Anti Coyote Vests for small dogs - wenn der Hund wie ein Punk aussieht - eine Weste aus Kevlar mit Spikes und Coyote Whiskers, die den Hund grösser wirken lassen - von CoyoteVest

09.12.2018 23:52:34, Jürgen Auer, keine Kommentare

In Deutschland gibt es relativ wenige gefährliche Wildtiere, die Haustieren gefährlich werden könnte. Wobei die Diskussion um Wölfe grade losgeht.

In anderen Gegenden der Welt ist das deutlich anders. So gibt es in den USA Kojoten, die auch Präriewolf oder Steppenwolf genannt werden. Von der Größe her sehen Kojoten wie kleinere Wölfe aus.

Ein Paar hatte in den USA vor einigen Jahren einen kleinen Hund verloren. Der von einem Kojoten geschnappt wurde.

Daraufhin haben sie "Anti Coyote Vests" entwickelt: Schutzwesten für kleine Hunde.
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Anti-Coyote Vests For Dogs Are More Punk Rock Than You’d Expect

https://designyoutrust.com/2018/12/anti-coyote-vests-for-dogs-are-more-punk-rock-than-youd-expect/

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Die Westen bestehen aus drei Schichten Kevlar. Schon das sorgt dafür, daß ein Zubeißen schwierig ist. Auf den Westen sind drei Längsstreifen für einen Klettverschluss angebracht.

Damit lassen sich zwei Reihen Stacheln anbringen. Wobei die Stacheln wohl nicht aus Metall, sondern aus Kunststoff sind.

In einer mittleren Reihe lassen sich Borsten aus Nylon anbringen. Die lassen den Hund zum einen größer wirken als er ist. Zum anderen sollen diese Angreifer erheblich stören, wenn diese zubeißen wollen. Solche Borsten an den Augen dürften sehr unangenehm sein.

2014 hatte der Erfinder dieser Anti Coyote Vests einen Hund in San Diego verloren, den ein Kojote geschnappt hatte. Der Hund wurde niemals mehr gefunden.

In dem Beitrag ist ein Tweet eingebunden:

https://twitter.com/nwchap/status/1070048435368210432

Demnach gibt es in Australien auch Elstern, die Radfahrer am Kopf attackieren. Diese schützen sich davor, indem sie diverse bunte, aufstehende Borsten an ihren Fahrradhelmen anbringen und damit das Näherkommen der Elstern erschweren. Dieses Schutzprinzip scheint sich also schon anderswo bewährt zu haben.

Auf der Website

Coyote vest

https://www.coyotevest.com/

gibt es eine Rubrik Videos. Da

San Diego couple invents vest to protect dogs from coyote attacks

https://www.youtube.com/watch?v=UsEJGf54EOQ

> A local couple's invention came about after their dog was killed by a coyote.

ahnt man das Problem. Leute sind mit ihren Hunden draußen. Irgendwo taucht ein Kojote auf. Dann bekommt der Hund eine solche Weste angelegt.

Teddy Bear Museum - Anti Bear Farming Campaign: The Footprint Poster - ein Poster auf dem Boden, das durch die darüberlaufenden Personen Gitter zeigt - von Supernormal Voice aus Seoul

08.12.2018 23:57:16, Jürgen Auer, keine Kommentare

Zwar sehr alt (vom Sommer 2010), aber mit einer interessanten Idee umgesetzt.

In Südkorea werden diverse Bären (das Plakat nennt 1140 Bären) in Käfigen gehalten, um Bärengalle zu gewinnen. Diese wird in der asiatischen Medizin verwendet. Das größte Problem sei, daß sich in Südkorea niemand dafür interessiert.

Das Teddy Bear Museum, das Teddybären ausstellt, hatte deshalb diese Kampagne in Auftrag gegeben.
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Teddy Bear Museum Anti Bear Farming Campaign: The Footprint Poster

http://www.adeevee.com/2010/08/teddy-bear-museum-anti-bear-farming-campaign-the-footprint-poster-outdoor/

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Das Video auf YouTube:

The footprint poster ( Anti bear farming campaign )

https://www.youtube.com/watch?v=0f-W4qawJRk

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> In S.Korea, about 1140 bears are kept in small and dirty cages for gall bladder extraction to be used in asian medicine. The biggest reason behind maintaining "Bear Farming" is that koreans don't have interests in it. Thus, we made the public realize that how much influence "indifference" has on bears via a large poster treated with transparent adhesive materials.

