Höchste Zeit: Steuerfahndung beschäftigt sich mit chinesischen Händlern auf Amazon Marketplace - Waren und Guthaben von etwa 100 Onlinehändlern wurden beschlagnahmt

05.01.2018 23:56:50, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wer hier in Deutschland ansässig ist und Waren oder Dienstleistungen anbietet: Der schreibt Rechnungen mit 19 Prozent Umsatzsteuer. Die eingenommene Umsatzsteuer kann durch die selbst gezahlte Vorsteuer gekürzt werden, der Rest geht meist quartalsweise oder monatlich per Umsatzsteuer-Voranmeldung ans Finanzamt. Dort machen die Einnahmen durch Umsatzsteuer einen beträchtlichen Teil der gesamten Staatseinnahmen aus.

Eigentlich gilt das für alle, die hier mit Waren handeln oder Dienstleistungen anbieten. Allerdings gab es in den letzten Jahren eine große Gruppe von Händlern, die diese Pflichten nicht so genau nahmen.

Händler, oft aus China, die bsp. Ebay oder Amazon Marketplace nutzen. Die ihre Waren hierher liefern und von Amazon verteilen und ausliefern lassen. So daß auch Amazon und andere Plattformbetreiber von diesen Aktivitäten profitieren. Die Preise wurden mit 19 Prozent Umsatzsteuer ausgewiesen. Nur an die Finanzämter wurde das nicht abgeführt. Für China ist bsp. das Finanzamt Berlin-Neukölln zuständig. Dort müßten sich die Händler eigentlich registrieren. Da gibt es aber genau 432 registrierte Händler. Bei über 10.000 Händlern, die auf Amazon Marketplace in Deutschland Waren anbieten.

Ende 2017 gab es dagegen nun eine größere Aktion, wie der Wortfilter berichtete:
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Amazon: Finanzamt beschlagnahmt Lager und Guthaben großer China-Händler

https://www.wortfilter.de/wp/amazon-finanzamt-beschlagnahmt-lager-und-guthaben-grosser-china-haendler/

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Demnach wurden am 28.12.2017 diverse große Händler auf Amazon.de suspendiert, der Lagerbestand und die Amazon Payment-Guthaben wurden beschlagnahmt.

Es wurden vor allem größere Händler suspendiert, mit Lagerbeständen von 2 - 3 Millionen.

Erkennbar sind die Accounts daran, daß sie noch in den letzten Wochen gute Bewertungen hatten, nun aber keine Artikel mehr anbieten.

Laut

Steuerfahndung: Chinesische Händler auf Amazon Marketplace im Visier

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Steuerfahndung-Chinesische-Haendler-auf-Amazon-Marketplace-im-Visier-3933371.html

entgehen den deutschen Finanzämtern über diesen Weg jährlich bis zu einer Milliarde Euro an nicht abgeführter Umsatzsteuer. Geld, das einerseits dem deutschen Staat zur Verfügung stünde. Das aber andererseits auch dazu genutzt werden kann, die Waren konkurrenzlos billig anzubieten. So daß ehrliche Händler mit Sitz in Deutschland kaum eine Chance haben.

Immerhin scheint sich nun allmählich etwas zu tun, nachdem das Thema jahrelang brach lag. Die Länder wollen das Umsatzsteuergesetz ändern. Ziel könnte es sein, daß die Plattformen für das korrekte Verhalten der Händler haften.

Praktisch wären auf dieser Ebene die Lösungen auch eher simpel. Amazon müßte nur den Umsatzsteueranteil direkt abziehen und den Händlern lediglich den Nettogewinn gutschreiben. Die Differenz ginge direkt ans Finanzamt.

So ähnlich, wie das Banken mit der Quellensteuer machen. Das würde für eine deutlich verbesserte Steuergerechtigkeit für alle Händler sorgen, die Amazon nutzen. Für die bis jetzt schon ehrlichen Händler würde sich nichts wesentliches ändern. Aber alle, die die Umsatzsteuer bis jetzt nicht abgeführt haben, würden das schlagartig machen.

Auf Gründerszene

Unter den privaten Verkäufern auf Amazon und Ebay herrscht „Panik“

https://www.gruenderszene.de/allgemein/amazon-mehrwertsteuer-chinesische-haendler-panik

wird berichtet, daß USA-Händler auf Ecommercebytes.com hoffen, daß in den USA ähnliches geschehen möge. Das würde die E-Commerce-Landschaft völlig verändern.

