das gilt etwa für den Photographen Dick van Duijn. Er photographiert besonders gerne im Herbst. Denn dann gibt es viele bunte Farben, so daß die Tiere vor diesem Hintergrund erscheinen.

Und er photographiert gerne Eichhörnchen. So entstanden einige neue Photos.
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Photographer Waits Hours To Capture The Autumn Idyll Of Squirrels Carrying A Nut Over A Lake (8 Pics)

https://www.boredpanda.com/squirrel-animals-photography-dick-van-duijn/

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An einem Montag in einem Wald in den Niederlanden. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.

Hinter den Eichhörnchenbildern steckt für ihn keine große Philosophie:

> “I just like to photograph them. They are very photogenic with a high cuddling rate”

Er photographiert sie einfach gerne. Sie sind sehr fotogen mit einem hohen Kuschelfaktor.

Er photographiert auch andere Tiere. In dem Beitrag gibt es diverse Bilder ohne Eichhörnchen. Aber Eichhörnchen stellen eine besondere Herausforderung dar, weil sie so wendig sind.

Das Photo mit dem springenden Eichhörnchen sei das schwierigste gewesen.

Normalerweise würde man sich im Vorfeld auf einen bestimmten Punkt konzentrieren, die Kamera entsprechend vorbereiten und hoffen, daß das Eichhörnchen durch diesen Bereich springt und man dann rechtzeitig abdrückt.

> But in this case, I took the photo out of hand tracking the jump of the squirrel.

In diesem Fall hat er wohl die Kamera mitgeführt.

Auf Instagram

https://www.instagram.com/dickvanduijn/

finden sich grade die Eichhörnchen-Bilder ganz oben.

Photos von ihm gibt es unter

Hollandpix

https://www.hollandpix.com/

zu kaufen. Da kann man wohl große Bilder auf Papier erhalten, die als Wandbilder genutzt werden können.

Interstellar - Restaurant in the Centro Citibanamex illuminated with 250000 LED lights - temporäres Restaurant in Mexico City mit 250.000 LED-Lampen beleuchtet

27.11.2019 23:31:38, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wie gestaltet man ein 200 Quadratmeter großes Restaurant? Da gibt es sicherlich die unterschiedlichsten Ideen. Eine beeindruckende Variante gibt es in Mexico City.

Im dortigen Centro Citibanamex, einem großen Kongresszentrum mit 185.000 Quadratmetern, gibt / gab es das Interstellar. Ein Restaurant, mit schwarzen Wänden.

An den Seiten und der Decke mit insgesamt 250.000 LED Lampen bestückt.

Wobei die Decke und die Wände nicht waagerecht oder senkrecht verlaufen. Sondern es dort so eine Art "wellenförmige Struktur" gibt, so daß die Lichter eine zusätzliche Dynamik erhalten.
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250,000 LED lights illuminate the 'interstellar' restaurant in mexico city

https://www.designboom.com/architecture/250000-led-lights-interstellar-restaurant-mexico-city-11-27-2019/

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Drei Unternehmen haben das gemeinsam gestaltet: Almazán y Arquitectos Asociados, Concepto Taller de Arquitectura und das Pin Studio. Wobei sich bei den beiden ersteren nichts auf deren Website findet. Das Pin Studio hat dagegen eine solche "Himmelsstruktur" bereits bei einem anderen Projekt umgesetzt ( http://www.pinstudio.mx/maison.html ).

Das Ziel:

> ‘convert the void into content, intertwining time and space in order to create a visually spectacular environment.’

Die Leere in Inhalt umzuwandeln, Zeit und Raum miteinander verbinden, um eine visuell spektakuläre Umgebung zu schaffen.

Die Tische sind eigentlich mit verspiegelten Oberflächen gestaltet. So daß sich die unzähligen Lichter dort spiegeln, während die Gäste essen. Auf den Bildern werden aber teils schwarze, teils weiße Tischdecken genutzt, so daß dieser Effekt kaum sichtbar ist.

Ein dortiges Essen soll ein Erlebnis ‘outside this world’ sein. Ferner gibt es am Eingang ein Bücherregal, in das man eintauchen kann. Eine Reihe von Büchern hängt von der Decke, das wirkt, als würden die Bücher schweben.

Allerdings findet sich da auch der Hinweis:

> the ephemeral interstellar restaurant has been formed as part of millesime mexico 2019 – an interactive haute cuisine event that takes place in the city’s citibanamex center.

Offenbar war das nur eine relativ kurzzeitige Installation im Rahmen des Millesime Mexico 2019.

Auch auf der Website des

Centro Citibanamex

https://www.centrocitibanamex.com/en/

findet sich kein Hinweis zu diesem Restaurant.

Walala Pump & Go - Vintage Gas Station transformed into a colorful landmark - Camille Walala und Justkids transformieren verlassene Tankstelle in Fort Smith (Arkansas) in ein buntes Wahrzeichen

26.11.2019 23:53:10, Jürgen Auer, keine Kommentare

Der folgende Beitrag beginnt mit einer interessanten Feststellung: Verlassene Gebäude seien in Städten (in den USA) weit verbreitet. Wieviele es davon gibt und wie sehr diese das Stadtbild prägen, weiß ich nicht.

In Fort Smith, Arkansas, an der Kreuzung von der Grand Avenue und der 11th Street, gibt es eine Tankstelle, die schon seit langem verlassen ist. Die in London lebende französische Künstlerin Camille Walala wurde von Justkids eingeladen, dieses Gebäude wiederzubeleben.
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This Artist Turned An Abandoned Gas Station Into An Beautiful Landmark In Just A Week

https://designyoutrust.com/2019/11/this-artist-turned-an-abandoned-gas-station-into-an-beautiful-landmark-in-just-a-week/

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Die Adresse findet man bei Google-Maps, wenn man den folgenden Suchausdruck nutzt:

1101-1199 N C St, Fort Smith, AR 72901, Vereinigte Staaten

Die 1101 N C St geht vom Südwesten nach Nordosten und kreuzt dabei die Grand Avenue. Zoomt man sich rein, sieht man die Tankstelle, aktuell Stand Mai 2018.

Mit Unterstützung von Bewohnern, der Künstlerin Nate Meyers (Buffalo) und dem globalen Kreativhaus Justkids wurden die Außenflächen des Gebäudes neu gestaltet. Große, weithin sichtbare Farbflächen, gelbe Dächer (obwohl die nur von oben zu sehen sind) und große Streifenmuster.

Justkids

https://www.justkidsofficial.com/

ist schon mehrfach in Arkansas aktiv geworden und hatte dort eine Serie von "The Unexpected" gestartet.

https://www.justkidsofficial.com/projects/unexpectedproject2018

Im Rahmen dieser Serie wurde Camille Walala angesprochen.

CAMILLE WALALA TRANSFORMS VINTAGE SERVICE STATION IN FORT SMITH

https://www.justkidsofficial.com/projects/alexbavard-bulky-downtownfortsmith

> Justkids invited Camille Walala to The Unexpected for the first time; taking over all dimensions of a 1950’s neglected service station at the main intersection of Grand Avenue and 11th street.
>
> Marking the welcoming entrance of Downtown Fort Smith, Walala Pump & Go gas station features the French artist eclectic trademark tribal pop style of vibrant geometric color patterns that highlight existing elements with a dynamic brio.

Camille Walala hatte für sich entdeckt, daß ihre Formen und Farben am besten auf hinreichend großen Flächen funktionieren. Damit war die Einladung zu diesem Projekt natürlich passend.

Eine zweite Darstellung gibt es bei DesignBoom:

camille walala transforms vintage gas station into a colorful landmark in arkansas

https://www.designboom.com/art/camille-walala-gas-station-arkansas-justkids-11-12-2019/

Dort gibt es auch ein kleines Video, bei dem die Künstlerin zu Wort kommt.

Keyna installs first solar power plant to transform ocean water into drinking water - in Kenia wurde das erste Solarkraftwerk installiert, das Ozeanwasser in Trinkwasser umwandelt

25.11.2019 23:01:45, Jürgen Auer, keine Kommentare

In den Industrieländern ist sauberes Wasser meist eine Selbstverständlichkeit. Bis hin dazu, daß nicht das saubere Leitungswasser zum Trinken verwendet wird, sondern Mineralwasser in Glas- oder Kunststoffflaschen gekauft und getrunken wird.

Ganz anders sieht das in anderen Gegenden der Welt aus. Dort kann sauberes Trinkwasser so wertvoll sein, daß für alle anderen Zwecke bsp. Salzwasser aus dem Ozean verwendet wird. Mit dem Effekt, daß bsp. Salzwasser zum Waschen die Haut angreift.

Insgesamt haben etwa 2,2 Milliarden Menschen keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser.

Die NGO Give Power hat nun in Kenia in der Stadt Kiunga am Ozean, nahe der Grenze zu Somalia, das erste Solarkraftwerk installiert, das Ozeanwasser in Trinkwasser umwandelt.
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Kenya Installs The First Solar Power Plant That Transforms Ocean Water Into Drinking Water

https://www.boredpanda.com/kenya-installs-solar-powered-plant-trasforms-ocean-water-to-drinking-water/

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Die beiden Wasserpumpen können 25.000 Personen mit Wasser versorgen.

Der Entsalzungsprozess, der das Salzwasser in Trinkwasser umwandelt, ist sehr energieintensiv und damit teuer. In Kiunga wurde eine "Solar Water Farm" installiert, die Sonnenenergie mithilfe von Solarkollektoren zur Stromerzeugung nutzt. Die erzeugten 50 Kilowatt Energie treiben zwei Wasserpumpen 24 Stunden am Tag an.

In der dortigen Gegend hat mehr als ein Drittel der Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Lange Wege, oft mehr als eine Stunde, waren notwendig, um an Wasser zu kommen. Also wurde Salzwasser zum Baden und zum Waschen der Kleidung verwendet.

Hayes Barnard, der Präsident von GivePower:

> “You see children inside of these villages, and they’ve got these scars on their stomachs or their knees because they got so much salt in their wounds. They were basically poisoning their families with this water.”

Sie sehen Kinder in diesen Dörfern, mit Narben am Bauch oder an den Knien, weil sie so viel Salz in den Wunden hatten. Das Wasser hat diese Menschen geradezu vergiftet.

Über die Website von GivePower

https://givepower.org/

fand sich ein kleines Video vom letzten Jahr:

Water For Kiunga

https://www.youtube.com/watch?v=a69712Yb3Hk

Das sieht danach aus, als ob im letzten Jahr eine erste Pilotanlage erstellt und getestet wurde.

Unterhalb des Videos gibt es weitere Hinweise:

> Compared to most traditional water wells, one GivePower solar water farm produces a higher quality of water over a longer period of time — powered by renewable energy, and delivered in an economically sustainable, and affordable, manner.

Im Vergleich zu den traditionellen Wasserbrunnen produziert eine Solar Water Farm eine höhere Qualität von Wasser über einen längeren Zeitraum. Angetrieben durch erneuerbare Energie.

Ferner findet sich ein "Größenhinweis": Eine Anlage kann 20.000 Gallonen Wasser pro Tag produzieren, eine halbe Gallone braucht jeder Mensch pro Tag, das sind 1,89 Liter.

Angesichts der Daten von dem Video (plus der dortigen Bilder) sieht das eher danach aus, als ob es den Durchbruch in Kiunga schon im letzten Jahr gegeben hat.

Kids in Finland commuting to school by bicycle in snow at -22F/-30C - Kinder in Finnland nutzen Fahrräder, um bei -30 Grad Celsius in die Schule zu fahren

24.11.2019 23:43:57, Jürgen Auer, keine Kommentare

Manche Dinge sind doch einfach beruhigend. In Städten wie Berlin pflegt ja der Verkehr zusammenzubrechen, wenn es einen Hauch von Schnee gibt. Oder Eltern fahren ihre Kinder täglich im Auto zur Schule, so daß der Nachwuchs keine Chance hat, rechtzeitig eigene Erfahrungen zu sammeln.

Der Autor des folgenden Beitrags war gebürtiger New Yorker und eingefleischter Städter, zog dann jedoch auf eine ländliche Farm im Süden. Eigentlich lebt er dort sehr abgeschieden, mußte aber zu einem Termin bei einer Physiotherapie. Dortiges Gesprächsthema: Der angekündigte Schnee und Befürchtungen, daß der lokale Supermarkt nichts mehr hätte.

Und die Einsicht: Anderswo geht das ganz anders. Etwa in Finnland. Dort war er in Helsinki, bei einem heftigen Schneesturm. Und beobachtete: Es wurde kein Schnee geschaufelt. Sondern lediglich Kies gestreut.

Ferner ist es in vielen Teilen von Finnland üblich, daß Kinder das ganze Jahr über mit dem Fahrrad zur Schule fahren.
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Kids in Finland Commuting to School by Bicycle and Sled, in Snow, at Negative-22 Degrees

https://www.core77.com/posts/91450/Kids-in-Finland-Commuting-to-School-by-Bicycle-and-Sled-in-Snow-at-Negative-22-Degrees

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Ein Tweet von Pekka Tahkola:

https://twitter.com/pekkatahkola/status/1093297261604265985

> 1000 out of 1200 kids in this school in #Oulu, #Finland, arrive by #bicycle, even in winter. 100-150 walk, rest by ski, kicksleds and car. This day it was -17°C.

1000 der 1200 Kinder in dieser Schule in Oulu kommen per Fahrrad, auch im Winter. 100 - 150 laufen, der Rest kommt per Ski, Kicksleds / Tretschlitten oder Auto. Die -17°C sind allerdings noch "warm" gegenüber -30°C.

