Red Roof House - stepped roof garden provides produce for the residents - gestufter Dachgarten ermöglicht frische Nahrungsmittel und kühlt das Haus im tropischen Vietnam

13.11.2019 23:31:03, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wenn man dieses Haus in Quang Ngai in Vietnam von oben her sieht: Da könnte man sich grade fragen, ob nicht manche der anderen Häuser drumherum Fehlplanungen wären.

Das "Red Roof House" befindet sich auf einem nur 80 Quadratmeter großen Grundstück. Es befindet sich an der Hauptstraße eines ländlichen Dorfes, das sich in den letzten Jahren durch eine Verstädterung deutlich verändert hat.
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a stepped garden provides produce for the residents of the red roof house in vietnam

https://www.designboom.com/architecture/taa-design-red-roof-house-vegetable-garden-vietnam-11-10-2019/

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Gebaut wurde es für ein Paar in den Fünfzigern, das das ganze Leben in der Gegend verbracht hat. Das Haus basiert auf den täglichen Aktivitäten der Bewohner: Im Erdgeschoss gibt es deshalb Platz für verschiedenste Funktionen: Ein Raum für Fahrradreparaturen, Wohnzimmer, Küche und das Hauptschlafzimmer, ein traditioneller Holzofen im Freien, Toiletten, Platz für ein Reislager und für Hühner.

Ein Gestaltungselement: Drei kleine Höfe. Dort, wo das Dach am niedrigsten ist, gibt es einen kleinen Außenbereich. Dahinter folgt wohl das große Wohnzimmer, über dem direkt das Dach folgt. Dann folgt der Innenhof, der teils in zwei Ebenen unterteilt ist. Der Hausteil dahinter hat ein Erdgeschoss und eine Ebene drüber.

Die Architekten von TAA Design:

> ‘instead of having a large yard like other houses in the village, we created many courtyards with different heights, suitable for the height of the house structure,’

Anstatt wie andere Häuser im Dorf einen Hof zu haben, haben wir viele Höfe mit verschiedenen Höhen geschaffen, die jeweils zur Höhe des Gesamthauses passen. Im Zwischengeschoß gibt es einen kleinen Hof, der mit dem Hof in der Mitte des Hauses verbunden ist.

Der Dachgarten grenzt im Zwischengeschoss an den Innenhof und bildet einen Spielplatz und einen Gemüsegarten. Frisch und direkt verfügbar kann das Gemüse aus dem Garten für die täglichen Mahlzeiten verwendet werden. Das wirft wohl so viel ab, daß das auch noch mit Nachbarn geteilt werden kann.

Ferner hilft der Garten, das Haus zu isolieren. Die Innentemperatur ist im Vergleich zu Wellblechdächern erheblich reduziert. Der Ort liegt südlich vom Hai-Van-Pass, der Vietnam klimatisch in zwei Zonen trennt. Der südliche Teil von Vietnam ist tropisch: Warm bis sehr heiß während des Jahres. Etwas kühler zwischen November und Januar, heiß vom Februar bis Mai. Eine Regenzeit zwischen Mai und Oktober.

Da dürften sich Häuser, die deutlich kühler sind als die Umwelt, durchaus auf das Wohlbefinden ihrer Bewohner auswirken.

> the red roof house has the intent to keep, to store, and remind the familiar rural lifestyle,’

Das Red Roof House hat die Intention, den ländlichen Lebensstil beizubehalten, aufzubewahren und daran zu erinnern.

Bei TAA Design

Red Roof House

https://taadesign.com/project/nha-mai-do/

gibt es die Bilder in Großaufnahmen.

Chrome may identify sites that typically load fast or slow for users - Chrome will die typische Ladegeschwindigkeit von Websites anzeigen

12.11.2019 23:45:16, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wer eine Website hat, der kennt das Thema: Lädt die Seite schnell oder ist das alles lahm? Erst recht ist das Problem allen Nutzern gut bekannt. Langsame Seiten sind anstrengend. Die technischen Gründe für die Langsamkeit mögen manchmal verständlich sein. Aber es nervt.

Der Chrome-Browser will dieses Thema in Zukunft noch "etwas verschärfen". Indem Websites, die langsam laden, markiert werden sollen.
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Moving towards a faster web

https://blog.chromium.org/2019/11/moving-towards-faster-web.html

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> In the future, Chrome may identify sites that typically load fast or slow for users with clear badging.

Chrome kann Websites identifizieren bzw. entsprechend angepaßt darstellen, die typischerweise schnell oder langsam laden. Das soll sich also nicht auf den aktuellen Ladevorgang beziehen, den bekommt der Nutzer ja direkt mit. Stattdessen sollen historische Daten ausgewertet werden. Wobei für mich unklar ist, ob diese historischen Daten von früheren Chrome-Besuchern oder vom Spidern der Website durch Suchmaschinenrobots stammen.

Wie das dargestellt werden soll, ist noch unklar. Da sollen erst noch diverse Tests durchgeführt werden, um die verständlichste Form zu finden.

Seiten sollen daraufhin überprüft werden, ob sie von ihrer Erstellungstechnik her im Allgemeinen langsamer sind. Eventuell wird das so erweitert, daß relativ zu dem Gerät des Nutzers ermittelt wird, ob die Seite für diesen Nutzer langsam ist. Die Wirkung: Dieselbe Seite wird für einige Nutzer als "langsame Seite" angezeigt, für andere Nutzer als "schnelle Seite".

Das kann an verschiedenen Stellen der Chrome-Oberfläche auftauchen: Etwa bei der Ladefortschrittsleiste und bei Kontextmenüs von Links. Dort könnte die typische Seitengeschwindigkeit sofort angezeigt werden, so daß man vor dem Aufrufen des Links sieht, wie lange das Laden der Seite ungefähr dauern wird.

Der Beitrag zeigt zwei Screenshots: Ein grüner Fortschrittsbalken für eine schnell ladende Seite. Ein blauer Balken für eine langsam ladende Seite. Ferner beim "Loading" der Hinweis:

> Usually loads slow

mit einem roten Warndreieck.

Das soll inkrementell entwickelt werden. Mit immer strengeren Kriterien. Es könnten auch weitere Markierungen hinzukommen, die über reine Geschwindigkeitshinweise hinausgehen könnten.

Am Ende soll das eine Art von Markierung sein, die - zumindest in der Theorie - von allen Entwicklern erreicht werden kann.

Allerdings mögen Entwickler nicht warten, bis das soweit ist. Sondern ihre Websites bereits jetzt unter dem Gesichtspunkt einer möglichst schnellen Ladezeit betrachten.

Etwa durch Nutzung von

https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/

einem Google-Tool.

Man könnte auch sagen: Das Thema https ist abgehakt, https ist der neue Standard. Nun folgt das nächste große Thema "Geschwindigkeit".

Auf meiner eigenen Testseite https://check-your-website.server-daten.de/ läßt sich ein Grund sehr häufig finden: WordPress-Seiten, die teils 50 oder noch sehr viel mehr JavaScript- und CSS-Dateien eingebunden haben. Es gibt auch Seiten mit über 1000 eingebundenen Komponenten. Und dann werden die Dateien teils nicht einmal mit GZip ausgeliefert und sie haben entweder keinen oder einen zu kurzen Cache-Control-Header. Oder Seiten haben massiv JavaScript und CSS-Code inline eingebunden. Das erspart zwar das Nachladen weiterer Ressourcen. Aber es führt dazu, daß es nicht möglich ist, daß Browser diese Daten cachen und bei wiederholten Aufrufen wiederverwenden.

Dabei gibt es einfache Regeln:

- Eine IPv6-Adresse nutzen. IPv6 ist etwa 5 - 10 % schneller als IPv4. Die allermeisten Websites sind noch nicht per IPv6 erreichbar. Testet man bei SSLLabs eine Seite, die sowohl per IPv4 als auch per IPv6 erreichbar ist, dann ist das IPv6-Ergebnis im Normalfall schneller verfügbar.

- GZip-Komprimierung und http/2 nutzen, JavaScript/CSS - Dateien mit Minifiern komprimieren und mit langem Cache-Control-Header senden (180 Tage oder länger).

- Nicht zu viele externe Ressourcen einbinden. Das dürfte allerdings ein grundlegendes Problem von mancher Software sein. Man braucht viele Addins, jedes Addin kommt mit eigener JS/CSS - Datei.

- Fehler bei der Datenbankanbindung oder langsame Abfragen, die bremsen.

Die eigentlichen Hardwareressourcen können zwar auch zu knapp bemessen sein. Diese sind aber nur ein Teil des Themas.

Nine Mini Cheetah Robots - Roboter bewegen sich anhand taktiler Rückmeldungen ohne Kamera und beherrschen Rückwärtssaltos - Forschungen am Massachusetts Institute of Technology

11.11.2019 22:18:59, Jürgen Auer, keine Kommentare

Im letzten Jahr hatten Forscher am MIT, am Massachusetts Institute of Technology, Blind Cheetah 3 vorgestellt. Einen Roboter, der auf vier Beinen läuft. Jedes Bein hat ein Kniegelenk. Die Besonderheit: Der Cheetah 3 nutzt keine Kameras, um sich in der Umgebung zurechtzufinden. Stattdessen nutzt er taktile Rückmeldungen auf die eigenen Bewegungen. Man kann sich das vorstellen wie ein von Geburt an blinder Mensch, der trotzdem lernt, sich eigenständig zu bewegen. Indem er sich an den taktilen Rückmeldungen orientiert.

Von diesem Blind Cheetah 3 gab es Anfang dieses Jahres eine kleinere Version, die leichter und agiler war. Das ist der Mini Cheetah. Nun, einige weitere Monate später, gibt es ein kleines Video mit 9 Mini Cheetahs, die sich auf einer Wiese bewegen. Mit einem Ball "spielen", sich gegenseitig anrempeln, dabei durchaus umkippen können. Aber aufgrund der sehr flexiblen Beine wieder aufstehen können.
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Nine Mini Cheetah Robots ‘Playing’ Like Little Children

https://laughingsquid.com/mini-cheetah-robots-playing-like-little-children/

Das Video direkt auf YouTube:

Testing 9 New Mini Cheetahs

https://www.youtube.com/watch?v=G6fMV1UPzkg

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Die Mini Cheetahs wurden per Hand gesteuert. Und sie beherrschen Rückwärtssaltos, ohne dabei hinzufliegen.

Ferner können sie sich auch in - zumindest trockenem - Laub bewegen.

Interessant ist immer wieder zu sehen, wie ein Mini Cheetah nach einem Rückwärtssalto einen Augenblick braucht, bis er wieder das Gleichgewicht gefunden hat und in seinen normalen Zustand des "Herumzappelns" zurückkehrt. Da das Video auf einer Wiese durchgeführt wurde, ist dieser Boden zwangsläufig uneben bzw. kann immer mal wieder leicht nachgeben. Und bei einem Rückwärtssalto ist zwangsläufig unbekannt, in welchem Zustand der "Landeplatz" ist. Schließlich kann dieser nicht im Vorfeld "erkundet und vermessen" werden.

Längerfristig könnte ich mir vorstellen, daß dieses Bewegungskonzept in bestimmten Situationen sehr flexibel und nutzbringend eingesetzt werden könnte. Etwa bei verschiedenen kritischen Situationen, wo ein solcher Mini Cheetah ausgestattet mit einer hinreichend geschützten Kamera Zonen erkundet, die aus irgendwelchen Gründen aktuell nicht betreten werden können.

Simulacrum Installation - in Santa Maria da Feira, Portugal überspannt ein Metallrahmen mit Sicherheitsnetz den Caster River und erzeugt einen temporären Raum - Pedro Henrique

10.11.2019 23:50:22, Jürgen Auer, keine Kommentare

Santa Maria da Feira, ein kleiner Ort in Portugal, etwa 30 km südlich von Porto. Dort gibt es ein historisches, gut erhaltenes Kastell. Ferner steht der historische Ortskern als Ganzes unter Denkmalschutz.

Und zusätzlich gibt es den Caster River. Ein kleiner Fluß, der sich ein paar Meter parallel zur Rua dos Descobrimentos durch den Ort schlängelt und dann abbiegt.

Aber wie das mit Flüssen in Orten so ist: Sie sind auch Grenzen. Selbst wenn ein Fluß nur 5 Meter breit ist und in einem gemauerten Bett fließt, kommt man nicht mehr drüber. Außerdem gibt es auf der anderen Seite ohnehin ein paar Reben, da kommt man nicht weiter.

Der Architekt Pedro Henrique wollte die Passanten, die dort vorbeikommen, anregen.

> During the design process we rediscover the course of this river that unravels the core of one of the oldest blocks of the city. This core reveals what we dare to call non-place, because it is not the result of a plan of its own but rather the result of everything that happens around it.

Während des Designprozesses entdeckte er den Flußlauf wieder, der den Kern eines der ältesten Blöcke der Stadt markiert. Dieser Kern enthüllt etwas, das er als "Nicht-Ort" bezeichnet. Es ist nicht das Ergebnis eines Plans, sondern Ergebnis dessen, was drumherum passiert.

Die umgesetzte Installation: Ein kräftiger, rechteckiger und knallgelb gestrichener Metallrahmen, der genau auf die beiden gemauerten Flußbegrenzungen paßt. Dazwischengespannt ein Sicherheitsnetz aus kräftigen, schwarzen Bändern. Plus eine kleine, ebenfalls gelb gestrichene Treppe, mit der man die zusätzliche Mauer davor übersteigen kann.

Die Wirkung: Passanten können die Treppe nutzen, um auf das Sicherheitsnetz zu gelangen. Wenn ihnen das "zu mulmig" ist, können sie sich natürlich auch auf den Metallrand auf der anderen Flußsseite hinsetzen. Oder sie legen sich flach auf das Sicherheitsnetz hin.
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Simulacrum Installation / Pedro Henrique

https://www.archdaily.com/918715/simulacrum-installation-pedro-henrique

Bei Google-Maps sieht man, wie sich der Fluß durch die Stadt bewegt:

Rua dos Descobrimentos, Santa Maria da Feira, Portugal

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Damit wird dieser "Nicht-Ort" über dem Fluß, der bislang unzugänglich war, plötzlich zu einem nun temporären, zugänglichen Raum.

> Once in the net, the public is hovering over the river - a natural reflector that generates innumerable points of view.

Sind die Besucher einmal im Netz, schwebt das Publikum über dem Fluß - ein natürlicher Reflektor, der verschiedenste neue Blickwinkel erzeugt.

Simulacro = it could be reality = es könnte Realität sein.

Bei den Bildern gibt es hinten eine Skizze mit den genauen Maßen. Der Fluß ist tatsächlich genau 5 Meter breit, das ist auch die Innenbreite der Installation bei einer Länge von 8,42 Meter. Die Besucher sind etwa einen Meter über dem Wasser. In Querrichtung sind 57 Bänder gespannt, in Längsrichtung müßten das 35 sein (18 längere und 17 kürzere).

Auf der Seite des Architekten

https://www.pedrohenriquearquiteto.com/

findet sich kein Hinweis zu diesem Projekt.

Biobasecamp Pavilion demonstrates the potential of timber in architecture - Holz-Pavillon bei der Dutch Design Week in Eindhoven zeigt Möglichkeiten des Holzbaus - Studio Marco Vermeulen

09.11.2019 23:28:43, Jürgen Auer, keine Kommentare

Hier in Berlin wunderte ich mich vor einiger Zeit. Grade wird viel gebaut. Aber an einer Ecke - entstand ein Holzhaus mit vier oder fünf Stockwerken, die typische Berliner Traufhöhe.

Die Entwicklung hin zu mehr Holz gibt es grade an verschiedenen Stellen. Das Problem: Beton und auch Stahl setzen bei der Herstellung sehr viel Kohlendioxid frei. Beim Bau mit Holz ist das genau umgekehrt: Holz bindet Kohlendioxid. Deshalb wird Holz inzwischen auch als "concrete of the future", als "Beton der Zukunft" bezeichnet.

Zur Dutch Design Week hatte das Studio Marco Vermeulen den Biobasecamp Pavilion gebaut, um Platz für mehrere Ausstellungsstücke zu schaffen, die zeigen, wie man Holz beim Bauen verwenden kann. Der Pavillon stand am Ketelhuisplein in Eindhoven.
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Biobasecamp pavilion aims to demonstrate the potential of timber in architecture

https://www.dezeen.com/2019/11/06/biobasecamp-studio-marco-vermeulen-timber-pavilion/

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Das Dach hatte die Form eines fünfzackigen Sterns und war begehbar. Es wurde vom Holzbauspezialisten Derix aus Cross-Laminated Timber (CLT), also aus Brettsperrholzplatten mit einer Größe von 16 x 3,5 Metern gebaut.

Über eine Holztreppe konnte man auf das Dach kommen. Dort dienten diverse Holzstücke als Sitzgelegenheiten.

Die Stämme, auf denen das Dach aufgestellt war, waren Pappelstämme von der Autobahn zwischen Den Bosch und Eindhoven. Die Bäume mußten aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden und wurden so für den Pavillon wiederverwertet.

Durch die Verwendung der Baumstämme und CLT-Platten konnte der Pavillon schnell errichtet werden.

