SmartBook - alle Leute in der U-Bahn starren auf ihr Smartphone, nur einer scheint ein Buch zu lesen - Buchattrappe zum Smartphone-Verstecken - von Vlady aus Italien

23.08.2018 23:47:31, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wer mit der U- oder S-Bahn, dem Bus oder der Straßenbahn unterwegs ist, der kennt das inzwischen: Fast alle Leute beschäftigen sich mit ihrem Smartphone.

Bücherlesende Mitfahrer sind kaum mehr anzutreffen. Aber halt - der eine dort: Der liest doch ein Buch. Ein Exemplar im öffentlichen Nahverkehr.

Dann sieht man ihm von hinten über die Schulter. Und stellt fest: Er hat eine Buchattrappe. Innen liegt - das Smartphone, mit dem er sich beschäftigt.
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Urban Art: Mit dem „SmartBook“ auch mit dem Smartphone in der Öffentlichkeit intellektuell wirken

http://urbanshit.de/smartbook-das-smartphone-im-buch-verstecken-und-intellektuell-aussehen/

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Die Idee dazu stammt von dem italienischen Künstler Vlady.

Ein kleines Video:

SmartBook (m)

https://vimeo.com/285865289

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Interessant ist der Gedanke, warum man so etwas nutzen könnte:

„Smartphones are very useful indeed, but intellectual users sometime feel uncomfortable while using it in public. In order to look different and perhaps smarter, I’ve created a book with an interchangeable cover so one can carry on using a smartphone without feeling ashame.“

Intellektuelle Nutzer würden sich manchmal unwohl fühlen, wenn sie ein Smartphone in der Öffentlichkeit nutzen. Wollen sie anders aussehen und smarter wirken? Dafür hat Vlady das SmartBook erfunden.

Der Einband läßt sich austauschen. Plato, Steven Hawking oder die Bibel. Oder ein neutraler, grüner Buchumschlag. Die Buchumschläge sind mit "Vladyart" gekennzeichnet.

Das eigentliche Buch kann sich jeder zu Hause herstellen: Ein nicht mehr gelesenes Buch im passenden Format heraussuchen. Und ein scharfes Messer nutzen, um die Seiten herauszuschneiden.

Auf der leider etwas unübersichtlichen Website

http://www.vladyart.com/

fand sich das SmartBook bis jetzt nicht.

Interessant ist die Frage, ob es Reaktionen geben würde, wenn jemand so ein Buch für diesen Zweck nutzt. Da die meisten Leute mit ihren Smartphones beschäftigt sind, würden diese es wohl nicht einmal merken.

Beim Betrachten des Videos fiel auf, daß die Handbewegungen zumindest für einen einigermaßen aufmerksamen Beobachter schnell auffällig sind. Sie passen nicht zum Lesen eines Buches.

Insofern: Wer sich beim "Smartphone-Verwenden" unwohl fühlt, der möge es eine Weile aus der Hand legen und zum Fenster heraussehen. Oder er wirft einen Blick auf seine Mitfahrer.

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