Ein zweiter Tweet zeigt diese Kicksleds (oben als Vorschaubild sichtbar):

https://twitter.com/pekkatahkola/status/1093374254073012226

Vorne kann eine zweite Person drauf oder die Schultasche. Der Nutzer geht zwischen den Kufen, schiebt den Tretschlitten an der Stange und kann sich auf die Kufen stellen, um zu gleiten.

Allerdings haben die Kinder keine "besonderen Fahrräder". Im Gegenteil: Das sind normale Fahrräder, die im Sommer mit denselben Reifen genutzt werden. In Oulu liegt von November bis April Schnee. Oulu liegt am oberen östlichen Ende der Bottnischen Meerbusen. Die Stadt ist mit etwa 200.000 Einwohnern die größte Stadt in Nordfinnland, die fünftgrößte Stadt in Finnland und die nördlichste Großstadt der Europäischen Union.

Pekka Tahkola:

> The bike and walking paths are so well maintained that riders don't need special tires or gear to navigate them.

Die Fahrrad- und Wanderwege sind so gut gepflegt, so daß Radfahrer keine speziellen Reifen benötigen.

Wenn man die Bilder sieht, dann ist das etwas, das mir jeden Winter auffällt: Dort liegt eine geschlossene Schneedecke. Auf der läßt sich gut gehen und gut fahren. Hier dagegen soll Schnee immer möglichst entfernt werden. Gelingt das nicht vollständig, gibt es einen ständigen Wechsel zwischen Schnee und anderen Flächen. Das ist deutlich heikler.

Bridge over the Dřetovice Stream created with ultra-high performance concrete (UHPC) - 10 Meter lange Brücke aus ultrahochfestem Beton überspannt tschechischen Fluss

23.11.2019 23:29:14, Jürgen Auer, keine Kommentare

Bei Betonkonstruktionen denkt man üblicherweise an Beton mit einem Kern aus Stahlarmierungen. Eine andere Technik, den Beton zu verstärken, besteht darin, ultra-high performance concrete, ultrahochfesten Beton zu entwickeln. Das ist Beton, der sich durch eine besonders hohe Dichtigkeit und Festigkeit auszeichnet.

Eine Verbesserung besteht darin, Körner hinzuzufügen, die deutlich kleiner als typische Zementkörner sind. Mit der Wirkung, daß diese Körner den Platz zwischen den Zementkörnern auffüllen und der Beton damit deutlich dichter wird. Durch die höhere Dichtigkeit kann Wasser schlechter eindringen, so daß der Beton deshalb stabiler ist.

Eine zweite Variante besteht darin, den Wassergehalt auf einen Wert w/z-Wert < 0,25 zu reduzieren.

Eine dritte Verbesserung besteht darin, Fasern, etwa Stahlfasern beizumischen.

Das Ergebnis ist ein Beton, der weitaus belastbarer ist, aber auch deutlich mehr kostet. Etwa 5 - 20 mal mehr als Normalbeton.

In Tschechien wurde nun in einer Zusammenarbeit zwischen AOC architects und dem Klokner Institute an der Czech Technical University (CTU) in Prag eine interessante Brücke aus UHPC entwickelt.

Sie überspannt den Fluß Dřetovice und führt zu einem Friedhof des nahe gelegenen Ortes Vrapice, etwa 30 km nordwestlich von Prag. Bei Google-Maps sieht man, daß der Fluß südlich des Ortes ungefähr in West-Ost-Richtung fließt.
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czech cemetery exhibits bridge fabricated of ultra-lightweight black concrete

https://www.designboom.com/architecture/aoc-concrete-bridge-klokner-institute-ctu-prague-11-23-19/

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Das Design der Brücke basiert auf dem Konzept des ‘portal between the world of the living and the dead’ - das Portal zwischen der Welt der Lebenden und der Toten.

Die Spannweite der Brücke, die lediglich auf zwei Sockeln aufliegt, beträgt 10 Meter. Genutzt wird eine doppelt gekrümmte Form, so daß die Brücke leicht in zwei Richtungen verspannt ist.

Mit einer Querschnittsbreite von 1,5 Metern und einem Gesamtmaterialverbrauch von etwa 1,4 Kubikmetern wiegt die Brücke etwa 3 Tonnen. Ferner wurden schwarze Pigmente beigemischt und die Oberfläche patiniert.

Während des Entwurfs wurde ein Prototyp gebaut und einer Belastungsprüfung unterzogen.

In Deutschland gibt es nur relativ wenige Bauwerke, die UHPC nutzen. Die erste UHPC-Konstruktion ist die Gärtnerplatzbrücke

http://regiowiki.hna.de/G%C3%A4rtnerplatzbr%C3%BCcke

in Kassel von 2007. Diese ist mit 137 Metern allerdings deutlich länger. Bei

Gärtnerplatzbrücke in Kassel: Verbundkonstruktion im neuen Klebeverfahren

https://www.bauingenieur24.de/fachbeitraege/massivbau/gaertnerplatzbruecke-in-kassel-verbundkonstruktion-im-neuen-klebeverfahren/1857.htm

fand sich der Hinweis, daß die Fahrbahnplatten der Brücke lediglich 8,5 Zentimeter dick sind. Das ist ein Viertel der üblichen Konstruktion. Mit der Konsequenz, daß solche Brücken deutlich leichter sind.

Bundesfinanzhof: Zweckbetrieb einer gemeinnützigen Einrichtung im Wettbewerb mit der Regelbesteuerung unterliegenden Unternehmen: Eingeschränkte Anwendung des ermässigten Umsatzsteuersatzes - XI R 2/17

22.11.2019 23:48:06, Jürgen Auer, keine Kommentare

Gemeinnützige Einrichtungen, die Umsätze erzielen, können in der Regel für diese Umsätze den ermäßigten Steuersatz beanspruchen. Aber was ist, wenn diese Einrichtungen zusätzlich Zweckbetriebe betreiben, die in Konkurrenz zu anderen Unternehmen treten, welche der Regelbesteuerung unterliegen?

In einem solchen Fall hat der Bundesfinanzhof nun entschieden, daß für ein zusätzlich betriebenes Café jedenfalls nicht automatisch der ermäßigte Steuersatz gilt.
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Eingeschränkte Anwendung des ermäßigten Umsatzsteuersatzes bei gemeinnützigen Einrichtungen - Urteil vom 23.7.2019 XI R 2/17

https://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=pm&Datum=2019&nr=42740&pos=0&anz=76

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Der Fall (Vorinstanz FG Berlin-Brandenburg):

> Der Kläger unterstützt als gemeinnütziger Verein Menschen mit Behinderung, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustands der Hilfe bedürfen. Seinem Begehren, die im öffentlichen Betrieb (Bistro und Toilette) erbrachten Umsätze mit dem ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7% zu besteuern, weil auch behinderte Menschen dort arbeiteten, folgte das Finanzamt nicht.

Das Finanzgericht sah das genauso. Der Bundesfinanzhof bestätigte die Entscheidung, hob das Urteil aber aus anderen Gründen auf und verwies es zurück an die Vorinstanz.

Laut dem Urteil

BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.7.2019, XI R 2/17 - ECLI:DE:BFH:2019:U.230719.XIR2.17.0 - Zum ermäßigten Steuersatz bei Zweckbetrieben

https://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=pm&Datum=2019&anz=76&pos=0&nr=42878&linked=urt

betreibt der Kläger einerseits eine anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen. Zusätzlich wurde ab 2007 ein Café betrieben: Dort wurden drei Arbeitsplätze für behinderte Menschen geschaffen, die zu 100 % gefördert wurden, ferner zunächst zwei, später ein nicht behinderter Arbeitnehmer beschäftigt.

Laut UStG dürfen Zweckbetriebe, die den ermäßigten Steuersatz beanspruchen, nicht im unmittelbaren Wettbewerb mit Unternehmen stehen, die der Regelbesteuerung unterliegen. Oder diese Leistungen verwirklichen unmittelbar die steuerbegünstigten Zwecke selbst.

Beides war hier nicht erfüllt: Das Café tritt in Konkurrenz zu anderen gastronomischen Einrichtungen, die der Regelbesteuerung unterliegen. Und die Gastronomieumsätze dienten den Zwecken der Besucher, es waren keine gemeinnützigen Leistungen.

Allerdings ging das Verfahren trotzdem zurück an die Vorinstanz. Denn diese hatte nicht ermittelt, ob der ermäßigte Steuersatz aus anderen Gründen hätte Anwendung finden können. Dann nämlich, wenn Speisen zur Mitnahme abgegeben werden, sind diese Umsätze nur mit dem ermäßigten Steuersatz zu versteuern.

Das Urteil könnte für diverse gemeinnützige Einrichtungen die Wirkung haben, daß diese die Umsätze ihrer Zweckbetriebe überprüfen müßten, ob für diese wirklich der ermäßigte Steuersatz genutzt werden kann.

Heaven Bloom - 140 metal flowers that move to the music - metallische Blumen, die aus einer Betonwand herausragen und sich im Rhythmus der Hintergrundmusik öffnen - Installation in Taiwan

21.11.2019 23:47:27, Jürgen Auer, keine Kommentare

Blüten, die aus einer senkrechten Betonwand "herauskommen"? In Taiwan hat das Designbüro Whyixd 140 "kinetische Blumen" in der Lobby eines Gebäudes installiert.

Das Gebäude ist von der Natur inspiriert. Das führte zu der Idee, eine Installation zu schaffen, die Blumen imitiert. Die mechanisch angetriebenen Blumen öffnen und schließen sich im Rhythmus der Hintergrundmusik in der Lobby.
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whyixd hangs 140 metal flowers that move to the music on a taiwan building lobby

https://www.designboom.com/design/whyixd-heaven-bloom-metal-flowers-dynamic-lobby-taichung-city-taiwan-11-15-2019/

Das Video direkt auf Vimeo:

《扉花 Heaven Bloom》 kinetic installation,2019

https://vimeo.com/368204274

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Wenn man sich das Video ansieht, dann sieht man, daß jede einzelne dieser Blumen eine komplexe mechanische Technik nutzt, bei der eine sich langsam drehende Scheibe dafür sorgt, daß die metallischen Blütenblätter auf- und wieder zuklappen. Beim Aufklappen erscheint diese ganze Technik, beim Zuklappen verschwindet sie wieder.

Ein Gedanke der Installation ist, daß die Blumen als Samen in die Betonwand gesät wurden, so daß diese aus der Oberfläche herausblühen. Die Blumen imitieren den "Nanhu Rhododendrom". Eine Blume, die nur auf einem der Berge in Taiwan wächst, dem Nanhu Big Mountain. Mit 3.742 Metern ist dies der fünfthöchste Berg in Taiwan.

Der Nanhu Rhododendrom paßt sich an die extremen klimatischen Bedingungen an. Bevor die Blume blüht, hat sie eine rostgelbe Farbe. Die Blume ist jedoch weiß, so daß sie rund um den Berggipfel wie weiße Schneeflocken wirkt.

Bei Whyixd:

Heaven Bloom - Kinetic Installation 2019

https://www.whyixd.com/heavenbloom2019/2019/11/6/-heaven-bloom-kinetic-installation2019

Die Gesamtgröße der Installation: 7.3(m) x 1(m) x 7.8(m).

Demnach müßten die einzelnen Blüten ziemlich weit aus der Wand herausragen und ziemlich groß sein.

Biodegradable Plates and Bowls out of leaves from the Palash Tree - Vistaraku in Hyderabad stellt Einwegplatten und Schalen aus Blättern her - gegründet von Madhavi und Venu Vippulancha

20.11.2019 22:32:14, Jürgen Auer, keine Kommentare

Einwegteller werden in Industrieländern oft aus Kunststoff hergestellt. Mit bekannt negativen Folgen. Stehen bestimmte Pflanzen zur Verfügung, gibt es auch ganz andere Lösungen.

So gibt es auf dem indischen Subkontinent den Palash Tree, Malabar-Lackbaum genannt. Er dient der Lackschildlaus als Futterpflanze, deren Absonderungen können zu Schellack verarbeitet werden.

Die Blätter haben natürliche antibakterielle und antiseptische Eigenschaften. Sie eignen sich deshalb gut, um Speisen auf ihnen anzurichten.

Vistaraku in Hyderabad hat eine Methode entwickelt, um aus diesen Blättern Einwegplatten und Schalen herzustellen.
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Making Biodegradable Plates and Bowls Out of Leaves

https://laughingsquid.com/biodegradable-plates-bowls-made-out-of-leaves/

Das Video direkt auf YouTube:

How Leaves Are Made Into Biodegradable Plates

https://www.youtube.com/watch?v=P1td1JYRzNY

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Die beiden Gründer Madhavi und Venu Vippulancha hatten im Silicon Valley gearbeitet und zogen nach Indien. Nach einem überstandenen Brustkrebs wollte das Paar naturnäher leben. So entstand die Idee für die Gründung von Vistaraku.

Die Blätter werden von Frauen in der Umgebung gesammelt. Teils sieht das danach aus, als ob einige Blätter zu einem Teller-Rohling zusammengenäht werden. Am Ende kommt der flache Rohling jedenfalls in eine Presse, wird wohl unter Hitze gepresst - und der Teller ist fertig.

Auf Instagram gibt es einen Beitrag mit einem kleinen Video:

https://www.instagram.com/p/B2RZ23cFWpE/

Da sieht man das etwas genauer. Die Blätter werden quasi leicht zusammengenäht, als Unterlage wird ein Stück Wellpappe mit eingepreßt.

Die Website

Vistaraku - Biodegradable leaf plates

https://www.vistaraku.co.in/

gibt es weiter unten ein Bild, wie ein solcher Teller dann zerfällt und

> Our termite friends doing their job right.

von Termiten zernagt wird.