Marco Vermeulen, Gründer des Studio Marco Vermeulen:

> "Normally you build something and then someone else has to add all the pipes, the cabling, and doors, etc."
> "Here it is all prefabricated, which speeds up the building process enormously."

Normalerweise baut das eine Unternehmen die Basis, dann müssen andere Unternehmen Rohre, Verkabelungen, Türen und weiteres hinzufügen. Hier war das alles vorgefertigt, das habe den Aufbauprozess erheblich beschleunigt.

In einem Vortrag bei der Dutch Design Week berichtete Vermeulen, daß die Niederlande ihre drohende Wohnungsnot mit der Errichtung von einer Million neuer Häuser aus heimischem Holz lösen könnten. Das Holz würde 45 Megatonnen CO2 binden, weitere 55 Megatonnen CO2 würden nicht freigesetzt, weil auf Stahl und Beton verzichtet werden würde.

Macht man dann noch die Häuser aus modularen Elementen, können diese beim Abriß wiederverwendet werden. Deshalb wird das Biobasecamp nach der Dutch Design Week zerlegt und für die Floriade Gartenschau 2022 in Amsterdam wiederverwendet werden.

Unterhalb des Daches zeigten Derix, die Floriade Gartenschau und die niederländische Provinzregierung von Noord-Brabant, wie Holz in Architekturprojekten verwendet werden kann.

The Whale - Andenes in Norway - Entwurf von Dorte Mandrup soll in Andenes gebaut werden - Gebäude sieht aus wie ein begehbarer Walbuckel

08.11.2019 23:44:18, Jürgen Auer, keine Kommentare

Ziemlich weit oben in Norwegen, fast auf der Höhe von Tromsø, gibt es etwas weiter westlich und wenig südlich, den Ort Andenes. Auf der Inselgruppe Vesterålen gelegen, die etwa 300 km nördlich des Polarkreises liegt. Etwa auf derselben Höhe wie Grönland, nördlicher als Island. Im Winter ist es dauerdunkel, zwischen dem 23. Mai und dem 23. Juli geht die Sonne dagegen gar nicht unter.

Andenes liegt an der Nordspitze von Vesterålen. Der Meeresboden davor fällt sehr schnell auf 1000 Meter ab. Deshalb war die Gegend für Walfänger interessant. Pottwale jagen dort Kraken und tauchen zum Atmen auf.

Damit ist dieser Ort heute ideal, um Wale zu beobachten.

Dort soll nun "The Whale" neu gebaut werden. Nach Plänen von Dorte Mandrup, die sich in einem kleinen Wettbewerb gegen BIG, Snøhetta und Reiulf Ramstad durchsetzte.

Mit einem Gebäude, das wie ein auftauchender Wal wirkt.
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dorte mandrup chosen to build 'the whale' visitor attraction inside the arctic circle

https://www.designboom.com/architecture/dorte-mandrup-whale-visitor-attraction-arctic-circle-norway-11-04-2019/

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Das Gebäude steigt nicht senkrecht aus der Umgebung hervor. Stattdessen ist es relativ flach und hat ein langes, geschwungenes Dach, mit dem es sich langsam aus der Umgebung heraushebt.

Das Dach ist begehbar und wird mit Steinen bedeckt, die im Laufe der Zeit natürlich verwittern bzw. bewachsen werden.

Vom Dach wird man direkt auf das Meer blicken können. Oder die Mitternachtssonne bzw. das Polarlicht beobachten können.

Im Inneren soll es Ausstellungsräume, Büros, ein Café und ein Geschäft geben. Große Fenster, die von außen her mit einem senkrechten Muster erscheinen, ermöglichen den Blick nach draußen.

Bei

The Whale - Winner of the architectural competition - Dorte Mandrup A/S

https://www.thewhale.no/architectural-winner

sind die anderen 3 Entwürfe zu sehen. Im Frühjahr 2019 lud The Whale AS Architekten ein, Vorschläge für das Haus einzureichen. Aus 37 Vorschlägen wurden 4 für den eigentlichen Wettbewerb ausgewählt.

Da sieht man schnell, warum dieser Entwurf der Sieger war. Die anderen Entwürfe wirken weitaus konventioneller. Allerdings sind bei dem DesignBoom-Artikel die Dimensionen schlecht abschätzbar. Auf der Seite ist ein PDF verlinkt, das die vier Vorschläge weitaus deutlicher darstellt.

Das Gebäude ist so hoch, daß Skelette von Walen ausgestellt werden können. Ferner ist dort die Form des Gebäudes erläutert: Ein Wal, der knapp unter der Wasseroberfläche schwimmt, kann - so wie das Gebäude - zu etwa 10 % aus dem Wasser herausragen.

Es gibt eine Skizze, die zeigt, wie der Meeresboden dort aussieht. Das fällt sehr schnell hinter den Inseln sehr steil ab. Diese Tiefsee heißt Bleiksdjupa.

Derzeit hat der Ort etwa 50.000 Besucher pro Jahr. Das neue Gebäude soll 2022 fertig sein. Die Verantwortlichen hoffen, daß sich die Zahl der Besucher nochmals deutlich erhöht.

Bei Dorte Mandrup

Whale

https://www.dortemandrup.dk/work/whale

gibt es die Skizze der Innenstruktur ebenfalls zu sehen. Sowie der Hinweis:

> It is frequently visited by migrating whales, making Andenes one of the best places in the world to see this fabled animal up-close.

Andenes ist einer der besten Orte weltweit, um Wale beobachten zu können.

Karen Blixens Plads - Urban Plaza at the University of Copenhagen - öffentlicher Raum an der Universität Kopenhagen schafft Platz für 2000 Fahrräder

07.11.2019 22:58:14, Jürgen Auer, keine Kommentare

Dänemark ist ein Fahrradstaat. In Kopenhagen nutzen mehr als 40 % der Einwohner ihr Fahrrad täglich. Aber: Für mehr als eine Dekade war das auch ein Problem für die Universität Kopenhagen. Denn auf dem dortigen Campus, vor dem Hauptgebäude, stapelten sich die Fahrräder. Oder fielen auch mal um.

2014 gab es einen Wettbewerb, den COBE gewann. Nun ist die Lösung umgesetzt.

Die Grundidee: Eine "hügelige Landschaft": Ebenerdig gibt es unter diesen Hügeln Platz für insgesamt 2000 Fahrräder. Auf den Hügeln gibt es neue Sitzgelegenheiten und eine Art Auditorium.
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Karen Blixens Plads Public Square / COBE

https://www.archdaily.com/926901/karen-blixens-plads-public-square-cobe

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Insgesamt umfaßt der "Karen Blixens Plads" eine Fläche von mehr als 20.000 Quadratmeter. Er befindet sich auf dem Südcampus der Universität, zwischen Universitätsgebäuden und Gebäuden der Dänischen Königlichen Bibliothek.

Sucht man bei Google-Maps nach

Karen Blixens Plads, Copenhagen

dann findet man den Ort.

Der Platz ist eine Kombination aus öffentlichem Platz und Platz der Universität. Man kann sich das vorstellen wie ein Teppich, der als eine zweite Ebene über den Boden gelegt wurde. Damit wird das wellige Gelände mit kleineren Hügeln bedeckt und der große Raum in kleinere Räume unterteilt. Die drei Fahrradhügel bestehen aus gegossenen Betonschalen und sind mit handverlegten Kacheln belegt. Die 2.000 Fahrradplätze wirken allerdings wenig gegenüber den dortigen etwa 16.000 Studenten und 2000 Mitarbeitern.

Das Design ist insofern ungewöhnlich, weil solche Schalenkonstruktionen normalerweise keine Löcher aufweisen. Diese Kuppeln haben dagegen zusätzliche große Öffnungen. Das erforderte spezielle Berechnungen, um sicherzustellen, daß das auch funktioniert.

Auf der Nordseite des Platzes befinden sich drei Haupteingänge der Universität. Nach Süden hin gibt es deutlich größere Grünflächen. Diese können Regenwasser aufnehmen und puffern, so daß das Wasser nicht gleich in einen der umliegenden Kanäle abgeleitet wird.

Das gesamte Design verwendet einfache, robuste und langlebige Materialien. Ebenso ist die Beleuchtung wartungsarm.

Bei Cobe

Karen Blixens Plads

http://www.cobe.dk/project/karen-blixens-plads-0#0

gibt es beim ersten Bild der Slideshow ( http://www.cobe.dk/project/karen-blixens-plads-0#slideshow ) Bilder, wie das davor ausgesehen hat. Ein teils chaotisches Abstellen von Fahrrädern.

Insgesamt sind das drei Hügel mit Fahrradparkplätzen drunter. Zusätzlich gibt es wohl 4 runde Flächen, an denen Fahrräder direkt abgestellt werden können.

Bei

KU, Karen Blixens Plads

https://www.bygst.dk/projekter/ku,-karen-blixens-plads/

gibt es kleine Videos von den Bauaufnahmen. Etwa

Karen Blixens Plads

https://www.youtube.com/watch?v=gIu12GY-WAM

Da sind teils Grundarbeiten für die Hügel zu sehen. Ganz zum Schluß gibt es Drohnenaufnahmen, wie das fertige Gelände von Leuten genutzt wird. Die nun plötzlich aus einem dieser Hügel mit dem Fahrrad herauskommen.

 

Self-repairing pavement from recycled tyres - rain repairs the pavement - selbst-reparierender Strassenbelag aus recycelten Reifen und Additiven - Israel Antonio Briseño Carmona - National James Dyson Award

06.11.2019 23:05:11, Jürgen Auer, keine Kommentare

Ein Straßenbelag, der sich selbst repariert? Noch dazu, wenn es regnet, also in einer Situation, die normalerweise die Straße eher angreift?

Der Student Israel Antonio Briseño Carmona der Universidad Autónoma de Coahuila in Mexiko hat aus recycelten Reifen und Additiven ein Gemisch hergestellt, das zusammen mit Wasser Kalziumsilikate ausbildet. Damit härtet das aus - und flickt Risse, wenn es regnet.

Für die Erfindung gab es den nationalen James Dyson Award.
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Recycled tyres form pavement that self-repairs when it rains

https://www.dezeen.com/2019/11/05/recycled-tyres-self-repairing-pavement/

Beim James Dyson Award:

SELF-REGENERATING RUBBER PAVEMENT

https://www.jamesdysonaward.org/de-DE/2019/project/self-regenerating-rubber-pavement/

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Carmona begann seine Forschungen mit der Feststellung, daß Regenwasserschäden regelmäßig zu Schlaglöchern und Rissen führen.

> "Damage is caused by rain filtering to the base of pavements, weakening it and creating subsidence," said the designer. "This is how the idea that turning the greatest degradation agent into a recovery agent was born."

Straßenschäden gibt es, weil Regen den Bodenbelag angreift, ihn schwächt und Absenkungen verursacht. Die Idee war, das größte Problem - den Regen - zur Wiederherstellung zu nutzen.

Andere sich selbst reparierende Strukturen nutzen kalkproduzierende Bakterien. Seine Erfindung ist die erste, die auf recycelte Reifen und Wasser als Katalysator setzt.

Eine Art "Kitt" wird dadurch hergestellt, daß Reifenkautschuk erhitzt und mit Additiven versetzt wird. Zusammen mit Wasser bildet dieser Kitt Kalziumsilikate. Carmona verwendete zunächst Standardasphalt anstelle von Reifengummi. Bis sich die Möglichkeit ergab, den Asphalt durch dieses Abfallprodukt zu ersetzen.

Er hofft, das Material für die Verwendung in Mexiko zertifizieren zu können, so daß er es über seine eigene Baufirma anbieten kann.

Der erste Satz bei der JamesDyson-Vorstellung:

> It is a pavement made of tires, which is regenerated by absorbing water, thus solving the largest deficit in Mexico.

Demnach ist das in Mexiko ein ziemlich relevantes Problem:

> I was inspired to solve the problem that every time it rains in my city pavement gets damaged and it takes a lot of time to maintain a damaged street. I am determined to create a pavement capable of withstanding the rain.

Jedesmal, wenn es in seiner Stadt regnete, wurden Straßenbeläge beschädigt. Und es dauerte jedesmal lange, bis diese wieder repariert wurden. Ein Straßenbelag, der dem Regen standhält: Das war sein Ziel.

Inspiriert war er von der "bakteriellen Reparatur", er suchte aber nach einer Möglichkeit, ohne Bakterien chemisch dasselbe zu machen.

Octopus Squeeze Challenge - Octopus Arnold squeezes through increasingly smaller slots in plastic wall - Krake Arnold quetscht sich durch immer schmalere Öffnungen durch - bis es ihm zu bunt wird

05.11.2019 22:53:48, Jürgen Auer, keine Kommentare

Kraken / Oktopusse gelten als die intelligentesten Weichtiere. Sie haben kein Innenskelett, aber einen kräftigen Schnabel. Und mit ihren acht Armen wirken sie wie aus einer anderen Welt.

Das Octolab widmet sich der Erforschung dieser Lebewesen. Die dort gehaltenen Kraken wurden aus dem Fang von Fischern gerettet. Üblich ist es dort, diesen Beifang in der Sonne zum Trocknen aufzuhängen und ihn dann an lokale Fischrestaurants und Märkte zu verkaufen.

Dort wurde mit dem Oktopus Arnold ein interessantes Experiment durchgeführt. Die oft zu hörende Behauptung: Paßt der Schnabel eines Oktopus durch eine Öffnung, dann kommt auch der ganze restliche Körper durch.

Die Technik: Arnold zieht sich gerne in ein Fass zurück. Davon trennen ihn zwei Plastikscheiben, die zunächst einen Schlitz von 3,5 Zentimetern frei lassen.

In insgesamt 5 Durchgängen wird dieser Schlitz verkleinert:

1.38 inches (3.5cm)
1.18 inches (3cm)
0.98 inches (2.5cm)
0.79 inches (2cm)
0.70 inches (1.7cm)

Die Größe von Arnold: Etwa 76 Zentimeter bei ausgestreckten Armen, ein Gewicht von etwa 1,8 kg.
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Octopus Squeezes Through Increasingly Smaller Slots in Plastic Wall Separating Him From His Beloved Barrel

https://laughingsquid.com/octopus-squeeze-challenge/

Das Video direkt auf YouTube:

Octopus Squeeze Challenge - Will He Fit?

https://www.youtube.com/watch?v=n4Vz_8OSVic

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Die erste Runde geht so fix, die 3,5 Zentimeter sind keine Herausforderung. Runde 2 ist ein klein wenig langsamer, da braucht der Kopf etwas länger. Und danach gibt es auch erst eine kleine Ruhepause.

Bei der Runde drei wirkt das schon schwieriger: Arme gehen durch den Schlitz durch, prüfen die Breite und werden wieder zurückgezogen. Aber dann scheint ihm klar zu sein, daß er da noch leicht durchkommt, die langen Arme gehen der Reihe nach durch, dann folgt der Kopf.

Bei den zwei Zentimetern ändert sich etwas die Technik. Erst ein langes Erkunden. Dann folgen die ersten Arme und werden auf der anderen Seite einmal umgestülpt. Bis dann der Schnabel durchrutscht und der Rest schnell folgt.

Bei den 1,7 Zentimetern, der letzten Runde: Da gehen erst einzelne Arme durch, dann muß er aber passen: Zu schmal ist die Öffnung. Wohl mehrere Anläufe, bis er - scheinbar - aufgibt.

Und dann? Dann startet er einen neuen "Angriff", saugt sich mit seinen Armen an der flachen Scheibe fest und zieht diese senkrecht nach oben. So daß er schließlich die Scheibe aus dem unteren Schlitz heraushebt und drehen kann. So kommt er problemlos zu seiner Tonne.

Sprich: Die 1,7 Zentimeter sind ihm zu schmal, da kommt er nicht mehr durch. Aber er findet eine ganz andere Möglichkeit, das Hindernis zu umgehen.

Weitere Informationen und Videos gibt es beim Octolab:

https://octolab.tv/

Auf Twitter ( https://twitter.com/OctolabTv ) findet sich der Hinweis, daß die Organisation im Ägäischen Meer beheimatet ist, also entweder in Griechenland oder der Türkei beheimatet ist.

Power Washing Woman: Pressure Washer as birthday gift used to create pictures - Dianna Wood erzeugt Negativbilder mit einem Hochdruckreiniger auf der eigenen Auffahrt

04.11.2019 23:35:27, Jürgen Auer, keine Kommentare

Nichts geht doch über ein Geschenk, das praktisch ist. Das dachte sich der Mann von Dianna Wood und schenkte ihr zum Geburtstag einen Hochdruckreiniger. Schließlich hatte sie schon mit so einem Gerät zu tun, als sie einer Freundin half, das Haus der Mutter zum Verkauf vorzubereiten.

Einen Monat lang reinigte sie alles, was sie finden konnte: Inklusive der Terrasse, des Zauns, diverser schmutziger Fensterläden. Auch der Mülleimer kam dran. Dann kam das "große Thema": Die Auffahrt. Und daraus wurde - ein Kunstprojekt.
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Woman Uses The Power Washer She Got As A Birthday Gift To Unleash Her Creative Potential

https://www.boredpanda.com/pressure-power-washing-paintings-dianna-woods/

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Aufgewachsen und gelebt hatte sie lange in Kalifornien. Nach 36 Jahren in einem Büro wurde sie pensioniert und zog nach Burlington, North Carolina, also von der US-Westküste an die Ostküste. Wobei Burlington nicht an der Küste, sondern im Inneren von North Carolina liegt.