Es wurde ein großes Poster auf den Boden aufgebracht. In der Mitte ein großer Bär. Drumherum zunächst alles weiß. In einer Ecke ein QR-Code.

Allerdings bestand das Poster aus verschiedenen Teilen: Teils trittfest. Teils löste sich das mit der Zeit ab.

Ergebnis: Da Leute über das Plakat hinüberliefen, wurde mit der Zeit eine Gitterstruktur sichtbar: Der Bär war "hinter Gittern", der QR-Code war im Käfig.

Die Fußspuren der Leute / die Gleichgültigkeit hatte den Bären hinter Gitter gebracht.

Das Poster wurde im Museum, in U-Bahnstationen und in Gebäuden angebracht.

Alleine im Museum wurde das Poster von 410.000 Personen gesehen. 67.000 meldeten sich auf der Kampagnenseite, die über den QR-Code zugänglich war.

Walmarts are being cleaned by autonomous robots - Walmarts setzt in ersten Filialen autonome Reinigungsmaschinen ein, um die Böden zu reinigen

07.12.2018 23:54:57, Jürgen Auer, keine Kommentare

Staubsauger, die autonom in der Wohnung Staub saugen und anschließend feucht durchwischen: Inzwischen gibt es solche Möglichkeiten für Privatnutzer. Aber nun haben diese Techniken auch schon die Reife erreicht, daß sie in größeren Maßstäben eingesetzt werden.

So gibt es seit Anfang Oktober ein Video auf YouTube, das einen autonomen Robot beim Einsatz in einer Walmart-Filiale zeigt.
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Walmarts are Now Being Cleaned by Autonomous Robots

https://www.core77.com/posts/81599/Walmarts-are-Now-Being-Cleaned-by-Autonomous-Robots

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Das Video direkt:

This Self-Driving Floor Scrubber Adds Polish

https://www.youtube.com/watch?v=rcMCFe6XVC0

> Much like a self-driving car, the Auto-C Autonomous Cleaner uses assisted autonomy technology to clean and polish floors, freeing up associates to take care of other tasks. It’s another piece of technology that’s making Walmart more efficient.

In Walmarts gibt es - so ein Photo in dem Beitrag - Spill Response Stations: Kleine Anbauten an den Regalen zum Bereitstellen von Besen, einer Handschaufel und weiteren Putzutensilien.

Aber:

> Perhaps what is interesting, is that those spill response stations' days are numbered. Walmart is rolling out autonomous robot floor cleaners.

Die Tage dieser Spill Response Stations seien gezählt. Stattdessen werden autonome Reinigungsmaschinen eingesetzt.

In dem Video berichtet ein Mitarbeiter, daß das Reinigen des Bodens bis jetzt immer einen Mitarbeiter zwei Stunden beschäftigt habe.

Wobei der eingesetzte autonome Robot einem Gerät zu entsprechen scheint, wie es davor von einem Mitarbeiter eingesetzt wurde. Der saß drauf und lenkte das Gefährt. Nun kann es sich autonom bewegen.

Er zeigt die Anwendung: Am Bildschirm wird die Route ausgewählt. Die Gurte werden eingehängt, weil sich sonst Leute auf das Gefährt draufsetzen. Dann drückt er einen blauen Knopf - und das Reinigungsgerät macht sich an die Arbeit.

Das ist damit ein typisches Beispiel dafür, daß körperlich anstrengende Arbeiten langfristig von Maschinen erledigt werden. So daß die Arbeitsplätze, die bislang nur geringe Qualifikationen erforderten, nun wegfallen.

Man mag das gut oder schlecht finden. Praktisch ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch hier nicht mehr Mitarbeiter am Abend solche Geräte teils manuell durch die Gegend schieben. Stattdessen wird der autonome Robot vorbereitet und arbeitet dann eigenständig.

Bundesfinanzhof: Kein steuerbarer Leistungsaustausch bei platzierungsabhängigen Preisgeldern, damit kein Vorsteuerabzug für Betriebsausgaben - V R 21/16

06.12.2018 23:54:41, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wenn ein Unternehmen Kosten hat, dann ist die Abzugsfähigkeit der darin enthaltenen Vorsteuer ein wesentliches Thema. Aber das setzt voraus, daß das Unternehmen selbst Einnahmen hat, für die es Umsatzsteuer abführt.

