Creator-Restaurant soll in San Francisco eröffnen - mit Maschinen, die vollautomatisch Burger für 6 Dollar in fünf Minuten herstellen

22.06.2018 23:54:02, Jürgen Auer, keine Kommentare

Läßt sich die Essenszubereitung in Restaurants automatisieren? Eine Frage, die in Großstädten durchaus interessant ist. Wie können viele Angestellte aus umliegenden Büros mit einer warmen Mahlzeit versorgt werden?

Alex Vardakostas hat jedenfalls über acht Jahre getüftelt. Und will nun, Ende Juni, ein Restaurant in San Franciso eröffnen. Der endgültige Start soll im September erfolgen.
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Taste test: Burger robot startup Creator opens first restaurant - $6 of algorithmic deliciousness

https://techcrunch.com/2018/06/21/creator-hamburger-robot/

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Die Burger bestellen die Kunden über eine App. Die Bestellung löst eine ganze Kette von Operationen aus. Ein Brötchen wird in zwei Hälften geschnitten, getoastet und mit Butter bestrichen.

Soßen kommen millilitergenau drauf, dazu Zutaten wie Tomaten und Gurken. Parallel dazu wird die Burgerscheibe gebraten, schließlich aufgelegt. Das Ganze dauert immer etwa 5 Minuten.

Der Gründer Alex Vardakostas:

> “This is the kind of burger you would get for $12 to $18 [at an upscale restaurant], and it’s $6”

Normalerweise würden Burger in einer solchen Qualität 12 - 18 Dollar kosten. Die Einsparungen in der Küche würden sich auswirken.

> “We spend more on our ingredients than any other burger restaurant.”

Das Thema hatte ihn schon lange beschäftigt. Seine Eltern hatten ebenfalls ein Burgergeschäft:

> “My job was to make several hundred of the same burger every day. You realize there’s so much opportunity not taken because you don’t have the right tools, and it’s hard work.”

Hundertfach dieselben Burger machen, das Tag für Tag. Davon eine Entlastung finden.

Das Zitat stammt aus dem Video, das leider den eigentlichen Ablauf nur sehr ausschnittsweise zeigt:

A robot cooks burgers at startup restaurant Creator

https://www.youtube.com/watch?v=CbL_3le40qc

Ferner sieht das danach aus, daß der Burger in zwei Hälften in einer Art Schachtel ausgegeben wird. Erst, wenn man die beiden Schachteln "beherzt zusammengeklappt" werden (2:12 im Video), ist der Burger tatsächlich aufeinandergestapelt.

Trotzdem ändert das natürlich nichts daran, daß Mitarbeiter so von sehr vielen Routinetätigkeiten entlastet werden.

Die Mitarbeiter dürften sich wahrscheinlich mit dem Drumherum beschäftigen. Die Maschinen müssen regelmäßig mit neuen Zutaten bestückt werden. Leider fehlt auch eine Information darüber, wie hoch die Kapazität ist, wieviele Burger also pro Stunde auf diese Weise hergestellt werden können und wieviele Bestellungen parallel von einer Maschine bearbeitet werden können.

Das Braten der Burger kann jedenfalls gesteuert werden, so daß dieser englisch, medium oder durchgebraten wird.

Traditionelle Burger-Restaurants seien um 50 % größer, was vor allem daran liegt, daß die Küche im Hintergrund sehr viel Platz benötigt. Hier steht die Küche dagegen auf Rädern, wird hereingerollt und mit Strom versorgt.

Klar ist jedenfalls, daß dieses Geschäft ein Massenmarkt werden könnte. Allerdings soll das nicht einfach lizenziert werden. Der Gründer:

> “I don’t want someone putting frozen beef in there or charging way more”

Er will nicht, daß das mit gefrorenem Beef genutzt wird. Sie verwenden nur frische Zutaten, auch das Fleisch ist frisch. Stattdessen will das Unternehmen organisch wachsen.

> “Our business model is pretty simple. We take a really good burger that people like and sell it for half the price.”

Das Geschäftsmodell sei simpel: Ein wirklich guter Burger mit guten Zutaten, den Leute lieben - zum halben Preis.

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