> “I have done crazy art things since I was probably 5 years old,” she told Bored Panda. “No professional art training, though.”

Sie hatte immer schon verrückte Kunstdinge gemacht, seitdem sie 5 war. Aber keine professionelle Kunstausbildung.

Zunächst erzeugte sie einzelne Buchstaben und Wörter, das war ihre Phase "Word Art". Damit ist der oberste Teil der Auffahrt geschmückt, direkt an den Garagen. Dann sah sie, was sie damit anstellen konnte, verfeinerte das - und es wurden größere Tiere und Naturmotive draus: Große Blumen mit Schmetterlingen, eine große Eule.

Unter

Just having a little, good, clean fun!

https://thewoodssecretgarden.blogspot.com/2019/10/just-having-little-good-clean-fun.html

gibt es einen Blogbericht von ihr. Mit einem interessanten Gedanken:

> There is something so therapeutic about seeing dirty siding, fences, bricks and cement go from yuck to clean.

Und der erste Gedanke angesichts der langen Auffahrt war eigentlich Faulheit:

> I realized that I could do word art in one tenth the time that it would take to power wash the entire driveway and it would allow me to leave most of the dirty part dirty.

Mit Word Art würde sich der Zeitbedarf auf ein Zehntel reduzieren, sie könnte das meiste dreckig lassen.

Später erläutert sie, wie sie das nutzt. Mit einer witzigen Anmerkung:

> These designs will fade over time—but; it is super easy for me to go back over them and “freshen up” the “clean”.

Die Bilder würden mit der Zeit schwächer werden, weil sie ja erneut gleichmäßig verschmutzen. Aber sie kann damit die Bilder jederzeit wieder auffrischen.

In dem eingebundenen Facebook-Video (bei BoredPanda) gibt es auch Drohnen-Luftaufnahmen.

Mal sehen, ob sie sich noch irgendwann - kostenlos oder gegen Bezahlung - die Auffahrten anderer Häuser vorknöpft, um diese mit solchen inversen Kunstwerken zu schmücken.

New Access to Gironella's Historic Center - Gironella in Spanien ist zweigeteilt, das historische Zentrum auf einer 20-Meter-Anhöhe - 2015 gebauter Aufzug ermöglicht direkten Zugang vom Flussufer

03.11.2019 23:41:42, Jürgen Auer, keine Kommentare

Hier in Berlin ist ja alles flach, da kennt man das Problem nicht. Aber in Gironella, etwa 100 Kilometer nördlich von Barcelona, gibt es den Fluß Llobregat. Am linken Flußufer gibt es einen 20 Meter hohen Steilhang, dahinter das historische Zentrum. Da gab es eine mittelalterliche Burg, deren Mauern sind zum BCIN erklärt worden, die werden wohl unter Denkmalschutz stehen.

Das rechte Flußufer ist dagegen flach und wuchs in den vergangenen Jahren kräftig. Dort gibt es eine Autobahn von Berga (weiter nördlich) nach Barcelona. Folglich expandierte dieser Stadtteil deutlich.

Diese 20 Meter Höhenunterschied führten dazu, daß das historische Zentrum in den letzten Jahren abgehängt wurde. Es entwickelte sich ein sozialer Bruch. Auf dem Weg zum Plaça de la Vila sind diverse Stufen zu überwinden, beschwerlich für Ältere und Jüngere.

2015 wurde schließlich ein Aufzug eröffnet. Der nun den direkten Weg vom Flußufer zum Plaça de la Vila ermöglicht.
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New Access to Gironella's Historic Center / Carles Enrich

https://www.archdaily.com/776902/new-access-to-gironellas-historic-center-carles-enrich

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Sucht man bei Google-Maps nach

Plaça de la Vila Gironella, Katalonien

und zoomt sich rein, dann sieht man die Spitze des Aufzugs.

Technisch basiert das auf einer tragenden Stahlkonstruktion. Die wurde lokal hergestellt, in vier Teilen vor Ort gebracht und dort zusammengeschweißt. Ein Keramikgitter aus Lochsteinen sorgt für eine Fassade, die wie ein Haus aus Ziegelsteinen wirkt. So daß sich der Aufzug in die Umgebung einpaßt und bald schon unsichtbar wirkt, jedenfalls nicht störend auffällt. Das Gitter gibt es aber nur an den drei Außenseiten. Die vierte Seite ist gläsern, so daß man bei der Nutzung auf die historische Mauer sehen kann. Ein Bereich von 16 Metern ist damit verkleidet.

Die unteren 8 Meter sind verglast, so daß man von dort direkt zum Fluß sehen kann.

Sieht man sich das ohne weitere Details auf Google-Maps an, dann sieht man aus der Luftperspektive diesen 20-Meter-Höhenunterschied natürlich nicht. Je nachdem, wie man sich reinzoomt, landet man entweder auf dem schmalen Weg am Flußufer oder oben auf dem Platz.

Wäre interessant, zu wissen, welche Wirkung der Aufzug in den letzten vier Jahren gehabt hat.

M-Blocks 2.0: Self assembling Modular Robots - würfelförmige Roboter können sich autonom bewegen und im Schwarm Strukturen bilden - Forschung am Massachusetts Institute of Technology (MIT)

02.11.2019 23:25:56, Jürgen Auer, keine Kommentare

Bei Robotern gibt es verschiedene Grundkonzepte. Ein Konzept besteht darin, einen Roboter mit verschiedenen Fähigkeiten auszustatten, so daß er sich bsp. autonom bewegen kann.

Ein anderes Konzept besteht darin, relativ kleine und technisch identische Roboter zu bauen, die erst im Schwarm ihre speziellen Fähigkeiten entfalten.

Zum zweiten Typ gehören die M-Blocks 2.0 vom Massachusetts Institute of Technology, zu denen es am 30.10.2019 eine neue Mitteilung gab.

Das Prinzip: Das sind Würfel, die rollen, springen, sich drehen und die sich in verschiedenen größeren Formationen zusammensetzen können. Ferner haben sie auf der Oberfläche ein barcode-ähnliches System, so daß sie sich gegenseitig erkennen können.
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MIT's self-assembling cube robots could be used in emergency response situations

https://www.designboom.com/technology/mit-self-assembling-cube-robots-transformers-11-01-2019/

Das Video auf YouTube: M-Blocks 2.0: Self-assembling Modular Robots

https://www.youtube.com/watch?v=hI5UDKaWJOo

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2.0 heißen die, weil es 2013 schon eine erste Version davon gab.

In jedem M-Block befindet sich innen ein Schwungrad, das mit 20.000 Umdrehungen pro Minute läuft. Damit kann sich der M-Block per Drehimpuls bewegen, wenn das Schwungrad abgebremst wird. Ferner gibt es an jeder Kante und an den Flächen Permamagnete, mit denen zwei Würfel aneinander haften können.

Jeder M-Block kann sich in vier Richtungen bewegen, wenn er auf einer Fläche liegt. Da es keine Arme oder andere Anhängsel gibt, sind die M-Blöcke sehr stabil. Es gibt nichts, was so leicht kaputt gehen könnte.

Daniela Rus vom MIT:

> M stands for motion, magnet, and magic,’

M steht für Motion, Magnetismus und Magie. Letzteres wird deutlich, wenn man sich das Video ansieht. Die Würfel können sich durch Sprünge bewegen. Durch die Magnete kann sich ein Würfel bsp. auf einer Kette anderer Würfel bewegen. Und etwas magisch wirkt das Ganze, weil man keine beweglichen Teile sieht: Die Würfel sind scheinbar magisch angetrieben.

Der PhD Student John Romanishin, der ein neues Papier zu den M-Blocks verfaßt hat:

> ‘the unique thing about our approach is that it’s inexpensive, robust, and potentially easier to scale to a million modules,’

Einzigartig an diesem Ansatz ist, daß er kostengünstig, robust und prinzipiell einfach auf Millionen von Modulen skalierbar ist. Die M-Blöcke können sich auf eine sehr allgemeine Art und Weise bewegen. Andere Robotersysteme haben dagegen sehr komplizierte Bewegungsmechanismen, die entsprechend anfällig und empfindlich sind.

Innen sind die Würfel kompliziert, da stecken das Schwungrad und die Steuerung drin. Außen sind sie dafür sehr einfach. Das ermöglicht robuste Nutzungen.

Die Pressemitteilung

Self-transforming robot blocks jump, spin, flip, and identify each other

https://news.mit.edu/2019/self-transforming-robot-blocks-jump-spin-flip-identify-each-other-1030

nennt eine interessante Nutzung:

> Imagine a burning building where a staircase has disappeared. In the future, you can envision simply throwing M-Blocks on the ground, and watching them build out a temporary staircase for climbing up to the roof, or down to the basement to rescue victims.

Ein brennendes Gebäude, bei dem es keine Treppe mehr gibt. Man kippt eine ganze Ladung von M-Blocks auf den Boden. Diese bilden eine temporäre Treppe, um nach oben zu kommen. Oder um Leute aus einem Keller zu retten.

Auch die Kommunikation ist einfacher: Andere Konzepte basieren darauf, daß kleine Robots Infrarot oder Radiowellen nutzen, um zu interagieren. Bei einer Vielzahl von Robots auf kleinem Raum führt das aber schnell zu einem Chaos.

Listen to Wikipedia - der Wikipedia beim Arbeiten zusehen und zuhören - Änderungen werden in Glockentöne oder gezupfte Saitenklänge übersetzt

01.11.2019 23:52:47, Jürgen Auer, keine Kommentare

Der Wikipedia beim Arbeiten zusehen? Einerseits wirkt das unmöglich. Andererseits gibt es natürlich die Möglichkeit, die letzten Änderungen abzurufen.

Die können auch - vertont werden.

Ein Glockenklang zeigt Hinzufügungen an. Eine gezupfte Saite signalisiert Entfernungen. Kleine Änderungen erzeugen hohe Töne, größere Änderungen tiefe. Ferner werden die Titel der bearbeiteten Einträge angezeigt.

Das Ergebnis:
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Listen to Wikipedia:

http://listen.hatnote.com/

Der Blogbeitrag, das startete wohl Ende Juli:

Listen to Wikipedia:

https://blog.hatnote.com/post/56856315107/listen-to-wikipedia

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Scrollt man auf der Seite nach unten, gibt es die Liste komplett. Plus eine Liste der Wikipedia-Sprachversionen, von denen man sich eine aussuchen kann.

In der deutschen Wikipedia

http://listen.hatnote.com/#de

ist es grade sehr ruhig.

Die Kreise:

> Green circles show edits from unregistered contributors, and purple circles mark edits performed by automated bots.

Grüne Kreise zeigen Edits von nichtregistrierten Schreibern an. Lila Kreise stammen von automatisierten Bots. Wobei die von Wikipedia selbst betrieben werden.

Etwa der BHGbot:

https://en.wikipedia.org/wiki/User:BHGbot

Da finden sich allgemeine Hinweise: Der Botname, von wem er betrieben wird. Und warum:

> It is used to make repetitive automated or semi-automated edits that would be extremely tedious to do manually, in accordance with the bot policy.

Wiederholte, automatisierte oder halb-automatisierte Edits, die, würde man sie manuell erledigen, sehr aufwendig wären.

Und konkret:

> BHGbot exists for a single purpose: to tag the talk pages of articles and categories with tags which identify the articles as being within the scope of a particular WikiProject.

Die Talk-Pages von Artikeln sollen getaggt werden.

Auf Twitter

https://twitter.com/hatnotable

findet sich der Hinweis zu dem Listen-Programm:

> New perspectives on wiki life.

Giant Skeletons emerge from the Streets in Mexico City for Día de los Muertos - zum mexikanischen Tag der Toten ragen zwei Skelette in Mexico City aus dem Asphalt

31.10.2019 21:29:28, Jürgen Auer, keine Kommentare

In Mexiko ist der "Día de los Muertos", der Tag der Toten, einer der wichtigsten Feiertage. An diesem Tag wird der Verstorbenen gedacht. Das beruht auf altmexikanischen Vorstellungen, daß die Toten einmal pro Jahr, am Ende der Erntezeit, zu Besuch aus dem Jenseits zurückkommen und mit den Lebenden ein fröhliches Wiedersehen mit Musik, Tanz und gutem Essen feiern. Der Haupttag ist der 02.11., die Feierlichkeiten beginnen bereits am Vorabend des 01.11, also am heutigen 31.10.

Das Brauchtum wurde 2003 von der UNESCO zum Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit ernannt und ist seit 2008 auf der Repräsentativen Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit zu finden. Es gilt als bedroht, weil es vom eher kommerziell ausgerichteten Halloween-Brauch überformt wird.

Zu diesem Tag sind nun in Mexico City zwei Skelette entstanden, die scheinbar halb aus der Straße herausragen.
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Giant Skeletons Emerge from the Streets of Mexico for Día de los Muertos

https://mymodernmet.com/skeleton-sculptures-day-of-the-dead/

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Von dem einen Skelett sind nur der Kopf, die Schultern und zwei flach auf dem Boden liegende Arme zu sehen. Das andere Skelett hat dagegen Kopf mit Schultern, eine geballte Hand, ein herauskommendes Knie und einen herausragenden Fuß.

Die beiden Figuren haben eine stolze Größe: 11 Fuß lang (3,35 Meter) und 7 Fuß hoch (2,13 Meter). Auf Photos weiter unten sieht man, wie eine größere Menschengruppe dort vorbei kommt, da sieht man, daß die Figuren tatsächlich so groß sind.

Die Figuren stammen von Jaén Cartonería, einem familiär geführten Handwerkerkollektiv, das diese Tradition seit 8 Jahren pflegt. Der Entwurf stammt von Raymundo Medina Jaen, um Kindern in dem Viertel das kulturelle Erbe näherzubringen.

Für die Platzierungen sollen einerseits vorhandene Schlaglöcher genutzt worden seien. Andererseits wurde zusätzlich mit Geröll dekoriert, um das als "aufgebrochene Straße" darstellen zu können. Das Hauptmaterial ist Pappe. Falls es nicht regnet, könnten die Figuren eine Weile halten.

Bei

Giant skeletons are bursting through the streets of Mexico City as it kicks off Day of the Dead celebrations

https://www.insider.com/giant-skeletons-mexico-city-day-of-the-dead-2019-10

gibt es einige weitere Bilder der beiden Skelette. Plus eine Luftaufnahme. Da findet sich die genaue Straße: Das ist die Calle Francisco Santiago Borraz.

Auch dort findet sich der ausdrückliche Hinweis: Das Fest geht bis zur aztekischen Zeit zurück und hat nichts mit Halloween zu tun.

Die obigen Basisinformationen stammen aus dem Wikipedia-Artikel Tag der Toten - https://de.wikipedia.org/wiki/Tag_der_Toten

Respectez les passages pour piétons - Respect pedestrian crossings - Kampagne der Société de l'assurance automobile du Québec (SAAQ) lässt Zebrastreifen aufklappen

30.10.2019 21:38:30, Jürgen Auer, keine Kommentare

Eigentlich schade, daß das nur eine Kampagne ist. Das bräuchte man an allen Zebrastreifen.

Die kanadische Organisation Société de l'assurance automobile du Québec (Quebec Automobile Insurance Corporation) ist in Kanada u.a. dafür zuständig, Führerscheine und Autopapiere auszugeben. Ferner bietet sie Autoversicherungen an und veranstaltet Aufklärungskampagnen zur Verkehrssicherheit.

Eine davon ist bemerkenswert.
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Ein sich aufklappender Zebrastreifen

https://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/ein-sich-aufklappender-zebrastreifen/

Direkt auf YouTube:

Respectez les passages pour piétons

https://www.youtube.com/watch?v=I-E8jdfv4mw

und auf Facebook:

Respectez les passages pour piétons

https://www.facebook.com/SAAQQC/videos/respectez-les-passages-pour-pi%C3%A9tons/443869809596894/

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Leute kommen an einen Zebrastreifen. Getrauen sich kaum rüber, Autos fahren trotzdem drüber. Ein anderer Zebrastreifen: Ein Auto kommt - und der Zebrastreifen klappt in Richtung des Autofahrers auf.

Passanten schmunzeln - und können sicher die Straße überqueren.

> In Québec achten Autofahrer nicht auf Personen auf Zebrastreifen.

Der mittlere hochgeklappte Balken ist beschriftet:

> Les passages protègent les piétons. Merci de vous arrêter.

Die Zebrastreifen schützen Fußgänger. Danke, daß Sie angehalten haben.

Der treffende Kommentar auf YouTube:

> We need this at every road crossings

Wir brauchen das an jedem Zebrastreifen.

Nostalgia: Polish Tram Shelter's Wall become a Gallery for dried flower designs - Dominika Cebula gestaltet eine Haltestelle in Lodz

29.10.2019 22:45:53, Jürgen Auer, keine Kommentare

Hunderte von getrockneten Blumen, eingelegt in Harz und damit konserviert. Daraus hat die polnische Studentin Dominika Cebula von der Academy of Fine Arts im polnischen Lodz eine Bushaltestelle gestaltet.