Aber was ist, wenn ein "Pferdebetrieb", der jedenfalls keine Zucht und keinen Pferdehandel betreibt, als Einnahmen nur platzierungsabhängige Preisgelder erwirtschaftet? Die Pferde wurden von einem anderen Unternehmen betreut. Es gab ein Urteil, das die Anerkennung der Kosten als Betriebsausgaben versagte, damit entstand die Pflicht zur Zurückzahlung der zunächst verrechneten Vorsteuer. Das Unternehmen ging insolvent. Der Insolvenzverwalter bestritt die Steuerrückstände.

Der Bundesfinanzhof hat nun - unter Berücksichtigung einer EuGH-Entscheidung - das Urteil aufgehoben und es zur erneuten Verhandlung zurückverwiesen.
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Umsatzsteuer: Kein steuerbarer Leistungsaustausch bei platzierungsabhängigen Preisgeldern

Urteil vom 2.8.2018 V R 21/16

https://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=pm&Datum=2018&nr=38591&pos=0&anz=65

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Der Kernsatz:

> Die Teilnahme an einem Pferderennen ist nicht umsatzsteuerbar, wenn dem Eigentümer der Rennpferde lediglich ein platzierungsabhängiges Preisgeld gezahlt wird. Mit Urteil vom 2. August 2018 V R 21/16 hat sich der Bundesfinanzhof (BFH) der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union angeschlossen, wonach die Teilnahme an einem Wettbewerb (Pferderennen) grundsätzlich keine gegen Entgelt erbrachte Dienstleistung darstellt. Etwas anderes gilt lediglich, wenn für die Teilnahme ein Antrittsgeld oder eine andere unmittelbare Vergütung gezahlt wird.

Ob ein Teilnehmer bei einem solchen Rennen gewinnt oder nicht: Das läßt sich nicht in voraus abschätzen. Also sind die Einnahmen auch nicht steuerbar, damit ergibt sich keine Umsatzsteuerpflicht aus diesen Einnahmen.

Der Fall:

> Der Streitfall betraf eine GmbH, deren Zweck u.a. im Kauf und Verkauf sowie der Ausbildung von Pferden bestand. Sie erklärte Umsätze aus Verkaufserlösen und Preisgeldern und machte Vorsteuern aus dem Kauf von Pferden, eines LKW nebst Anhänger sowie eines Pkw geltend. Das Finanzamt versagte den Abzug der geltend gemachten Vorsteuerbeträge. Das Finanzgericht (FG) wies die Klage unter Hinweis auf das Abzugsverbot für Repräsentationsaufwendungen ab.

Allerdings gab es nicht systematische Käufe und Verkäufe. Die Pferde waren auf dem Gelände eines anderen Unternehmens untergebracht. Das Unternehmen hatte selbst keine Weideflächen.

In der Revision muß geklärt werden, ob alle erklärten Umsätze aus Pferderennen in voller Höhe nicht steuerbare Preisgelder sind. Oder ob darin auch Antrittsgelder enthalten sind, für die Umsatzsteuer anfällt.

Das Urteil bzw. die zugrundeliegende EuGH-Entscheidung hat Auswirkungen auf diverse ähnliche Konstellationen. Immer dann, wenn es unklar ist, ob bei einer Teilnahme überhaupt Einnahmen entstehen, dürften diese als nicht steuerbar gelten.

Palm Leather created from Palm leaves - Palm-Leder hergestellt aus Palmenblättern - geringere Umweltbelastung bei der Herstellung - von Tjeerd Veenhoven - Niederlande

05.12.2018 23:53:57, Jürgen Auer, keine Kommentare

Bei der Herstellung von Leder wird so manches an problematischen Substanzen benötigt, die für Menschen und die Umwelt schädlich sind. Ferner stören sich Tierschützer daran, daß Leder verwendet wird. Damit gibt es immer wieder die Suche nach Alternativen.

Der Niederländer Tjeerd Veenhoven hat nun ein Verfahren entwickelt, mit dem sich lederähnliche Teppiche bzw. Vorleger herstellen lassen. Das Ausgangsmaterial: Palmblätter. Das Ergebnis bezeichnet er als "Palm Leather", also Palm-Leder. Angesichts von etwa 80 Millionen Palmen ist das natürlich eine interessante Basis.
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Dutch designer creates leather alternative from palm leaves

https://inhabitat.com/dutch-designer-creates-leather-alternative-from-palm-leaves/

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Ihm war das Muster und die Struktur von Palmenblättern aufgefallen. Daraufhin ließ er sich von einem Bekannten in Indien etwas Ausgangsmaterial zusenden.

