Neue E-Bikes von ZEMO werden ab Oktober mit SIM-Karte ausgestattet und schlagen Alarm, sobald sie geklaut werden - Kooperation von ZEG und Vodafone

19.07.2018 23:21:48, Jürgen Auer, keine Kommentare

Die ZEG, die Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft eG, bietet mit der Marke ZEMO eine eigene E-Bike - Marke an. Aber Fahrräder werden - leider - in Deutschland viel zu häufig geklaut, dazu ist die Aufklärungsrate erschreckend niedrig.

Nun gibt es in Form einer Zusammenarbeit mit Vodafone eine Technik, die das Problem womöglich sehr substantiell lösen dürfte:

Die E-Bikes werden ab Oktober mit einer SIM-Karte ausgestattet. Und sind dann quasi ständig online. Ferner lassen sie sich orten.

Das ist zwar mit zusätzlichen Kosten verbunden: Ein 3-Jahresvertrag, der mit 99 Euro zu Buche schlägt. Aber angesichts der Kosten für Schlösser und deren begrenztem Nutzen dürfte sich so eine Sicherung rechnen. Die Kooperation wurde nun bei der ZEG Bike Show bekannt gegeben.
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Bei Vodafone: Vodafone und ZEG: E-Bikes fahren jetzt im Internet der Dinge

https://www.vodafone.de/medien/digitales-leben/vodafone-und-zeg-e-bikes-fahren-jetzt-im-internet-der-dinge/

Bei Zemo: ZEMO GPS CONNECTED BIKE

https://www.zemo.com/de/de/index/Darum-Zemo/Technologie/GPS_connected_Bike.html

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Laut dem ersten Link gibt es in Deutschland pro Stunde 35 Fahrraddiebstähle, das waren über 300.000 im Jahr 2017. Noch nicht einmal jeder zehnte Diebstahl konnte aufgeklärt werden. E-Bikes wurden im letzten Jahr 720.000 verkauft, das ist ein Marktanteil von knapp 20 %.

Die SIM-Karte wird direkt im Rahmen verbaut.

Hannes Ametsreiter von Vodafone:

> „Gemeinsam mit ZEMO lassen wir die modernsten E-Bikes jetzt sprechen. Sie melden sich zu Wort, wenn Sie gestohlen werden“

Der Diebstahlschutz beschränkt sich nicht auf Deutschland, sondern funktioniert in ganz Europa.

Über eine App kann der Besitzer sein Fahrrad jederzeit lokalisieren. Das bedeutet auch: Er kann es in einem Pulk von Fahrrädern leichter finden.

> Damit ein Dieb gar nicht erst weit kommt, sendet das E-Bike automatisch einen Alarm an den Besitzer, wenn es sich aus einem zuvor individuell festgelegten Bereich bewegt. Der Besitzer kann die Polizei so direkt informieren und so die Wahrscheinlichkeit erhöhen, den Dieb auf frischer Tat zu überführen.

Die Frage wäre: Wie einfach oder kompliziert ist es, diesen Bereich festzulegen? Eigentlich würde es ja genügen, das Fahrrad "per App" abzustellen: "Ab sofort sind alle Bewegungen über einen Meter hinaus Diebstahlversuche".

Die App läßt sich auch zum Selbstüberwachen verwenden. Zurückgelegte Strecken, Kalorienverbrauch, Geschwindigkeit. Und das Fahrrad kann mit anderen Personen geteilt werden.

Jetzt müßte sich die Technik nur noch so weiterentwickeln, daß dies nicht nur bei relativ teuren E-Bikes (3000 - 4000 Euro), sondern noch bei sehr viel mehr Fahrrädern standardmäßig eingebaut wird.

Meines Erachtens nach wird es allerhöchste Zeit, daß solche Nutzungen der Digitalisierung endlich massenmarkttauglich werden. So daß über diesen Weg die Aufklärungsquote und das Risiko, erwischt zu werden, so drastisch ansteigt, daß die Zahl der Fahrraddiebstähle deutlich zurückgeht.

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