Die Wände der Straßenbahnhaltestelle wurden durch Glasvitrinen ersetzt. In diese kamen insgesamt 36 Harz-Elemente hinein. Gesammelt wurden sehr unterschiedliche Blumen:

Kornblumen, Vergissmeinnicht, Rosen, Narzissen, Freesien, Gänseblümchen, Farnblätter, Muscaris, Eustomas, Alstroemerias, Stiefmütterchen, Nelken, Narzissen, Orchideen. Aufgrund der Harzkonservierung bleiben die Farben erhalten und kontrastieren mit der eher durch Beton geprägten städtischen Umgebung.
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Nostalgia – Public art Installation in Lodz

https://www.isupportstreetart.com/nostalgia-public-art-installation-lodz/

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Michał Bieżyński, der für das Lodzkie Centrum Wydarzen das Projekt betreut hat:

> We considered various locations, however the tram stop on the Dabrowskiego Square, because of many reasons, appears to be the right choice.

Es wurden verschiedenste Standorte überprüft, aber die Straßenbahnhaltestelle am Dabrowskiego Square sei die richtige Wahl gewesen. Ferner könne man an diesem Ort seit über 30 Jahren den ganzen Tag über Blumen kaufen.

Dominika Cebula:

> Lots of them come from bouquets that either my family or my friends have received.

Die meisten der in Harz verewigten Blumen kamen von Blumensträußen, die entweder ihre Familie oder ihre Freunde bekommen hatten.

Im letzten Jahr hatte sie das Konzept bei dem "Przecieki sztuki" eingereicht: Ein Wettbewerb für junge Künstler, der seit vier Jahren vom Lodzkie Centrum Wydarzen veranstaltet wird.

In diesem Jahr wurde die Idee realisiert und ist noch bis mindestens Ende Oktober am Dabrowskiego Square zu sehen. Es könnte auch sein, daß das danach zu einer anderen Straßenbahnhaltestelle wandert.

Beim Lodzkie Centrum Wydarzen:

DOMINIKA CEBULA | Nostalgia

http://centrumwydarzen.lodz.pl/project/dominika-cebula-nostalgia/

Der dortige polnische Text entspricht laut Google-Translate praktisch 1:1 dem englischen Text bei isupportstreetart.

Spectacular Mushrooms documented by Alison Pollack - Pilze in Kalifornien - photographiert in Nahaufnahme

28.10.2019 23:00:47, Jürgen Auer, keine Kommentare

Erst am Wochenende hatte ich mich gewundert: Ein asphaltierter Weg im Volkspark Friedrichshain, mit einer Bordsteinkante eingefaßt. Wie grade üblich, liegen dort diverse Blätter auf dem Asphalt, besonders viele natürlich am Rand, da wo die Bordsteinkante ist. Und dazwischen immer wieder: Kleine Pilze. Die hatten sich also nur mit den Blättern als Unterlage entwickelt, nicht aus einem Geflecht aus dem Boden.

Die im nördlichen Kalifornien lebende Photographin Alison Pollack hätte an diesen Pilzen sicherlich ihre Freude.

Sie hat sich auf Nahaufnahmen von Pilzen spezialisiert.
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Spectacular Mushrooms and Fungi Documented by Photographer Alison Pollack

https://www.thisiscolossal.com/2019/10/marin-mushrooms-pollack/

Auf Instagram:

@marin_mushrooms

https://www.instagram.com/marin_mushrooms/

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Teils arbeitet sie auf Händen und Knien, mit einer Lupe ausgestattet.

> “The smaller they are, the more challenging they are to photograph, but I absolutely love the challenge,”

Je kleiner sie sind, desto größer ist die Herausforderung, sie zu photographieren. Aber sie liebt diese Herausforderung.

Beruflich ist sie eigentlich Mathematikerin und "computer geek". Aber beim Photographieren von Pilzen genießt sie die Herausforderungen, die sie als Autodidaktin hat. Sie möchte einerseits schöne Bilder erschaffen, andererseits aber auch wissenschaftlich exakte Bilder erstellen. Mit einem "Fokus Stacking" ist es möglich, die Details und die Struktur der Pilze korrekt abzubilden. Das heißt auch: Manchmal entsteht ein Bild aus hundert Einzelbildern.

Sie reist in Kalifornien und manchmal auch im Ausland umher, um immer wieder neue Pilze zu finden. Eigentlich würde sie gerne sehr viel mehr reisen:

> Australia and New Zealand, and tropical regions, have mushrooms and myxos that really call to me, and I hope to be able to travel to those areas some day. But every walk in my local woods is a mycelial adventure!”

Nach Australien und Neuseeland, in tropische Regionen. Auch dort gibt es viele Pilze, die sie wirklich interessieren. Allerdings sei schon jeder Ausflug in die Kalifornischen Wälder ein "mycelial adventure", ein Mycel-Abenteuer.

Auf dem Instagram-Account kann man sich durch die bisherigen Bilder durchscrollen.

Unter

San Anselmo photographer focuses on nature’s overlooked treasures

https://www.marinij.com/2019/01/19/san-anselmo-photographer-focuses-on-natures-overlooked-treasures/

gibt es einen kleinen Zeitungsbericht über ihr Tun.

Travelers - Bruno Catalano creates incomplete Sculptures of travelers shown in Venice - unvollständige Skulpturen von Reisenden zur Venedig Art Biennale 2019

27.10.2019 22:57:53, Jürgen Auer, keine Kommentare

Reisende, die zur Venedig Art Biennale 2019 in der Stadt ankommen. Und an verschiedenen Stellen zu finden sind, fast 30 Reisende.

Allerdings sind das "etwas ungewöhnlich Reisende": Alle bringen natürlich Reisegepäck mit. Aber der Blick auf die Reisenden versperrt nicht vollständig den Blick auf die Gebäude und die Landschaft dahinter.

Denn in den Körpern der Bronzestatuen klafft anstelle der Körpermitte - ein großes Loch.

Der französisch-italienische Künstler Bruno Catalano hat diese Skulpturen erschaffen und sie zusammen mit seiner Galerie Ravagnan in der Stadt verteilt.
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'incomplete' sculptures of travelers by bruno catalano dock in venice

https://www.designboom.com/art/bruno-catalano-travelers-ravagnan-gallery-venice-10-23-2019/

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Teils stehen die Skulpturen einzeln, als Solitäre. "Van Gogh II" ist im Goldoni Theatre zu finden. "Blue de chine" blickt von der Terrasse des Sina Centurion Palace über den Grand Canal.

Mehrere Skulpturen gibt es in den Räumen der Galerie Ravagnan.

In der Gemeinde San Gallo treffen sich in der dortigen Kirche vier Bronzefiguren mit den dortigen Terrakotta-Skulpturen, die ebenfalls als Reisegruppe unterwegs sind. Dort mit dem Titel "Set that baggage down" und zusätzlichem tatsächlichen Reisegepäck. Dort gibt es vier Personen: "Hubert", "Raphael", "Bachir" und eine Frau namens "Lauralou".

Ein kleines Video auf Vimeo

‘incomplete’ sculptures of travelers by bruno catalano and ravagnan gallery

https://vimeo.com/367962010

Dort stellt der Künstler seine Arbeit vor und ist bei seinem Tun zu beobachten (französisch mit englischen Untertiteln). Venedig hatte er als Kind mit seinen Eltern, damals aus Marokko kommend, besucht. Und war fasziniert von der Stadt.

Die Ausstellung geht vom 07.05. - 24.11.2019.

Er startete mit kleinen Bronzefiguren, die er in Wachs modellierte. Der Besuch von Venedig als Zehnjähriger sei für ihn wie ein Kulturschock gewesen. So war Venedig für ihn immer magisch, auch wenn er das lange vergessen hatte. Chiara Ravagnan hatte ihn wegen eines gemeinsamen Projektes angesprochen.

Diese "Traveller" sind also schon lange sein "künstlerisches Konzept".

In dem Video sieht man auch ein paar Bronzestatuen, die auf seinem Grundstück stehen. Die erste Statue war 30 Zentimeter groß, die zweite bereits 80 Zentimeter.

Nun gibt es diverse Statuen in Venedig zu sehen.

Bei der Galerie

Bruno Catalano

https://www.ravagnangallery.com/artisti/bruno-catalano/26

gibt es einige weitere Figuren von ihm.

Giant Pacific Octopus created from a fallen Redwood Tree - from Chainsaw Artist Jeffrey Michael Samudosky - Oktopus aus einem Mammutbaum

26.10.2019 23:39:21, Jürgen Auer, keine Kommentare

Kunst mit der Kettensäge. So kann man das wohl nennen, wenn man aus einem großen Stück eines umgekippten Mammutbaums eine große Skulptur erschafft.

Der Kettensägen-Künstler Jeffrey Michael Samudosky hat 2017 ein solches großes Holzstück bekommen. Und baute daraus einen Oktopus.

Wobei ein Teil des Holzes quasi roh blieb und als Sockel fungiert.
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Artist Uses Chainsaw to Carve Giant Octopus into a Fallen Redwood Tree

https://mymodernmet.com/jms-sculpture-octopus-chainsaw-carving/

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Auf der Website gibt es unter

Sculptures

https://www.jmswoodsculpture.com/sculptures.html

ein paar Daten zu den Dimensionen:

> This sculpture is fourteen feet long, nine feet tall, weighs around 3,500 lbs and is carved out of old growth Redwood.

Das sind etwa 4,26 Meter, 2,74 Meter Höhe, ein "Restgewicht" von 1587 Kilogramm.

Samudosky arbeitet in Gig Harbor, Washington. Das ist eine kleine Stadt in der Nähe von Seattle, also im nordwestlichsten Teil der USA. Gig Harbor liegt im Puget Sound, einer inselreichen und weitverzweigten fjordartigen Gegend. Samudosky ist Autodidakt, der 1998 seine Firma JMS Wood Sculpture gegründet hatte.

Nach einem Snowboard-Unfall hatte er acht Monate lang kein Gefühl mehr in den Beinen. Als sich das wieder besserte, beschloss er, seine Ängste zu überwinden und wieder mit dem Snowboarden anzufangen. Bei einem Ausflug in die Berge von Vermont erblickte er am Straßenrand Holzschnitzereien. Dann fing er an, sich das beizubringen.

Inzwischen ist er hauptberuflich als Holzschnitzer tätig und nimmt an Wettbewerben auf der ganzen Welt teil.

Wenn man diese Bilder von der Skulptur sieht, dann meint man, ein Oktopus habe sich auf einem Baumstamm niedergelassen.

Auf der Website ist ein Video verlinkt, das ihn bei der Arbeit zeigt:

Jeff Samudosky - Redwood Wolves Sculpture - Slow Motion

https://www.youtube.com/watch?v=3iHkfpIOFT0

Unter

https://www.jmswoodsculpture.com/carver.html

gibt es einige weitere Details zu seiner Biographie. Er hatte bereits in der High School Kunst und Photographie studiert. Die Feststellung beim Anblick der Holzschnitzereien:

> While on his way to the mountain in Vermont he noticed some wood carvings along the side of a road, and he thought, “I could do that.”

Das Holz wurde ihm von Redwood Burl ( https://redwoodburl.com/ ) zur Verfügung gestellt. Einem Unternehmen in Arcata, CA, im Herzen der Küsten-Mammutgebiete. Etwas nördlich gibt es die Redwood National and State Parks.

The Maple Omaha Rock - Stopping Curb Jumpers with a huge stone and drivers ignore the stone - Autos fahren über Grasflächen, die Besitzer legen grosse Steine hin - nun fahren Autos über die Steine und hängen fest

25.10.2019 23:59:10, Jürgen Auer, keine Kommentare

Manche Dinge sind irgendwie schwer verständlich. Ein Auto ist ja durchaus etwas, das nicht für ein paar Dollar zu haben ist. Und trotzdem bauen Leute in bestimmten Situationen in schaurig-schöner Regelmäßigkeit Unfälle, mit denen sie ihr eigenes Auto deutlich beschädigen.

In West Omaha, einem Teil von Omaha in Nebraska, gibt es auf einem Grundstück eigentlich genügend Platz für Parkplätze. Dazwischen ein paar grüne Streifen, eingefaßt mit Bordsteinkanten, also erhöht. Deren Enden wurden immer wieder von Autos überfahren. Was dazu führte, daß diese Enden unansehnlich bzw. nach Regengüssen matschig wurden. An einzelnen Stellen waren deshalb Enden der Streifen mit kleinen Steinen gefüllt.

Das muß wohl erst recht dazu geführt haben, daß Leute da drüber fuhren. Und sich bsp. platte Reifen einhandelten. Irgendwann kam dann irgendjemand auf die Idee, an einem dieser Enden einen größeren Stein abzuladen.

Den man eigentlich "gut sehen" kann und dem eigentlich jeder Autobesitzer freiwillig aus dem Weg gehen sollte.

Und was passierte: Immer wieder fahren nun Leute über diesen Stein. So daß sich ihr Auto völlig festfährt, wenn ein Vorderrad über den Stein gefahren ist und dann das Blech auf dem Stein sitzt.

Verbunden mit erheblichen Abschlepp- und Reparaturkosten.
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Someone Put Down A Huge Stone To Stop Curb Jumpers And Capture The Fools That Ignore It

https://www.boredpanda.com/car-curb-jumpers-w-maple-omaha-rock/

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Die Intention war also: Etwas Großes da hinpacken, daß man das sieht und da nicht mehr drüber fährt.

Der Effekt: Hinreichend viele Leute fahren quasi "erst recht" drüber.

Dortige Bewohner fingen an, diese aufgefahrenen Autos zu photographieren. Und sammeln diese in einer Facebook-Gruppe.

The W Maple Omaha Rock

https://www.facebook.com/groups/2486192221476339/

Wenn man bei Google-Maps nach

3606 N 156th St, Omaha, NE 68116, USA

sucht, dann findet man die Stelle direkt. Links ist ein sehr großer Parkplatz, rechts auf dem Grundstück ein UPS Store, nördlich davon ebenfalls ein kleinerer Parkplatz. Zwischen beiden Flächen geht eine Straße von Süden nach Norden und macht dann einen Bogen nach Westen. Vor dem Bogen gibt es die Abbiegung nach Osten auf diesen kleineren Parkplatz. Die Grünflächen haben zwei "grüne Nasen", an jedem Ende gibt es einen größeren Stein.

Wenn man zu Street View wechselt, dann ergibt sich die Darstellung, die man auch in einem Bild der Facebook-Gruppe sieht. Da ist überall viel Platz.

Forest: School with a rooftop cycle track and a live skin - Schule im indischen Punjab besteht aus zwei verbundenen Zylindern mit zusätzlicher Aussenhaut aus Pflanzen und Radbahn auf dem Dach

24.10.2019 23:47:33, Jürgen Auer, keine Kommentare

Neue Schulgebäude pflegen oft reine Sachbauten zu sein: Sie sollen nicht zu viel kosten, werden - so wie aktuell in Berlin - womöglich möglichst schnell hochgezogen. Und wirken entsprechend austauschbar und uninspiriert. Wie Bildungsfabriken.

Ganz anders dagegen ein "Schulprojekt" im indischen Punjab. Das als Gebäude bereits sehr ungewöhnlich ist. Erst recht als "Schule".

Das eigentliche Raumvolumen für Schulklassen von der frühkindlichen Bildung bis hin zur zwölften Klasse ist in zwei nebeneinanderstehenden Zylindern untergebracht. Beide Zylinder haben in der Mitte ein Loch, so daß Licht hineinfallen kann. Ferner gibt es zwischen beiden Zylindern ein Verbindungsstück, das als gemeinsames Treppenhaus dient.

Bis dahin wäre das bereits eine ungewöhnliche Form für eine Schule. Die Räume sind nicht rechteckig, sondern sind Elemente in diesen kreisförmigen Etagen. Die Außenflächen der Räume sind komplett verglast. Es handelt sich also nicht um "Räume mit Fenstern", sondern die Fenster nehmen den meisten Platz der Außenwand ein.

Aber besonders wird die Schule durch zwei weitere Elemente:

Es gibt pro Etage zwei Ebenen kleiner, herausstehender Elemente. Diese sollen alle grün bepflanzt werden. Und oben auf dem Dach gibt es eine Radbahn in Form einer liegenden Acht. In der Mitte kreuzen sich die beiden Bahnen allerdings nicht. Stattdessen geht eine Bahn nach oben, so daß eine kleine Brücke entsteht.

Die Außenhülle ist damit eine "lebende Haut". Deshalb auch der Name der Schule: "Forest". Die liegende Acht entspricht dem, was der Doppelzylinder am Boden an Platz belegt.
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NUDES designs the forest school in india with a rooftop cycle track and 'live' skin

https://www.designboom.com/architecture/nudes-forest-school-pune-india-10-23-2019/

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Das Gebäude orientiert sich an fünf Hauptprinzipien:

„Wachsen“, „Lernen“, „Wiederverwenden“, „Pflanzen“ und „Spielen“.

Die Gesamtfläche soll bei 125.000 Quadratfuß liegen, das sind etwa 11.612 Quadratmeter. Die beiden "Löcher in den Zylindern" lassen Sonne nach unten und sorgen für eine Querlüftung.

Die Fläche oben kann sowohl von Radfahrern als auch von Joggern und Spaziergängern genutzt werden.

