Green Spark - plant microbial fuel cells - PMFC - Pflanzen produzieren Strom per Photosynthese - Folge von Keramiktöpfen mit Pflanzen als Batterie - von Elena Mitrofanova

05.10.2018 23:53:29, Jürgen Auer, keine Kommentare

Pflanzen können per Photosynthese Strom produzieren. Allerdings ist der üblicherweise zu schwach, um sinnvoll genutzt werden zu können.

Die in Moskau tätige Elena Mitrofanova (Elena Mitro) hat nun ein spezielles keramisches Gefäß entworfen. Das hat eine schräge Hauptöffnung für die Pflanze. Und zusätzlich drei weitere Öffnungen. Zwei für Anoden- und Kathodenanschluß, der dritte dient zur Bewässerung.

Ferner läßt sich das Gefäß in eine kleine, durchsichtige Kunststoffschale einlegen und daran aufhängen. So daß an einem großen Kreis insgesamt 86 dieser Keramiktöpfe hängen. Damit lassen sich zwei Smartphones gleichzeitig aufladen.
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plant installation uses the power of photosynthesis to produce renewable energy

https://www.designboom.com/design/elena-mitro-green-spark-plants-produce-electricity-10-04-2018/

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Die Pflanzen nutzen Licht und Kohlendioxid aus der Luft, um per Photosynthese organisches Material zu erzeugen. Im Wurzelbereich gibt es Bakterien, die Strom erzeugen. Die Anode ist oben, die Kathode ist unten unterhalb einer Wasserschicht. Dort befindet sich zusätzlich eine Öffnung, durch die Sauerstoff von unten reinkommen kann. Ein einzelner Topf kann eine Spannung bis zu 0,7 Volt erzeugen.

Ein Video zeigt die Herstellung der Keramiktöpfe und den Aufbau der gesamten Anlage:
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Green Spark (05:00)

https://www.youtube.com/watch?v=pHvwewmB3Qo

> The installation Green Spark is a research project that shows the cutting edge technology where plants are used to produce renewable energy.

In dem Video sieht man, wie aufwendig die Herstellung von allen Einzelteilen ist.

Der Wurzelbereich der Pflanzen enthält zusätzlich Fäden aus Kohlenstoff-Fasern. Die eigentliche Stromerzeugung findet also im Wurzelbereich statt, wo Bakterien organische Komponenten verarbeiten und dabei freie Elektronen produzieren.

Diverse der kleineren Einzelteile wurden mit CNC-Techniken hergestellt, so daß alle 86 Töpfe gleichartig gestaltet sind.

Beim Einsetzen der Pflanzen (03:08) sieht man, wie eine ordentliche Menge von Kohlefäden um den Erdballen herumgewickelt wird, bevor die Pflanze in den Topf gesetzt wird. Da kam allerdings eine Pflanze nur auf etwa 0,11 Volt.

Schließlich folgte der Bau der Gesamtanlage und die Verkabelung. Das scheint irgendwo in Moskau im öffentlichen Raum aufgebaut worden zu sein, so daß bsp. Schulklassen die Anlage besichtigen können.

Auf der Website von Elena Mitrofanova

http://elenamitro.com/

findet sich dieses Projekt aktuell noch nicht. Dort gibt es aber ein älteres Projekt mit Moos:

Moss Voltaics

http://elenamitro.com/my-product/moss-voltaics/

Da wurden zwei Typen von Keramikgefäßen entwickelt, bei denen zwei größere übereinander und daneben vier kleinere übereinander angeordnet sind, so daß sich eine stapelbare Struktur ergibt. In einer solchen Großkomponente werden die Zellen in Serie verknüpft, mehrere dieser Komponenten werden parallel geschaltet.

Da Moos sehr anspruchslos ist, kann das als eine Fassadenstruktur genutzt werden.

Da ließen sich mit 2 Quadratmetern Fassadenfläche LED-Lampen betreiben. 4 Quadratmeter genügen für ein Smartphone. Mit 8 Quadratmetern ließe sich ein Laptop betreiben.

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