Aus 20 Dollar 640 Dollar - Payless opens Fake Luxury Shoe Shop - budget-freundliches Schuhunternehmen Payless übernimmt Armani Shop in Santa Monica, verkauft günstige Schuhe unter dem Fake Brand Palessi

01.12.2018 23:57:40, Jürgen Auer, keine Kommentare

Über die Influencer-Auswüchse kann man ja durchaus den Kopf schütteln. Das US-Unternehmen Payless, das günstige Schuhe anbietet, hat jetzt etwas Interessantes versucht.

Ein ehemaliges Armani-Geschäft in Santa Monica wurde übernommen. Da kamen die eigenen Schuhe rein. Und ein paar Schilder zur Fake-Marke Palessi. Dann wurden die Türen geöffnet.

Den Interessenten wurde suggeriert, daß es sich um hochwertige Luxusware handeln würde. Tatsächlich war das nur die übliche Kollektion. Allerdings mit deutlichen Preisaufschlägen.

Der größte Aufschlag: Sneakers, die sonst 19,99 Dollar kosteten, wurden für 640 Dollar verkauft.

Das Ergebnis: In wenigen Stunden erzielte das Geschäft einen Umsatz von 3000 Dollar.
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Payless Opens Fake Luxury Shoe Shop Where They Trick Influencers By Selling $20 Shoes For $640

https://www.boredpanda.com/payless-shoes-fake-store-palessi/

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Wenn man die 640 Dollar von den 3000 abzieht, bleiben 2.360 Dollar übrig. Das wären also 10 Verkäufe für jeweils etwa 236 Dollar.

In zwei sehr kurzen Videos (15 und 30 Sekunden)

The Payless Experiment (15 Sekunden)

https://www.youtube.com/watch?v=7YR2bovjfMU

> Payless set up a fake store to showcase the quality of our shoes. Why pay $200+ when you can pay $19.99? Find great styles at Payless.com

The Payless Experiment (30 Sekunden)

https://www.youtube.com/watch?v=xpqqKRlqZfU

ist das im Zeitraffer zu sehen. Szenen vom Aufbau, Leute, die sich "sehr begeistert" über die Schuhe äußern. Und die ungläubig reagieren, wenn sie aufgeklärt werden.

> Palessi turned out to be a big hit, with fashionistas complimenting the quality and style of the footwear. In a brilliant marketing move, Payless used the hilarious ‘gotcha moments’ of their shoe reveals into an ad campaign.

Schließlich wurden die so gesammelten Äußerungen zu den beiden Kurz-Videos zusammengeschnitten. Als eine treffende Werbekampagne.

Payless CMO Sarah Couch:

> “The campaign plays off of the enormous discrepancy and aims to remind consumers we are still a relevant place to shop for affordable fashion”

Ein hoher Preis heißt nicht automatisch eine hohe Qualität bzw. eine entsprechende Marke. Damit geht es auch deutlich günstiger.

Das erinnert an ein Twitter-Photo, das kürzlich kursierte. Diese tollen Berge in Norwegen, wo sich Leute an den Rand von Felsen hinsetzen, sich ablichten lassen und solche - nun sehr gleichartig aussehende - Bilder auf Instagram einstellen. Praktisch gab es dort eine lange Warteschlange. Von diversen Leuten, die sich "einsam auf dem Felsen" ablichten lassen wollten.

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