New Public Hydrant - öffentliche Hydranten in New York als Trinkwasserspender nutzen, anstatt Wasser in Plastikflaschen zu kaufen - von Agency-Agency und Chris Woebken im Rahmen des Programms Water Futures

10.11.2018 23:55:02, Jürgen Auer, keine Kommentare

Persönlich habe ich mir wohl noch nie Sprudel oder ähnliches gekauft. Warum? Weil das Leitungswasser hier in Berlin Trinkqualität hat. Es wird ja auch zum Kaffeekochen und Kochen verwendet, ohne daß man sich deshalb Sorgen macht. Und weil ich einfach keinen Sinn darin sehe, etwas, das aus dem Hahn kommt, die Treppen hochzuschleppen.

In manchen Städten, etwa in Rom, ist das ebenfalls üblich. Es gibt öffentlich zugängliche Trinkwasserstellen, die werden fleißig genutzt.

Für New York gibt es nun eine ähnliche Idee: Aufsätze, die an vorhandene Hydranten angeschraubt werden können. Und die es ermöglichen, Tieren und Menschen Wasser zur Verfügung zu stellen. Entweder zum direkten Trinken. Oder zum Auffüllen von Flaschen.

Entwickelt hat dies die Agentur Agency-Agency und Chris Woebken.
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New Public Hydrant would let New Yorkers drink from city water mains

https://www.dezeen.com/2018/11/09/new-public-hydrant-agency-agency-chris-woebken-water-futures-ado/

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Im Sommer gab es ein Programm "Water Futures" von dem Creative Space A/D/O in Brooklyn.

> Curated by Jane Withers, the initiative aims to find design responses to the world's increasingly pressing water scarcity issues.

Die Website

https://a-d-o.com/research-programs/water-futures

spricht von einer "toxischen Wasserkultur" in den Großstädten:

> Responding both to tensions around access to clean drinking water in the urban environment and the shift for cities to ban single use disposable plastic bottles, Water Futures aims to inspire the creative community to take action in reimagining our toxic drinking water culture.

Allgemein ist es um die Wasserqualität in den USA wohl nicht so gut bestellt: Agency-Agency:

> "While New York City is one of only five major cities in the country with a high enough water quality that does not require filtration, this fact is often neglected in favour of purchasing filtered water in plastic bottles"

Es gibt wohl nur 5 große Städte, in denen die Wasserqualität hoch genug ist, ohne daß Filter notwendig sind.

Es gibt drei verschiedene Konzepte: Das erste ist das, was man in dem Vorschaubild sieht: Hydrants for All. Unten gibt es eine Schale für Hunde. Drüber zwei kleine Becken zum direkten Trinken und zum Auffüllen von Flaschen. Ganz oben nochmals eine kleine Schale für Vögel. Verbunden mit einem senkrechten Rohr.

Die zweite Variante ist zum Auffüllen von Flaschen gedacht. Ein senkrechtes Rohr nach oben, das einen Bogen wieder nach unten macht. Ein Hebel am unteren Verbindungsstück zum Hydranten. So daß man dort gezielt aufdrehen und mit der anderen Hand die Flasche drunterhalten kann.

Die dritte Variante "Hydration Space" ist ein senkrechtes Rohr nach oben, das eine Fontäne erzeugt. Zur Abkühlung der Umgebung und für Kinder gedacht.

Alle drei Varianten sollen integrierte Abschaltventile haben, die eine Wasserverschwendung verhindern sollen.

In Verwendung werden zwei der drei Varianten bei Chris Woebken

New Public Hydrants

https://chriswoebken.com/New-Public-Hydrants

gezeigt.

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