Free Parasol - eine Drohne mit Regenschirm, die dem Nutzer automatisch folgt - Asahi Power Services aus Japan versucht, so etwas zu entwickeln

01.06.2018 23:53:24, Jürgen Auer, keine Kommentare

Drohnen werden inzwischen für alle möglichen Zwecke eingesetzt. Um Licht zu spenden, Blutkonserven in Afrika zu transportieren oder um Leuten in Seenot schnell eine aufblasbare Hilfe zu bringen.

Aber in Japan scheint es, neben der Drohne, die Mitarbeiter von Überstunden abhalten soll, noch weitere eher skurrile Pläne zu geben.

So beschäftigt sich das japanische Unternehmen Asahi Power Services damit, eine Drohne zu entwickeln, die einen Regenschirm transportiert. Als Regenschirm ohne Handgriff, der mit einer Kamera und KI ausgestattet ist. So wird der Kopf des Besitzers erkannt. Die Drohne fliegt über ihm - und soll ihn trocken halten.
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Flying, Hands-Free Umbrellas Just Might Be the Perfect Use For Drones

https://gizmodo.com/flying-hands-free-umbrellas-just-might-be-the-perfect-1826481750

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Der Autor bei gizmodo meint, daß er sich bis jetzt nicht dafür interessiert hätte, eine Drohne zu besitzen. Luftphotografien macht er nicht, Drohnenrennen und Kunstflüge überläßt er lieber anderen. Aber das:

> But a hands-free umbrella that autonomously follows me through the rain? This is a technological breakthrough I can use.

Das sei ein technologischer Durchbruch, den er gebrauchen könne.

Interessant ist die folgende Position:

> A Japanese company, Asahi Power Services, believes there’s a big market for self-propelled umbrellas, not only as a way to stay dry in a downpour while staying glued to your phone, but also as an easy way to beat the heat on a sunny day.

Das Unternehmen glaubt an einen großen Markt. Nicht nur bei Regen, wenn man grade sein Smartphone nutzt. Sondern auch als Hitzeschutz an einem sonnigen Tag.

Ein Video:

アサヒパワーサービス、手で持たない ドローン日傘の試作機開発

https://www.youtube.com/watch?v=oICMTi1gd4A

Aktuell ist das vom Praxiseinsatz wohl noch eher weit entfernt. Ziemlich laut, der Schirm wirkt auch relativ klein. Die Drohne ist noch schwer (11 Pfund, das müßten knapp 5 kg sein) und schafft 20 Minuten Flugzeit. Die Macher sind optimistisch, daß sie das Gewicht auf weniger als 2 Pfund (0,9 kg) reduzieren und die Flugzeit auf eine Stunde vergrößern können.

Später hängt das vom Wetter und vom Wind ab.

2019 soll das marktreif sein, der Autor nennt das "optimistisch". Der Preis könnte bei 275 Dollar liegen, das wäre so ziemlich der teuerste Regenschirm.

Ein Vorteil: Man würde den Regenschirm nicht mehr vergessen, weil er gegebenenfalls automatisch folgt.

Bei gleichmäßigem Landregen ohne Wind könnte das einigermaßen funktionieren. Aber bei böigem Wind, der am Regenschirm zerrt und bei dem man den Schirm gegen den Wind ausrichtet und dreht: Da bezweifele ich, daß ein solcher Drohnenregenschirm mithalten und den Besitzer einigermaßen trocken halten könnte. Den böigen Wind dürfte es auf den japanischen Inseln häufiger geben als hier in Berlin, relativ weit von den Küsten entfernt.

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