Wie kommt man zu Millionenumsätzen? Artikel bei Walmart einkaufen und bei Amazon verkaufen - das Geschäftsmodell von Ryan Grant

04.11.2017 23:39:24, Jürgen Auer, keine Kommentare

Man kann mit einer Geschäftsidee gründen, die eher konventionell und bekannt ist. Vom Friseurladen über einen Imbiss oder ein Geschäft aus der Gas-, Wasser- und Heizungsbranche. Da gibt es immer Bedarf.

Man kann auch hochspekulativ gründen. Indem man mit einer ganz neuen Dienstleistung startet, bei der unklar ist, ob es dafür einen Markt gibt. Wenn es schief läuft, legt man eine krachende Pleite hin.

Aber dann gibt es noch Gründungen, bei denen man erst denkt? Kann doch gar nicht sein. Etwa Waren im lokalen Supermarkt einkaufen. Und bei Amazon verkaufen.

Dies ist das Geschäftsmodell von Ryan Grant. Er hat das so perfektioniert, daß er inzwischen Mitarbeiter beschäftigt und auf einen Umsatz von 200.000 Dollar pro Monat kommt.
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This 28-year-old's company makes millions buying from Walmart and selling on Amazon

https://www.cnbc.com/2017/11/02/28-year-olds-company-makes-millions-selling-walmart-buys-on-amazon.html

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Als Student hatte er schon einmal etwas in diese Richtung gemacht. Da kaufte er gebrauchte Bücher auf und verkaufte sie wieder bei Amazon. Über die Amazon Seller App konnte er sehen, wieviel Gewinn er mit einem bestimmten Buch machen konnte. Allerdings war ihm das Einzelverpacken und Versenden zu aufwendig. Aber dafür konnte er Amazons Fulfillment-Logik nutzen. Damit ließen sich die Artikel gesammelt zu Amazon einliefern, dort wurde das Einzelverpacken und Versenden erledigt.

Dann arbeitete er als Angestellter. Merkte aber, daß das nichts für ihn war. Stattdessen suchte er nach einer Selbständigkeit:

> "That experience really had me looking for other options and I was starting to explore ways that I could basically leave that job and have my own schedule and be on my own time."

Und knüpfte an seine studentischen Erfahrungen an. Barbiepuppen, Lego-Sets und anderes versprach Profit. Vor allem dann, wenn diese Waren bei Rabattverkäufen erhältlich waren.

Nach drei Monaten war er bei 25.000 Dollar Umsatz und einem Gewinn von 9.000 Dollar. In einem Monat.

Als er bei 30 Stunden Einkaufen und 15 Stunden Verpacken in einer Woche war, kam der erste Mitarbeiter dazu.

Ein Erfolgsmodell: Die Nachsaison. Da gab es nach Neujahr Weihnachtsdekoration für den halben Preis. Und es gibt Leute, die das außerhalb der Saison kaufen.

Von 3000 - 5000 Dollar Umsatz pro Monat auf nun 11 Mitarbeiter und 200.000 Dollar Umsatz pro Monat. In vier Jahren. Der Gewinn wird meist reinvestiert, er könnte sich aber auch 150.000 Dollar auszahlen.

Seine Position: Jeder könnte das. Wenn er gewillt ist, sich die Arbeit zu machen.

> "I think anyone can do it if they're willing to put in the work"

Inzwischen schreibt er an einem Blog. Auf daß Leute, die ebenfalls mit ihrem Job unzufrieden sind, dieselbe Unabhängigkeit finden wie er.

Sein Blog:Onlinesellingexperiment

http://www.onlinesellingexperiment.com/

Das Motto: Control your time and have freedom selling on Amazon.

Eine interessante Idee. Die wurde konsequent durchgezogen. Nun hat er sich freigeschwommen.

 

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