Big Arse Toilet - 3D printed toilet that converts human waste into electricity - einfach transportierbare Toiletten aus dem 3D Drucker für abgelegene Orte in Indien und Afrika - Konzept von Spark Architects

21.11.2018 23:43:31, Jürgen Auer, keine Kommentare

Hier in Europa gibt es die Kanalisation, Toiletten in jeder Wohnung und Kläranlagen. Aber in ländlichen Gegenden von Indien oder Afrika? Das Architekturbüro Spark Architects hat ein Konzept für Toiletten erstellt, die mit örtlichen Materialien per 3D-Drucker hergestellt werden können. Und die es - über einen großen Tank im Boden - ermöglichen, Biogas herzustellen und daraus schließlich Strom zu gewinnen.

Das Konzept basiert auf einer örtlich schon genutzten Idee der "Biogas Dome". Gedruckt werden soll es aus einem Mix von Bambusfasern und Bio-Polymer Harzen.
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Spark's Big Arse toilet could generate electricity in remote Indian villages

https://www.dezeen.com/2018/11/21/big-arse-toilet-spark-architects-3d-printed-generates-electricity/

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Die per 3D-Druck gedruckten Teile sollen einzeln so leicht sein, daß sie per Drohne zu ihrem Einsatzort geflogen werden können.

Spark:

> "There is a worldwide shortage of safe, hygienic sanitation especially in countries such as India and Africa where open defecation is a major contributing cause of disease"

Es gibt einen weltweiten Mangel an sicheren und hygienischen Sanitäranlagen. Speziell in Ländern und Kontinenten wie Indien und Afrika, wo offene Toiletten wesentlich für diverse Krankheiten sind.

Traditionell gibt es dort bereits solche Biogas-Dome. Dieses Konzept greift die Toilette auf. Ausscheidungen von Menschen, Tieren und Bioabfälle können so verarbeitet werden. Das Biogas läßt sich entweder direkt zum Kochen nutzen. Oder es kann eine micro combined heat and power - Turbine antreiben und damit Strom erzeugen.

Ferner ist oben ein Windrad angebracht, das Windenergie in Strom umwandelt. Das Dach ist mit Solaranlagen bestückt, die ebenfalls Strom liefern.

Der eigentliche Toilettenblock wird am Stück gedruckt. Die Bambusfasern sind in Indien wohl weit verbreitet, da gäbe es genügend Material.

> "This is more sustainable and lightweight strategy than using more commonly used 3D printing materials such as plastics and cement."

Das sei nachhaltiger und leichter als die Nutzung der üblichen Materialien zum 3D-Druck wie Kunststoff und Zement.

Auf der Seite von Spark

http://sparkarchitects.com/portfolio_page/spark-gives-a-sht/

gibt es die Bilder etwas größer.

Aktuell scheint das allerdings eher eine Konzeptstudie zu sein. So daß es noch keinen eingesetzten Prototypen zu geben scheint.

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