OPod Tube Housing - das Leben in der Betonröhre - stapelbar und stabil - das Architekturbüro James Law Cybertecture aus Hongkong

11.02.2018 23:49:19, Jürgen Auer, keine Kommentare

In der Großstadt ist der Platz knapp. Gleichzeitig gibt es weltweit die Tendenz, daß die Großstädte weitere Leute anziehen, so daß noch mehr Wohnungen benötigt werden.

Was tun? Das Architekturbüro James Law Cybertecture aus Hongkong hat eine Lösung entwickelt, die man genial oder furchtbar finden kann.

Man nehme Betonröhren, die es ohnehin in Großstädten gibt. 2,5 Meter Durchmesser, die Rohre werden dort auch als Wasserrohre genutzt. Die Röhren werden innen eingerichtet. Und lassen sich übereinander stapeln.
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OPod Tube Housing

http://www.jameslawcybertecture.com/?section=projects&id=1087

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> Constructed out of low cost and readily available 2.5m diameter concrete water pipe, the design ultilizes the strong concrete structure to house a micro-living apartment for one/two persons with fully kitted out living, cooking and bathroom spaces inside 100 sq.ft. Each OPod Tube Houses are equipped with smart phone locks for online access as well as space saving furniture that maximises the space inside.

"Micro-living apartments" für ein oder zwei Personen. Mit Küche und Bad. Und mit Türen, die per Smartphone geöffnet werden. Eine andere Variante der "tiny house" - Bewegung.

Wenn man sich die Bilder auf der Website ansieht:

Wird das konsequent gestapelt, dann ist das einerseits wirklich "sehr platzsparend". Es erinnert etwas an eine Legebatterie. Allerdings sind dann auf der Rückseite auch gesonderte Gerüste notwendig, um die einzelnen Röhren zu erreichen. Damit ergibt sich ein Innenhof, der von drei Seiten her mit solchen Röhren umschlossen ist.

Die unterste Reihe besteht aus zehn Röhren, bei vier Ebenen sind das 10 + 9 + 8 + 7 = 34 Wohneinheiten, bei 5 + 4 + 3 + 2 = 14 an der Querseite und einer zweiten Längsseite sind das 34 * 2 + 14 = 82 kleine Wohnungen.

Damit wird das zu einem "niedrigen Gebäude" und zu so etwas wie einer "modularen Community", die sich in kurzer Zeit so zusammenfinden kann. Ferner läßt sich die ganze Konstruktion mit nicht zu großem Aufwand an eine andere Stelle transportieren.

Etwas extrem sieht die Variante aus, bei der eine Lücke zwischen zwei Häusern wechselnd mit 3 und 2 Röhren nebeneinander aufgefüllt wird. Das sind insgesamt 15 Röhren. Aber da müßte es auf der Rückseite entsprechende Möglichkeiten geben, wie man zu den einzelnen Röhren kommt.

In Südafrika gab es im August bereits ein ähnliches Projekt:

James Law Cybertecture designs innovative pod housing for South African Township

http://www.jameslawcybertecture.com/index.php?section=news&id=56

Da wurden Wasserrohre mit einem Durchmesser von 3 Metern genutzt.

Im November gab es noch einen Newseintrag:

Invitation to unveiling ceremony for OPod Tube House by James Law Cybertecture

http://www.jameslawcybertecture.com/index.php?section=news&id=91

Da gibt es ein weiteres Modell, das isoliert auf Sockeln steht und oben eine Belüftungsanlage hat. Damit scheidet ein Stapeln bei dieser Variante aus.

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