Damit entsteht ein lebendiges, grünes Gebäude in einer dichten, städtischen Umgebung, die sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt hat.

Im Fuß des Gebäudes gibt es noch ein Schwimmbad und einen Tennisplatz.

Der "hintere Zylinder" hat einen geschlossenen Sockel. Beim vorderen Zylinder ist ein Teil des Sockels durch Stelzen ersetzt, so daß ein offener Bereich entsteht, der als Eingangsbereich mit Zugang zum Treppenhaus im Verbindungsstück zwischen den Zylindern fungiert.

Das Konzept stammt von NUDES:

http://www.nudeoffices.com/

wobei es auf der Website noch keinen Hinweis auf dieses Projekt gibt.

Everything rust on this poster - but not the product - a Tyrolit mysterious metal billboard - rostende Metall-Werbetafel gibt nicht rostendes Messer frei

23.10.2019 23:29:26, Jürgen Auer, keine Kommentare

Werbung soll auffallen und im Gedächtnis hängenbleiben. Ersteres führt manchmal zu einem Übermaß an lauten Effekten oder ständigen Wiederholungen. Und verhindert damit, daß man sich an das Produkt erinnert.

Eine ganz andere Werbung hat dagegen die Werbeagentur Heimat Wien Austria für Tyrolit entwickelt.
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Everything Rust On This Poster In 30 Days… Except The Product

https://designyoutrust.com/2019/10/everything-rust-on-this-poster-in-30-days-except-the-product/

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Eine metallische Wandfläche im schicken Silber, nur klein etwas versetzt von der Mitte das Wort Tyrolit. Sonst nichts. Aber nach einigen Tagen fängt diese Fläche an, zu rosten.

So daß ein Messer sichtbar wird. Das natürlich nicht rostet.

Beworben wurden die Iceline knives:

https://www.tyrolitlife.com/stories/neu-iceline-messersets/

Die Besonderheit:

> Die rostfreien Klingen sind aus einem Stück hochwertigstem Edelstahl hergestellt und durch mehrphasige Eishärtung mit bestem Schutz gegen Korrosion versehen.

Allerdings findet sich weder bei der Werbeagentur noch bei Tyrolit ein weiterer Hinweis. Auf der Seite gibt es ein Video, das etwa ein Jahr alt ist. Demnach könnte diese Plakataktion ähnlich alt sein.

Etwas unklar ist mir, wie dieses Plakat gemacht wurde. Das müßte irgendeine Farbe mit vielen Metallpartikeln sein, die auf natürliche Weise sehr schnell rostet.

Praktisch ist das damit eine "ganz leise", stille Werbung. Eine langsam vor sich hinrostende Plakatfläche.

Permanent Glow of LED Greenhouses in the Netherlands - ständig beleuchtete LED-Gewächshäuser strahlen Licht ab - Lichtverschmutzung durch Gewächshäuser - Bilder von Tom Hegen

22.10.2019 23:43:46, Jürgen Auer, keine Kommentare

In Großstädten pflegt es meist nicht so richtig dunkel zu werden. Zwar geht in den meisten Wohnungen in der Nacht das Licht aus. Aber Straßenlampen, permanente Außenbeleuchtungen und ähnliches stellt ständige Lichtquellen bereit. So daß man bsp. in der Stadt kaum die Sterne sieht, weil es eigentlich zu hell ist.

Anders könnte das - in der Theorie - auf dem flachen Land sein. Aber dort kann es eine - relativ neue - Lichtquelle geben:

Gewächshäuser, in denen permanent LED angeschaltet sind. In den Niederlanden gibt es einige dieser Gewächshäuser.

Der Luftphotograph Tom Hegen hat diese aus einem Hubschrauber heraus dokumentiert.
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The Ever-Present Glow of LED Greenhouses Documented by Aerial Photographer Tom Hegen

https://www.thisiscolossal.com/2019/10/greenhouse-series/

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Dauernde LED-Beleuchtungen in Gewächshäusern können das Pflanzenwachstum deutlich beschleunigen. Ist das eine "Rundum-Beleuchtung", müssen sich die Pflanzen nicht nach dem Licht ausrichten. Ferner können gezielt gewisse Wellenlängen ausgewählt werden. So benötigen Pflanzen vorrangig Licht im blauen und roten Bereich für die Photosynthese. Früher wurden oft Natriumdampf-Hochdrucklampen genutzt. Aber die erzeugen Licht über ein großes Spektrum und werden warm, so daß ein deutlicher Abstand zu den Pflanzen eingehalten werden muß.

In den Niederlanden wird damit die Fläche von Gewächshäusern effizienter genutzt. Die Niederlande sind - nach den USA - die zweitgrößten Exporteure von Nahrungsmitteln.

Aber: Das produziert eben auch eine deutliche Lichtverschmutzung.

Die großen, gleichmäßigen Flächen, die wie Ufos in der Landschaft liegen.

Ein kleines Video:

Tom Hegen - The Greenhouse Series

https://vimeo.com/366571811

Der dortige Begleittext nennt weitere Details:

> At inside temperatures above 20 degrees, constant humidity of around 80 percent time and the use of LED lighting to permit precisely cultivation, in order to produce year-round. The indoor gardens provide growing conditions for plants like tomatoes, peppers or strawberries around the clock and in every kind of weather, which doubles the average yield of an outdoor farm. The Netherlands is the globe’s number two exporter of food as measured by value, second only to the United States, which has 270 times its landmass.

20° Celsius als permanente Temperatur, eine konstante Luftfeuchtigkeit von 80 % und der Einsatz von LED Lampen ermöglicht eine Ganzjahresproduktion. Das verdoppelt den Durchschnittsertrag eines Freilandbetriebs. Obwohl die USA 270 mal so groß sind, sind die Niederlande der zweitgrößte Exporteur.

In dem Video sieht man auch (letzter Abschnitt): Sobald es etwas dunstiger ist, führen diese großen Lichtflächen auf dem Boden zu erheblichen Reflexionen in der Luft drüber. So daß etwas wie eine "helle, strahlende Wolke" entsteht.

Weitere Luftaufnahmen gibt es auf Instagram:

https://www.instagram.com/tomhegen.de/

und Behance:

https://www.behance.net/TomHegen

 

Aaranya Farmstay Resort - sloping Terracotta roofs connected to the ground - Bauernhof in Indien mit Häusern zwischen Mangobäumen und heruntergezogenen Terrakotta-Dächern

21.10.2019 23:27:12, Jürgen Auer, keine Kommentare

Ein ländlicher Bauernhof in Indien, am Rande des Gir Nationalparks gelegen. Bestehend aus einzelnen Häusern, die passend in die bestehenden Mangobäume "hineingebaut" wurden.

Die Struktur wirkt erst einmal verblüffend: Heruntergezogene Dächer, die bis zum Boden gehen. Aus Terrakotta. Ein Baumaterial, das in fast einer halben Million indischer Dörfer verwendet wird.

Die Logik der Häuser: Diese sind von Norden nach Süden angeordnet. Damit der Wärmegewinn minimiert und der Luftstrom aus den angrenzenden Feldern maximiert wird. Da es dort Erdbeben gibt, haben die Häuser nur ein Erdgeschoss. Das heruntergezogene Dach: Dort gibt es während der Monsunzeit immer wieder starke Regenfälle. Und große Hitze im Sommer. Das heruntergezogene Dach schafft so einen zusätzlichen, trockenen Außenbereich.
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connected to the ground, the sloping roofs of these cottages in india bridge nature + architecture

https://www.designboom.com/architecture/agriculture-farmstay-india-d6thd-design-studio-10-07-2019/

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Genutzt wurden Bautechniken, die seit langem in der Gegend verwendet wurden. Fundamente aus gepacktem Schutt, tragende Sandsteinwände und ein Terrakottadach. Alles Techniken, die relativ günstig sind und die den Bewohnern die Möglichkeit geben, die Häuser selbst zu bauen. Architekt ist Himanshu Patel vom d6thd Design Studio.

Interessant ist der Satz:

> the building will virtually disappear in the near future, when the entire roof becomes fully covered with plants

Auf manchen Schrägdächern sind bereits erste Pflanzen zu sehen. Die sollen sich dort ausbreiten. So daß schließlich das gesamte Dach von Pflanzen bedeckt ist.

Ein kleines Video

Aaranya Farmstay Resort

https://www.youtube.com/watch?v=5R90BICspmU

zeigt die Anlage aus der Luft. Zusätzlich gibt es einen Swimming Pool, der in dem Text nicht erwähnt wurde.

Leicht von den Häusern abgesetzt gibt es Duschen. Durch einen kleinen Weg mit dem Hauptgebäude verbunden, mit farbigen Gläsern, so daß der Blick von außen nicht möglich ist. Und mit kuppelförmigen Dächern und einen kleinen Luftloch ganz oben.

Ein ganzes Haus, bestehend aus zwei symmetrischen Hälften, paßt so genau in den Bereich zwischen vier Bäumen rein. Zwischen den Bäumen ist auf der Feldseite Platz, so daß von dort Luft zum Haus kommen kann.

Make Weeds Great Again - Coffee from dandelions to promote biodversity - Daisy Newdick entwickelt einen Kaffee aus gerösteten Löwenzahnwurzeln

20.10.2019 23:12:17, Jürgen Auer, keine Kommentare

Löwenzahnwurzeln als Alternative zum Bohnenkaffee? Die britische Designerin Daisy Newdick hatte festgestellt, daß alleine in Großbritannien 95 Millionen Tassen Kaffee pro Tag getrunken werden.

Aber das bedeutet, daß große Mengen von Bohnen verschifft werden müssen. Daß der Anbau womöglich zu Abholzungen und Umweltschäden führt. Und daß all diese Effekte in den westlichen Ländern, insbesondere in den Großstädten unsichtbar sind.

Sie forschte deshalb nach und fand in den Wurzeln des Löwenzahns eine Alternative. Das führte zum Projekt "Make Weeds Great Again" - die übersehenen Eigenschaften von Unkräutern neu nutzen.
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Daisy Newdick makes coffee from dandelions to promote biodiversity

https://www.dezeen.com/2019/10/19/daisy-newdick-dandelion-coffee/

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> "In the West, and especially in cities, we take for granted the immense distances and complex supply-chains foodstuffs travel before they reach us,"

Im Westen, speziell in Städten, nehmen wir die großen Distanzen und die komplexen Lieferketten als selbstverständlich hin, bevor diese uns erreichen.

Die sozialen und ökologischen Kosten von Massenprodukten hängen oft mit der Bequemlichkeit zusammen.

Das gelte besonders für Kaffee: Ein Getränk, das so stark in die westliche Kultur eingebettet ist, daß die Ausbeutung von Arbeitern, die Verunreinigung von Wasserressourcen und die Abholzung, die sich aus dem Anbau ergibt, übersehen wird.

Bei der Recherche nach Pflanzen, die in Großbritannien wachsen könnten, stieß sie auf Löwenzahn. Dessen Wurzeln enthalten Inulin, das enthält Verbindungen, die dem Kaffee eine ähnliche Bitterkeit und einen leicht schokoladigen Geschmack verleiht.

Dabei fand sie heraus, daß Chicoree (biologisch mit dem Löwenzahn verwandt) und Klettenwurzeln ebenfalls Inulin enthalten und als Kaffeeersatz geeignet sind.

Der eigentliche Herstellungsprozeß ist ziemlich ähnlich: Rösten, mahlen und brauen. Der wesentliche Unterschied liegt im Anbau.

Sie suchte in Gärten und Feldern nach Löwenzahn, um sicherzustellen, daß keine Unkrautvernichter verwendet worden waren. Ferner ließ sie immer einen Teil der Wurzeln im Boden, damit im nächsten Jahr neue Pflanzen entstehen.

Die beste Zeit für das Sammeln ist der Herbst. Da enthalten die Wurzeln besonders viel Inulin. Nach dem Sammeln werden die Wurzeln gewaschen, gehackt und getrocknet. Danach müssen sie geröstet werden.

Daisy Newdick entwickelte einen Röster, der auf einem Rocket Stove / Raketenofen basiert. Oben kommt eine handgetriebene Trommel zum Rösten dazu. Sind die Wurzeln geröstet, können sie gemahlen und für Kaffee verwendet werden.

Die Designerin hofft, daß ihr handbetriebenes Wurzeln-zu-Kaffee-System die Menschen dazu einlädt, aus Löwenzahnwurzeln ihren eigenen Kaffee herzustellen.

Auf der Website

https://www.daisynewdick.com/

finden sich keine weiteren Informationen.

Wenn man nach Inulin sucht, stellt sich heraus, daß diverse weitere Pflanzen Inulin in ihren Wurzeln speichern. Etwa Topinambur und Pastinaken. Ferner wird Inulin als Zutat in der Lebensmittelherstellung verwendet.

Designed Fork specifically for Cup Noodle - Nissin entwirft eine Gabel speziell zum Cup Noodle - Essen

19.10.2019 23:36:43, Jürgen Auer, keine Kommentare

Kann man ein Alltagsprodukt wie eine Gabel verbessern? Oder ist das ein Produkt, das existiert und bei dem sich keine Frage nach einer Anpassung stellt?

In Asien gab es 1958 erste "Instant noodles" von dem Unternehmen Nissin Foods. Ein ähnliches Produkt - "Cup Noodles" - wurde 1970 von Nissin Foods (USA) für die USA entwickelt und dort verkauft. Ein Becher mit trockenem Inhalt - Nudeln, Gewürzen, getrocknetem Fleisch. Man öffnet den Deckel etwas, gießt kochendheißes Wasser hinein. Schließt den Deckel wieder, läßt das drei Minuten ziehen. Dann kann man das essen.

Nissin hat nun - aufgrund von diversen Beobachtungen - für speziell diesen Zweck eine neue Gabel entwickelt. Also eine Gabel, die speziell dafür geeignet ist, solche "Cup Noodles" zu essen.
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Nissin is releasing an obsessively designed fork specifically for Cup Noodle

http://www.spoon-tamago.com/2019/10/17/nissin-cup-noodle-fork/

Das Video auf YouTube:

カップヌードル THE FORK

https://www.youtube.com/watch?v=ADsxz0fgl7U

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Zum einen ist der vordere Teil der Gabel um 128° abgewinkelt. Ferner geht der Griff nicht senkrecht hoch, sondern ist ebenfalls um 128° abgewinkelt. Der Effekt ist, daß man wohl mit einer so gebauten Gabel besser in so einem kleinen Topf hantieren kann.

Die Außenlinie des vorderen Teils der Gabel ist nicht gerade. Stattdessen ist sie genauso gebogen wie die Außenlinie der Cup Noodles. Man kann also mit einer vorne waagerecht gehaltenen Gabel in dem Topf von unten nach oben fahren und "alles mitnehmen".

Dasselbe gilt für die Vorderfront. Die ist nicht grade, sondern ebenfalls wie die Außenlinie des Topfes gestaltet.

Die Gabel hat ingesamt vier Zinken, zwei außen, zwei innen. Die Zinken sind aber nicht glatt, sondern haben kleine Ausbuchtungen, so daß die Nudeln eher hängen bleiben.

Ferner ist die Gabel nicht "flach", sondern hat eine kleine, löffelartige Struktur, so daß man Nudeln und weitere Zutaten mit etwas Brühe löffeln kann.

Nicht ganz verstanden habe ich die Möglichkeit, daß man mit der geriffelten Rückseite des Griffs den Deckel während der Garzeit sichern kann.

Schließlich gibt es eine Version für Rechtshänder, eine für Linkshänder.

Zu kaufen gibt es die Gabeln nicht. Die werden nur in einer limitierten Edition von 3000 Exemplaren hergestellt und Bestellungen von 3 - 5 Cup Noodles beigelegt, die ab Ende Oktober über die Nissin - Website verkauft werden.

Beim Lesen denkt man: "Klingt ja alles logisch". In der Summe dürfte das Essen einer solchen Cup Noodles - Mahlzeit mit so einer Gabel deutlich angenehmer sein. Aber draufgekommen - wäre ich nie.

Everett Grand Avenue Pedestrian Bridge - Fussgängerbrücke in Everett / Washington überspannt Straße und Gleise und endet oberhalb eines steilen Hanges

18.10.2019 23:41:59, Jürgen Auer, keine Kommentare

An Küsten kann es unterschiedlichste Gegebenheiten geben. Da gibt es einen flachen Hafen, ein paar Meter Grundstücke davor. Dann folgt eine vielbefahrene Straße, die sich an der Küste entlangschlängelt. Daneben Eisenbahngleise. Und direkt daneben gibt es einen steilen Hang. Auf der Hochfläche dahinter folgen diverse Häuser.

Aber wie kommt man von einem der vielen Häuser zum Hafen? Ins Auto setzen, über Umwege auf die Straße kommen, dann zum Hafen?

Sieht man sich den Grand Avenue Park in Everett im US-Bundesstaat Washington bei Google-Maps an, dann ist die Schwierigkeit offenkundig: Man kommt nicht von den Häusern über den Hang über die Gleise und die Straße zum Hafen.