Mit Glycerin, Wasser und ein paar weiteren Materialien konnten die Palmblätter weicher gemacht werden, so daß sie besser biegsam waren.

Motiviert war er davon, daß eine geringere Fleischproduktion der Umwelt gut tun würde. Das reduziert natürlich auch das Angebot an Leder.

Das Palm-Leder braucht vergleichsweise wenig Wasser zur Herstellung im Vergleich zur Lederherstellung. Ferner sind keine problematischen Chemikalien notwendig. Im Gegenteil: Alle benötigten Stoffe sind für Menschen genießbar und unproblematisch in bezug auf die Umwelt.

Erst produzierte er in den Niederlanden. Dann wurde das nach Indien verlegt. Inzwischen ist die Fabrik in die Dominikanische Republik umgezogen.

Die Palmblätter werden in schmalen Streifen auf einem Gewebe befestigt. Ferner lassen sich die Blätter verschiedenartig einfärben.

Inzwischen fangen andere Unternehmen an, sich dafür zu interessieren. Das Unternehmen sucht nach Möglichkeiten, wie Palm-Leder auch in anderen Zusammenhängen genutzt werden könnte.

Eine Option könnten Autohersteller sein. Die ihren Kunden so eine lederfreie Alternative anbieten könnten.

Auf der Seite des Studios

Palm Leather

http://www.tjeerdveenhoven.com/portfolio_page/palm-leather/

finden sich einige weitere Informationen. Demnach scheint die Grundentwicklung schon von 2011 zu sein.

Grafeoiphobia - furniture collection for desk-shy, bed-happy workers - Büromöbel für Personen, die gerne im Liegen arbeiten - von Geoffrey Pascal

04.12.2018 23:50:31, Jürgen Auer, keine Kommentare

Für mich persönlich wäre das ja nichts. Ich habe kein Problem damit, im Sitzen zu arbeiten. Aber andere arbeiten lieber auf der Couch. Oder gar im Bett. Aber da ich fast nur am Computer arbeite und Laptops sehr ungemütlich finde, haben mich Bett oder Couch nie als Arbeitsort interessiert.

Der Designer Geoffrey Pascal hatte während seines Studiums an der Design Academy Eindhoven selbst Schwierigkeiten, am Schreibtisch zu arbeiten. Dann las er von einer wachsenden Zahl von Personen, die im Home Office im Bett arbeiten.

Daraufhin entstand eine Kollektion von mehreren "Büromöbeln", die jeweils aus verschiedenen Einzelelementen bestehen. Und die es ermöglichen, höchst unterschiedliche Positionen einzunehmen.
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Grafeoiphobia is a furniture collection for desk-shy, bed-happy workers

https://www.dezeen.com/2018/12/04/grafeoiphobia-office-furniture-geoffrey-pascal-bed-desk/

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Die Elemente ermöglichen es, im Liegen oder auch schräg auf dem Bauch liegend zu arbeiten.

"Fear of desks" - die Angst vor Schreibtischen steckt hinter dem Wort "Grafeoiphobia".

Seine Erfahrung:

> "When I am working behind a desk sitting on chair, I always have the feeling of being forced to work, that I have to get it done. I feel stress and pressure, which doesn’t make me more productive, it is rather the opposite"

Wenn er an einem Schreibtisch sitzt, hat er immer das Gefühl, zur Arbeit gezwungen zu sein, "to get it done". Das streßt ihn und macht ihn unproduktiv.

Daraufhin beschloss er, täglich im Bett zu arbeiten. Das verändert für ihn die Beziehung zu seiner Arbeit, das sei komfortabler. Weniger stressig, mehr fokussiert.

Allerdings störten ihn auch manche Dinge. Der Mix zwischen Schlafen und Arbeiten sei ein Problem, die Hygiene sei problematisch. So wollte er die positiven Elemente in die Arbeitswelt transferieren.

Eine Kombination ist vom "angelehnten Arbeiten im Bett" inspiriert. Mit einem Laptop. Die verschiedenen Elemente lassen sich anpassen - für verschieden große Personen.

Eine zweite Kombination ermöglicht eine seitliche schräge Position. Da gibt es eine Art Beistell-Element, das eine Tischfläche bereitstellt.