Allerdings wird dort eben auch darauf verwiesen, daß schon der Bundesrechnungshof vor drei Jahren von einem geringen Entdeckungsrisiko gesprochen habe. Ein Artikel bei Heise vom 17.11.2015:

Bundesrechnungshof beklagt Steueroase Internet und andere Defizite

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundesrechnungshof-beklagt-Steueroase-Internet-und-andere-Defizite-2923125.html

> "Bund und Länder sind aber ohne Konzept, wie sie diesen Anbieterkreis systematisch steuerlich kontrollieren können", heißt es. "Es ist zu befürchten, dass sich viele Internetanbieter erst gar nicht steuerlich erfassen lassen."

Und weiter:

> "Für ausländische Internetanbieter, die ihre Umsätze nicht erklären, ist das Entdeckungsrisiko deshalb sehr gering."

Praktisch ist da über Jahre hinweg von seiten der Politik nichts unternommen worden.

Mal sehen, ob sich das nun ändert. Eine direkte zwangsweise Quellenbesteuerung durch die Plattformen könnte das Problem nachdrücklich lösen.

Blutlieferungen per Drohne - in Ruanda reduzieren Zipline-Drohnen die Lieferung von Blutkonserven von vier Stunden auf eine halbe Stunde

04.01.2018 23:49:17, Jürgen Auer, keine Kommentare

In Großstädten wie hier in Berlin dürfte es meist genügend Blutkonserven geben. So daß bei Bedarf schnell eine Blutkonserve für eine lebensrettende Maßnahme zur Verfügung steht.

Aber wie ist das in ländlichen Gegenden? Noch dazu in Afrika, wo die Infrastruktur nicht unbedingt so gut ist?

Das US-Startup Zipline hat zusammen mit dem Gesundheitsministerium in Ruanda ein Projekt gestartet. Das auch als "Uber for blood" bezeichnet wird. Im letzten Jahr wurden auf diesem Weg mehr als 5.500 Blutkonserven verteilt.
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'Uber for blood': how Rwandan delivery robots are saving lives

https://www.theguardian.com/global-development/2018/jan/02/rwanda-scheme-saving-blood-drone

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Es gibt eine Basisstation im Osten des Landes. Diese verteilt Blut an 12 umliegende regionale Krankenhäuser. Jedes Krankenhaus ist für etwa eine Million Personen zuständig. Bei insgesamt (Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Ruanda ) knapp 13 Millionen Einwohner kann praktisch jeder Einwohner in Ruanda davon profitieren.

Das Blut hilft, die Müttersterblichkeit bei der Geburt zu reduzieren. Und bei einer Malaria-induzierten Anämie.

Wenn ein Arzt Blut benötigt, kann er das per WhatsApp oder über die Website anfordern. Dann gibt es eine Bestätigung.

Die Drohne wird per Katapult gestartet und fliegt mit etwa 60 Meilen pro Stunde zur Klinik. Das sind knapp 100 Stundenkilometer. Die Drohne wirft die verpackte Blutkonserve dann ab, die Konserve landet per Fallschirm. Die Drohne kehrt zu ihrem Stützpunkt zurück.

Auf dem Landweg würde der Transport meist etwa 4 Stunden dauern. Durch die Drohne reduziert sich das auf eine halbe bis dreiviertel Stunde. Diese verkürzte Zeitspanne ist lebensrettend.

Ferner hat das System den Vorteil, daß die Krankenhäuser weniger eigene Blutkonserven lagern müssen. Da gibt es immer das Risiko, daß die Blutkonserve verdirbt und nicht mehr verwendet werden kann.

Ein ähnliches System soll nun in Tansania mit 56 Millionen Einwohnern aufgebaut werden. Dort soll es vier Basisstationen geben, die insgesamt mehr als 1000 Kliniken versorgen.

Auf der Zipline-Seite gibt es Bilder:

Flyzipline - Service

http://www.flyzipline.com/service/

Ein Video: Zipline (auch oben verlinkt):

https://www.youtube.com/watch?v=6wBeXIgD4sY

Auf der Website ist von inzwischen 21 Krankenhäusern die Rede, die beliefert werden. Die Kapazität reicht für 500 Lieferungen pro Tag. Die Drohnen können bei jedem Wetter fliegen, zu jeder Zeit. Im Schnitt legen sie 75 km zurück und können bis zu 1,5 kg transportieren.