Porcelain Vessels with hundreds of flowers, leaves and branches - Hitomi Hosono erzeugt Porzellanschalen mit Hunderten von Blumen, Blättern und Zweigen

19.11.2019 23:36:18, Jürgen Auer, keine Kommentare

Manche Dinge sieht man: Und kann sich deren Erstellung doch nicht vorstellen. So geht es mir, wenn ich solche Porzellanschalen sehe.

Die in Japan geborene und in London lebende Künstlerin Hitomi Hosono erzeugt Gefäße, die außen und innen mit einer überquellenden Fülle von Blumen, Blättern und Zweigen bedeckt sind.

Als sei ein Blütenteppich von einer Wiese mit lauter kleinen Blüten, dazwischen diversen grünen Blättern, in Porzellan verwandelt worden.
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Magnificently Detailed Porcelain Vessels by Hitomi Hosono Are Blossoming with Hundreds of Flowers, Leaves, and Branches

https://www.thisiscolossal.com/2019/11/vessels-by-hitomi-hosono/

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Die Außenseiten der Gefäße nutzen teils eine "einigermaßen glatte" Struktur, bei der die Pflanzen nur angedeutet sind. Teils sind aber auch Teile der Außenseiten mit solchen plastischen Strukturen gestaltet, wie sie die Innenfläche der Gefäße ausfüllt.

Inspirieren läßt sie sich von Wanderungen in ihrer Nachbarschaft, wo sie Blüten und Blätter sammelt und die Details der Strukturen erkundet.

Diverse weitere Bilder gibt es auf Instagram:

hitomihosono

https://www.instagram.com/hitomihosono/

U.a. einen kleinen Film vom Britischen Museum:

https://www.instagram.com/p/Bd4ej9xhlb3/

Der damit anfängt, daß ein Klumpen Rohmasse auf der Töpferscheibe landet.

Bei der Galerie

Hitomi Hosono

https://www.adriansassoon.com/artists/hitomi-hosono/

finden sich einige weitere Details:

> “It is my intention to transfer the leaf’s beauty and detail into my ceramic work, using it as my own language to weave new stories for objects.”

Es ist ihre Intention, die Schönheit und die Details von Blättern in ihre keramische Arbeit zu transferieren. Sie betrachtet das als ihre eigene Sprache, um neue Geschichten für Objekte zu weben.

Orientiert hat sie sich an der "Jasperware" von Josiah Wedgwood, die etwa 200 Jahre alt ist. Keramische Muster werden als Außendekoration auf einem Gefäß ergänzt.

> First, I design a leaf or flower sprigs by studying organic botanical forms. I analyse the plant forms by looking, touching and drawing. I examine how the veins of a leaf branch and how its edges are shaped. After the completion of original sprig models and the plaster moulds, I press-mould hundreds of leaf sprigs in porcelain and carefully and patiently carve the finer details. I then apply the porcelain leaves in layers onto a form thrown on a potter’s wheel. I apply the leaves so densely that the underlying shape is entirely hidden, like the multitude of green leaves which obscure the branches of a tree.

Erst erstellt sie das Design von einem Blatt oder einem Blütenzweig, indem sie die organischen Vorbilder analysiert. Mit Sehen, Berühren und Zeichnen. Daraus entstehen Originalmodelle und Gipsmodelle. Dann presst sie hunderte von Blattzweigen in Porzellan und ergänzt sorgfältig und geduldig die feineren Details.

Dann trägt sie die Porzellanblätter und -blumen auf eine Form auf, die auf der Töpferscheibe erstellt wurde. Dabei trägt sie die Blätter und Blüten so dicht auf, daß die darunterliegende Form völlig verborgen ist. So, wie die Vielzahl von Blättern eines Baumes die Zweige verdecken.

Große Objekte benötigen bis zu 1,5 Jahre. Ein halbes Jahr, um ein neues Design für Zweige zu entwerfen und die Formen zu bauen. Etwa einen Monat, um die Porzellanelemente zu fertigen. Schließlich 10 - 12 Monate, um langsam zu trocknen.

Ein Video vom letzten Jahr

Hitomi Hosono Talks About Her Exclusive New Collection With Wedgwood

https://www.youtube.com/watch?v=oDYCQ0H8x6E

zeigt Ausschnitte aus dem Arbeitsprozess.

AND Y Café in Rostov on Don - Tetris style orange furniture and cow print tiles in this tiled café - gekacheltes Café in Rostow am Don nutzt tetris-artige Sitzwürfel zur täglichen Neugestaltung

18.11.2019 23:40:06, Jürgen Auer, keine Kommentare

Was macht man, wenn man in einem Café relativ wenig Platz hat? Die Lösung im AND Y - Café in Rostow am Don, von dem russischen Architekten Eduard Eremchuk für das wohl so ziemlich komplett gekachelte Café:

Er orientierte sich einerseits am gekachelten Design einer U-Bahn-Station.

Und andererseits an Tetris: Würfelförmige Sitzgelegenheiten auf Rollen, deren Position sich problemlos verändern kann. Wie fallende Tetris-Würfel.
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Cow-print tiles and Tetris-style orange furniture feature in Russian cafe

https://www.dezeen.com/2019/11/18/and-y-cafe-eduard-eremchuk-russia/

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Das Café befindet sich auf einem Platz nahe der Don State Public Library. Aufgrund der vielen Universitäten in der Umgebung ging der Betreiber von vielen Besuchern aus.

Der Architekt:

> "The shapes of the furniture were inspired by Tetris cubes, which are also transformable and very mobile,"

Die Inspiration für die Form kam von Tetris-Würfeln, die auch wandelbar und sehr beweglich sind.

> "The space came out very flexible and you can change its organisation literally every day."

Der Raum wird so zu einem sehr flexiblen Raum. Die Raumaufteilung kann tagtäglich geändert und neu angepaßt werden.

Die Würfel bestehen aus einem feinen Metallgitter. Sie wurden von der ortsansässigen Firma Delo hergestellt. Ein langer Tisch hat runde Säulenständer und wurde ebenfalls von einem lokalen Unternehmen gebaut. An den Fenstern gibt es ähnliche Tische mit hohen Stühlen für einzelne Gäste.

Leider kam als Vorschaubild nicht das erste Bild im Beitrag raus. Im Raum gibt es zusätzlich diverse größere "Tetris - Elemente". Mit der Länge von fünf Würfeln plus einem Würfel in der Mitte. Da können die Würfel in der Mitte zum Lesen oder zum Abstellen eines Getränks genutzt werden. Das auf Rollen - das lädt geradezu dazu ein, daß die Elemente im Laufe eines Tages mehrfach ihre Position ändern.

Um den Zweck der verschiedenen Raumteile sichtbar zu machen, ist der Gästebereich mit weißen Fliesen verkleidet. Der Küchenbereich hat dagegen eine einheitliche Wand aus hellblauen Fliesen. Die Toilette hat dagegen eine Art "Endlos-Kuhmuster" als Kachelung enthalten. Inklusive der Innenseite der Tür. Wird die Tür geöffnet, sieht man damit sofort, daß hier ein anderer Bereich beginnt.

Auf der Seite von Eduard Eremchuk

AND Y

https://eduarderemchuk.com/andy/

sind dieselben Bilder deutlich größer zu finden. Die Gesamtfläche beträgt 120 Quadratmeter. Ansonsten gibt es nur relativ wenige Pflanzen in großen, runden Töpfen, die aber ebenfalls leicht verschiebbar sein dürften. Plus einige Bildschirme, die von der Decke herunterhängen.

Bulletproof 3D-printed polymer cubes using complex patterns - 3D-gedruckte Polymer-Würfel mit Tubulanen-Strukturen widerstehen Kugeln und Druck - Forschung an der Rice University

17.11.2019 23:49:58, Jürgen Auer, keine Kommentare

Was ist stabiler gegenüber Kugeln? Ein kompakter Würfel aus Metall oder Keramik? Oder ein Würfel aus Kunststoff, der allerdings "eigenwillig" aufgebaut ist?

Nicht kompakt hergestellt, sondern per 3D-Druck mit sehr komplexen und unterschiedlichen Mustern gestaltet.

Forscher an der Rice University in Houston, Texas haben solche Würfel hergestellt und sie mit Kugeln beschossen. Das Ergebnis: Gegenüber einem kompakten Kunststoffwürfel erwiesen sich die gedruckten Würfel als deutlich stabiler.
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researchers create bulletproof 3D printed cubes using complex patterns

https://www.designboom.com/technology/researchers-3d-printed-plastic-cubes-bulletproof-11-16-2019/

Bei der Rice University:

Theoretical tubulanes inspire ultrahard polymers

https://news.rice.edu/2019/11/13/theoretical-tubulanes-inspire-ultrahard-polymers/

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Die Gruppe von 12 Forschern fand heraus, daß solche Würfel den Einschlägen einer Kugel mit 5,8 Kilometern pro Sekunde = 20880 Kilometer pro Stunde deutlich besser standhalten als Würfel, die aus demselben Material kompakt hergestellt wurden.

Die 3D-gedruckten Würfel blieben fast vollständig intakt. Der kompakte Würfel hatte dagegen eine große Delle und Risse.

Die genutzten Muster beruhen auf Tubulanen. Das sind mikroskopische Strukturen aus vernetzten Kohlenstoff-Nanoröhren, die 1993 von dem Chemiker Ray Baughman und dem Physiker Douglas Galvão beschrieben wurden. Diese prognostizierten beeindruckende Eigenschaften wie eine hohe Festigkeit und eine extreme Kompressibilität. Jedes Kreuz- und Zickzackmuster wurde berechnet, um den Objekten eine unglaubliche Festigkeit zu verleihen.

Die verblüffende bzw. mit etwas Abstand doch nicht so verblüffende Feststellung:

> the assumption is that a porous structure reduces an object’s stopping power, but in practice, the complex polymer lattice in these cubes makes them able to compress and collapse to absorb the kinetic energy of an impact and contain the resulting damage so that it only affects a minimal area.

Die Vermutung sei, daß eine poröse Struktur die Widerstandsfähigkeit eines Objektes gegen Kugeln reduziert. Aber in der Praxis kann dieses komplexe Muster aus kleinen Kunststoffsträngen den Würfel deutlich haltbarer machen: Gegenüber Druck und gegenüber der kinetischen Energie, die eine eindringende Kugel mitbringt. Die Wirkung ist, daß die entstehende Beschädigung deutlich reduziert und auf einen kleineren Bereich eingeschränkt wird.

Damit kann man günstigere und wohl meist auch leichtere Polymere anstelle von Metall oder Keramik verwenden, um entsprechend haltbare Teile oder Komponenten herzustellen. So ein Material läßt sich sowohl in der Luft- und Raumfahrt, in der Architektur und für militärische Zwecke verwenden.

Ein Abstract des Originalartikels:

3D Printed Tubulanes as Lightweight Hypervelocity Impact Resistant Structures

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/smll.201904747

Dort gibt es einige kleine Videos, die zeigen, wie so ein Würfel unter Druck reagiert. Leider gibt es kein Video, das den Einschlag einer Kugel zeigt.

Unter

3D-Druckvorlagen: Forscher erstellten kugelsichere Würfel

https://de.secnews.gr/204456/3d-printed-protupa-ereunites-dimioiurgisan-aleksisfairous-kuvous/

gibt es den Hinweis, daß solche Würfel ähnlich hart wie Diamanten seien. Dasselbe findet sich im Eingangssatz bei dem Universitätstext:

> A lightweight material full of holes is nearly as hard as diamond. The mere dents left by speeding bullets prove it.

Ein leichtes Material voller Löcher ist fast so hart wie Diamant. Die bloßen Dellen von Kugeln beweisen es. In dem Text findet sich der Hinweis, daß die Art der Muster entscheidend seien. Die Größe ist derzeit durch die Größe bzw. Feinheit der 3D-Drucker limitiert.

> “The unique properties of such structures comes from their complex topology, which is scale-independent,”

Die besonderen Eigenschaften kommen von ihrer komplexen Topologie. Diese ist unabhängig von der Skalierung.

Ecokick - Ecosystem Kickstarter - honeycomb-shaped cardboard structure fights soil erosion - Bodenerosion in Uganda mit einem wabenförmigen Pappkarton-System stoppen - Thom Bindels

16.11.2019 23:21:59, Jürgen Auer, keine Kommentare

Mit Karton Bodenerosion bekämpfen? Der niederländische Designer Thom Bindels hat "Ecosystem Kickstarter" entwickelt.

Das Prinzip: An einem Hang mit degradierter Erde werden einzelne Terrassen ausgehoben. Dort wird eine wabenförmige Kartonstruktur hingestellt. Diese wird wieder mit der Erde aufgefüllt und kann genutzt werden, um Pflanzen einzusetzen. Ferner kann die Kartonstruktur am Boden bereits Samen enthalten und mit einer Nährstofflösung bestrichen werden.
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Ecosystem Kickstarter is a cardboard structure that fights soil erosion

https://www.dezeen.com/2019/11/16/ecosystem-kickstarter-thom-bindels-design/

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Ein Problem in Uganda: Lange Trockenzeiten, gefolgt von heftigen Regenfällen. Wenn der Boden bereits schlecht ist, können diese Regenfälle dazu führen, daß Samen und verbleibende Nährstoffe weggeschwemmt werden.

Durch die Terrassenstruktur sollen mehrere Zwecke erreicht werden. Zum einen finden die keimenden Samen in der - teils durchlöcherten - Kartonstruktur Halt, um hinreichend wachsen zu können. Zum anderen baut sich der Karton mit der Zeit ab. Dafür bilden nun die Wurzeln der Pflanzen ein Geflecht, das den Boden zusammenhält.