Die Lösung: Eine Fußgängerbrücke. Die ist wohl aktuell noch im Bau, soll 2020 fertiggestellt werden. Aber der Kern, eine Stahlkonstruktion, steht bereits.
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LMN architects utilizes weathered steel trusses to build pedestrian bridge in washington

https://www.designboom.com/architecture/lmn-architects-everett-pedestrian-bridge-washington-us-10-15-2019/

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Bei Google-Maps:

Grand Avenue Park, Everett, Washington


Die Brücke ist 86 Meter lang, die Plateaufläche im Osten 23 Meter höher als die Straße unten. Die Brücke wird jahrzehntealte Wünsche erfüllen: Ein bequemer Zugang zur Uferpromenade. Zur dortigen, wachsenden Siedlung, den Everett Bauernmarkt und zum größten öffentlichen Yachthafen an der Westküste.

Das Design der Brücke besteht aus einer Art stählerner Fachwerkstruktur. Die liegt am Hang und auf der anderen Seite auf einem Betonsockel auf. Es erinnert an eine Eisenbahnbrücke. Ferner läßt sich damit der Weg so gestalten, daß keine Aufzüge notwendig sind.

Wie man allerdings auf einem Querschnittsbild sieht, ist diese Stahlstruktur nicht waagerecht, sondern leicht schräg gelagert. Mit einem Anstieg hin zur Hangseite.

Ferner schließt der obere Teil der Stahlstruktur am Hang mit der dortigen Erdoberfläche ab. Ergebnis: Die Fußgänger gehen nicht direkt in der Stahlstruktur. Sondern in einem inneren Element, das erst fast bis zum Hang geht, dann zurück eine Ebene höher. Dann wieder waagerecht zum Hang.

Die flachere Neigung führt also zu einem Weg, der bald doppelt so lang sein dürfte wie die direkte Luftlinie: Einmal rüber, dann bis zur Mitte der Brücke zurück und schließlich waagerecht zum Hang.

Ferner ist die Brücke damit vom Hang her kaum zu sehen. Das Geländer des Weges besteht aus perforierten Aluminiumplatten, die sehr luftig sind. Nur diese sind oberhalb der Hangfläche zu sehen.

Ein kleines Video

https://player.vimeo.com/video/363439071

zeigt den Einbau der Stahlstruktur. Zum Einbau wurde die gesamte Stahlstruktur angefahren. Dann mußten die Gleise belegt werden, damit sie befahrbar waren. Und die Stromkabel wurden nach oben verschoben, damit die Brücke drunter durchpaßt.

Bei LMN Architects

https://lmnarchitects.com/project/everett-grand-avenue-pedestrian-bridge

ist eine Montage zu sehen, wie das von oben her auf dem ersten Teilstück in Richtung Hafen aussieht. Da ist die tragende Stahlkonstruktion völlig unsichtbar.

Bundesgerichtshof: Bäckereifilialen mit Cafébetrieb dürfen an Sonntagen ganztägig Backwaren verkaufen - keine Beschränkung auf drei Stunden wie bei reinen Verkaufsstellen - I ZR 44/19

17.10.2019 23:27:10, Jürgen Auer, keine Kommentare

Die Frage, wer am Wochenende welche Waren verkaufen darf, sorgt immer wieder für Konflikte. Ferner gibt es Bundes- und mögliche abweichende Länderregelungen. So daß das, was in dem einen Bundesland gilt, noch lange nicht in einem anderen Bundesland gültig sein muß.

In Bayern hatte es einen langen Konflikt zwischen einem Bäckereibetrieb mit mehreren Filialen und der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs gegeben.

Der Bäckereibetrieb hatte in Filialen über einen Zeitraum von mehr als drei Stunden an einem Sonntag Brote und unbelegte Brötchen verkauft. Das fand die Wettbewerbszentrale unlauter und mahnte ab bzw. klagte.

LG München und OLG München hatten die Klage bereits abgewiesen, das OLG München hatte aber Revision zugelassen, um das Thema klären zu können.

Der Bundesgerichtshof hat die Ablehnung der Klage nun bestätigt.
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Sonntagsverkauf von Backwaren in Bäckereifilialen mit Cafébetrieb zulässig - Urteil vom 17. Oktober 2019 - I ZR 44/19

https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2019&Sort=3&nr=100415&pos=0&anz=135

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Der Sachverhalt: In Bayern gibt es kein eigenes Landesgesetz zum Ladenschluß. Damit gilt Bundesrecht. Das sieht vor, das Verkaufsstellen, die Backwaren anbieten, sonntags nur drei Stunden geöffnet sein dürfen.

Das beklagte Unternehmen hatte aber über einen deutlich längeren Zeitraum verkauft. Und begründete dies damit, daß es sich nicht nur um Verkaufsstellen, sondern zusätzlich um Cafés handeln würde. Es gäbe dort Speisen und Getränke zum sofortigen Verzehr. Damit sei das ein Gaststättengewerbe. Da gibt es höchstens die Einschränkung der Sperrzeit. Ansonsten könne so eine Gaststätte jederzeit Speisen und Getränke verkaufen.

Dieser Auffassung schloß sich der Bundesgerichtshof an. Wer ein Café betreibt, der darf auch in demselben Raum eine Bäckerei-Verkaufsstelle betreiben.

Ferner handele es sich bei Brötchen und Broten um "zubereitete Speisen":

> Nach der vom Berufungsgericht rechtsfehlerfrei festgestellten Verkehrsanschauung handelt es sich bei Brötchen und Broten um zubereitete Speisen, also um - durch den Backvorgang - essfertig gemachte Lebensmittel.

Daß im Café einzelne belegte Brotscheiben oder Brötchen verkauft wurden, in der Bäckerei-Verkaufsstelle dagegen "nur" Brötchen bzw. Brot, das der Käufer selbst belegt, spielt keine Rolle. Ferner setzt es die Zulässigkeit als Straßenverkauf nicht voraus, daß die verkauften Brötchen bzw. Brote auch vor Ort zubereitet werden müssen.

Bei der Wettbewerbszentrale gibt es noch nichts zum Urteil, lediglich ein Hinweis zur Verhandlung.

11.10.2019 // BGH verhandelt am 17.10. über zeitlichen Umfang des Brötchenverkaufs an Sonntagen

https://www.wettbewerbszentrale.de/de/home/_news/?id=3258

Da wurde das Verfahren nach den beiden LG/OLG-Verfahren weitergeführt, um Rechtssicherheit zu schaffen:

> Zur Entscheidung steht die Frage, ob die Beklagte auch außerhalb der erlaubten drei Stunden Backwaren verkaufen darf, während alle anderen Bäckereien ohne Sitz- und Verzehrgelegenheiten geschlossen sind und auch sein müssen. Die Klärung dieser Rechtsfrage soll für die gesamte Branche Rechtssicherheit schaffen, um gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle zu gewährleisten.

Sprich: "Kleine" Bäckereien, die nur Brot und Brötchen verkaufen, dürfen an Sonntagen nur 3 Stunden verkaufen. Gibt es dagegen zusätzlich einen Cafébetrieb (was wahrscheinlich mindestens Getränke sowie eventuell belegte Brötchen usw. plus gewisse Sitzgelegenheiten erfordert), kann sehr viel länger verkauft werden.

Hier in Berlin gibt es solche Kombi-Verkaufsstellen ohnehin relativ häufig. Die öffnen auch an Sonntagen länger. Allerdings sieht das Berliner Ladenöffnungsgesetz

Berliner Ladenöffnungsgesetz (BerlLadÖffG) Vom 14. November 2006

http://gesetze.berlin.de/jportal/?quelle=jlink&query=L%C3%96G+BE&psml=bsbeprod.psml&max=true&aiz=true

bereits jetzt eine Verkaufsmöglichkeit für Bäcker von 07:00 - 16:00 vor. Das sind also bereits jetzt 9 Stunden.

Die Konsequenz des Urteils ist damit allerdings verblüffend: In Bayern könnte ein solches Café von 10:00 - 21:00 geöffnet sein. In Berlin ginge dies nur bis 16:00.

Please Stand By - sculptural chairs as hotels for city-dwelling insects - Marlène Huissoud baut insektenfreundliche Skulpturen mit diversen kleinen Löchern

16.10.2019 23:48:07, Jürgen Auer, keine Kommentare

Gegenstände, die wie Stühle und ähnliche Sitzgelegenheiten aussehen, aber bei denen es "Please stand by" - "Bitte stehen Sie" heißt. Das sind einige Skulpturen, welche die französische Designerin Marlène Huissoud entwickelt hat.

Jedes Objekt wurde aus einer Kombination aus naturfreundlichen Materialien wie ungebranntem Ton, natürlichen Bindemitteln und Holz hergestellt.

Ferner gibt es diverse Löcher mit einer Tiefe von 5 - 10 Zentimetern. Das schafft Raum für diverse Insekten: Bienen, Wespen und Schmetterlinge finden so Platz.
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Marlène Huissoud creates sculptural chairs as hotels for city-dwelling insects

https://www.dezeen.com/2019/10/08/marlene-huissoud-please-stand-by-insect-shelters/

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> "As a designer it is important to design a chair at some point in your career, and I liked the idea of dedicating my first chair to insects and not humans, asking humans to 'Please Stand By' and look at nature and wildlife in general with a new eye," she added.

Jeder Designer muß irgendwann einmal in seiner Karriere einen Stuhl designen. Ihr gefiel die Idee, ihren ersten Stuhl nicht Menschen, sondern Insekten zu widmen. So daß die Menschen aufgefordert werden, stehen zu bleiben und die Natur mit einem anderen Auge zu betrachten.

Beteiligt waren Robert Francis und Mak Brandon, Forscher am King's College London. Die Materialien entsprechen dem, was Insekten bevorzugen.

Jedes Stück wurde aus Ton hergestellt, der allerdings nicht gebrannt wurde, um das so einfach wie möglich zu halten. Dann wurde das mit einem natürlichen Bindemittel überzogen, um die Skulptur vor Witterungseinflüssen zu schützen.

Die Stühle wurden während des diesjährigen London Design Festivals im Thurloe Square Garden gezeigt.

Sie sind nun in das Pariser Studio von Marlène Huissoud zurückgekehrt. Die Designerin versucht nun, permanente Plätze für die Skulpturen zu finden.

> "It is important for me that these pieces are going to museums and institutions for their gardens to open a dialogue with the public," said Huissoud. "These sculptural pieces are encouraging biodiversity in the gardens and increase the ecosystem productivity."

Für sie sei es wichtig, daß diese Stücke nun in Museen und andere Institutionen kommen und dort im Garten Platz finden. Die Skulpturen fördern die Artenvielfalt und verbessern das Ökosystem.

Auf Instagram

https://www.instagram.com/marlenehuissoud/

gibt es ebenfalls einige Photos. Auf der Website

https://www.marlene-huissoud.com/

ist dazu noch fast nichts zu finden. Unter

A chair for insects by Marlène Huissoud

https://scienceofthetime.com/a-chair-for-insects-by-marlene-huissoud/

scheint es eine Art Ausschnittsphoto von der Herstellung zu geben. Tonförmige Elemente und Holz, das wohl Bambusholz sein dürfte. Also kleine Röhren in einer Länge von 5 - 10 Zentimetern. Beides zusammengebaut ergibt Elemente der Skulptur.

Und ein interessanter Satz:

> People think of nature as something that is far away from city life, like woods, the beach or the countryside with all the farms and animals.

Menschen würden Natur als etwas betrachten, das weit weg vom städtischen Leben ist. In Wäldern, am Strand oder in ländlichen Gegenden. Die Artenvielfalt ist teils in Städten größer als auf dem Land, wenn es dort große Monokulturen gibt.

California bans single use hotel toiletries to reduce plastic waste - Kalifornien verbietet in einigen Jahren Mini-Körperpflegeprodukte in allen Arten von Hotels und Unterkünften

15.10.2019 23:46:25, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wer in ein paar Jahren nach Kalifornien fliegt, dem dürfte der Unterschied auffallen. Sofern bis dahin nicht andere Staaten nachgezogen haben.

Kalifornien hat als erster US-Bundesstaat ein Gesetz verabschiedet. Demnach sind die Verwendung und der Vertrieb von Mini-Körperpflegeprodukten wie Shampoos oder flüssigen Badeseifen in Hotels und Unterkünften in Zukunft nicht mehr zulässig.
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Golden State bans hotel mini-toiletries in effort to minimize waste

https://inhabitat.com/golden-state-bans-hotel-mini-toiletries-in-effort-to-minimize-waste/

Die Quelle:

California Becomes First State to Ban Single-Use Hotel Toiletries

https://www.ecowatch.com/california-bans-mini-plastic-toiletries-2640926594.html

Am 10.10.2019 wurde das verabschiedet, also in der letzten Woche:

https://twitter.com/Ash_Kalra/status/1182344748377362432

> Thank you Governor @GavinNewsom for signing #ab1162 to ban single use toiletry bottles in the hotel industry! This bill moves us one step closer to phasing out single use plastic in our society. Thank you to California Hotel & Lodging Association for the support.

Die Details (von EcoWatch):

> The bill gives large hotels until Jan. 2023 to phase out the tiny shampoos, conditioners and soaps. Hotels with fewer than 50 beds will have until Jan. 2024. After that date, hotels found in violation will face fines. The first violation would trigger a warning and a $500 fine for every day the law is violated. A second violation would cost the establishment $2,000, CNN explained. The law will not apply to nursing homes, hospitals, prisons or homeless shelters.

Bis Januar 2023 müssen die großen Hotels diese Miniartikel ausgemustert haben. Hotels mit weniger als 50 Betten haben ein Jahr mehr Zeit. Bei Gesetzesverstößen drohen Strafen von 500 Dollar pro Tag. Das gilt nicht für Pflegeheime, Krankenhäuser, Gefängnisse und Obdachlosenheime.

In Hotels soll es als Ersatz bsp. fest montierte Wandspender geben, die wiederauffüllbar sind.

Größere Hotelketten haben bereits begonnen, diese Einmalverpackungen auszusondern. So daß die Wirkung nicht an der kalifornischen Bundesstaatsgrenze Halt machen dürfte. Laut

California bans hotels from using tiny plastic bottles

https://eu.usatoday.com/story/travel/hotels/2019/10/10/california-hotel-bottle-ban-law-prohibits-tiny-plastic-bottles/3928360002/

will Mariott Ende 2020 damit fertig sein.

Todd Kaminsky, Senator in New York, kündigt ähnliches für seinen Bundesstaat an:

https://twitter.com/toddkaminsky/status/1182460895965995008

> Getting rid of disposable toiletries will take tens of millions of plastics out of our oceans and landfills and help build a sustainable planet. Great to see CA taking bold action and with my bill, NY should do the same this year.

Politisch interessant ist, daß zwar andere US-Bundesstaaten bzw. andere Länder in der Welt diesem Gesetz nicht folgen müssen (und einige sicherlich absichtlich nicht folgen werden). Die großen, weltweit agierenden Hotelketten werden das jedoch einheitlich handhaben, so daß sich über diesen Weg Auswirkungen auf andere Staaten ergeben werden.

Vitraaze - Handpainted Glassware with heat-set-paint - handbemalte Glasware, die mit Heißfixierfarbe farbenfroh gestaltet wird

14.10.2019 23:41:38, Jürgen Auer, keine Kommentare

Das Internet pflegt ja regelmäßig ins Gerede zu kommen. Wegen diverser problematischer Dinge, Fakenachrichten, Hasskommentaren und dem grundlegenden Problem, daß Nischen zu Verstärkern werden und sich Leute darüber radikalisieren, bis schließlich aus Worten Taten werden.

Allerdings hat BoredPanda schon recht: Für alle Leute, die handwerklich begabt sind und die einzigartige Dinge herstellen, ist das Internet mit einigen darauf spezialisierten Plattformen zu einer unverzichtbaren Anlaufstelle geworden. Waren solche Künstler früher nur in ihrem Umfeld bekannt, können sie heute ein weltweites Publikum finden und über diese Plattformen Bestellungen generieren.

So daß aus etwas, das früher nur ein Hobby war, nun ein Zuverdienst oder sogar ein neuer Vollzeitjob werden kann.

Etwa die Künstlerin Vitraaze aus Kiew, Ukraine. Sie stellt Teekannen, Becher, Teller und diverse andere Glaswaren her und dekoriert diese mit Heißfixierfarbe (heat-set paint). Zu diesen Farben findet sich fast nichts bei Google. Die Farben werden aufgetragen und können anschließend im Ofen ausgehärtet werden.

Das Ergebnis sind sehr farbenfrohe Glasgegenstände. Teils sind die Muster eher einfach - kleine Flächen. Teils sind das aber auch komplexere Blumen oder Tiermotive mit diversen, verschiedenen Farben.
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This Ukrainian Artist Handpaints Glassware And Here Are The 30 Most Intricate Designs

https://www.boredpanda.com/hand-painted-glass-teapots-mugs-plates-vita-vitraaze/

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Der Etsy-Shop:

https://www.etsy.com/uk/shop/Vitraaze

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Dort kann man auch bsp. ein Photo des eigenen Hundes einsenden, das dann als Grundlage für die Glasbemalung dient.

Als Basisprodukt scheint nur Genesis Heat Set Oil Paints auffindbar zu sein. Eine Art Ölfarbe, von der man nur winzige Mengen benötigt. Unter

http://www.genesisoilpaints.com/how_to_use_genesis.html

ist das beschrieben:

> The paint needs to be heated to 130 degrees using either a heat gun or in an oven.

