Transcend Packaging - Paper Straws - Fabrik für Papierstrohhalme in Grossbritannien - Restaurants wollen Plastikstrohhalme ausrangieren - warum verzichten Kunden nicht einfach?

20.06.2018 23:44:02, Jürgen Auer, keine Kommentare

Manchmal staune ich ja doch: Da gibt es diverse Berichte, daß an diversen Stellen in der Welt Plastik angeschwemmt wird. Nun gibt es in Großbritannien Überlegungen, den Gebrauch von Einmalgegenständen aus Plastik zu verbieten. Ein Ziel: Plastikstrohhalme sollen verboten werden.

Nun soll in Wales, in Ebbw Vale, eine Fabrik eröffnet werden. Die Papierstrohhalme im Bereich von mehreren hundert Millionen Stück herstellen soll. Über Jahrzehnte hinweg gab es solche Fabriken nicht.
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Paper straw factory to open in Britain as restaurants ditch plastic - Production line in Ebbw Vale, Wales, to make straws for McDonald’s and others

https://www.theguardian.com/business/2018/jun/17/paper-straw-factory-to-open-in-britain-as-restaurants-ditch-plastic-mcdonalds

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Geliefert werden sollen die Papierstrohhalme an Kunden wie McDonald’s und andere Unternehmen, die Großabnehmer dafür sind. Um eine Alternative zu haben, wenn es tatsächlich zu einer solchen gesetzlichen Regelung kommt. Transcend Packaging heißt das neue Unternehmen.

Paper Straws

http://transcendpackaging.com/paper-straws/

Mark Varney von diesem Unternehmen:

> “When the BBC’s Blue Planet II was on the telly and the government started talking about the dangers of plastic straws, we saw a niche in the market.”

Zwar wollen Unternehmen wie Costa Coffee, Wetherspoons und Pizza Express Plastikstrohhalme ausrangieren. Aber woher nimmt man Ersatz?

> “It is great that all these businesses are phasing out plastic straws, but the problem for them was where to get paper ones from,” Varney said. “Everyone is having to import them from China, and when you look at the carbon footprint of that it kind of defeats the exercise.”

Es sei grandios, wenn all diese Unternehmen nun Plastikstrohhalme rausschmeißen. Aber woher kommt Ersatz? Wenn alle den Ersatz aus China importieren und man sich die Kosten dafür ansieht, dann ist das etwas widersprüchlich.

Deshalb der Ansatz:

> “We set up this company to give the the customers what they actually want: biodegradable paper straws made in the UK”

Das Unternehmen wurde gegründet, um den Kunden das anbieten zu können, was sie aktuell wollen: Abbaubare Papierstrohhalme, hergestellt in Großbritannien.

Mit McDonald’s gibt es bereits eine Vereinbarung. Da sollen 1361 Filialen ab September beliefert werden. Insgesamt verbraucht McDonald’s 1,8 Millionen Strohhalme pro Tag.

Laut Varney sei McDonald’s nur die "Spitze des Eisbergs".

> “Once a giant brand like McDonald’s says they are switching to paper, I suspect everyone else will follow,”

Wenn McDonald’s wechselt, dann werden diverse andere Unternehmen ebenfalls wechseln.

Paul Pomroy von McDonald’s berichtet, daß das kundengetrieben sei. Kunden wollten weg von Plastikstrohhalmen. Es habe Kundenkampagnen gegeben:

> The Last Straw, Straw Wars, Straws Suck and No Straw Please

Das folgte auf die BBC’s Blue Planet II - Ausstrahlungen 2017.

Die Papierstrohhalme seien zwar teurer, aber das fällt nicht wirklich ins Gewicht. Plastikstrohhalme kosten etwa 10 Pence für 1000 Stück, Papierstrohhalme kommen auf etwa 14 - 15 Pence.

Persönlich fällt mir dazu nur ein: Warum verzichten nicht Kunden einfach massiv auf Strohhalme?

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