Die Kombination "The Flying Man" ermöglicht ein Liegen auf dem Bauch. Da steht der Laptop ebenfalls auf einem kleinen Tisch.

Die Elemente wurden bei der Design Academy Eindhoven Graduate Show 2018 vorgestellt. Die fand im Rahmen der Dutch Design Week im Oktober statt.

> It is one of many projects exploring the death of the desk, in response to the growing number of nomadic workers, changing expectations from employees and recent evidence that extended periods of sitting can be unhealthy.

Unter

We need to stop shaming those who want to work lying down

https://www.frameweb.com/news/workspace-desk-lying-down

finden sich ein paar weitere Dinge dazu.

Kayabuki no Sato has Fire Sprinklers camouflaged as Huts - kleiner Ort in der Präfektur Kyoto mit traditionellen Strohdach-Farmhäusern - 62 Feuersprinkler verstecken sich in kleinen Hütten

03.12.2018 23:50:07, Jürgen Auer, keine Kommentare

Teils kennt man das Problem ja auch aus Norddeutschland. Klassische Häuser mit Reetdächern sehen schick aus. Aber die Dächer sind brandgefährdet. Fängt so ein Dach erst einmal Feuer, kann das ganze Haus abbrennen.

Kayabuki no Sato, ein kleiner Ort in der Präfektur Kyoto in Japan, ist bekannt für seine traditionellen Farmhäuser. Die mit steilen Strohdächern ausgestattet sind. Aber wenn man im Ort diverse Feuersprinkler sichtbar aufgebaut hätte, dann würden diese den Gesamteindruck des Dorfes doch erheblich stören.

Die Lösung: Es gibt diverse Feuersprinkler, 62 insgesamt. Aber diese verstecken sich in kleinen Hütten. Bei Bedarf klappen die Dächer auf. Die Wasserkanone fährt nach oben. Und schießt los.
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Fire Sprinklers in Kayabuki-no-Sato, Kyoto are Camouflaged as Huts

http://www.spoon-tamago.com/2018/12/02/the-fire-sprinklers-of-kayabuki-no-sato-in-kyoto/

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Das war eine ganz offizielle Entscheidung: Einerseits sollte der Ort vor den verheerenden Folgen eines Brandes geschützt werden. Andererseits sollte die Authentizität der Dorfgestaltung erhalten bleiben.

> When activated, the huts open up like transformers and sprinklers spray water high into the sky, covering the farmhouses with water.

Die Anlage wird zweimal im Jahr getestet. Meist im Mai und im Dezember. Inzwischen lockt auch das Touristen an.

かやぶきの里 一斉放水

https://kyotomiyama.jp/event/kayabuki-water-discharge

Auf Facebook

Kayabuki no Sato

gibt es ein kleines Video, das dies etwas ausführlicher zeigt.

Wenn man sich per Google-Maps

Miyama Kayabuki no Sato

etwas hineinzoomt, findet man ein paar dieser kleinen Hütten. Die sich so unauffällig in das Ortsbild einfügen.

Einerseits eine durchaus aufwendige Lösung. Andererseits ist das so deutlich angenehmer.

The 90-Grade-Vase or the Impossible Triangle Vase - eine Vase, die den Nutzer in die Irre führt - von Cuatro Cuatros

02.12.2018 23:58:53, Jürgen Auer, keine Kommentare

Eine Vase, in der eine Rose steckt. Ganz einfach. Oder doch nicht? Ansonsten hat ein Dreieck drei Seiten. Wenn eine Seite auf dem flachen Tisch liegt und die zweite Seite senkrecht nach oben geht und die Rose trägt:

Wo ist dann die dritte Seite?

Der Künstler Cuatro Cuatros hat eine Vase erschaffen, die den Betrachter in die Irre führt. Sie wirkt wie ein Realität gewordener Ausschnitt aus einem Escher-Bild. Eine faszinierende optische Illusion.
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the impossible triangle vase by cuatro cuatros challenges your perception

https://www.designboom.com/design/impossible-triangle-vase-cuatro-cuatros-challenges-perception-12-02-2018/

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Als Vorlage diente eine Zeichnung. Wenn man dann - bei "geschickter Betrachtung" - das passende dreidimensionale Objekt anfertigt, dann funktioniert das.

> depending on the point of view, both ends of cuatro cuatros’ vase coincide and make it look like a closed figure. the effect appears and disappears, provoking an interaction with the viewer. when the effect is created, our perception deceives us and makes us see unreal things.