Entweder mit einer Heißluftpistole oder im Ofen auf 130 Grad erhitzen, um die Farbe auszuhärten. Das sieht fast danach aus, als ob Vitraaze eine relativ neue Technik nutzt, die noch kaum bekannt ist.

Stirling Prize 2019: Goldsmith Street Social Housing in Norwich from Mikhail Riches - Architekturpreis für Sozialwohnungen in Norwich, die den Passivhaus-Standard erfüllen - Mikhail Riches und Cathy Hawley

13.10.2019 23:50:44, Jürgen Auer, keine Kommentare

In Großbritannien hat es in der vergangenen Woche eine interessante Entscheidung gegeben. Der Stirling Prize 2019 wurde verliehen. Er ist benannt nach dem Architekten James Stirling und gilt als der bedeutendste Architekturpreis in Großbritannien. Verliehen wird er vom Royal Institute of British Architects (RIBA). Der Preisträger muß RIBA-Mitglied sein, das Gebäude muß sich in der EU befinden.

Den Preis erhält

> "der Architekt des Gebäudes, welches den größten Beitrag zur britischen Architektur des Vorjahres darstellt."

Ausgezeichnet wurde nicht etwa die Macallan Distillery oder das Cork House (beide waren Thema in älteren Beiträgen). Sondern ein Projekt für Sozialwohnungen in der Goldsmith Street in Norwich. Auftraggeber war "Norwich City Council", also die Stadt Norwich.
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Mikhail Riches' Goldsmith Street social housing wins Stirling Prize 2019

https://www.dezeen.com/2019/10/08/stirling-prize-2019-winner-goldsmith-street-social-housing/

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Das sind Niedrigenergiehäuser, die den Standard von Passivhäusern erfüllen.

Der RIBA-Präsident Alan Jones spricht von einem "beacon of hope".

> "Faced with a global climate emergency, the worst housing crisis for generations and crippling local authority cuts, Goldsmith Street is a beacon of hope," he said. "It is commended not just as a transformative social housing scheme and eco-development, but a pioneering exemplar for other local authorities to follow."

Angesichts einer globalen Klimakrise, der schlimmsten Wohnungsnot seit Generationen und lähmenden Kürzungen durch lokale Behörden, sei die Goldsmith Street ein Hoffnungsschimmer.

Es wird nicht nur als transformierendes soziales Wohnungsbauprojekt gewürdigt, sondern es ist auch ein wegweisendes Beispiel, dem andere Gemeinden folgen sollten.

Die Goldsmith Street ist in der Nähe des Stadtzentrums von Norwich zu finden. Sie soll eine erschwingliche Alternative zu Wohnblöcken mit hoher Dichte sein.

Das sind 7 Reihenhäuser in vier Reihen, insgesamt 45 Häuser und 60 Wohnungen. Auf einer Fläche von weniger als einem Hektar.

Jedes Haus ist nach Süden ausgerichtet, damit die Sonnenergie maximal genutzt wird. Ferner erfüllt es die Regeln für Passivhäuser.

Mehr als ein Viertel des Geländes ist als öffentlicher Raum konzipiert. Einschließlich einer offenen Gasse, die sich in der Mitte durchzieht und die sowohl als Gemeinschaftsgarten als auch als sicherer Spielplatz für Kinder dient.

Die Jury beschreibt das Projekt als "a modest masterpiece", als ein "bescheidenes Meisterstück".

> "It is high-quality architecture in its purest most environmentally and socially-conscious form. Behind restrained creamy facades are impeccably detailed, highly sustainable homes – an incredible achievement for a development of this scale," the jury added.

Es ist qualitativ hochwertige Architektur in ihrer reinsten Form. Hinter zurückhaltenden, cremefarbenen Fassaden stecken makellos detaillierte, höchst nachhaltige Häuser. Eine unglaubliche Leistung für eine Entwicklung in dieser Größenordnung.

Das ist das erste Mal, daß ein Projekt für Sozialwohnungen den Stirling Prize gewinnt.

In einem späteren Artikel

Architects celebrate Goldsmith Street's Stirling Prize win as a "game changer"

https://www.dezeen.com/2019/10/09/goldsmith-street-stirling-prize-reactions-twitter-news/

ist die Rede davon, daß verschiedenste Architekten die Entscheidung auf Twitter gefeiert hätten.

> It has been widely celebrated as a significant moment in the 23-year-history of the prize, with TV architect George Clarke hailing it as "a game changer".

Die Entscheidung als "game changer". Das Projekt demonstriert, daß Sozialwohnungen eine hohe architektonische und ökologische Qualität erreichen können und trotzdem erschwinglich sein können. Da das Passivhäuser sind, sind die Nebenkosten relativ gering.

Bei

Goldsmith street wins RIBA stirling prize 2019

https://www.architecture.com/awards-and-competitions-landing-page/awards/riba-stirling-prize

gibt es ein kleines Video von den Häusern. Ganz am Anfang gibt es einen kleinen Blick von oben.

Die Heizkosten dürften um 70 % unter den üblichen Werten liegen.

Auf

Goldsmith Street

https://www.architecture.com/awards-and-competitions-landing-page/awards/riba-regional-awards/riba-east-award-winners/2019/goldsmith-street

finden sich ganz unten zwei interessante Skizzen.

Die erste Skizze zeigt den Gesamtplan der Anlage.

Die zweite Skizze erläutert die Dachform, die auf den ersten Blick merkwürdig asymmetrisch erscheint. Die Häuser sind alle nach Süden ausgerichtet. Die Dachform ist so, daß im Winter die niedrig stehende Sonne nicht vom Dach des Hauses davor "eingefangen" wird, so daß nur das Dach geheizt wird. Stattdessen bleiben die flachen Sonnenstrahlen über dem Dach und treffen das Erdgeschoss des Hauses dahinter.

Den gegenteiligen Effekt sieht man oft hier in Berlin. Im Winter kommt die Sonne nur noch zu den weit oben liegenden Wohnungen typischer Hausblöcke. Die Wohnungen in den ersten Stockwerken liegen im Winter völlig im Dunkeln, da sie von den Hausblöcken auf der gegenüberliegenden Straßenseite verschattet werden. Und sind entsprechend kühl.

Ricicli+Viaggi - Recycle+Travel - Consumers in Rome can recycle plastic bottles to get free public transportation travel tickets - Plastikflaschen gegen Bustickets in Rom

12.10.2019 23:45:42, Jürgen Auer, keine Kommentare

Surabaya in Indonesien hatte es vorgemacht: Nun ist das auch in Rom möglich: Leute können Plastikflaschen abgeben und erhalten 5 Cents pro Flasche.

Die gibt es aber nicht in bar, sondern stattdessen gibt es ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr. "Ricicli + Viaggi" nennt sich das auf italienisch, "Recycle + Travel" auf englisch.

Es gibt Automaten, die Flaschen entgegennehmen. Das Geld wird in Form von Bonuspunkten aufs Handy aufgeladen. Bei 30 Flaschen macht das 1,50 Euro, das ist eine U-Bahnfahrt bzw. 100 Minuten mit einem römischen Bus.
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When in Rome, recycle more to earn free metro and bus travel tickets

https://inhabitat.com/when-in-rome-recycle-more-to-earn-free-metro-and-bus-travel-tickets/

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In Rom stecken solche Dinge noch ziemlich in den Kinderschuhen. Eine Studie von 2017 ergab, daß Italien den vierten Platz unter den am meisten verschwenderischen Ländern in Europa belegt. Ferner ist das Müllmanagement schlecht, Recycling gibt es bislang kaum.

Stefano Ciafani, Präsident einer Umweltgruppe:

> “Rome has failed to create an efficient system for differentiated waste collection, as Milan has done, and it has not built the recycling plants that are fundamental for a city where three million people live.”

Rom hat es bislang nicht geschafft, ein effizientes System für ein differenziertes Recycling zu entwickeln. Und es hat nicht die Recyclingfabriken, die für eine Stadt mit 3 Millionen Einwohnern notwendig wären. Mailand sei da weiter.

Das scheint sich seit dem Amtsantritt der neuen Bürgermeisterin 2016 langsam zu verbessern.

Aktuell gibt es allerdings nur 3 Standorte mit solchen Automaten. Dort wurden mehr als 350.000 Flaschen zurückgegeben.

Die Bürgermeisterin Virginia Raggi:

> Raggi happily shared, “We are the first major European capital to present this innovation.”

Rom sei nun die erste große europäische Stadt mit so einer Innovation.

Ein Video bei BBC

Plastic waste: Rome metro offers tickets for trash

https://www.bbc.com/news/av/world-europe-49924309/plastic-waste-rome-metro-offers-tickets-for-trash

zeigt lange Schlangen vor einem der drei Automaten. Das System soll ausgebaut werden. Allerdings ist das damit eher etwas wie der erste, elementare Aufbau eines Recycling-Systems, das es bsp. in Deutschland schon seit langem flächendeckend gibt.

Neben Surabaya gibt es ähnliche Projekte in Peking und Istanbul.

Der Artikel zu Surabaya:

Plastic to ride - Indonesians collect bottles and get bus tickets - In Surabaya können Fahrgäste Bustickets mit Plastikflaschen bezahlen - die Umgebung ist sauberer

https://blog.server-daten.de/de/2018-10-24/Plastic-to-ride---Indonesians-collect-bottles-and-get-bus-tickets---In-Surabaya-koennen-Fahrgaeste-Bustickets-mit-Plastikflaschen-bezahlen---die-Umgebung-ist-sauberer-428

Dort kostet ein 2-Stunden-Ticket 10 Plastikbecher oder 5 Plastikflaschen. Dort gibt es sichtbare Effekte auf die Umgebung, die ist seither sauberer.

Lux Noctis: Drone LEDs to illuminate Bolivia's remote Landscapes - Reuben Wu verwendet Drohnenlicht für Aufnahmen der bolivischen Landschaft

11.10.2019 23:46:51, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wenn man für Photographien etwas Licht braucht, was macht man dann? Scheinwerfer sind eine Möglichkeit. Nur gibt es die nicht, wenn man Landschaftsaufnahmen an sehr abgelegenen Orten erstellt. Der in Chicago wohnende Photograph Reuben Wu wollte ursprünglich "nur" Landschaftsaufnahmen in der Nacht machen und nutzte dafür die Beleuchtung durch Drohnen, die mit LEDs ausgestattet waren.

Dann fing er an, den Flugweg der Drohne zu beachten. Und diesen als neues, gestalterisches Element zu nutzen.
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reuben wu uses drone LEDs to illuminate bolivia's remote landscapes

https://www.designboom.com/art/reuben-wu-lux-noctis-phase-one-10-08-2019/

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> ‘I didn’t include the actual light paths. but then I noticed how the different shapes created by the light interacted with the landscape and decided to keep them in the final image. now I see it as a way to involve myself with the landscape, as the personal mark I add to a specific scenery.’

Erst hatte er den Flugweg ignoriert. Dann fiel ihm auf, daß die verschiedenen Flugwege mit der Landschaft interagierten und beschloss, diese in das endgültige Bild aufzunehmen.

Nun betrachtet er das als eine Möglichkeit, sich mit der Landschaft zu befassen und dieser ein "persönliches Zeichen" hinzuzufügen.

Mit den gleichmäßig fliegenden LED-Drohnen erzeugt er Lichtwege, deren geometrische Formen wie zusätzliche Objekte über der Landschaft schweben. Abgelegene Landschaften wie Berge und Täler beleuchtet er so.

Für die Lux Noctis - Serie reiste er nach Bolivien, gesponsort von dem dänischen Unternehmen Phase One. Das stellt hochwertige digitale Phototechnik her. Er nutzte das XT-Kamerasystem der Marke, ein 150 Megapixel Gerät.

Ein Video

Phase One XT: Seek extraordinary

https://www.youtube.com/watch?v=QWh9bmI6ohI

zeigt Ausschnitte aus dem dortigen Arbeiten. Mit dem Auto an völlig abgelegene Orte fahren, dort nachts oder bei Sonnenaufgang / Sonnenuntergang zu photographieren.

Am faszinierendsten fand er die Aufnahmen des Salzsees bei Sonnenuntergang. Das Salz bildet dort solche polygonartigen Strukturen. Bei Sonnenuntergang wurden die Schatten der Salzkämme immer länger. Damit sah die Landschaft alle paar Sekunden wieder anders aus.

Auf seiner Website

Lux Noctis

https://reubenwu.com/projects/22/lux-noctis

gibt es weitere Bilder aus dieser Serie, die wohl schon länger läuft. Die Bilder aus Bolivien sind dort nicht mit dabei.

Chrome starts to block mixed Content - Chrome wird Mixed Content (nicht aktive http Ressourcen in https Seiten wie Bilder, Audio und Video-Dateien) ab Februar 2020 vollständig blockieren

10.10.2019 23:22:28, Jürgen Auer, keine Kommentare

Persönlich wundere ich mich darüber ja eher: Da stellen Leute ihre Websites von http auf https um, verschlüsseln diese also.

Und dann werden in der Seite diverse aktive Ressourcen - CSS-Dateien, JavaScript und Fonts - weiterhin per http, also unverschlüsselt eingebunden. Diese blocken Browser bereits standardmäßig.

Aber Bilder, Audio- und Videodateien können weiterhin per http eingebunden werden.

Mit dem Ergebnis, daß das in jedem Browser "häßlich" aussieht, wenn der Browser nicht ein Schloß, sondern etwas wie "nicht sicher" anzeigt.

Chrome will diesen "Mixed Content" (gemischtem Inhalt) nun jedenfalls grundsätzlich nicht mehr anzeigen.
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No More Mixed Messages About HTTPS

https://blog.chromium.org/2019/10/no-more-mixed-messages-about-https.html

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Das Endergebnis: Websites, die per https geladen werden, können auch nur noch Inhalte per https laden.

In den letzten Jahren hat das "verschlüsselte Web" große Fortschritte gemacht. Chrome-Nutzer verbringen inzwischen mehr als 90 % ihrer Zeit auf verschlüsselten Seiten.

Aber: Aktive Inhalte (zu den obigen kommen noch iFrames dazu) werden von Browsern bereits blockiert. Nicht aktive Inhalte sind jedoch noch zulässig. Das führt zu Sicherheitsproblemen:

> For example, an attacker could tamper with a mixed image of a stock chart to mislead investors, or inject a tracking cookie into a mixed resource load.

Ein Angreifer kann Bilder mit Aktienkursen manipulieren. Oder ein Tracking Cookie über so einen mixed Content einschleusen.

Ferner ist die Browser-UI unklar: Die Seite ist weder sicher noch unsicher, sondern irgendetwas dazwischen.

In Chrome 79 (Dezember 2019) wird es eine Option geben, mit der blockierter Mixed Content auf einzelnen Seiten zulässig sein wird. Das soll auch für Scripte und iFrames gelten, die Chrome aktuell standardmäßig blockiert. Das ist also erst einmal eine Aufweichung.

Chrome 80 (Januar 2020) wird eine Autoupgrade-Funktion bekommen: Mixed Audio- und Videodateien werden blockiert, aber der Browser prüft, ob die Ressource per https erreichbar ist. Falls ja, wird die https - Version geladen. Wenn Seiten weiterhin Ressourcen per http einbinden, können Nutzer Ausnahmen definieren.

Ferner werden Seiten mit Mixed Content als "Not Secure" angezeigt. Entwickler sollen dazu gebracht werden, die Sites komplett auf https umzustellen.

Chrome 81 (Februar 2020) wird ebenfalls die Autoupgrade-Funktion nutzen. Gibt es keine https-Version, wird die http-Version blockiert. Das hieße, daß es Nutzern ab Februar 2020 nicht mehr möglich ist, eine Ausnahme zu definieren.

Tools zum Aufspüren von Mixed Content gibt es diverse. Beim Herumbauen an meiner Testseite https://check-your-website.server-daten.de/ fiel allerdings auf, daß Browser die Quelle für Mixed Content manchmal falsch anzeigen. Denn eine Seite kann JavaScript ausführen, der Code lädt CSS-Definitionen. Diese haben url("http://bildressource") - Definitionen. In so einem Fall zeigen Chrome und FireFox das JavaScript als Quelle an. Nicht die CSS-Datei, die geändert werden muß. Der Test innerhalb von "check-your-website" zeigt stattdessen die korrekte CSS-Datei an.

Mal sehen, ob FireFox und Safari nachziehen werden.

Copenhill Power Plant topped with rooftop ski slope - Müllverbrennungsanlage in Kopenhagen als öffentliche Infrastruktur mit nutzbarem Schrägdach - von Bjarke Ingels Group

09.10.2019 23:27:53, Jürgen Auer, keine Kommentare

Müllverbrennungsanlagen? Nichts, was man in Deutschland mit "öffentlicher Infrastruktur" in Verbindung bringen würde. Stattdessen "janz weit draußen", möglichst unsichtbar.

Ganz anders dagegen seit neuestem in Kopenhagen. Dort wurde die Müllverbrennungsanlage Coppenhill eröffnet, konzipiert von der Bjarke Ingels Group (BIG).

