Wieviel mobiles 4G LTE-Datenvolumen gibt es für 30 Euro pro Monat? In 11 Staaten unlimitiert, vier mit maximal 100 GB - Deutschland mit 15 GB für knapp 25 Euro - Rewheel-Forschung

03.12.2017 23:55:18, Jürgen Auer, keine Kommentare
Rechts sind die Staaten mit unlimitiertem Traffic bzw. maximal 100 GB / Monat.

In den meisten Staaten gibt es für 30 Euro / Monat allerdings deutlich weniger.

Quelle: Bildschirmphoto aus dem verlinkten PDF.

Deutschland sei im digitalen Bereich eher mau. So die landläufige Einschätzung. Aber an welchen Zahlen läßt sich das festmachen?

Das finnische Beratungsunternehmen Rewheel beobachtet u.a. den Mobilfunkmarkt. Und hat nun eine Zusammenstellung veröffentlicht: Wieviel bekommt man für maximal 30 Euro pro Monat an mobilem 4G LTE-Datenvolumen?

Die Seite mit den neuesten Ergebnissen:

The state of 4G pricing – 2H2017 – Digital Fuel Monitor 8th release

http://research.rewheel.fi/insights/2017_nov_pro_2h2017_release/

Das 5-Seiten-PDF: Free summary, key findings, table of contents (5 pages, pdf)

http://research.rewheel.fi/downloads/The_state_of_4G_prcing_DFMonitor_8th_release_2H2017_PUBLIC.pdf

Die Grafik oben ist ein Bildschirmphoto aus dem PDF.

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In 23 der insgesamt 41 EU28 & OECD - Länder gibt es nicht limitierte Pakete für die mobile Nutzung. Mindestens 1000 Minuten und 3 MBit/s.

Für maximal 30 Euro pro Monat gibt es in 16 dieser Staaten Tarife mit mindestens 100 GB oder unlimitiert. Merkwürdigerweise listet die Grafik nur 15 Staaten.

Unlimitierte Tarife gibt es in Irland, Finnland, Dänemark, Bulgarien, Schweiz, Niederlande, Slowakische Republik, Kroatien, Lettland, Estland und Litauen.

Tarife mit einer 100-GB-Limitierung gibt es in Großbritannien, Schweden, Frankreich und Israel.

Sieht man sich auf der Startseite

http://research.rewheel.fi/

die interaktive Grafik mit den Einzelpreisen an, dann liegen die Tarife teils deutlich unter 30 Euro / Monat. In Frankreich etwa bei 19,99 Euro, in Dänemark bei 25,87 Euro. In den Niederlanden zahlt man genau 25 Euro, in den drei baltischen Staaten geht das runter bis 15,75 in Litauen.

In Deutschland dagegen gibt es 15 GB für knapp 25 Euro, in Österreich gibt es für etwa denselben Preis 30 GB. Die USA sind da auch teuer - 10 GB für 21,25 Euro. In Europa ist die Tschechei mit 3 GB für 25,97 Euro Schlußlicht. Dahinter liegt nur noch Kanada, wo 2 GB 26,4 Euro kosten. Wobei für einige Staaten (Griechenland, Ungarn und Malta) solche Angebote gar nicht zu existieren scheinen.

Die umgerechneten Preise pro Gigabyte: Die Unterschiede sind extrem. Südkorea kommt auf 13,4 Euro pro GB, Kanada auf 12,1 Euro, die USA auf 9,6 Euro. Japan (5,7) und Deutschland (5,0) scheinen da besser abzuschneiden. Aber der Hinweis in der Grafik:

Exorbitante Preise für all diese Länder.

Der OECD-Schnitt liegt bei 3,3 Euro, der EU28-Schnitt bei 2,4 Euro. Länder wie Frankreich (0,8 Euro) und Finnland (0,3 Euro) sind deutlich günstiger.

Beim mobilen Breitband sehen die Daten ähnlich aus. Der Medianwert von Kanada liegt 117-fach über dem vergleichbaren Wert von Finnland.

Die zugrundeliegenden Zahlen werden aus tausenden von Smartphone-Tarifen der entsprechenden Staaten gesammelt.

Interessant dabei finde ich, daß zwei Staaten wie Finnland und Kanada, die beide relativ gering bevölkert sind, da so massiv auseinanderlaufen.

Daß dicht bevölkerte Staaten wie die Niederlande einen Vorteil haben, sieht auf den ersten Blick nachvollziehbar aus. Aber in den Niederlanden gibt es für 25 Euro unlimitierten Zugang. Im benachbarten Belgien gibt es für 26,40 Euro grade mal 5 GB.

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