In der Gallerie

http://www.flyzipline.com/gallery/

gibt es weitere Videos.

Auf der Flyzipline-Startseite gibt es einen beeindruckenden Satz:

> I used to see the drones fly and think ‘they must be mad’, until the same drone brought me blood and saved my life.
>
> Alice Mutimutuje, Mother, Rwanda

Wenn man sich die Videos ansieht: Eine grüne, hügelige Landschaft. Aber damit sind die Wege für Autos lang. Viel zu lang.

Ein beeindruckendes Beispiel für ein Startup, das Leben rettet.

Böllerei zu Silvester - muss das sein oder kann das weg? Warum nicht die ganze private Böllerei abschaffen?

03.01.2018 23:53:36, Jürgen Auer, keine Kommentare

Normalerweise gehe ich ja regelmäßig am Abend eine Runde raus. Als Ausgleich zur Schreibtischarbeit ist das notwendig und mir ein Bedürfnis.

Aber an Silvester - hatte ich diese Runde wieder einmal gestrichen.

Warum? Hier knallt es spätestens ab der Dämmerung. Und bald wird das zu einem ständigen Rauschen. Raketen, die nach oben zischen. Die müssen ja auch irgendwann wieder runterfallen. Und da muß es nicht mein Kopf sein, den das trifft.

Analog habe ich keine Lust, zufällig in eine Gruppe zu geraten, die meint, andere mit Raketen beschießen zu müssen oder Böller in Menschenmengen zu werfen. Augen und Ohren habe ich nur einmal. Sind die kaputt, wäre das ein "teurer Spaziergang" gewesen.

Interessant ist, daß es in diesem Jahr solche Positionen in etwas größerem Maße gab. Etwa Christoph Lauer in der ZEIT.
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Silvesterknaller: Die Freiheit, andere zu gefährden

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-01/silvesterknaller-freiheit-tradition-gefahr-verbot/komplettansicht

Und - teils mit Bezug darauf, teils ergänzend: Silvesterbilanz: Bereitet der Böllerei endlich ein Ende!

http://www.tagesspiegel.de/politik/silvesterbilanz-bereitet-der-boellerei-endlich-ein-ende/20808472.html

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Die Daten sind jedes Jahr dieselben. Diverse teils schwer verletzte Leute. Selbst wenn man der Meinung ist, daß jene, die mit gefährlichen Böllern hantieren und sich selbst schwerste Verletzungen zufügen, das selbst verschuldet hätten: Da ruinieren sich Leute ihr ganzes weiteres Leben. Ganz von jenen zu schweigen, die unbeteiligt sind und irgendetwas abbekommen.

Dann die Brände. Raketen auf Balkone, dort fängt Gerümpel Feuer, die Wohnung brennt aus. Oder das ganze Haus mit dazu. 432 Brände gab es dieses Jahr in Berlin. In Neukölln wurde eine Ladentür beschädigt, daraufhin Feuerwerkskörper reingeschossen. Der Laden brannte aus, die berufliche Existenz der Besitzer ist gefährdet. Drüber wurden Leute aus den Wohnungen geholt. Eine Hochhauswohnung brannte aus, ebenso ein Einfamilienhaus.

Bilanz der Silvesternacht in Berlin: Polizeigewerkschaften verurteilen Angriffe auf Einsatzkräfte

http://www.tagesspiegel.de/berlin/bilanz-der-silvesternacht-in-berlin-polizeigewerkschaften-verurteilen-angriffe-auf-einsatzkraefte/20802710.html

Plus acht Angriffe auf Einsatzkräfte und 57 Angriffe auf Einsatzfahrzeuge bei der Feuerwehr.

Dabei geht es doch auch ganz anders. Auf der großen Party am Brandenburger Tor knallen Profis. Privates Feuerwerk ist dort seit langem strikt untersagt. Ebenso in vielen anderen Ländern, in denen es diese unsägliche Tradition des privaten Knallens gar nicht gibt. Und in Deutschland gibt es das ja in dieser exzessiven Form auch nur in den Großstädten. Wo man sich bald fragt, ob das nun eine Art Ersatz-Erster-Mai ist, nachdem dieser inzwischen deutlich befriedet wurde. Oder wo Leute, die das bei sich nicht dürfen, nach Berlin kommen, um sich hier auszutoben.