Das ist ein Kraftwerk an einer industriellen Uferpromenade, das jährlich 440.000 Tonnen Abfall verarbeitet. Es ist als öffentlich nutzbares Gebäude konzipiert: Von Bäumen gesäumte Wanderwege, eine Skipiste, auf der man ganzjährig nach unten fahren kann und die "höchste künstliche Kletterwand der Welt" an der Fassade.
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BIG opens Copenhill power plant topped with rooftop ski slope in Copenhagen

https://www.dezeen.com/2019/10/08/big-copenhill-power-plant-ski-slope-copenhagen/

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Bjarke Ingels:

> "CopenHill is a blatant architectural expression of something that would otherwise have remained invisible: that it is the cleanest waste-to-energy power plant in the world,"

Etwas, das sonst unsichtbar geblieben wäre: Das sauberste Müllkraftwerk der Welt.

Im Inneren gibt es die neueste Technologie zur Abfallverbrennung. 440.000 Tonnen versorgen jährlich 150.000 Haushalte mit Strom und Fernwärme. Die Maschinen sind so angeordnet, daß sich daraus das schräge Dach ergibt. Dort gibt es ein 9000 Quadratmeter großes Skigebiet.

Die ist 400 Meter lang und geht von der 90 Meter hohen Spitze zur Basis. Dabei gibt es eine 180° Grad Kurve.

Um nach oben zu kommen, gibt es Lifte und einen gläseren Aufzug, der durch das Gebäude führt.

Nicht-Skifahrer finden üppiges Grün, eine Bar auf dem Dach, eine 85 Meter hohe Kletterwand und ein 490 Meter langer Wander- und Laufpfad.

Damit ist das Dach hinreichend begrünt, so daß das Abfließen von Regenwasser minimiert wird. Ferner schafft das Platz für Vögel und Insekten.

Innen gibt es 10 Verwaltungsetagen und ein 600 Quadratmeter großes Bildungszentrum.

Die Fassade besteht aus 1,2 Meter hohen und 3,3 Meter breiten Aluminiumelementen, die wie überdimensionale Backsteine wirken. Dazwischen gibt es eine Verglasung, die für eine natürliche Beleuchtung der dahinter liegenden Räume sorgt.

2011 hatte es einen internationalen Wettbewerb gegeben, da gewann dieser Entwurf den ersten Preis. Zwei Jahre später begannen die Bauarbeiten.

Bei Google-Maps

CopenHill A/S

ist das Gebäude in der Luftaufnahme bereits geschlossen.

Wenn man sich diese "Vorlaufzeit" ansieht, dann hat man den Eindruck, daß Deutschland da um 20 - 40 Jahre hinterherhinkt.

Bars in Italy: Using Pasta Straws to reduce Plastic Waste - Bars in Italien nutzen Nudelstrohhalme, um Plastikmüll zu reduzieren

08.10.2019 23:33:12, Jürgen Auer, keine Kommentare

Persönlich bin ich weder der große Urlauber noch der große Barbesucher. Aber in Bars gibt es kalte Getränke - und dazu häufig Strohhalme. Die natürlich nicht aus Stroh, sondern aus Plastik hergestellt werden.

Ein Nutzer auf Reddit hatte nun ein Bild gepostet: Ein Kaltgetränk in einem Plastikbecher. Aber mit einer dicken Nudel als Strohhalm. Darunter diverse Kommentare.

Demnach gibt es inzwischen einige Bars in Italien, die Getränke mit Nudelstrohhalmen ausgeben.
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Bars In Italy Are Starting To Use Pasta Straws To Reduce Plastic Waste

https://www.boredpanda.com/pasta-straws-reduce-plastic-waste-italy-bars/

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Kommentare verweisen darauf, daß Nutzer auch schon in deutschen Bars solche Nudelstrohhalme gesehen hätten.

Ebenso:

> We used Noodle straws at Paradise Cove Cafe in Malibu! They were awesome! Didn’t disintegrate, and you could eat them.

Auf der dortigen Website (die leider sehr langsam ist)

Paradise Cove Cafe - Malibu

https://www.paradisecovemalibu.com

gibt es auch ein Bild, das Cocktails mit Nudelstrohhalmen zeigt. Auf Instagram

https://www.instagram.com/p/BiTY6onh0Zp/

gibt es ein Bild mit einer Bestätigung:

> Don't be part of the problem, be part of the solution, thank you @celiadoesstuff for giving our Amazing Pasta Straws a try!

Eine Kundin schlürft aus einer Ananas einen Cocktail per Nudelstrohhalm. Wobei das Bild schon vom Mai 2018 ist.

Ein anderer Reddit-Kommentar verweist darauf, daß in Asien Reisstrohhalme zur Norm werden:

> Rice straws are also increasingly becoming the norm here in Asia, too.

Ferner gibt es in Großbritannien ein Unternehmen Stroodles, das solche Nudelstrohhalme explizit herstellt. Deren Nudelstrohhalme halten eine Stunde, sind geschmacklos und können anschließend auf dem Komposthaufen entsorgt werden. Sie bestehen nur aus Weizen und Wasser.

https://stroodles.co.uk

Man soll sie natürlich nur für kalte Getränke nutzen. Außer, wenn man eine Nudelsuppe zubereiten möchte.

Retro-Futurismus - FIT - freie internationale tankstelle bemalt vom Künstlerduo Low Bros als Future Flashback Installation

07.10.2019 22:39:21, Jürgen Auer, keine Kommentare

Die Low Brows sind ein Künstlerduo mit einer ganz eigenen Bildersprache. Zur Urban Art Week hier in Berlin haben sie die FIT, die freie internationale tankstelle, bemalt.

Die FIT, in der Schwedter Str. 261 in 10119 Berlin zu finden, wird schon seit 15 Jahren nicht mehr als Tankstelle genutzt. Stattdessen kann man dort "Kunst und Kultur" tanken.

Die Tankstelle wird immer mal wieder von Künstlern neu bemalt. So daß auch die jetzige Gestaltung der Low Brows irgendwann wieder verschwinden wird.
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Low Bros verwandeln Berliner Tankstelle in Future Flashback Kunstinstallation

https://urbanshit.de/low-bros-verwandeln-berliner-tankstelle-in-retro-futurismus-kunstinstallation/

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Der Stil ist völlig eigenwillig. Manches erinnert an frühere Jahre, ein stilisierter Pink Panther. Die Säulen mit ihrer Klötzchenbemalung, die sich auf der anderen Seite scheinbar dreidimensional fortsetzen.

Das kräftige Dunkelrot am Fuß des Gebäudes versus der neonrote Streifen unter dem Dach. Die eine Säule wirkt unten wie eine Kaugummipackung. Die scheinbar von der Decke herabhängende "Spirit" - Dose, die es in einer zweiten Versin an einer Gebäudeseite gibt. Dort wird der Kopf des eckigen Pink Panther befüllt.

Eine umfangreiche Liste von Urban Art findet sich auf der Website:

Low Brow

http://www.lowbros.de

Auf Instagram

https://www.instagram.com/low_bros/

gibt es die Tankstelle ebenfalls:

FIT freie internationale tankstelle

https://www.instagram.com/p/B2exl1riG14/

Wenn man bei Google-Maps die

Freie internationale Tankstelle

aufruft, dann gibt es links oben noch ein Bild einer vorherigen Gestaltung. Urban Art ist eben temporäre Kunst, nichts für die Ewigkeit.

Http/2 and Push - some problems with browsers - Umstellung von Server-Daten auf http/2 - an zu vielen Pushs scheinen sich FireFox und Chrome zu verschlucken

06.10.2019 23:53:56, Jürgen Auer, keine Kommentare

Kürzlich war es mal wieder so weit: Server-Daten bekam neue Server, die wurden eingerichtet. Am letzten Wochenende wurde umgezogen.

Damit der Wechsel von Windows 2012 R2 auf die aktuelle Version Windows 2019 Server.

Und das führte zu der Möglichkeit, Http/2 nutzen zu können.

Http/2 ist das Nachfolgeprotokoll von Http 1.1. Das stammte von 1999 und bildete seither eine technische Basis für alle Websites. Es hatte aber ein paar grundsätzliche Einschränkungen. Die waren 1999 noch ok. Führten aber in der Folgezeit immer wieder zu Problemen bzw. zu "merkwürdigen Workarounds".

Http/2 ist deshalb einerseits vollständig abwärtskompatibel. Heißt: Man muß überhaupt nichts ändern und kann Http/2 trotzdem sofort nutzen.

Es ist aber anders aufgebaut und beschleunigt damit bestehende Anwendungen sofort.

Ein Prinzip bei Http.1.1: Pro Anforderung wird eine neue Tcp-Verbindung benötigt. Heißt: Der Browser öffnet eine Tcp-Verbindung. Dann wird darüber eine SSL-Verbindung hergestellt. Dann sagt der Browser, was er haben möchte:

> GET /de/ HTTP/1.1
> Host: blog.server-daten.de

und der Server schickt das ganze Dokument (hier: Die Startseite des Blogs) zurück. Der Browser parst das, stößt auf CSS- und JavaScript-Dateien sowie auf Bilder. Und öffnet für jedes dieser Objekte ... eine neue Tcp-Verbindung, über die eine SSL-Verbindung hergestellt wird, über welche die Ressource abgerufen wird.

Das zentrale Problem: Jedes Herstellen dieser Kombination aus Tcp-Verbindung und SSL-Verbindung benötigt ein paar Roundtrips, eine Art Pingpong-Spiel zwischen Browser und Server. Das dauert zwangsläufig.

Http/2 räumt damit radikal auf, indem nur noch eine Tcp-Verbindung hergestellt wird, darüber eine Verschlüsselung - und über diese wird alles abgewickelt.

Wobei man sich eine bestehende Tcp-Verbindung nicht wie eine Telefonverbindung vorstellen darf, bei der immer nur einer reden kann. Eher ist das wie der Austausch von Briefkastenadressen: "Das ist mein Briefkasten für Dich, da liefere bitte die Daten ein". Es kann also parallel viel gesendet und viel empfangen werden.

Ein zweites Feature sind "komprimierte Header". Das nimmt man mit, ohne daß man dazu viel machen könnte.

Ein drittes, neues und verwendbares Feature sind "Server Pushs". Die Idee: Wenn ein Browser eine Html-Seite abruft, dann kann es sein, daß der Server weiß: "Jetzt werden auch eine JavaScript- und eine CSS-Datei benötigt". Weil beide Dateien in der Html-Seite als weitere Ressourcen eingebunden sind.

Also liegt es nahe, daß der Webserver dem Browser "vorschlägt", er möge sich diese Dateien auch gleich herunterladen.

Das ließ sich auch schnell einbauen: Weil so gut wie jede Seite innerhalb von Server-Daten eine Standard-JS-Datei nutzt, kann diese per Push vorgeschlagen werden. Weil ferner zur Subdomain blog immer eine CSS-Datei /css/blog.css existiert, die aber über einen Aufruf der Form /css/blog.20191006220025.css erfolgt, kann auch die letztere Datei als Push vorgeschlagen werden.

Das eingebaut, das funktionierte soweit. Bei ausgeschaltetem lokalen Cache zeigt FireFox bei diesen beiden Dateien merkwürdig leere Einträge an: Kein Http-Status, kein Typ, keine Größe. Keine Kopfzeilen, kein Waterfall.

Dann stolperte ich über diesen Beitrag:

HTTP/2: the difference between HTTP/1.1, benefits and how to use it

https://medium.com/@factoryhr/http-2-the-difference-between-http-1-1-benefits-and-how-to-use-it-38094fa0e95b

Eine Testseite mit 100 kleinen Bildern. Bei Http.1.1 sieht man deutlich die "sequentielle Verarbeitung". 12 Sekunden insgesamt. Bei Http/2 ohne Push: Ebenfalls knapp 12 Sekunden Gesamtladezeit. Etwas wunderte mich das. Ich hatte mit einer schnelleren Verarbeitung gerechnet.

Bei http/2 mit Push dagegen: Etwa 3 Sekunden Gesamtladezeit. Das Dokument ist geladen, dann folgen quasi alle Bilder parallel.

Allerdings war das schnell ernüchternd: Beim hiesigen Blog einen Push für alle eingebundenen (knapp 40) Bilder eingebaut, der zu einem Zeitpunkt ausgeführt wird, zu dem die Seite noch gar nicht an den Client geschickt wurde. Sowohl FireFox als auch Chrome "gurkten rum". Den Code ans Ende verschoben, in den Render-Abschnitt, aber nach der Ausführung der zentralen Xsl-Transformation: FireFox war stabiler, Chrome gurkte erneut. Bei FireFox funktionierte das stabil, wenn die Netzwerkkonsole zu war. Bei offener Netzwerkkonsole führte das eher zu einem Aufhänger.

Es scheint, daß zu viele bzw. zu große Pakete entweder auf dem Server oder beim Browser zu einem "Verschlucken" führen. Eventuell muß man eine Art "Arbeitsthread" starten, nachdem die eigentliche Seite komplett ausgeliefert wurde. Dieser Arbeitsthread schickt anschließend die Push-Nachrichten ab.

Ferner scheint Chrome eine Art interne Drosselung auf maximal 10 Dateien zu nutzen.

Sprich: Die Frage, an welcher Stelle im Seitencode die Pushs eingebaut werden, ist für eine funktionierende Lösung entscheidend. Mal sehen, ob sich das in den nächsten Wochen noch genauer herausfinden läßt.

Weitaus wichtiger (und innerhalb von Server-Daten schon vor ein paar Jahren implementiert) sind drei andere Dinge:

Zum einen, daß eingebundene Ressourcen mit einem langen Expires-Header ausgeliefert werden (ein halbes Jahr). So daß der Browser diese Ressourcen cacht. Ein Bild oder eine JS-Datei mit "Expires: 0" auszuliefern ist Unsinn.

Zum zweiten wird eine Logik benötigt, die bei Änderungen in CSS- und JS-Dateien den Dateinamen ändert. So daß man trotz des Cachings Daten ändern kann.

Und zum dritten die korrekte Auslieferung mit GZip (CSS-, JS und unkomprimierte Bildformate).

Alle drei Punkte sind Vorarbeiten, die relevanter sind als ein Server-Push. Denn wenn die Daten korrekt gecacht werden und der Browser weiß, daß sich diese nicht ändern, dann werden die Dateien gar nicht abgerufen.

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Kleines Update, einen Tag später: Es stellte sich heraus, daß man die zusätzlichen Bilder-Pushs nicht im Render-Abschnitt, sondern erst im Unload-Teil unterbringen sollte. Macht man das im Render-Block, scheint sich der Browser erst um diese Push-Urls zu kümmern, der Server schließt die Seite erst später ab. Macht man das im Unload-Block, dann ist der Seitencode komplett verarbeitet und zum Client geschickt worden. Dort kann man die obersten 5 Bilder per Push absenden (plus die Standard-JS und die CSS-Datei). Wenn die Zahl der Pushs nicht zu hoch ist, wird das stabil von beiden Browsern verarbeitet. Alle 40 Bilder zu pushen führte erneut zu Hängern. 5 Pushs funktionierten.

The Art Biotop Water Garden - Bäume umgeben von diversen Teichen - im Art Biotop in Japan - von Junya Ishigami

05.10.2019 23:43:39, Jürgen Auer, keine Kommentare

Nördlich von Tokio, am Fuß der Nasu-Berge, gibt es das Art Biotop. Ein Kunstresort und eine Künstlerresidenz. Es gibt Kurse zu Keramik und Glasbläserei, ferner Radfahren und Wellnessanwendungen. Eines der Highlights ist jedoch der "Art Biotop Water Garden", entworfen von dem Architekten Junya Ishigami.

Der Garten besteht aus 318 Bäumen und 160 einzelnen Teichen. Auf "natürliche Weise" ginge das gar nicht, denn das Wasser würde normalerweise dazu führen, daß sich diese Bäume dort gar nicht mehr entwickeln könnten. Der Garten ist auch nicht natürlich gewachsen, sondern wurde innerhalb von 4 Jahren "zusammengebaut": Aus Bäumen, Wasser und Moos.
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The Art Biotop Water Garden Designed by Junya Ishigami

http://www.spoon-tamago.com/2019/10/04/art-biotop-water-garden/

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Auf dem Grundstück wurde ein Hotel gebaut. Damit mußten diverse Bäume weichen.

Anstatt diese aber zu fällen und anderweitig zu verarbeiten, wurde jeder Baum vermessen, entwurzelt, transportiert und nach einem vorherigen Plan wieder gepflanzt. Hinzu kamen diverse Teiche. Plus Moosdecken, die die Zwischenräume zwischen den Teichen und den Bäumen füllen.

Das Ergebnis ist eine kontemplative Umgebung, die Natur, Kunst und menschliche Technologie vereint. Auf natürliche Art hätte dieser Garten nie entstehen können.

Gäste des Resorts können den Garten direkt nutzen. Für Besucher gibt es Touren, die gebucht werden können.

Beim Art Biotop:

Water Garden

https://www.artbiotop.jp/water_garden

Ein Beitrag bei DesignBoom aus dem letzten Jahr:

junya ishigami's art biotop project of a water garden in tochigi, japan opens

https://www.designboom.com/architecture/junya-ishigami-architecture-biotop-garden-project-in-nasu-japan-06-04-2018/

Unten gibt es Bilder von den Baumausgrabungen und von der Gestaltung, noch ohne Wasser, aber bereits mit den Teichumrandungen. Und Modelle aus dem Büro des Architekten.