Das Konzept soll dazu dienen, den "Teufelskreis der Erosion" zu stoppen. Heftige Regenfälle schwemmen fruchtbaren Boden und Samen weg, bevor der Samen keimen kann. Dieser Mangel an Vegetation führt aber dazu, daß der Boden Wasser erst recht schlecht aufnimmt, so daß das Wasser stattdessen abfließt.

> "When this process continues for too long, the ecosystem can no longer restore itself,"
> "A negative spiral of erosion causes a lack of nutrients in the soil, a lack of soil activity and a lack of groundwater."

Wenn dieser Kreislauf zu lange anhält, kann sich das Ökosystem nicht mehr selbst regenerieren. Eine negative Erosionsspirale führt zu einem Nährstoffmangel im Boden, zu einer fehlenden Bodenaktivität durch Mikroorganismen und zu einem Mangel an Grundwasser.

> "The point where an ecosystem is no longer able to restore itself is called the ecological threshold. But once the ecosystem is kickstarted back on top of this threshold, it will be able to maintain itself again"

Der Punkt, wo ein Ökosystem nicht mehr in der Lage ist, sich selbst zu regenerieren, wird als ökologische Schwelle bezeichnet. Aber wenn das Ökosystem wieder auf diese Schwelle angehoben wird, ist es in der Lage, sich selbst wieder aufrechtzuerhalten.

Das Projekt kombiniert deshalb eine Reihe bestehender Erosionsschutzmethoden, die von Landwirten südlich der Sahara bereits angewendet werden.

Zersetzt sich der Karton schließlich im Boden, führt das zu einer Kohlenstoffeinlagerung im Boden.

Die Idee wurde zwei Jahre lang vor Ort in Uganda getestet, um den Prototypen zu entwickeln. Längerfristig soll das aber vor Ort, bsp. in Zusammenarbeit mit lokalen Papierproduzenten hergestellt werden. Statt des Kartons könnten lokale Fasern wie Bananen, Papyrus oder Zuckerrohrabfälle verwendet werden.

Unter

Ecosystem Kickstarter

https://ecosystemkickstarter.com/

gibt es weitere Informationen zu dem Projekt.

No longer Tls.1.0 and Tls.1.1 support - Abschaltung der beiden veralteten Transport Layer Security - Versionen innerhalb von Server-Daten - Zugriff nur noch mit Tls.1.2 möglich

15.11.2019 23:53:09, Jürgen Auer, keine Kommentare

Die Entwicklungen in der IT sind manchmal durchaus verblüffend. Da wird ein neues Protokoll eingeführt - damals das SSL3 (1996), das wesentliche Verbesserungen gegenüber der älteren Version SSL2 (1995) brachte.

Dann wurde das Protokoll standardisiert. Und umbenannt in Transport Layer Security (TLS) (1999). Mit nur relativ geringen Änderungen.

Jahrelang war dieses Protokoll das Rückgrat aller verschlüsselten Verbindungen. Erst 2006 gab es den Nachfolger Tls.1.1 mit ebenfalls geringfügigen Modifikationen. 2008 folgte - mit deutlicheren Modifikationen - die Version Tls.1.2, die derzeit den Standard darstellt.

Aber was macht man dann mit den alten Versionen? Weiterlaufen lassen oder abschalten?

Die großen Browserhersteller Chrome, FireFox, Apple und damals noch Microsoft hatten schon vor gut einem Jahr angekündigt, daß im Jahr 2020 die Unterstützung für Tls.1.0 und Tls.1.1 aus den Browsern verschwinden wird ( https://blog.server-daten.de/de/2018-10-16/Alle-grossen-Browserhersteller-wollen-2020-die-Unterstuetzung-fuer-Tls-1-0-und-Tls-1-1-beenden---Nachfolgeprotokoll-Tls-1-2-ist-seit-2008-standardisiert-420 ).

Aber was heißt das für Webserverbetreiber?

Bei SSLLabs ( https://www.ssllabs.com/ssltest/ ), deren SSL-Test seit vielleicht 10 Jahren der Maßstab ist, ist ein aktives Tls.1.0 / 1.1 derzeit mit einem orangenen Hintergrund dargestellt. Nicht mehr grün wie Tls.1.2. Plus die Feststellung: Ab 2020 führt das zu einer Abwertung, wenn noch eines dieser beiden Protokolle aktiv ist.

Man kann in solchen Fällen die "alten Protokolle" lange weiterlaufen lassen. Allerdings gab es eine ähnliche Situation schon einmal: Herbst 2014.

SSL 3 is dead, killed by the POODLE attack

https://blog.qualys.com/ssllabs/2014/10/15/ssl-3-is-dead-killed-by-the-poodle-attack

Da wurde die POODLE - Attacke bekannt.

Das grundsätzliche Problem: Die erste Kommunikation zwischen einem Client (Browser) und einem Webserver ist unverschlüsselt, da wird die Verschlüsselung ausgehandelt.

Damals gelang es, durch eingeschleustes JavaScript eine Tls.1.0 - Verbindung auf SSL3 herunterzustufen. Und dort weitere Lücken auszunutzen, so daß die Verbindung am Ende komprimittiert war.

Das Problem dabei: Ausgenutzt wurde eine Protokollschwäche. Kein Bug bei der Protokollimplementierung.

Die Konsequenz: Die Browserhersteller teilten mit, daß es zwar in der Theorie gewisse Anpassungsmöglichkeiten geben würde. In der Praxis sei diese Umsetzung jedoch nicht geplant. Stattdessen:

> Although it might be possible to attempt a BEAST-style mitigation, it seems that browser vendors are not interested in that approach. Adam said Chrome won’t pursue that direction. Firefox said they would disable SSL 3 in Firefox 34. And that’s great news.

FireFox schlug vor SSL3 abzuschalten. Kennt der Browser das Protokoll nicht mehr, dann kann es auch keine Downgrade-Attacke mehr geben.

Praktisch wiederholt sich nun die Geschichte. Bereits 2015 hatte die IETF in einem "Best Current Practice"

Recommendations for Secure Use of Transport Layer Security (TLS) and Datagram Transport Layer Security (DTLS)

https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc7525.html

empfohlen, Tls.1.0 und 1.1 möglichst nicht mehr zu unterstützen.

> Rationale: TLS 1.0 (published in 1999) does not support many modern, strong cipher suites. In addition, TLS 1.0 lacks a per-record Initialization Vector (IV) for CBC-based cipher suites and does not warn against common padding errors.

sowie:

> Rationale: TLS 1.1 (published in 2006) is a security improvement over TLS 1.0 but still does not support certain stronger cipher suites.

Tls.1.0 hat grundsätzliche Designschwächen. Tls.1.1 ist zwar an manchen Stellen besser. Aber der eigentlichen Schritt weg von CBC-Cipher Suites hin zu AES wird erst mit dem Schritt zu Tls.1.2 gemacht.

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Um die Abschaltung vorzubereiten, hatte ich vor gut einem Jahr eine Protokollierung eingebaut, die alle Zugriffe per Tls.1.0 und 1.1 festhält. Dabei stellte sich heraus:

- Auf den meisten Kundendatenbanken gab es nur Tls.1.2 - Nutzer.
- Auf einer Kundendatenbank gab es einen Nutzer mit einer sehr alten Android-Version (4.*), der noch Tls.1.0 nutzte.
- Ein Windows-Programm, das per API auf eine Datenbank zugreift, nutzte ebenfalls noch Tls.1.0.
- Auf den eigenen Websites waren praktisch nur noch Spambots mit diesen Protokollen unterwegs.

Ergebnis: Ein Nutzer mit einem veralteten Protokoll bekam auf der Startseite eine Warnmeldung mit Links zum Umstellen / Update angezeigt.
Das Windows-Programm wurde aktualisiert. So daß am Ende nur noch sehr wenige Nutzer mit Tls.1.0 zugriffen. Nur jene, die seit einem Jahr das Programm nicht mehr aktualisiert hatten.

Gestern flogen beide Protokolle endgültig raus.

Ferner wurde https://check-your-website.server-daten.de/ um einen kleinen Check ergänzt: Bei den Connections sieht man nun, ob Tls.1.2 aktiv ist und ob die beiden älteren Versionen inaktiv sind.

SunUp: Solar Panel System for Hikers and Adventurers - Solar-Panel-System für Wanderer, das sowohl flexibel als auch leistungsfähig ist - von Bradley Brister - 2. Platz beim James Dyson Award GB

14.11.2019 23:42:36, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wer wandert, der möchte heutzutage deshalb nicht offline sein. Also wird Strom benötigt. Aber Batterien und Akkus haben eine begrenzte Kapazität. Also mag man an eine Art "mobile Solaranlage" denken. Einige Solarzellen, die bsp. auf den Rucksack geschnallt werden können.

Solche Lösungen gibt es bereits. Allerdings taucht ein typisches Problem auf: Entweder wählt man Solarmodule aus monokristallinem und polykristallinem Silikon, die sind effizienter. Allerdings sind diese starren Strukturen auch leichter zerbrechlich. Oder man entscheidet sich für flexible Module aus amorphem Silikon. Da ist jedoch der Wirkungsgrad deutlich schwächer.

Der Student Bradley Brister hat die Lösung "SunUp" für sein Abschlussprojekt in seinem Bachelor-Studiengang Product Design Engineering an der Brunel University London entwickelt, die einerseits kristallines Silikon mit einem hohen Wirkungsgrad nutzt. Andererseits das so anordnet, daß die Module hinreichend stabil sind. Das Projekt erhielt einen von zwei zweiten Preisen beim James Dyson Awards für die britischen Teilnehmer.
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SunUp provides a backpack-hugging solar-power solution for hikers

https://www.dezeen.com/2019/10/28/sunup-solar-power-backpack/

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> "Solar panels are primarily designed for stationary use and current attempts at making them durable and convenient enough for use on the trail have fallen significantly short,"

Solarpaneele sind primär dazu gedacht, stationär genutzt zu werden. Versuche, sie stabil und langlebig genug zu machen, um sie unterwegs zu nutzen, sind deutlich zurückgegangen.

Seine Lösung besteht darin, relativ kleine, starre, dreieckige Module zu nutzen. Diese sind aber mit flexiblen Scharnieren verbunden. In den Metallscharnieren sind die verbindenden Leitungen direkt eingebaut. Damit werden diese nicht belastet oder härten aus, wenn die Paneele genutzt werden. Durch die relativ kleinen Elemente können sich diese beim Aufprall oder Herunterfallen leichter bewegen, so daß das Bruchrisiko sinkt.

Die gesamte Struktur kann leicht auf einem Rucksack aufgebracht werden. Das läßt sich aber ebenfalls auf einer Kanuoberfläche nutzen. Zerbricht eines der Dreiecke, kann es gegen ein neues Element ausgetauscht werden, ohne daß das gesamte System ersetzt werden muß. Ein 15-W-Panel nutzt einen 4000 mAH-Akku, der innerhalb von 12 Stunden vollständig aufgeladen werden kann.

Beim James Dyson Award

SunUp Solar Backpack

https://www.jamesdysonaward.org/2019/project/sunup-solar-backpack/

findet sich der Hinweis unter "Your Inspiration": Er sei oft mehrtägig unterwegs gewesen.

> The issue is if one section breaks during a multi-day hike it's useless the rest of the journey.

Wenn dann ein Element einer mobilen Solaranlage brach, war das für den gesamten folgenden Zeitraum nur noch nicht funktionierender Ballast.

Auf der Website

SunUp Solar Backpack

https://www.bradbristerdesign.com/the-north-face-sunup

finden sich im wesentlichen dieselben Informationen.

Red Roof House - stepped roof garden provides produce for the residents - gestufter Dachgarten ermöglicht frische Nahrungsmittel und kühlt das Haus im tropischen Vietnam

13.11.2019 23:31:03, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wenn man dieses Haus in Quang Ngai in Vietnam von oben her sieht: Da könnte man sich grade fragen, ob nicht manche der anderen Häuser drumherum Fehlplanungen wären.

Das "Red Roof House" befindet sich auf einem nur 80 Quadratmeter großen Grundstück. Es befindet sich an der Hauptstraße eines ländlichen Dorfes, das sich in den letzten Jahren durch eine Verstädterung deutlich verändert hat.
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a stepped garden provides produce for the residents of the red roof house in vietnam

https://www.designboom.com/architecture/taa-design-red-roof-house-vegetable-garden-vietnam-11-10-2019/

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Gebaut wurde es für ein Paar in den Fünfzigern, das das ganze Leben in der Gegend verbracht hat. Das Haus basiert auf den täglichen Aktivitäten der Bewohner: Im Erdgeschoss gibt es deshalb Platz für verschiedenste Funktionen: Ein Raum für Fahrradreparaturen, Wohnzimmer, Küche und das Hauptschlafzimmer, ein traditioneller Holzofen im Freien, Toiletten, Platz für ein Reislager und für Hühner.

Ein Gestaltungselement: Drei kleine Höfe. Dort, wo das Dach am niedrigsten ist, gibt es einen kleinen Außenbereich. Dahinter folgt wohl das große Wohnzimmer, über dem direkt das Dach folgt. Dann folgt der Innenhof, der teils in zwei Ebenen unterteilt ist. Der Hausteil dahinter hat ein Erdgeschoss und eine Ebene drüber.

Die Architekten von TAA Design:

> ‘instead of having a large yard like other houses in the village, we created many courtyards with different heights, suitable for the height of the house structure,’

Anstatt wie andere Häuser im Dorf einen Hof zu haben, haben wir viele Höfe mit verschiedenen Höhen geschaffen, die jeweils zur Höhe des Gesamthauses passen. Im Zwischengeschoß gibt es einen kleinen Hof, der mit dem Hof in der Mitte des Hauses verbunden ist.

