Don't worry about failures, worry about the chances you miss if you don't even try - Jack Canfield - Gründen heisst, Fehler zu machen und es erneut zu versuchen

29.09.2017 22:52:49, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wer überlegt, zu gründen: Dem werden sich unzählige Fragen stellen. Die schrittweise bearbeitet werden müssen. Deren Prioritäten sich immer wieder ändern, sich verschieben, die neu gewichtet werden. Rechtsform, Kundengewinnung, Verwaltung, Buchhaltung, Steuern, die Website. Die eigentliche Kerndienstleistung, für die Kunden tatsächlich bezahlen, ist nur ein kleiner Teil dieser Aufgaben.

Die meisten Themen davon werden für Gründer immer wieder Neuland sein. Zu denen sie sich aus unterschiedlichsten Quellen schlau machen. Einzelne Punkte selbst erledigen. Anderes von externen Dienstleistern einkaufen und erledigen lassen.

Schließlich können sich auch die Rahmenbedingungen immer wieder mal ändern. Manches klappt, besser als man zunächst denkt. Anderes klappt überhaupt nicht. Gleichzeitig "geht" es irgendwie, so daß das Nicht-Klappen nicht mal so sehr ins Gewicht fällt. Und trotzdem können manche Schwächen bestehen bleiben, lassen sich irgendwie nicht so richtig knacken.

Die Fehler, die man dabei immer wieder macht: Die gibt es einfach gratis dazu. Manchmal stellt man fest, daß die Informationen unvollständig oder fehlerhaft waren. Oder es gibt diverse neue technische Probleme.

Aber immer gilt das, was dieser obige Satz von Jack Canfield so treffend ausdrückt:

https://twitter.com/Cindy_Locher/status/913413833292763136

Nur der, der immer wieder neu versucht, der damit immer wieder neu Fehler macht: Nur der kommt auch Schritt für Schritt voran.

Und wenn man Dinge diverse Male versucht und jedesmal erneut irgendetwas nicht so wirklich funktioniert: Dann lernt man doch bei jedem Mal wieder etwas dazu.

Technisch passiert mir das immer wieder innerhalb meiner eigenen Dienstleistung: Etwas funktioniert seit Jahren. Ich baue an einer Stelle etwas dazu. Und irgendwo ist da eben ein Fehler drin. So daß plötzlich "alte, funktionierende Stellen" nicht mehr funktionieren.

Meistens findet sich dann der Fehler doch relativ flott. Und ein Verzicht auf ein solches Dazubauen? Das kann nun wirklich keine Option sein. Schließlich ergibt sich ja der Wunsch, der dem Dazubauen zugrunde lag, praktisch immer aus neuen Ideen von Kunden. Auf die ich selbst nie gekommen wäre.

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Insofern: Sorgen Sie sich nicht um das Scheitern. Wer etwas Neues entwickelt, der scheitert ständig. Wirklich Sorgen machen muß man sich dann, wenn man vor lauter Sorge vor dem Scheitern - gar nichts mehr versucht. Das mag in gewissen Angestelltenpositionen gut gehen. Womöglich auch in großen Konzernen mit kleinen Nischen. Womöglich auch für einige Jahre, wenn das Geschäft "irgendwie so läuft".

Aber Gründer und Unternehmer, die nichts mehr versuchen. Die nichts mehr ausprobieren. Die nur noch im Alltagsgeschäft gefangen sind. Die laufen Gefahr, daß sie damit das Schicksal ihres Unternehmens besiegeln.

Das ist auch etwas das Risiko, wenn Kinder einen elterlichen Betrieb übernehmen, ohne selbst gegründet zu haben. Oder wenn Angestellte zu angestellten Geschäftsführern werden und einen laufenden Betrieb übernehmen. Ohne daß sie jemals in der Situation einer solchen "totalen Neugründung" gewesen wären, bei der die Strukturen von Null an erschaffen werden.

Ausprobieren. Gucken, was dabei herauskommt. Überprüfen. Und der nächste Zyklus beginnt. Nicht-mehr-Ausprobieren: Das geht nicht.

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