Arborescence - ein Haus wie ein Baum - der Gewinner der internationalen Wettbewerbs "Image Angers" in Angers / Frankreich - von Crespy & Aumonts Architects und WY-TO

25.03.2018 23:56:13, Jürgen Auer, keine Kommentare

Kann ein Haus wie ein Baum aussehen? Und dabei großzügig begrünt werden, so daß von daher die "Wahrnehmung als Baum" naheliegt?

In Angers im Westen von Frankreich gab es einen internationalen Wettbewerb "Image Angers". Der erste Preis ging an eine Blockrandbebauung, die man hier in Berlin mit Sicherheit "klassisch", also als großen, kompakten Riegel ausgeführt hätte.

Ganz anders das Projekt Arborescence des Architekturbüros Crespy & Aumonts Architects und WY-TO von Paris und Singapur.

Arborescence heißt "Baumstruktur". So ähnlich sieht die markante Eckbebauung des Gebäudes auch aus.
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crespy & aumont architectes and WY-TO's tree-like structure blends city and nature

https://www.designboom.com/architecture/crespy-aumont-architectes-wyto-tree-structure-city-nature-03-22-2018/

Die Kandidatenseite beim Wettbewerb: ARBORESCENCE

http://imagine.angers.fr/candidat/arborescence/

Die Projektseite bei WY-TO: Arborescence

http://www.wy-to.com/portfolio/arborescence/

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Laut letzterem soll das Projekt sehr vielfältig genutzt werden: 90 Seniorenapartments, 15 Wohneinheiten, Büros mit Co-Working-Spaces, ein Gesundheitszentrum für Kinder, ein Restaurant, ein Swimming Pool und Fitnessräume sowie kommunale Grünanlagen.

> a mixed-use project for a new urban development

Eine Mischnutzung für eine neue städtische Entwicklung.

Von dem Block werden drei Seiten bebaut. Innen ergibt sich ein großzügiger Innenhof. Die markante Baumstruktur steht an einer Ecke.

Die flacheren Teile umfassen 4 Stockwerke. Die Baumstruktur hat 11 Stockwerke. Immer mit weit ausladenden Balkonen, die großzügig mit Grün bepflanzt sind.

Wobei man vom Innenhof bald mehr Grün sieht als von außen her.

Ferner sind die Dächer der flacheren Bebauung ebenfalls grün und mit Bäumen bepflanzt. So daß zwar Boden bebaut und damit versiegelt wird. Insgesamt aber bald mehr Grünflächen als bisher erzeugt werden dürften. Weil eben die bepflanzten und übereinandergestapelten Balkone weitere Flächen zur Verfügung stellen.

Richtig interessant sind einige Skizzen, die zeigen, wie die Blockrandbebauung mit einem großen Würfel an der Ecke in die tatsächliche Struktur transferiert wurde.

Hier in Berlin hätte man das natürlich als Blockrandbebauung genau so gebaut.

Auf der WY-TO - Seite gibt es eine animierte Grafik, die das Verhältnis von umlaufendem Balkon zur Nutzfläche drinnen zeigt.

Ferner Luftaufnahmen des Grundstücks.

Wobei einige der anderen Wettbewerbsteilnehmer

http://imagine.angers.fr/laureats/

ebenfalls Projekte eingereicht haben, bei denen viel Grün auf den Häusern zu finden ist.

Jedesmal, wenn ich solche Projekte sehe, frage ich mich, warum es so etwas nicht schon längst hier in Berlin gibt.

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