Der Dachgarten grenzt im Zwischengeschoss an den Innenhof und bildet einen Spielplatz und einen Gemüsegarten. Frisch und direkt verfügbar kann das Gemüse aus dem Garten für die täglichen Mahlzeiten verwendet werden. Das wirft wohl so viel ab, daß das auch noch mit Nachbarn geteilt werden kann.

Ferner hilft der Garten, das Haus zu isolieren. Die Innentemperatur ist im Vergleich zu Wellblechdächern erheblich reduziert. Der Ort liegt südlich vom Hai-Van-Pass, der Vietnam klimatisch in zwei Zonen trennt. Der südliche Teil von Vietnam ist tropisch: Warm bis sehr heiß während des Jahres. Etwas kühler zwischen November und Januar, heiß vom Februar bis Mai. Eine Regenzeit zwischen Mai und Oktober.

Da dürften sich Häuser, die deutlich kühler sind als die Umwelt, durchaus auf das Wohlbefinden ihrer Bewohner auswirken.

> the red roof house has the intent to keep, to store, and remind the familiar rural lifestyle,’

Das Red Roof House hat die Intention, den ländlichen Lebensstil beizubehalten, aufzubewahren und daran zu erinnern.

Bei TAA Design

Red Roof House

https://taadesign.com/project/nha-mai-do/

gibt es die Bilder in Großaufnahmen.

Chrome may identify sites that typically load fast or slow for users - Chrome will die typische Ladegeschwindigkeit von Websites anzeigen

12.11.2019 23:45:16, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wer eine Website hat, der kennt das Thema: Lädt die Seite schnell oder ist das alles lahm? Erst recht ist das Problem allen Nutzern gut bekannt. Langsame Seiten sind anstrengend. Die technischen Gründe für die Langsamkeit mögen manchmal verständlich sein. Aber es nervt.

Der Chrome-Browser will dieses Thema in Zukunft noch "etwas verschärfen". Indem Websites, die langsam laden, markiert werden sollen.
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Moving towards a faster web

https://blog.chromium.org/2019/11/moving-towards-faster-web.html

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> In the future, Chrome may identify sites that typically load fast or slow for users with clear badging.

Chrome kann Websites identifizieren bzw. entsprechend angepaßt darstellen, die typischerweise schnell oder langsam laden. Das soll sich also nicht auf den aktuellen Ladevorgang beziehen, den bekommt der Nutzer ja direkt mit. Stattdessen sollen historische Daten ausgewertet werden. Wobei für mich unklar ist, ob diese historischen Daten von früheren Chrome-Besuchern oder vom Spidern der Website durch Suchmaschinenrobots stammen.

Wie das dargestellt werden soll, ist noch unklar. Da sollen erst noch diverse Tests durchgeführt werden, um die verständlichste Form zu finden.

Seiten sollen daraufhin überprüft werden, ob sie von ihrer Erstellungstechnik her im Allgemeinen langsamer sind. Eventuell wird das so erweitert, daß relativ zu dem Gerät des Nutzers ermittelt wird, ob die Seite für diesen Nutzer langsam ist. Die Wirkung: Dieselbe Seite wird für einige Nutzer als "langsame Seite" angezeigt, für andere Nutzer als "schnelle Seite".

Das kann an verschiedenen Stellen der Chrome-Oberfläche auftauchen: Etwa bei der Ladefortschrittsleiste und bei Kontextmenüs von Links. Dort könnte die typische Seitengeschwindigkeit sofort angezeigt werden, so daß man vor dem Aufrufen des Links sieht, wie lange das Laden der Seite ungefähr dauern wird.

Der Beitrag zeigt zwei Screenshots: Ein grüner Fortschrittsbalken für eine schnell ladende Seite. Ein blauer Balken für eine langsam ladende Seite. Ferner beim "Loading" der Hinweis:

> Usually loads slow

mit einem roten Warndreieck.

Das soll inkrementell entwickelt werden. Mit immer strengeren Kriterien. Es könnten auch weitere Markierungen hinzukommen, die über reine Geschwindigkeitshinweise hinausgehen könnten.

Am Ende soll das eine Art von Markierung sein, die - zumindest in der Theorie - von allen Entwicklern erreicht werden kann.

Allerdings mögen Entwickler nicht warten, bis das soweit ist. Sondern ihre Websites bereits jetzt unter dem Gesichtspunkt einer möglichst schnellen Ladezeit betrachten.

Etwa durch Nutzung von

https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/

einem Google-Tool.

Man könnte auch sagen: Das Thema https ist abgehakt, https ist der neue Standard. Nun folgt das nächste große Thema "Geschwindigkeit".

Auf meiner eigenen Testseite https://check-your-website.server-daten.de/ läßt sich ein Grund sehr häufig finden: WordPress-Seiten, die teils 50 oder noch sehr viel mehr JavaScript- und CSS-Dateien eingebunden haben. Es gibt auch Seiten mit über 1000 eingebundenen Komponenten. Und dann werden die Dateien teils nicht einmal mit GZip ausgeliefert und sie haben entweder keinen oder einen zu kurzen Cache-Control-Header. Oder Seiten haben massiv JavaScript und CSS-Code inline eingebunden. Das erspart zwar das Nachladen weiterer Ressourcen. Aber es führt dazu, daß es nicht möglich ist, daß Browser diese Daten cachen und bei wiederholten Aufrufen wiederverwenden.

Dabei gibt es einfache Regeln:

- Eine IPv6-Adresse nutzen. IPv6 ist etwa 5 - 10 % schneller als IPv4. Die allermeisten Websites sind noch nicht per IPv6 erreichbar. Testet man bei SSLLabs eine Seite, die sowohl per IPv4 als auch per IPv6 erreichbar ist, dann ist das IPv6-Ergebnis im Normalfall schneller verfügbar.

- GZip-Komprimierung und http/2 nutzen, JavaScript/CSS - Dateien mit Minifiern komprimieren und mit langem Cache-Control-Header senden (180 Tage oder länger).

- Nicht zu viele externe Ressourcen einbinden. Das dürfte allerdings ein grundlegendes Problem von mancher Software sein. Man braucht viele Addins, jedes Addin kommt mit eigener JS/CSS - Datei.

- Fehler bei der Datenbankanbindung oder langsame Abfragen, die bremsen.

Die eigentlichen Hardwareressourcen können zwar auch zu knapp bemessen sein. Diese sind aber nur ein Teil des Themas.

Nine Mini Cheetah Robots - Roboter bewegen sich anhand taktiler Rückmeldungen ohne Kamera und beherrschen Rückwärtssaltos - Forschungen am Massachusetts Institute of Technology

11.11.2019 22:18:59, Jürgen Auer, keine Kommentare

Im letzten Jahr hatten Forscher am MIT, am Massachusetts Institute of Technology, Blind Cheetah 3 vorgestellt. Einen Roboter, der auf vier Beinen läuft. Jedes Bein hat ein Kniegelenk. Die Besonderheit: Der Cheetah 3 nutzt keine Kameras, um sich in der Umgebung zurechtzufinden. Stattdessen nutzt er taktile Rückmeldungen auf die eigenen Bewegungen. Man kann sich das vorstellen wie ein von Geburt an blinder Mensch, der trotzdem lernt, sich eigenständig zu bewegen. Indem er sich an den taktilen Rückmeldungen orientiert.

Von diesem Blind Cheetah 3 gab es Anfang dieses Jahres eine kleinere Version, die leichter und agiler war. Das ist der Mini Cheetah. Nun, einige weitere Monate später, gibt es ein kleines Video mit 9 Mini Cheetahs, die sich auf einer Wiese bewegen. Mit einem Ball "spielen", sich gegenseitig anrempeln, dabei durchaus umkippen können. Aber aufgrund der sehr flexiblen Beine wieder aufstehen können.
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Nine Mini Cheetah Robots ‘Playing’ Like Little Children

https://laughingsquid.com/mini-cheetah-robots-playing-like-little-children/

Das Video direkt auf YouTube:

Testing 9 New Mini Cheetahs

https://www.youtube.com/watch?v=G6fMV1UPzkg

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Die Mini Cheetahs wurden per Hand gesteuert. Und sie beherrschen Rückwärtssaltos, ohne dabei hinzufliegen.

Ferner können sie sich auch in - zumindest trockenem - Laub bewegen.

Interessant ist immer wieder zu sehen, wie ein Mini Cheetah nach einem Rückwärtssalto einen Augenblick braucht, bis er wieder das Gleichgewicht gefunden hat und in seinen normalen Zustand des "Herumzappelns" zurückkehrt. Da das Video auf einer Wiese durchgeführt wurde, ist dieser Boden zwangsläufig uneben bzw. kann immer mal wieder leicht nachgeben. Und bei einem Rückwärtssalto ist zwangsläufig unbekannt, in welchem Zustand der "Landeplatz" ist. Schließlich kann dieser nicht im Vorfeld "erkundet und vermessen" werden.

Längerfristig könnte ich mir vorstellen, daß dieses Bewegungskonzept in bestimmten Situationen sehr flexibel und nutzbringend eingesetzt werden könnte. Etwa bei verschiedenen kritischen Situationen, wo ein solcher Mini Cheetah ausgestattet mit einer hinreichend geschützten Kamera Zonen erkundet, die aus irgendwelchen Gründen aktuell nicht betreten werden können.

Simulacrum Installation - in Santa Maria da Feira, Portugal überspannt ein Metallrahmen mit Sicherheitsnetz den Caster River und erzeugt einen temporären Raum - Pedro Henrique

10.11.2019 23:50:22, Jürgen Auer, keine Kommentare

Santa Maria da Feira, ein kleiner Ort in Portugal, etwa 30 km südlich von Porto. Dort gibt es ein historisches, gut erhaltenes Kastell. Ferner steht der historische Ortskern als Ganzes unter Denkmalschutz.

Und zusätzlich gibt es den Caster River. Ein kleiner Fluß, der sich ein paar Meter parallel zur Rua dos Descobrimentos durch den Ort schlängelt und dann abbiegt.

Aber wie das mit Flüssen in Orten so ist: Sie sind auch Grenzen. Selbst wenn ein Fluß nur 5 Meter breit ist und in einem gemauerten Bett fließt, kommt man nicht mehr drüber. Außerdem gibt es auf der anderen Seite ohnehin ein paar Reben, da kommt man nicht weiter.

Der Architekt Pedro Henrique wollte die Passanten, die dort vorbeikommen, anregen.

> During the design process we rediscover the course of this river that unravels the core of one of the oldest blocks of the city. This core reveals what we dare to call non-place, because it is not the result of a plan of its own but rather the result of everything that happens around it.

Während des Designprozesses entdeckte er den Flußlauf wieder, der den Kern eines der ältesten Blöcke der Stadt markiert. Dieser Kern enthüllt etwas, das er als "Nicht-Ort" bezeichnet. Es ist nicht das Ergebnis eines Plans, sondern Ergebnis dessen, was drumherum passiert.

Die umgesetzte Installation: Ein kräftiger, rechteckiger und knallgelb gestrichener Metallrahmen, der genau auf die beiden gemauerten Flußbegrenzungen paßt. Dazwischengespannt ein Sicherheitsnetz aus kräftigen, schwarzen Bändern. Plus eine kleine, ebenfalls gelb gestrichene Treppe, mit der man die zusätzliche Mauer davor übersteigen kann.

Die Wirkung: Passanten können die Treppe nutzen, um auf das Sicherheitsnetz zu gelangen. Wenn ihnen das "zu mulmig" ist, können sie sich natürlich auch auf den Metallrand auf der anderen Flußsseite hinsetzen. Oder sie legen sich flach auf das Sicherheitsnetz hin.
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Simulacrum Installation / Pedro Henrique

https://www.archdaily.com/918715/simulacrum-installation-pedro-henrique

Bei Google-Maps sieht man, wie sich der Fluß durch die Stadt bewegt:

Rua dos Descobrimentos, Santa Maria da Feira, Portugal

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Damit wird dieser "Nicht-Ort" über dem Fluß, der bislang unzugänglich war, plötzlich zu einem nun temporären, zugänglichen Raum.

> Once in the net, the public is hovering over the river - a natural reflector that generates innumerable points of view.

Sind die Besucher einmal im Netz, schwebt das Publikum über dem Fluß - ein natürlicher Reflektor, der verschiedenste neue Blickwinkel erzeugt.

Simulacro = it could be reality = es könnte Realität sein.

Bei den Bildern gibt es hinten eine Skizze mit den genauen Maßen. Der Fluß ist tatsächlich genau 5 Meter breit, das ist auch die Innenbreite der Installation bei einer Länge von 8,42 Meter. Die Besucher sind etwa einen Meter über dem Wasser. In Querrichtung sind 57 Bänder gespannt, in Längsrichtung müßten das 35 sein (18 längere und 17 kürzere).

Auf der Seite des Architekten

https://www.pedrohenriquearquiteto.com/

findet sich kein Hinweis zu diesem Projekt.

Biobasecamp Pavilion demonstrates the potential of timber in architecture - Holz-Pavillon bei der Dutch Design Week in Eindhoven zeigt Möglichkeiten des Holzbaus - Studio Marco Vermeulen

09.11.2019 23:28:43, Jürgen Auer, keine Kommentare

Hier in Berlin wunderte ich mich vor einiger Zeit. Grade wird viel gebaut. Aber an einer Ecke - entstand ein Holzhaus mit vier oder fünf Stockwerken, die typische Berliner Traufhöhe.

Die Entwicklung hin zu mehr Holz gibt es grade an verschiedenen Stellen. Das Problem: Beton und auch Stahl setzen bei der Herstellung sehr viel Kohlendioxid frei. Beim Bau mit Holz ist das genau umgekehrt: Holz bindet Kohlendioxid. Deshalb wird Holz inzwischen auch als "concrete of the future", als "Beton der Zukunft" bezeichnet.