Schließlich die Tiere, die jedes Jahr unter dem Krach leiden. Die Feinstaubbelastung liegt bei etwa 5000 Tonnen in ganz Deutschland. Das entspricht etwa 17 % dessen, was im Jahr im Straßenverkehr produziert wird. Am Ende liegt schließlich tagelang der Müll rum. Wenn dann noch unmittelbar nach Silvester Schnee fällt, dann bleibt der Silvesterdreck auch gerne mal bis Ende Januar oder Mitte Februar liegen.

Theoretisch könnte das jede Stadt selbst regeln. Teils wird das auch schon gemacht. In Städten wie Ravensburg, Konstanz und Tübingen ist das mit Blick auf die brandgefährdeten historischen Fachwerkhäuser bereits untersagt. Aber hier fürchtet die Politik wohl, als Spaßbremse und als Touristenschreck zu gelten.

Praktisch wäre das ein spannendes Thema für einen Volksentscheid. Es wäre interessant, zu erfahren, wie die Mehrheit der Bevölkerung tatsächlich darüber denkt. Die 137 Millionen Euro, die in Deutschland zu Silvester für Feuerwerk ausgegeben werden, könnte man jedenfalls für sinnvollere Dinge nutzen.

Twitter blockiert zeitweilig Sheriff-Account nach Verletzung der Terms of Service - Tweet mit massivem Angriff auf Medien

02.01.2018 23:45:52, Jürgen Auer, keine Kommentare

Tja, fast könnte man sagen: Das grade begonnene Jahr 2018 könnte spannend werden. Nachdem die problematische Sprache / Hate Speech und die verbalen Angriffe auf Plattformen wie Facebook und Twitter in den letzten Jahren deutlich zugenommen hatten, scheinen beide Plattformen nun allmählich etwas deutlicher zu reagieren.

Die zeitweilige Sperrung zweier deutscher Politiker wirkt klein bzw. harmlos gegenüber dem Hinweis, der sich - natürlich - auf Twitter fand.
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Sheriff David Clarke temporarily blocked on Twitter after violating terms of service

http://edition.cnn.com/2018/01/02/politics/sheriff-david-clarke-twitter/index.html

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Dem ehemaligen Sheriff David A. Clarke von Milwaukee, der politisch Trump unterstützt, wurden zeitweilig die Schreibrechte entzogen, nachdem Twitter-Nutzer drei Tweets an das Unternehmen gemeldet hatten.

Erst nach der Löschung dieser drei Tweets wurde sein Konto wieder reaktiviert.

In einem Tweet ging es mächtig gegen die liberalen Medien. Man könnte den Tweet auch durchaus als Aufforderung zur Gewalt verstehen.

Die Twitter-Regeln:

https://help.twitter.com/en/rules-and-policies/twitter-rules

> Violence: You may not make specific threats of violence or wish for the serious physical harm, death, or disease of an individual or group of people.

Eine Aufforderung, jemandem in die Nase zu treten, auf daß dieser sein eigenes Blut schmeckt, gehört da mit dazu. Der genaue Tweet findet sich in dem obigen CNN-Artikel.

In Deutschland gibt es einerseits Zweifel, ob das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) nicht extrem problematisch ist. So daß es faktisch zu einer Einschränkung der Meinungsfreiheit führen könnte.

"Facebook-Gesetz": NetzDG macht Soziale Netze zu Richtern über "Hate Speech"

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-Gesetz-NetzDG-macht-Soziale-Netze-zu-Richtern-ueber-Hate-Speech-3929110.html

Allerdings ist ein privates Unternehmen meines Erachtens nach nicht dazu verpflichtet, beliebige Äußerungen auf der eigenen Plattform zu dulden. Schließlich steht es jedem frei, seine eigene Website zu eröffnen. Ein Weg, den auch der von Twitter zeitweilig blockierte Sheriff längst gegangen ist, wie man seinem "Pinned Tweet" entnehmen kann.

Die zeitweilige Sperrung dürfte in den USA noch zu so einigen Diskussionen führen. Mal sehen, ob die Sperrung in Deutschland morgen überhaupt thematisiert wird.

Never let anyone minimize your chance at success - Lassen Sie sich niemals von anderen einreden, dass etwas nicht geht

01.01.2018 23:47:04, Jürgen Auer, keine Kommentare

Geht das? Kann das gehen? Könnte das schief gehen? Wer gründet, wer gegründet hat und sich nun durch die tagtäglichen Herausforderungen und Entwicklungen durchwühlt: Der kennt solche Fragen ständig.

Sie gehören einfach mit dazu.

