Instagram-Influencer als Inszenierung - 10000 Dollar Schulden, um die Illusion eines perfekten Lebens zu erzeugen - die 26-jährige Lissette Calveiro

10.03.2018 23:57:17, Jürgen Auer, keine Kommentare

Das Agieren auf Social-Media-Plattformen: Für die einen ist das ein spannender Austausch. Für andere ist es beruflicher Zweck. Dritte mögen Social-Media-Plattformen vorrangig zur Unterhaltung, zum Quatschen oder zum Trollen verwenden.

Aber es gibt auch jene, die versuchen, sich so eine Scheinwelt aufzubauen. Die Illusion von einem perfekten Leben. Dazu scheint sich Instagram besonders gut zu eignen.

Wenn man dort immer wieder tolle Photos einstellt. Die einen auf Reisen, vor Flugzeugen und an "teuren Orten" zeigen.

Lissette Calveiro berichtet das von sich selbst. 10.000 Dollar Schulden, nur um auf Instagram "gut auszusehen".
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26-Year-Old Instagram Influencer Put Herself $10,000 In Debt To Create An Illusion Of A Perfect Life

https://www.boredpanda.com/instagram-influencer-debt-lissettecalveiro/

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Eigentlich arbeitet sie im PR- und Marketingbereich.

> In her early 20’s Lissette decided to become and work as an Instagram Influencer, spending more money than she was making on anything that would make her everyday life look ideal for her followers. While she was still living with her parents, she could still manage the ever growing debt, but when she moved to NY in 2016, the reality hit her hard.

In ihren frühen 20-er Jahren wollte sie ein Instagram-Influencer werden. Und sie gab mehr Geld aus als sie mit ihren Jobs verdiente. Auf daß ihr Leben "ideal für ihre Follower" aussehen möge.

Solange sie bei ihren Eltern wohnte, konnte sie die wachsenden Schulden noch bewältigen. Das änderte sich, als sie 2016 nach New York zog. Da schlug die Realität zu.

Nach New York ziehen - das war in ihrem Plan enthalten. Aber dann folgte eine interessante Einsicht:

> ”I felt that I was not going to be able to fully live out this experience if I had credit card debt looming over my head. I was confident I would pay it off ‘eventually,’ but had to do it quickly in order to live a peaceful life.”

Sie merkte, daß sie diese Erfahrung nicht richtig machen konnte, wenn ihr ihre Kreditschulden über den Kopf wuchsen. Sie war zwar zuversichtlich, daß sie die Schulden "eventuell" zurückzahlen würde, aber dann wollte sie das schnell erledigen - um ein "friedliches Leben" führen zu können.

Mit viel Arbeit und Selbstkontrolle hat sie nun ihre Schulden auf Null gebracht und lebt ihr Leben nach ihren Möglichkeiten.

> Lissette believes, that overspending to portray an idealistic image of one’s life is a common issue and that it should be discussed. “Talking about personal finance shouldn’t be taboo, or something to be afraid of,” she said.

Sie meint, daß zu hohe Geldausgaben, die ein ideales Leben vorgaukeln, ein weit verbreitetes Verhalten seien, das eigentlich diskussionswürdig sei. Das Sprechen über die eigene finanzielle Situation sollte kein Tabu sein, nichts, vor dem Leute Angst haben sollten.

Ihr Instagram-Account: Lissette Calveiro

https://www.instagram.com/lissettecalv/

Dazu gibt es noch eine Website mit einem Blog:

Marketable millennial

http://www.marketablemillennial.com/

A Community for Millennials by Millennials

In der Rubrik "Personal Growth"

http://www.marketablemillennial.com/blog?category=Personal%20Growth

finden sich dazu auch ein paar Dinge.

Dem Beitrag auf boredPanda liegt ein Beitrag auf Cosmopolitan zugrunde:

This Woman Ran Up $10,000 in Debt Trying to Become an Instagram Influencer

"Instagram, or any picture-perfect life, is not worth going into debt for."

https://www.cosmopolitan.com/career/a19180136/instagram-influencer-lissette-calveiro-debt/

Da beschreibt sie genauer, was sie gemacht hat: Das Reisen und das Einkaufen wurden gestoppt. Der Job wurde wichtiger gegenüber dem Posten von Beiträgen. Dann folgt ein interessanter Satz:

> What was most difficult for her, though, was "understanding how to live under [her] means." She ended up renting an apartment "about half the monthly cost of what [she] could have comfortably afforded" which "allowed [her] to make huge payments to [her credit] cards.

Das Schwierigste war, herauszufinden, was es heißt, nach den eigenen Möglichkeiten zu leben. Sie mietete schließlich ein Apartment an, das halb so teuer war wie das, was sie sich eigentlich hätte leisten können. Das ermöglichte es ihr, die Kreditkartenschulden schnell auszugleichen.

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