Zur Dutch Design Week hatte das Studio Marco Vermeulen den Biobasecamp Pavilion gebaut, um Platz für mehrere Ausstellungsstücke zu schaffen, die zeigen, wie man Holz beim Bauen verwenden kann. Der Pavillon stand am Ketelhuisplein in Eindhoven.
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Biobasecamp pavilion aims to demonstrate the potential of timber in architecture

https://www.dezeen.com/2019/11/06/biobasecamp-studio-marco-vermeulen-timber-pavilion/

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Das Dach hatte die Form eines fünfzackigen Sterns und war begehbar. Es wurde vom Holzbauspezialisten Derix aus Cross-Laminated Timber (CLT), also aus Brettsperrholzplatten mit einer Größe von 16 x 3,5 Metern gebaut.

Über eine Holztreppe konnte man auf das Dach kommen. Dort dienten diverse Holzstücke als Sitzgelegenheiten.

Die Stämme, auf denen das Dach aufgestellt war, waren Pappelstämme von der Autobahn zwischen Den Bosch und Eindhoven. Die Bäume mußten aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden und wurden so für den Pavillon wiederverwertet.

Durch die Verwendung der Baumstämme und CLT-Platten konnte der Pavillon schnell errichtet werden.

Marco Vermeulen, Gründer des Studio Marco Vermeulen:

> "Normally you build something and then someone else has to add all the pipes, the cabling, and doors, etc."
> "Here it is all prefabricated, which speeds up the building process enormously."

Normalerweise baut das eine Unternehmen die Basis, dann müssen andere Unternehmen Rohre, Verkabelungen, Türen und weiteres hinzufügen. Hier war das alles vorgefertigt, das habe den Aufbauprozess erheblich beschleunigt.

In einem Vortrag bei der Dutch Design Week berichtete Vermeulen, daß die Niederlande ihre drohende Wohnungsnot mit der Errichtung von einer Million neuer Häuser aus heimischem Holz lösen könnten. Das Holz würde 45 Megatonnen CO2 binden, weitere 55 Megatonnen CO2 würden nicht freigesetzt, weil auf Stahl und Beton verzichtet werden würde.

Macht man dann noch die Häuser aus modularen Elementen, können diese beim Abriß wiederverwendet werden. Deshalb wird das Biobasecamp nach der Dutch Design Week zerlegt und für die Floriade Gartenschau 2022 in Amsterdam wiederverwendet werden.

Unterhalb des Daches zeigten Derix, die Floriade Gartenschau und die niederländische Provinzregierung von Noord-Brabant, wie Holz in Architekturprojekten verwendet werden kann.

The Whale - Andenes in Norway - Entwurf von Dorte Mandrup soll in Andenes gebaut werden - Gebäude sieht aus wie ein begehbarer Walbuckel

08.11.2019 23:44:18, Jürgen Auer, keine Kommentare

Ziemlich weit oben in Norwegen, fast auf der Höhe von Tromsø, gibt es etwas weiter westlich und wenig südlich, den Ort Andenes. Auf der Inselgruppe Vesterålen gelegen, die etwa 300 km nördlich des Polarkreises liegt. Etwa auf derselben Höhe wie Grönland, nördlicher als Island. Im Winter ist es dauerdunkel, zwischen dem 23. Mai und dem 23. Juli geht die Sonne dagegen gar nicht unter.

Andenes liegt an der Nordspitze von Vesterålen. Der Meeresboden davor fällt sehr schnell auf 1000 Meter ab. Deshalb war die Gegend für Walfänger interessant. Pottwale jagen dort Kraken und tauchen zum Atmen auf.

Damit ist dieser Ort heute ideal, um Wale zu beobachten.

Dort soll nun "The Whale" neu gebaut werden. Nach Plänen von Dorte Mandrup, die sich in einem kleinen Wettbewerb gegen BIG, Snøhetta und Reiulf Ramstad durchsetzte.

Mit einem Gebäude, das wie ein auftauchender Wal wirkt.
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dorte mandrup chosen to build 'the whale' visitor attraction inside the arctic circle

https://www.designboom.com/architecture/dorte-mandrup-whale-visitor-attraction-arctic-circle-norway-11-04-2019/

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Das Gebäude steigt nicht senkrecht aus der Umgebung hervor. Stattdessen ist es relativ flach und hat ein langes, geschwungenes Dach, mit dem es sich langsam aus der Umgebung heraushebt.

Das Dach ist begehbar und wird mit Steinen bedeckt, die im Laufe der Zeit natürlich verwittern bzw. bewachsen werden.

Vom Dach wird man direkt auf das Meer blicken können. Oder die Mitternachtssonne bzw. das Polarlicht beobachten können.

Im Inneren soll es Ausstellungsräume, Büros, ein Café und ein Geschäft geben. Große Fenster, die von außen her mit einem senkrechten Muster erscheinen, ermöglichen den Blick nach draußen.

Bei

The Whale - Winner of the architectural competition - Dorte Mandrup A/S

https://www.thewhale.no/architectural-winner

sind die anderen 3 Entwürfe zu sehen. Im Frühjahr 2019 lud The Whale AS Architekten ein, Vorschläge für das Haus einzureichen. Aus 37 Vorschlägen wurden 4 für den eigentlichen Wettbewerb ausgewählt.

Da sieht man schnell, warum dieser Entwurf der Sieger war. Die anderen Entwürfe wirken weitaus konventioneller. Allerdings sind bei dem DesignBoom-Artikel die Dimensionen schlecht abschätzbar. Auf der Seite ist ein PDF verlinkt, das die vier Vorschläge weitaus deutlicher darstellt.

Das Gebäude ist so hoch, daß Skelette von Walen ausgestellt werden können. Ferner ist dort die Form des Gebäudes erläutert: Ein Wal, der knapp unter der Wasseroberfläche schwimmt, kann - so wie das Gebäude - zu etwa 10 % aus dem Wasser herausragen.

Es gibt eine Skizze, die zeigt, wie der Meeresboden dort aussieht. Das fällt sehr schnell hinter den Inseln sehr steil ab. Diese Tiefsee heißt Bleiksdjupa.

Derzeit hat der Ort etwa 50.000 Besucher pro Jahr. Das neue Gebäude soll 2022 fertig sein. Die Verantwortlichen hoffen, daß sich die Zahl der Besucher nochmals deutlich erhöht.

Bei Dorte Mandrup

Whale

https://www.dortemandrup.dk/work/whale

gibt es die Skizze der Innenstruktur ebenfalls zu sehen. Sowie der Hinweis:

> It is frequently visited by migrating whales, making Andenes one of the best places in the world to see this fabled animal up-close.

Andenes ist einer der besten Orte weltweit, um Wale beobachten zu können.

Karen Blixens Plads - Urban Plaza at the University of Copenhagen - öffentlicher Raum an der Universität Kopenhagen schafft Platz für 2000 Fahrräder

07.11.2019 22:58:14, Jürgen Auer, keine Kommentare

Dänemark ist ein Fahrradstaat. In Kopenhagen nutzen mehr als 40 % der Einwohner ihr Fahrrad täglich. Aber: Für mehr als eine Dekade war das auch ein Problem für die Universität Kopenhagen. Denn auf dem dortigen Campus, vor dem Hauptgebäude, stapelten sich die Fahrräder. Oder fielen auch mal um.

2014 gab es einen Wettbewerb, den COBE gewann. Nun ist die Lösung umgesetzt.

Die Grundidee: Eine "hügelige Landschaft": Ebenerdig gibt es unter diesen Hügeln Platz für insgesamt 2000 Fahrräder. Auf den Hügeln gibt es neue Sitzgelegenheiten und eine Art Auditorium.
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Karen Blixens Plads Public Square / COBE

https://www.archdaily.com/926901/karen-blixens-plads-public-square-cobe

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Insgesamt umfaßt der "Karen Blixens Plads" eine Fläche von mehr als 20.000 Quadratmeter. Er befindet sich auf dem Südcampus der Universität, zwischen Universitätsgebäuden und Gebäuden der Dänischen Königlichen Bibliothek.

Sucht man bei Google-Maps nach

Karen Blixens Plads, Copenhagen

dann findet man den Ort.

Der Platz ist eine Kombination aus öffentlichem Platz und Platz der Universität. Man kann sich das vorstellen wie ein Teppich, der als eine zweite Ebene über den Boden gelegt wurde. Damit wird das wellige Gelände mit kleineren Hügeln bedeckt und der große Raum in kleinere Räume unterteilt. Die drei Fahrradhügel bestehen aus gegossenen Betonschalen und sind mit handverlegten Kacheln belegt. Die 2.000 Fahrradplätze wirken allerdings wenig gegenüber den dortigen etwa 16.000 Studenten und 2000 Mitarbeitern.

Das Design ist insofern ungewöhnlich, weil solche Schalenkonstruktionen normalerweise keine Löcher aufweisen. Diese Kuppeln haben dagegen zusätzliche große Öffnungen. Das erforderte spezielle Berechnungen, um sicherzustellen, daß das auch funktioniert.

Auf der Nordseite des Platzes befinden sich drei Haupteingänge der Universität. Nach Süden hin gibt es deutlich größere Grünflächen. Diese können Regenwasser aufnehmen und puffern, so daß das Wasser nicht gleich in einen der umliegenden Kanäle abgeleitet wird.

Das gesamte Design verwendet einfache, robuste und langlebige Materialien. Ebenso ist die Beleuchtung wartungsarm.

Bei Cobe

Karen Blixens Plads

http://www.cobe.dk/project/karen-blixens-plads-0#0

gibt es beim ersten Bild der Slideshow ( http://www.cobe.dk/project/karen-blixens-plads-0#slideshow ) Bilder, wie das davor ausgesehen hat. Ein teils chaotisches Abstellen von Fahrrädern.

Insgesamt sind das drei Hügel mit Fahrradparkplätzen drunter. Zusätzlich gibt es wohl 4 runde Flächen, an denen Fahrräder direkt abgestellt werden können.

Bei

KU, Karen Blixens Plads

https://www.bygst.dk/projekter/ku,-karen-blixens-plads/

gibt es kleine Videos von den Bauaufnahmen. Etwa

Karen Blixens Plads

https://www.youtube.com/watch?v=gIu12GY-WAM

Da sind teils Grundarbeiten für die Hügel zu sehen. Ganz zum Schluß gibt es Drohnenaufnahmen, wie das fertige Gelände von Leuten genutzt wird. Die nun plötzlich aus einem dieser Hügel mit dem Fahrrad herauskommen.

 

Self-repairing pavement from recycled tyres - rain repairs the pavement - selbst-reparierender Strassenbelag aus recycelten Reifen und Additiven - Israel Antonio Briseño Carmona - National James Dyson Award

06.11.2019 23:05:11, Jürgen Auer, keine Kommentare

Ein Straßenbelag, der sich selbst repariert? Noch dazu, wenn es regnet, also in einer Situation, die normalerweise die Straße eher angreift?

Der Student Israel Antonio Briseño Carmona der Universidad Autónoma de Coahuila in Mexiko hat aus recycelten Reifen und Additiven ein Gemisch hergestellt, das zusammen mit Wasser Kalziumsilikate ausbildet. Damit härtet das aus - und flickt Risse, wenn es regnet.

Für die Erfindung gab es den nationalen James Dyson Award.
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Recycled tyres form pavement that self-repairs when it rains

https://www.dezeen.com/2019/11/05/recycled-tyres-self-repairing-pavement/

Beim James Dyson Award:

SELF-REGENERATING RUBBER PAVEMENT

https://www.jamesdysonaward.org/de-DE/2019/project/self-regenerating-rubber-pavement/

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Carmona begann seine Forschungen mit der Feststellung, daß Regenwasserschäden regelmäßig zu Schlaglöchern und Rissen führen.

> "Damage is caused by rain filtering to the base of pavements, weakening it and creating subsidence," said the designer. "This is how the idea that turning the greatest degradation agent into a recovery agent was born."

Straßenschäden gibt es, weil Regen den Bodenbelag angreift, ihn schwächt und Absenkungen verursacht. Die Idee war, das größte Problem - den Regen - zur Wiederherstellung zu nutzen.

Andere sich selbst reparierende Strukturen nutzen kalkproduzierende Bakterien. Seine Erfindung ist die erste, die auf recycelte Reifen und Wasser als Katalysator setzt.

Eine Art "Kitt" wird dadurch hergestellt, daß Reifenkautschuk erhitzt und mit Additiven versetzt wird. Zusammen mit Wasser bildet dieser Kitt Kalziumsilikate. Carmona verwendete zunächst Standardasphalt anstelle von Reifengummi. Bis sich die Möglichkeit ergab, den Asphalt durch dieses Abfallprodukt zu ersetzen.

Er hofft, das Material für die Verwendung in Mexiko zertifizieren zu können, so daß er es über seine eigene Baufirma anbieten kann.

Der erste Satz bei der JamesDyson-Vorstellung:

> It is a pavement made of tires, which is regenerated by absorbing water, thus solving the largest deficit in Mexico.

Demnach ist das in Mexiko ein ziemlich relevantes Problem:

> I was inspired to solve the problem that every time it rains in my city pavement gets damaged and it takes a lot of time to maintain a damaged street. I am determined to create a pavement capable of withstanding the rain.

Jedesmal, wenn es in seiner Stadt regnete, wurden Straßenbeläge beschädigt. Und es dauerte jedesmal lange, bis diese wieder repariert wurden. Ein Straßenbelag, der dem Regen standhält: Das war sein Ziel.

Inspiriert war er von der "bakteriellen Reparatur", er suchte aber nach einer Möglichkeit, ohne Bakterien chemisch dasselbe zu machen.

