Haboob - Massive Dust Storm in Phoenix, Arizona - Taken from Helicopter - Sandsturm, aufgenommen aus einem fliegenden Hubschrauber von Jason Ferguson

20.08.2018 23:41:28, Jürgen Auer, keine Kommentare

Photos von Naturereignissen zu machen: Das ist zwangsläufig ein Glücksspiel: Wann ist man schon zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort? Erst recht gilt das für Stürme, bei denen man zusätzlich das eigene Risiko minimieren sollte.

Aber manchmal haben Photographen auch Glück. Und sind zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. So ging es dem Photographen Jason Ferguson, der in einem Hubschrauber mitsamt Pilot unterwegs war.
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Incredible Photos of Massive Dust Storm Taken From Fleeing News Helicopter

https://mymodernmet.com/arizona-dust-storm-news-helicopter/

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In Phoenix, Arizona gab es Anfang August einen Haboob. Die Stürme werden im arabischen Raum auch Habub ( https://de.wikipedia.org/wiki/Habub ) genannt. Sie können Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h erreichen und wirbeln Sand bis auf eine Höhe von 800 Metern hoch.

In der Sahara treten diese Stürme im Zusammenhang mit Monsunwinden auf. In den USA können kollabierende Unwetter Haboobs auslösen. Das Unwetter sorgt dafür, daß Regen fällt, Windrichtungen können sich umdrehen. Die Wirkung:

> When the cold burst of air reaches the ground, it blows up dust from the desert which moves like a wall in front of the storm cloud.

Wenn die kalte Luft den Boden erreicht, bläst sie Sand aus der Wüste nach oben. Und bewegt sich wie eine Wand vor der Sturmwolke.

Die Geschwindigkeitsverhältnisse: Haboobs bewegen sich mit 20 - 60 Meilen pro Stunde (30 - 96 km/h). Der Hubschrauber fliegt mit etwa 100 Meilen pro Stunde (160 km/h), ist also deutlich schneller, so daß er nicht vom Haboob verschluckt wird. Außerhalb des Sturms zu bleiben ist Pflicht. Sonst wäre die Sicht gewaltig eingeschränkt.

Allerdings gibt es ein zweites Problem: Der Helikopter flog zunächst in einer Höhe von 800 Fuß (243 Meter). Die Sandstürme können aber eine Höhe von mehreren tausend Fuß haben, dieser hatte eine Höhe von etwa 6500 Fuß (1981 Meter).

Wenn es hier üblicherweise regnet oder stürmt, dann regnet es quasi überall, an den Rändern wird das allmählich schwächer. Dieser Sandsturm hat aber zumindest in der Vorwärtsbewegung einen klaren und relativ scharfen Beginn.

Man sieht das auf einigen der Bilder, die in dem obigen Beitrag gezeigt sind. Teils ist der Boden noch klar zu sehen. Teils ist der Boden unsichtbar. Vom Sand verschluckt. Wenn man da grade Fenster offen hat, dann dürfte so manches von dem Sand in Wohnungen landen.

Auf der Website

Chopperguy - Galleries

http://chopperguy.com/galleries

findet sich dieser Sandsturm noch gar nicht.

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