Kein Kauf von Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum mehr per Kreditkarte - JP Morgan Chase, Bank of America und Citigroup wollen keine "falling knifes" mehr finanzieren

04.02.2018 23:49:49, Jürgen Auer, keine Kommentare

Kryptowährungen boomen derzeit. Aber es gibt auch sehr viel an Spekulation und an "undurchsichtigen Geschäften". Facebook hat die Bewerbung von Kryptowährungen auf der eigenen Plattform untersagt. Nun ziehen US-Banken auf ihre Art nach. Die Großbanken JP Morgan Chase, Bank of America und Citigroup Inc lassen es nicht mehr zu, daß Kryptowährungen per Kreditkarte gekauft werden.
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Bitcoin Ban Expands Across Credit Cards as Big U.S. Banks Recoil

https://www.bloomberg.com/crypto

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Die Formulierung zu Beginn des Artikels ist deutlich:

> A growing number of big U.S. credit-card issuers are deciding they don’t want to finance a falling knife.

"Fallende Messer" wollen die Banken nicht finanzieren.

Die Bank of America stoppte das am Freitag. Davon sind allerdings Debit-Karten nicht betroffen. Diese buchen das Geld direkt vom Konto ab und sind etwa mit den deutschen Giro-Karten vergleichbar.

Kryptogeld per Kreditkarte zu bezahlen: Das sei für die Kreditkartenunternehmen mit zu großen Kopfschmerzen verbunden. Denn da könnten sich die Schuldner zu sehr verkalkulieren, so daß sie Geld nicht mehr zurückzahlen könnten. Ferner sollen die Risiken beim Diebstahl und Identitätsdiebstahl verringert werden. Der Dieb klaut eine Kreditkarte und kauft damit Kryptowährungen. Damit läßt sich die Transaktion nicht mehr rückgängig machen.

Ferner seien Banken per Regulatorien dazu verpflichtet, Kundentransaktionen zu beobachten, die den Verdacht auf Geldwäsche ("money laundering") begründen. Das ginge nicht mehr so gut, wenn Geld in Kryptowährungen transferiert wird.

Bitcoin hat seinen Wert seit dem 18.12.2017 mehr als halbiert. Von fast 20.000 $ auf nun unter 8000 $. Auch da wird die Facebook-Entscheidung erwähnt.

Für "Fans dieser Währungen" sei es nun deutlich schwieriger, sich einzukaufen. Zwei andere Unternehmen, Capital One Financial Corp. und Discover Financial Services, hatten schon davor erklärt, daß sie solche Transaktionen nicht unterstützen.

Mastercard berichtet, daß "cross-border volumes" im Netzwerk in diesem Jahr um 22 Prozent gestiegen sei. Befeuert durch Kunden, die ihre Karten nutzen, um Kryptowährungen zu kaufen. Als die Preise für Kryptowährungen gefallen seien, habe sich dieser Trend verlangsamt.

Das ist so dermaßen spekulativ. Wer sich daran beteiligt, der sollte über genügend anderes Vermögen verfügen. So daß er gegebenenfalls einen Totalverlust verkraften kann.

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