The Hololightkeeper - Lighthouse Keeper Cabin projects Tower Hologram - Leuchtturmwächter-Kabine projiziert Leuchtturm-Hologramm ins Meer - interessantes Konzept von studio NAB

07.09.2018 23:49:54, Jürgen Auer, keine Kommentare

Leuchttürme sind uralte Kulturgüter, die Funktionen bereitstellen, die für die Schifffahrt überlebenswichtig sind. Da denkt man eigentlich, daß moderne Techniken kaum eine Rolle spielen könnten.

Das studio NAB hat allerdings ein Konzept entwickelt, das eine ganz neue Möglichkeit darstellt. An der Stelle, wo der Leuchtturm sichtbar sein soll, ist nur Wasser. Aber etwas davon entfernt, näher am Ufer, ragt ein "Mini-Leuchtturm aus dem Wasser heraus. Dieser erzeugt den von Schiffen genutzten Leuchtturm - per Hologramm.
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studio NAB's lighthouse keeper cabin projects a luminous tower hologram into the sea

https://www.designboom.com/design/studio-nab-hololightkeeper-09-07-2018/

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Der "kleine Leuchtturm" steht auf einem Betonpfosten im Wasser und ist über eine Brücke direkt mit dem Ufer verbunden. So daß der Leuchtturmwärter per Fuß dorthin kommen kann. Gedacht ist an eine Kombination aus verstärktem Beton und Stahlplatten.

Die Kabine ist oberhalb dieser Ebene angesiedelt - mit einer Fläche von etwa 30 Quadratmetern. Das Objekt verfügt über eine Windturbine auf dem Dach sowie über Solaranlagen, so daß es eine autonome Stromversorgung hat. Eine Mini-Entsalzungsanlage soll ebenfalls dabei sein, so daß keine Anschlüsse vom Land her notwenig sind.

Von unten kommt man über eine einziehbare Leiter in die Kabine. Diese vereint Arbeits- und Privaträume. Und die Technik, mit der das Hologramm erzeugt und seine Darstellung überprüft werden kann.

> at night, when the guardian works and guides the boats off the coasts, he can control the holographic diffusion in real time.

Eigentlich war ich davon ausgegangen, daß die meisten Leuchttürme gar nicht mehr mit Leuchtturmwärtern besetzt sind. Aber das scheint wohl in manchen Gegenden doch noch der Fall zu sein.

Die eine Längsseite der Kabine ist blickdicht, wohl aus Beton gefertigt. Die andere Längsseite und ein Teil der vorderen Querseite ist komplett verglast, so daß der Leuchtturmwärter einen ungestörten Blick nach draußen hat.

Der 25-Meter hohe Hologramm-Leuchtturm wird in einer Entfernung von 50 Metern erzeugt. Mit Kameras, die in dem geschlossenen Teil der vorderen Querseite eingebaut sind.

Wie bei einem Hologramm üblich, ist das Licht direkt hinter den Kameras quasi unsichtbar und wird erst an der gewünschten Position als leuchtender Gegenstand sichtbar. Dort, wo sich die Strahlen aus den Kameras treffen.

Innen gibt es Bad und Toilette, eine kleine Küchenecke und den Bereich mit den Kameras auf der abgeschlossenen Seite. Die offene Seite ist ein kompletter Bereich, das Bett ist etwas höher per Leiter erreichbar. Das Dach ist bepflanzt.

Auf der Seite von studio NAB

THE HOLOLIGHTKEEPER

https://www.nab-design.com/copie-de-mountains

ist ein Text von 1913 zu finden:

> Even in normal weather, imagine what is our existence in the wet turns where we live without distraction, without pleasure. Work is our only entertainment, if one can say! It is divided into twoquarters: the first, 4 hours of the evening to midnight, the second, of midnight at 7 o'clock inthe morning. In the course of the day, we mustmake the cleanliness of coppers and lantern…And in certain headlights the guards work up tofourteen hours per day…

Eine Arbeit, anstrengend, eintönig, ohne Abwechslung. Arbeit ist die einzigste Unterhaltung. Von wohl 16:00 - 00:00 und von 00:00 bis 07:00 am Morgen. Am Rest des Tages muß die sonstige Arbeit gemacht werden. Oft sind das 14 Stunden am Tag.

Etwa 1.500 Leuchttürme seien noch aktiv.

Aktuell ist das wohl nur eine Studie. Mal sehen, ob so ein Hololightkeeper irgendwann einmal gebaut wird.

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