Octopus Squeeze Challenge - Octopus Arnold squeezes through increasingly smaller slots in plastic wall - Krake Arnold quetscht sich durch immer schmalere Öffnungen durch - bis es ihm zu bunt wird

05.11.2019 22:53:48, Jürgen Auer, keine Kommentare

Kraken / Oktopusse gelten als die intelligentesten Weichtiere. Sie haben kein Innenskelett, aber einen kräftigen Schnabel. Und mit ihren acht Armen wirken sie wie aus einer anderen Welt.

Das Octolab widmet sich der Erforschung dieser Lebewesen. Die dort gehaltenen Kraken wurden aus dem Fang von Fischern gerettet. Üblich ist es dort, diesen Beifang in der Sonne zum Trocknen aufzuhängen und ihn dann an lokale Fischrestaurants und Märkte zu verkaufen.

Dort wurde mit dem Oktopus Arnold ein interessantes Experiment durchgeführt. Die oft zu hörende Behauptung: Paßt der Schnabel eines Oktopus durch eine Öffnung, dann kommt auch der ganze restliche Körper durch.

Die Technik: Arnold zieht sich gerne in ein Fass zurück. Davon trennen ihn zwei Plastikscheiben, die zunächst einen Schlitz von 3,5 Zentimetern frei lassen.

In insgesamt 5 Durchgängen wird dieser Schlitz verkleinert:

1.38 inches (3.5cm)
1.18 inches (3cm)
0.98 inches (2.5cm)
0.79 inches (2cm)
0.70 inches (1.7cm)

Die Größe von Arnold: Etwa 76 Zentimeter bei ausgestreckten Armen, ein Gewicht von etwa 1,8 kg.
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Octopus Squeezes Through Increasingly Smaller Slots in Plastic Wall Separating Him From His Beloved Barrel

https://laughingsquid.com/octopus-squeeze-challenge/

Das Video direkt auf YouTube:

Octopus Squeeze Challenge - Will He Fit?

https://www.youtube.com/watch?v=n4Vz_8OSVic

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Die erste Runde geht so fix, die 3,5 Zentimeter sind keine Herausforderung. Runde 2 ist ein klein wenig langsamer, da braucht der Kopf etwas länger. Und danach gibt es auch erst eine kleine Ruhepause.

Bei der Runde drei wirkt das schon schwieriger: Arme gehen durch den Schlitz durch, prüfen die Breite und werden wieder zurückgezogen. Aber dann scheint ihm klar zu sein, daß er da noch leicht durchkommt, die langen Arme gehen der Reihe nach durch, dann folgt der Kopf.

Bei den zwei Zentimetern ändert sich etwas die Technik. Erst ein langes Erkunden. Dann folgen die ersten Arme und werden auf der anderen Seite einmal umgestülpt. Bis dann der Schnabel durchrutscht und der Rest schnell folgt.

Bei den 1,7 Zentimetern, der letzten Runde: Da gehen erst einzelne Arme durch, dann muß er aber passen: Zu schmal ist die Öffnung. Wohl mehrere Anläufe, bis er - scheinbar - aufgibt.

Und dann? Dann startet er einen neuen "Angriff", saugt sich mit seinen Armen an der flachen Scheibe fest und zieht diese senkrecht nach oben. So daß er schließlich die Scheibe aus dem unteren Schlitz heraushebt und drehen kann. So kommt er problemlos zu seiner Tonne.

Sprich: Die 1,7 Zentimeter sind ihm zu schmal, da kommt er nicht mehr durch. Aber er findet eine ganz andere Möglichkeit, das Hindernis zu umgehen.

Weitere Informationen und Videos gibt es beim Octolab:

https://octolab.tv/

Auf Twitter ( https://twitter.com/OctolabTv ) findet sich der Hinweis, daß die Organisation im Ägäischen Meer beheimatet ist, also entweder in Griechenland oder der Türkei beheimatet ist.

Power Washing Woman: Pressure Washer as birthday gift used to create pictures - Dianna Wood erzeugt Negativbilder mit einem Hochdruckreiniger auf der eigenen Auffahrt

04.11.2019 23:35:27, Jürgen Auer, keine Kommentare

Nichts geht doch über ein Geschenk, das praktisch ist. Das dachte sich der Mann von Dianna Wood und schenkte ihr zum Geburtstag einen Hochdruckreiniger. Schließlich hatte sie schon mit so einem Gerät zu tun, als sie einer Freundin half, das Haus der Mutter zum Verkauf vorzubereiten.

Einen Monat lang reinigte sie alles, was sie finden konnte: Inklusive der Terrasse, des Zauns, diverser schmutziger Fensterläden. Auch der Mülleimer kam dran. Dann kam das "große Thema": Die Auffahrt. Und daraus wurde - ein Kunstprojekt.
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Woman Uses The Power Washer She Got As A Birthday Gift To Unleash Her Creative Potential

https://www.boredpanda.com/pressure-power-washing-paintings-dianna-woods/

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Aufgewachsen und gelebt hatte sie lange in Kalifornien. Nach 36 Jahren in einem Büro wurde sie pensioniert und zog nach Burlington, North Carolina, also von der US-Westküste an die Ostküste. Wobei Burlington nicht an der Küste, sondern im Inneren von North Carolina liegt.

> “I have done crazy art things since I was probably 5 years old,” she told Bored Panda. “No professional art training, though.”

Sie hatte immer schon verrückte Kunstdinge gemacht, seitdem sie 5 war. Aber keine professionelle Kunstausbildung.

Zunächst erzeugte sie einzelne Buchstaben und Wörter, das war ihre Phase "Word Art". Damit ist der oberste Teil der Auffahrt geschmückt, direkt an den Garagen. Dann sah sie, was sie damit anstellen konnte, verfeinerte das - und es wurden größere Tiere und Naturmotive draus: Große Blumen mit Schmetterlingen, eine große Eule.

Unter

Just having a little, good, clean fun!

https://thewoodssecretgarden.blogspot.com/2019/10/just-having-little-good-clean-fun.html

gibt es einen Blogbericht von ihr. Mit einem interessanten Gedanken:

> There is something so therapeutic about seeing dirty siding, fences, bricks and cement go from yuck to clean.

Und der erste Gedanke angesichts der langen Auffahrt war eigentlich Faulheit:

> I realized that I could do word art in one tenth the time that it would take to power wash the entire driveway and it would allow me to leave most of the dirty part dirty.

Mit Word Art würde sich der Zeitbedarf auf ein Zehntel reduzieren, sie könnte das meiste dreckig lassen.

Später erläutert sie, wie sie das nutzt. Mit einer witzigen Anmerkung:

> These designs will fade over time—but; it is super easy for me to go back over them and “freshen up” the “clean”.

Die Bilder würden mit der Zeit schwächer werden, weil sie ja erneut gleichmäßig verschmutzen. Aber sie kann damit die Bilder jederzeit wieder auffrischen.

In dem eingebundenen Facebook-Video (bei BoredPanda) gibt es auch Drohnen-Luftaufnahmen.

Mal sehen, ob sie sich noch irgendwann - kostenlos oder gegen Bezahlung - die Auffahrten anderer Häuser vorknöpft, um diese mit solchen inversen Kunstwerken zu schmücken.

New Access to Gironella's Historic Center - Gironella in Spanien ist zweigeteilt, das historische Zentrum auf einer 20-Meter-Anhöhe - 2015 gebauter Aufzug ermöglicht direkten Zugang vom Flussufer

03.11.2019 23:41:42, Jürgen Auer, keine Kommentare

Hier in Berlin ist ja alles flach, da kennt man das Problem nicht. Aber in Gironella, etwa 100 Kilometer nördlich von Barcelona, gibt es den Fluß Llobregat. Am linken Flußufer gibt es einen 20 Meter hohen Steilhang, dahinter das historische Zentrum. Da gab es eine mittelalterliche Burg, deren Mauern sind zum BCIN erklärt worden, die werden wohl unter Denkmalschutz stehen.

Das rechte Flußufer ist dagegen flach und wuchs in den vergangenen Jahren kräftig. Dort gibt es eine Autobahn von Berga (weiter nördlich) nach Barcelona. Folglich expandierte dieser Stadtteil deutlich.

Diese 20 Meter Höhenunterschied führten dazu, daß das historische Zentrum in den letzten Jahren abgehängt wurde. Es entwickelte sich ein sozialer Bruch. Auf dem Weg zum Plaça de la Vila sind diverse Stufen zu überwinden, beschwerlich für Ältere und Jüngere.

2015 wurde schließlich ein Aufzug eröffnet. Der nun den direkten Weg vom Flußufer zum Plaça de la Vila ermöglicht.
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New Access to Gironella's Historic Center / Carles Enrich

https://www.archdaily.com/776902/new-access-to-gironellas-historic-center-carles-enrich

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Sucht man bei Google-Maps nach

Plaça de la Vila Gironella, Katalonien

und zoomt sich rein, dann sieht man die Spitze des Aufzugs.

Technisch basiert das auf einer tragenden Stahlkonstruktion. Die wurde lokal hergestellt, in vier Teilen vor Ort gebracht und dort zusammengeschweißt. Ein Keramikgitter aus Lochsteinen sorgt für eine Fassade, die wie ein Haus aus Ziegelsteinen wirkt. So daß sich der Aufzug in die Umgebung einpaßt und bald schon unsichtbar wirkt, jedenfalls nicht störend auffällt. Das Gitter gibt es aber nur an den drei Außenseiten. Die vierte Seite ist gläsern, so daß man bei der Nutzung auf die historische Mauer sehen kann. Ein Bereich von 16 Metern ist damit verkleidet.

Die unteren 8 Meter sind verglast, so daß man von dort direkt zum Fluß sehen kann.

Sieht man sich das ohne weitere Details auf Google-Maps an, dann sieht man aus der Luftperspektive diesen 20-Meter-Höhenunterschied natürlich nicht. Je nachdem, wie man sich reinzoomt, landet man entweder auf dem schmalen Weg am Flußufer oder oben auf dem Platz.

Wäre interessant, zu wissen, welche Wirkung der Aufzug in den letzten vier Jahren gehabt hat.

M-Blocks 2.0: Self assembling Modular Robots - würfelförmige Roboter können sich autonom bewegen und im Schwarm Strukturen bilden - Forschung am Massachusetts Institute of Technology (MIT)

02.11.2019 23:25:56, Jürgen Auer, keine Kommentare

Bei Robotern gibt es verschiedene Grundkonzepte. Ein Konzept besteht darin, einen Roboter mit verschiedenen Fähigkeiten auszustatten, so daß er sich bsp. autonom bewegen kann.

Ein anderes Konzept besteht darin, relativ kleine und technisch identische Roboter zu bauen, die erst im Schwarm ihre speziellen Fähigkeiten entfalten.

Zum zweiten Typ gehören die M-Blocks 2.0 vom Massachusetts Institute of Technology, zu denen es am 30.10.2019 eine neue Mitteilung gab.

Das Prinzip: Das sind Würfel, die rollen, springen, sich drehen und die sich in verschiedenen größeren Formationen zusammensetzen können. Ferner haben sie auf der Oberfläche ein barcode-ähnliches System, so daß sie sich gegenseitig erkennen können.
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MIT's self-assembling cube robots could be used in emergency response situations

https://www.designboom.com/technology/mit-self-assembling-cube-robots-transformers-11-01-2019/

Das Video auf YouTube: M-Blocks 2.0: Self-assembling Modular Robots

https://www.youtube.com/watch?v=hI5UDKaWJOo

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2.0 heißen die, weil es 2013 schon eine erste Version davon gab.

In jedem M-Block befindet sich innen ein Schwungrad, das mit 20.000 Umdrehungen pro Minute läuft. Damit kann sich der M-Block per Drehimpuls bewegen, wenn das Schwungrad abgebremst wird. Ferner gibt es an jeder Kante und an den Flächen Permamagnete, mit denen zwei Würfel aneinander haften können.

Jeder M-Block kann sich in vier Richtungen bewegen, wenn er auf einer Fläche liegt. Da es keine Arme oder andere Anhängsel gibt, sind die M-Blöcke sehr stabil. Es gibt nichts, was so leicht kaputt gehen könnte.

Daniela Rus vom MIT:

> M stands for motion, magnet, and magic,’

M steht für Motion, Magnetismus und Magie. Letzteres wird deutlich, wenn man sich das Video ansieht. Die Würfel können sich durch Sprünge bewegen. Durch die Magnete kann sich ein Würfel bsp. auf einer Kette anderer Würfel bewegen. Und etwas magisch wirkt das Ganze, weil man keine beweglichen Teile sieht: Die Würfel sind scheinbar magisch angetrieben.

Der PhD Student John Romanishin, der ein neues Papier zu den M-Blocks verfaßt hat:

> ‘the unique thing about our approach is that it’s inexpensive, robust, and potentially easier to scale to a million modules,’

Einzigartig an diesem Ansatz ist, daß er kostengünstig, robust und prinzipiell einfach auf Millionen von Modulen skalierbar ist. Die M-Blöcke können sich auf eine sehr allgemeine Art und Weise bewegen. Andere Robotersysteme haben dagegen sehr komplizierte Bewegungsmechanismen, die entsprechend anfällig und empfindlich sind.

Innen sind die Würfel kompliziert, da stecken das Schwungrad und die Steuerung drin. Außen sind sie dafür sehr einfach. Das ermöglicht robuste Nutzungen.

Die Pressemitteilung

Self-transforming robot blocks jump, spin, flip, and identify each other

https://news.mit.edu/2019/self-transforming-robot-blocks-jump-spin-flip-identify-each-other-1030

nennt eine interessante Nutzung:

> Imagine a burning building where a staircase has disappeared. In the future, you can envision simply throwing M-Blocks on the ground, and watching them build out a temporary staircase for climbing up to the roof, or down to the basement to rescue victims.