In Abhängigkeit von der Position des Betrachters verschmelzen die Enden der Vase und bilden scheinbar eine geschlossene Figur.

Die Website

http://www.cuatrocuatros.com/index.php?/proyectos/90/

zeigt die Vase leider auch nur genau aus dieser Richtung. Wenn man die Bilder etwas länger ansieht, dann löst sich das auf: Das müßten drei gleich lange Vierkantstäbe sein. Die jeweils im 90° - Winkel miteinander verbunden sind. Zwei liegen auf dem Tisch, der dritte ragt senkrecht in die Höhe.

So daß die Vase von anderen Seiten her betrachtet gänzlich unspektakulär wirkt. Erst, wenn man die Vase aus einer bestimmten Richtung anblickt, scheinen die beiden Enden miteinander zu verschmelzen. So daß sich der Eindruck eines Escher-Dreiecks ergibt.

Eigentlich sollte der Künstler ein kleines Video erstellen, bei dem die Kamera um die Vase herumwandert. Dann müßte die Darstellung irgendwann einmal "umspringen" zum Escher-Dreieck.

Aus 20 Dollar 640 Dollar - Payless opens Fake Luxury Shoe Shop - budget-freundliches Schuhunternehmen Payless übernimmt Armani Shop in Santa Monica, verkauft günstige Schuhe unter dem Fake Brand Palessi

01.12.2018 23:57:40, Jürgen Auer, keine Kommentare

Über die Influencer-Auswüchse kann man ja durchaus den Kopf schütteln. Das US-Unternehmen Payless, das günstige Schuhe anbietet, hat jetzt etwas Interessantes versucht.

Ein ehemaliges Armani-Geschäft in Santa Monica wurde übernommen. Da kamen die eigenen Schuhe rein. Und ein paar Schilder zur Fake-Marke Palessi. Dann wurden die Türen geöffnet.

Den Interessenten wurde suggeriert, daß es sich um hochwertige Luxusware handeln würde. Tatsächlich war das nur die übliche Kollektion. Allerdings mit deutlichen Preisaufschlägen.

Der größte Aufschlag: Sneakers, die sonst 19,99 Dollar kosteten, wurden für 640 Dollar verkauft.

Das Ergebnis: In wenigen Stunden erzielte das Geschäft einen Umsatz von 3000 Dollar.
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Payless Opens Fake Luxury Shoe Shop Where They Trick Influencers By Selling $20 Shoes For $640

https://www.boredpanda.com/payless-shoes-fake-store-palessi/

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Wenn man die 640 Dollar von den 3000 abzieht, bleiben 2.360 Dollar übrig. Das wären also 10 Verkäufe für jeweils etwa 236 Dollar.

In zwei sehr kurzen Videos (15 und 30 Sekunden)

The Payless Experiment (15 Sekunden)

https://www.youtube.com/watch?v=7YR2bovjfMU

> Payless set up a fake store to showcase the quality of our shoes. Why pay $200+ when you can pay $19.99? Find great styles at Payless.com

The Payless Experiment (30 Sekunden)

https://www.youtube.com/watch?v=xpqqKRlqZfU

ist das im Zeitraffer zu sehen. Szenen vom Aufbau, Leute, die sich "sehr begeistert" über die Schuhe äußern. Und die ungläubig reagieren, wenn sie aufgeklärt werden.

> Palessi turned out to be a big hit, with fashionistas complimenting the quality and style of the footwear. In a brilliant marketing move, Payless used the hilarious ‘gotcha moments’ of their shoe reveals into an ad campaign.

Schließlich wurden die so gesammelten Äußerungen zu den beiden Kurz-Videos zusammengeschnitten. Als eine treffende Werbekampagne.

Payless CMO Sarah Couch:

> “The campaign plays off of the enormous discrepancy and aims to remind consumers we are still a relevant place to shop for affordable fashion”

Ein hoher Preis heißt nicht automatisch eine hohe Qualität bzw. eine entsprechende Marke. Damit geht es auch deutlich günstiger.

Das erinnert an ein Twitter-Photo, das kürzlich kursierte. Diese tollen Berge in Norwegen, wo sich Leute an den Rand von Felsen hinsetzen, sich ablichten lassen und solche - nun sehr gleichartig aussehende - Bilder auf Instagram einstellen. Praktisch gab es dort eine lange Warteschlange. Von diversen Leuten, die sich "einsam auf dem Felsen" ablichten lassen wollten.

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