Kundengewinnung invers - britisches Fliesen-Unternehmen Casa Ceramica Tile Company baut sich grandiose optische Täuschung - aus Fliesen

14.10.2017 23:12:08, Jürgen Auer, ein Kommentar

Wer neue Kunden gewinnen möchte, der muß sich etwas einfallen lassen. Nun kommt es ja in diversen Branchen auf eine hohe Exaktheit an. Was nutzt ein Haus, das schräg steht? Oder wie wäre das neue Bad, wenn die Fliesen mal so, mal so ausgerichtet wären?

Wenn also ein Fliesen-Unternehmen sich den Eingangsbereich seines Unternehmens mit Fliesen auslegt, dann liegt es nahe, daß dort besonders exakt gearbeitet wird. Schwarz-Weiß-Wechsel - ok, das ist einfach, das bekomme sogar ich hin. Und natürlich exakt eben sowie konstante Abstände zwischen den Platten.

Nur: Was heißt "Exaktheit" genau? Könnte es auch eine ganz andere Lösung geben?

Das britische Fliesen-Unternehmen Casa Ceramica Tile Company aus Manchester hat sich den "neuen Eingangsbereich" exakt fliesen lassen. Allerdings so, daß der - natürlich - waagerechte Boden wie abgesackt aussieht. Ein kleiner Absacker links, ein richtig großes Loch rechts. Und hinten sieht es auch noch arg wellig aus. Eine wunderbare optische Illusion.
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British Tile Company Creates an Amazing Curving Floor Optical Illusion for Their Showroom Entrance

https://laughingsquid.com/curving-floor-optical-illusion/

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Das sind also Fliesen, die nicht gleichmäßig quadratisch sind. Sondern von denen bald jede eine eigene Form haben dürfte. Das kleine Video

https://twitter.com/casaceramica/status/911324299767767040

zeigt, daß diese wohl sogar durchnummeriert waren. Ein Tweet vom Firmengründer drüber

https://twitter.com/DuncanCook10/status/911127680241881088

zeigt den Blick in den Flur von der anderen Seite. Da hat man den Eindruck, daß es doch irgendwie "ordentlich nach unten" geht.

Durch die zur Hälfte bis nach unten verglaste Eingangstür ist diese optische Täuschung auch für Passanten sichtbar, die zufällig am Gebäude vorbeikommen.

So daß sicher der eine oder andere auf die Idee kommt, gerade dieses Unternehmen zu beauftragen.

Fazit: Wer den Mut hat, in seiner "alten Branche" solche neuen Wege zu gehen und sich seinen Eingangsbereich so gestalten zu lassen. Und wer das nun auch noch per Twitter freimütig verbreitet, also über eigene Social-Media-Aktivitäten vervielfältigt. Der kann ganz neue Interessenten auf sich aufmerksam machen. Die nun bsp. womöglich einen Lieferanten für solch eine optische Täuschung suchen. Da liegt es nahe, dieses Unternehmen damit zu beauftragen.

Dies ist nun eine ganz eigene Form der Kundengewinnung. Weitab von jenen "ausgetretenen Pfaden" der Akquisition, die dieses Unternehmen gerne der Konkurrenz überlassen dürfte.

15.10.2017 10:27:29, Hertha-Margarethe Kerz
Es muss auf Teufel komm' raus etwas Besonderes sein - ob es auch sinnig ist, ist völlig egal, die Hautpsache, man hebt sich ab. Ich könnte dort nie Kunde werden, weil mir schlicht bei solchen optischen Täuschungen schlecht wird. Das geht in sekundenschnelle - und geschieht sogar, wenn ich mir das Bild nur ansehe. Auch bei einigen Bildern von Escher geht es mir so.

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