3D-printed House - ein Haus für 4000 Dollar erstellt in weniger als einem Tag per 3D-Drucker - ICON und New Story wollen 100-Haus-Community in El Salvador aufbauen

15.03.2018 23:10:37, Jürgen Auer, keine Kommentare

Etwa eine Milliarde Menschen weltweit haben keinen Zugang zu adäquaten Wohnungen. ICON, ein US-Unternehmen, hat zusammen mit dem Non-Profit-Unternehmen New Story ein Verfahren entwickelt, wie - unter limitierten Bedingungen - Häuser per 3D-Drucker hergestellt werden können.

In Austin, Texas wurde nun ein solches Haus vorgestellt. Gedruckt von einem mobilen 3D-Drucker, Vulcan genannt. Er soll auch dann funktionieren, wenn Energie nur unzuverlässig zur Verfügung steht und wenn Trinkwasser nicht zum Hausbau genutzt wird. So, wie das in ländlichen Gegenden in El Salvador oder Haiti der Fall ist.
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New 3D-printed house can be built in less than a day for just $4,000

https://inhabitat.com/new-3d-printed-house-can-be-built-in-less-than-a-day-for-just-4000/

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Jason Ballard, der Co-Founder von ICON:

> “With 3D-printing, you not only have a continuous thermal envelope, high thermal mass, and near zero-waste, but you also have speed, a much broader design palette, next-level resiliency, and the possibility of a quantum leap in affordability. This isn’t 10 percent better, it’s 10 times better.”

Die Website von ICON:

What if you could download and print a home in 24 hours for half the cost? Icon is a construction technologies company dedicated to revolutionizing homebuilding.

https://www.iconbuild.com/home

Das Video, das Ausschnitte des Druckprozesses zeigt:

New Story + ICON : 3D Printed Homes for the Developing World

https://www.youtube.com/watch?v=SvM7jFZGAec

Der Drucker druckt "dicke Würste" und legt diese übereinander. Zwischen den so hochgezogenen Außen- und Innenwänden gibt es schräge Würste zur Stabilisierung.

New Story

https://newstorycharity.org/

hat wohl in den letzten vier Jahren bereits mehr als 800 Häuser in vier Ländern gebaut. Allerdings mit anderen Techniken. Und sucht nun Unterstützer, die die Kosten für ein Haus spenden.

Auf

What will the next phase of R&D include?

https://newstorycharity.org/3d-home/

findet sich eine Art Zeitplan. Demnach sollen bis Mitte April 600.000 Dollar gesammelt werden. Damit soll der Drucker noch weiterentwickelt und getestet werden. Dann wird er von Austin nach El Salvador gebracht, offenbar ist das aktuell noch ein Unikat. Dort sollen lokale Mitarbeiter damit arbeiten und schließlich die erste Community drucken. Zusätzlich werden 400.000 Dollar bis Ende Mai gesucht, mit denen die ersten 100 Häuser gedruckt werden sollen.

Spender können Patenschaften für Familien übernehmen, die am Ende in das vom Spender finanzierte Haus einziehen.

Mal sehen, wie sich das im Sommer weiterentwickeln wird. Wo man diese halbflüssige Betonmasse in El Salvador hernehmen soll, ist mir aktuell noch unklar.

Wer 250K spendet, nach dem wird eine Straße in einem dieser neuen Communities benannt. Für einen 500K-Spender wird ein Drucker nach dem Spender benannt.

Auf der Seite

Our Process: Local partners and community involvement allow us to operate in the smartest and most effective way.

https://newstorycharity.org/locals/

stellt New Story den Prozess vor, wie in den letzten Jahren bereits etwa 1.300 Häuser für Menschen in Haiti, El Salvador, Bolivien und Mexiko gebaut wurden.

Learn from Locals - People First Design - Community Planning: Keine einzelnen Häuser, sondern Communities mit 50 Häusern. Dazu Schulen, Spielmöglichkeiten und Möglichkeiten, zu arbeiten - Local workers and local Materials - Measure Impact - Learn and iterate.

Die Häuser wurden bislang von lokalen Arbeitskräften gebaut. Da würde nun der 3D-Printer eine erhebliche Beschleunigung produzieren. Allerdings kann der Drucker nicht alles: Fenster und Türen müssen eingesetzt werden. Die sanitären Anlagen sind einzurichten. Die Dachkonstruktion dürfte in El Salvador nicht so schick sein wie bei dem Modellhaus in Austin.

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