Ein brennendes Gebäude, bei dem es keine Treppe mehr gibt. Man kippt eine ganze Ladung von M-Blocks auf den Boden. Diese bilden eine temporäre Treppe, um nach oben zu kommen. Oder um Leute aus einem Keller zu retten.

Auch die Kommunikation ist einfacher: Andere Konzepte basieren darauf, daß kleine Robots Infrarot oder Radiowellen nutzen, um zu interagieren. Bei einer Vielzahl von Robots auf kleinem Raum führt das aber schnell zu einem Chaos.

Listen to Wikipedia - der Wikipedia beim Arbeiten zusehen und zuhören - Änderungen werden in Glockentöne oder gezupfte Saitenklänge übersetzt

01.11.2019 23:52:47, Jürgen Auer, keine Kommentare

Der Wikipedia beim Arbeiten zusehen? Einerseits wirkt das unmöglich. Andererseits gibt es natürlich die Möglichkeit, die letzten Änderungen abzurufen.

Die können auch - vertont werden.

Ein Glockenklang zeigt Hinzufügungen an. Eine gezupfte Saite signalisiert Entfernungen. Kleine Änderungen erzeugen hohe Töne, größere Änderungen tiefe. Ferner werden die Titel der bearbeiteten Einträge angezeigt.

Das Ergebnis:
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Listen to Wikipedia:

http://listen.hatnote.com/

Der Blogbeitrag, das startete wohl Ende Juli:

Listen to Wikipedia:

https://blog.hatnote.com/post/56856315107/listen-to-wikipedia

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Scrollt man auf der Seite nach unten, gibt es die Liste komplett. Plus eine Liste der Wikipedia-Sprachversionen, von denen man sich eine aussuchen kann.

In der deutschen Wikipedia

http://listen.hatnote.com/#de

ist es grade sehr ruhig.

Die Kreise:

> Green circles show edits from unregistered contributors, and purple circles mark edits performed by automated bots.

Grüne Kreise zeigen Edits von nichtregistrierten Schreibern an. Lila Kreise stammen von automatisierten Bots. Wobei die von Wikipedia selbst betrieben werden.

Etwa der BHGbot:

https://en.wikipedia.org/wiki/User:BHGbot

Da finden sich allgemeine Hinweise: Der Botname, von wem er betrieben wird. Und warum:

> It is used to make repetitive automated or semi-automated edits that would be extremely tedious to do manually, in accordance with the bot policy.

Wiederholte, automatisierte oder halb-automatisierte Edits, die, würde man sie manuell erledigen, sehr aufwendig wären.

Und konkret:

> BHGbot exists for a single purpose: to tag the talk pages of articles and categories with tags which identify the articles as being within the scope of a particular WikiProject.

Die Talk-Pages von Artikeln sollen getaggt werden.

Auf Twitter

https://twitter.com/hatnotable

findet sich der Hinweis zu dem Listen-Programm:

> New perspectives on wiki life.

Giant Skeletons emerge from the Streets in Mexico City for Día de los Muertos - zum mexikanischen Tag der Toten ragen zwei Skelette in Mexico City aus dem Asphalt

31.10.2019 21:29:28, Jürgen Auer, keine Kommentare

In Mexiko ist der "Día de los Muertos", der Tag der Toten, einer der wichtigsten Feiertage. An diesem Tag wird der Verstorbenen gedacht. Das beruht auf altmexikanischen Vorstellungen, daß die Toten einmal pro Jahr, am Ende der Erntezeit, zu Besuch aus dem Jenseits zurückkommen und mit den Lebenden ein fröhliches Wiedersehen mit Musik, Tanz und gutem Essen feiern. Der Haupttag ist der 02.11., die Feierlichkeiten beginnen bereits am Vorabend des 01.11, also am heutigen 31.10.

Das Brauchtum wurde 2003 von der UNESCO zum Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit ernannt und ist seit 2008 auf der Repräsentativen Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit zu finden. Es gilt als bedroht, weil es vom eher kommerziell ausgerichteten Halloween-Brauch überformt wird.

Zu diesem Tag sind nun in Mexico City zwei Skelette entstanden, die scheinbar halb aus der Straße herausragen.
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Giant Skeletons Emerge from the Streets of Mexico for Día de los Muertos

https://mymodernmet.com/skeleton-sculptures-day-of-the-dead/

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Von dem einen Skelett sind nur der Kopf, die Schultern und zwei flach auf dem Boden liegende Arme zu sehen. Das andere Skelett hat dagegen Kopf mit Schultern, eine geballte Hand, ein herauskommendes Knie und einen herausragenden Fuß.

Die beiden Figuren haben eine stolze Größe: 11 Fuß lang (3,35 Meter) und 7 Fuß hoch (2,13 Meter). Auf Photos weiter unten sieht man, wie eine größere Menschengruppe dort vorbei kommt, da sieht man, daß die Figuren tatsächlich so groß sind.

Die Figuren stammen von Jaén Cartonería, einem familiär geführten Handwerkerkollektiv, das diese Tradition seit 8 Jahren pflegt. Der Entwurf stammt von Raymundo Medina Jaen, um Kindern in dem Viertel das kulturelle Erbe näherzubringen.

Für die Platzierungen sollen einerseits vorhandene Schlaglöcher genutzt worden seien. Andererseits wurde zusätzlich mit Geröll dekoriert, um das als "aufgebrochene Straße" darstellen zu können. Das Hauptmaterial ist Pappe. Falls es nicht regnet, könnten die Figuren eine Weile halten.

Bei

Giant skeletons are bursting through the streets of Mexico City as it kicks off Day of the Dead celebrations

https://www.insider.com/giant-skeletons-mexico-city-day-of-the-dead-2019-10

gibt es einige weitere Bilder der beiden Skelette. Plus eine Luftaufnahme. Da findet sich die genaue Straße: Das ist die Calle Francisco Santiago Borraz.

Auch dort findet sich der ausdrückliche Hinweis: Das Fest geht bis zur aztekischen Zeit zurück und hat nichts mit Halloween zu tun.

Die obigen Basisinformationen stammen aus dem Wikipedia-Artikel Tag der Toten - https://de.wikipedia.org/wiki/Tag_der_Toten

Respectez les passages pour piétons - Respect pedestrian crossings - Kampagne der Société de l'assurance automobile du Québec (SAAQ) lässt Zebrastreifen aufklappen

30.10.2019 21:38:30, Jürgen Auer, keine Kommentare

Eigentlich schade, daß das nur eine Kampagne ist. Das bräuchte man an allen Zebrastreifen.

Die kanadische Organisation Société de l'assurance automobile du Québec (Quebec Automobile Insurance Corporation) ist in Kanada u.a. dafür zuständig, Führerscheine und Autopapiere auszugeben. Ferner bietet sie Autoversicherungen an und veranstaltet Aufklärungskampagnen zur Verkehrssicherheit.

Eine davon ist bemerkenswert.
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Ein sich aufklappender Zebrastreifen

https://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/ein-sich-aufklappender-zebrastreifen/

Direkt auf YouTube:

Respectez les passages pour piétons

https://www.youtube.com/watch?v=I-E8jdfv4mw

und auf Facebook:

Respectez les passages pour piétons

https://www.facebook.com/SAAQQC/videos/respectez-les-passages-pour-pi%C3%A9tons/443869809596894/

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Leute kommen an einen Zebrastreifen. Getrauen sich kaum rüber, Autos fahren trotzdem drüber. Ein anderer Zebrastreifen: Ein Auto kommt - und der Zebrastreifen klappt in Richtung des Autofahrers auf.

Passanten schmunzeln - und können sicher die Straße überqueren.

> In Québec achten Autofahrer nicht auf Personen auf Zebrastreifen.

Der mittlere hochgeklappte Balken ist beschriftet:

> Les passages protègent les piétons. Merci de vous arrêter.

Die Zebrastreifen schützen Fußgänger. Danke, daß Sie angehalten haben.

Der treffende Kommentar auf YouTube:

> We need this at every road crossings

Wir brauchen das an jedem Zebrastreifen.

Nostalgia: Polish Tram Shelter's Wall become a Gallery for dried flower designs - Dominika Cebula gestaltet eine Haltestelle in Lodz

29.10.2019 22:45:53, Jürgen Auer, keine Kommentare

Hunderte von getrockneten Blumen, eingelegt in Harz und damit konserviert. Daraus hat die polnische Studentin Dominika Cebula von der Academy of Fine Arts im polnischen Lodz eine Bushaltestelle gestaltet.

Die Wände der Straßenbahnhaltestelle wurden durch Glasvitrinen ersetzt. In diese kamen insgesamt 36 Harz-Elemente hinein. Gesammelt wurden sehr unterschiedliche Blumen:

Kornblumen, Vergissmeinnicht, Rosen, Narzissen, Freesien, Gänseblümchen, Farnblätter, Muscaris, Eustomas, Alstroemerias, Stiefmütterchen, Nelken, Narzissen, Orchideen. Aufgrund der Harzkonservierung bleiben die Farben erhalten und kontrastieren mit der eher durch Beton geprägten städtischen Umgebung.
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Nostalgia – Public art Installation in Lodz

https://www.isupportstreetart.com/nostalgia-public-art-installation-lodz/

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Michał Bieżyński, der für das Lodzkie Centrum Wydarzen das Projekt betreut hat:

> We considered various locations, however the tram stop on the Dabrowskiego Square, because of many reasons, appears to be the right choice.

Es wurden verschiedenste Standorte überprüft, aber die Straßenbahnhaltestelle am Dabrowskiego Square sei die richtige Wahl gewesen. Ferner könne man an diesem Ort seit über 30 Jahren den ganzen Tag über Blumen kaufen.

Dominika Cebula:

> Lots of them come from bouquets that either my family or my friends have received.

Die meisten der in Harz verewigten Blumen kamen von Blumensträußen, die entweder ihre Familie oder ihre Freunde bekommen hatten.

Im letzten Jahr hatte sie das Konzept bei dem "Przecieki sztuki" eingereicht: Ein Wettbewerb für junge Künstler, der seit vier Jahren vom Lodzkie Centrum Wydarzen veranstaltet wird.

In diesem Jahr wurde die Idee realisiert und ist noch bis mindestens Ende Oktober am Dabrowskiego Square zu sehen. Es könnte auch sein, daß das danach zu einer anderen Straßenbahnhaltestelle wandert.

Beim Lodzkie Centrum Wydarzen:

DOMINIKA CEBULA | Nostalgia

http://centrumwydarzen.lodz.pl/project/dominika-cebula-nostalgia/

Der dortige polnische Text entspricht laut Google-Translate praktisch 1:1 dem englischen Text bei isupportstreetart.

Spectacular Mushrooms documented by Alison Pollack - Pilze in Kalifornien - photographiert in Nahaufnahme

28.10.2019 23:00:47, Jürgen Auer, keine Kommentare

Erst am Wochenende hatte ich mich gewundert: Ein asphaltierter Weg im Volkspark Friedrichshain, mit einer Bordsteinkante eingefaßt. Wie grade üblich, liegen dort diverse Blätter auf dem Asphalt, besonders viele natürlich am Rand, da wo die Bordsteinkante ist. Und dazwischen immer wieder: Kleine Pilze. Die hatten sich also nur mit den Blättern als Unterlage entwickelt, nicht aus einem Geflecht aus dem Boden.

Die im nördlichen Kalifornien lebende Photographin Alison Pollack hätte an diesen Pilzen sicherlich ihre Freude.

Sie hat sich auf Nahaufnahmen von Pilzen spezialisiert.
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Spectacular Mushrooms and Fungi Documented by Photographer Alison Pollack

https://www.thisiscolossal.com/2019/10/marin-mushrooms-pollack/

Auf Instagram:

@marin_mushrooms

https://www.instagram.com/marin_mushrooms/

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Teils arbeitet sie auf Händen und Knien, mit einer Lupe ausgestattet.

> “The smaller they are, the more challenging they are to photograph, but I absolutely love the challenge,”

Je kleiner sie sind, desto größer ist die Herausforderung, sie zu photographieren. Aber sie liebt diese Herausforderung.

Beruflich ist sie eigentlich Mathematikerin und "computer geek". Aber beim Photographieren von Pilzen genießt sie die Herausforderungen, die sie als Autodidaktin hat. Sie möchte einerseits schöne Bilder erschaffen, andererseits aber auch wissenschaftlich exakte Bilder erstellen. Mit einem "Fokus Stacking" ist es möglich, die Details und die Struktur der Pilze korrekt abzubilden. Das heißt auch: Manchmal entsteht ein Bild aus hundert Einzelbildern.

Sie reist in Kalifornien und manchmal auch im Ausland umher, um immer wieder neue Pilze zu finden. Eigentlich würde sie gerne sehr viel mehr reisen:

> Australia and New Zealand, and tropical regions, have mushrooms and myxos that really call to me, and I hope to be able to travel to those areas some day. But every walk in my local woods is a mycelial adventure!”

Nach Australien und Neuseeland, in tropische Regionen. Auch dort gibt es viele Pilze, die sie wirklich interessieren. Allerdings sei schon jeder Ausflug in die Kalifornischen Wälder ein "mycelial adventure", ein Mycel-Abenteuer.

Auf dem Instagram-Account kann man sich durch die bisherigen Bilder durchscrollen.

Unter

San Anselmo photographer focuses on nature’s overlooked treasures

https://www.marinij.com/2019/01/19/san-anselmo-photographer-focuses-on-natures-overlooked-treasures/

gibt es einen kleinen Zeitungsbericht über ihr Tun.