Erst jetzt ist mir das - mal wieder im Nachhinein - klar geworden. Als ich mit einem Kunden telefonierte und skizzierte, weshalb und wie ich in Server-Daten Content Security Policy Header (CSP) eingebaut hatte. Was das genau ist, wird wohl ein anderes Mal Thema. Dabei erwähnte ich nur beiläufig, daß drei Anläufe notwendig waren. Der erste, zum die Grundzüge und die Stolperfallen zu verstehen. Dann kamen Kundenprojekte. Der zweite Anlauf. Da gab es schon eine Lösung. Aber die war mit eval - also den Teufel mit dem Beelzebub austreiben. Keine wirkliche Lösung. Erst der dritte Anlauf führte schließlich zu einer brauchbaren Lösung. Die nun sogar besser ist, weil sie sogar dann funktioniert, wenn der (zu alte) Browser CSP-Header noch gar nicht unterstützt.

Ok, es waren drei Anläufe notwendig. Aber wen interessiert das hinterher, wenn das erst einmal läuft? Niemanden. Aber:
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Never let anyone minimize your chance at success...

https://twitter.com/pandoraskids/status/947971020857671681

Wie steht das da in dem Bild:

> Anyone who minimizes the importance of success to your future has given up on his or her own chances of accomplishment and is spending his or her life trying to convince others to do the same.

Jeder, der die Wichtigkeit von Erfolg für die eigene Zukunft (die Zukunft von jemandem anderen) minimiert, der hat seine eigenen Chancen auf Erfolg aufgegeben. Und nun verbringt er seine Zeit damit, andere davon zu überzeugen, es genauso zu machen.

Wenn man überlegt, was alles schiefgehen könnte. Dann dürfte man gar nichts machen. Dann müßte man still in der Ecke sitzen - und verzweifeln oder Däumchen drehen.

Erst dann, wenn man anfängt, etwas umzusetzen. Dann mag man merken, wieviel einem da an Kenntnissen fehlen. Ok, dann arbeitet man sich da rein. Dann kommt der nächste Durchgang. Und schließlich knackt man das Problem. Weil man durch die Iterationen genügend neue Dinge gelernt und den Themenkomplex damit besser verstanden hat.

Aber Leute, die sich genau das nie in ihrem eigenen Leben getraut haben. Von denen sollte man sich fernhalten. Denn diese sind nicht zweckpessimistisch ("eval ist nicht gut, aber jetzt versuche ich es erst einmal damit, um dazuzulernen"). Sondern sie verhalten sich grundsätzlich pessimistisch. Egal, was man macht. Es gibt immer Einwände.

Damit interessieren sich solche Personen nicht für Lösungen. Nicht für Entwicklungen. Sondern sie interessieren sich dafür, andere auszubremsen.

Folglich gibt es bei einer Gründung nur eine Möglichkeit: Um solche Leute einen konsequenten Bogen machen.

Mit mir haben sich schon Leute in Verbindung gesetzt. Die viel wissen wollten. Wo meine Dienstleistung eigentlich gepaßt hätte. Aber dann:

> Das sei ja alles ganz interessant. Aber das käme für sie erst dann infrage, wenn ich einige Mitarbeiter hätte. Dann könne ich mich gerne bei demjenigen nochmals melden.

Nein danke, darauf verzichte ich. Wer will, der macht. Wer nicht will, der findet immer Gründe, weshalb das jetzt gerade noch nicht der richtige Zeitpunkt sei.

Das Absurde an so einer Argumentation ist: Jeder Gründer hat das Henne-Ei-Problem der Kundengewinnung. Da sollte man sich keinen Gründungsillusionen hingeben. Also benötigt man Kunden, die sich trotzdem auf die Dienstleistung einlassen. Denn nur dann kann ein Unternehmen wachsen und Mitarbeiter beschäftigen.

Aber wer da zuwartet: Der sagt auch: "Andere sollen risikoreicher sein als ich, damit das Unternehmen wachsen kann. Ist es dann groß genug, dann hänge ich mich ran".

Nee, mit solchen Nicht-Unternehmern sollte man lieber nicht zusammenarbeiten.

Insofern: Wenn Sie als Gründer mit solchen Anfragen zu tun haben. Überlassen Sie diese Interessenten gerne den Konkurrenten. Und konzentrieren Sie sich auf jene Kunden, die Ihre Kerndienstleistung bereits jetzt schätzen.

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