Twist Museum - museum, bridge and inhabitable sculpture - das Twist Museum als Teil des Kistefos Sculpture Park in Jevnaker - Norwegen - von Bjarke Ingels Group

21.09.2019 23:55:58, Jürgen Auer, keine Kommentare

In Norwegen gibt es die kleine Gemeinde Jevnaker. Vielleicht 50 Kilometer nordwestlich von Oslo, weniger als 7000 Einwohner.

Dort gibt es das Kistefos Museum mit dem Kistefos Sculpture Park. Das ist Europas größter Skulpturenpark. Die Skulpturen sind nicht zentral am Museum zu finden, sondern "im Gelände". Dort gibt es aber auch den Fluß Randselva, der sich in Schleifen durch die Landschaft windet. Das Museum ist von drei Seiten von Wasser umgeben. Skulpturen gibt es aber auch südlich des Flusses. Eine kleine Brücke führt über den Fluß.

Dann hat man aber lange Laufwege. Vor allem dann, wenn man sich auch noch die Skulpturen auf der nördlichen Seite ansehen möchte. Hin, wieder zurück, oben erneut ein ganzes Stück Fußweg. Erneut zurück.

Ferner ist da sehr viel Wald. Der soll nicht unbedingt für ein neues Gebäude abgeholzt werden.

Das "Twist Museum" erfüllt damit mehrere Wünsche auf einmal:

Es ist über dem Fluß angesiedelt, es dürften folglich kaum Bäume gefällt worden sein.

Und es fungiert gleichzeitig als Brücke, so daß der Weg zu den Skulpturen nicht mehrfach in "dead ends" mündet, sondern nun so, daß es eine einzige große Schleife gibt, mit der man alle Skulpturen erreichen kann.

Schließlich ist es selbst ein "Hingucker": Auf der nördlichen Uferseite (im Vorschaubild rechts) ist viel Platz, direkt am Wasser. Da ist das Museum breit und nicht so hoch. Auf der anderen Seite gibt es nur wenig Platz, da gibt es einen Hang. Also ist das Museum schmal und höher. Und der Übergang? Einfach so, daß das ganze Museum als ein flacher Quader betrachtet wird, der in der Mitte um 90 Grad gedreht wird: Twist = drehen, verdrehen. Entwickelt von der Bjarke Ingels Group = BIG.
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The Twist Museum / BIG

https://www.archdaily.com/925106/the-twist-museum-big

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Etwa 1000 Quadratmeter Ausstellungsfläche stehen damit neu zur Verfügung. Die Ausstellungsfläche des Museums hat sich damit verdoppelt.

Beide Seiten des Museums dienen als Haupteingang, schließlich können Besucher über beide Richtungen das Gebäude betreten. Im Süden führt eine 16 Meter lange, mit Aluminium verkleidete Stahlbrücke in das Gebäude. Beim nördlichen Eingang gibt es eine 9 Meter lange Brücke. Außen sind das 40 Zentimeter breite Aluminiumtafeln, die wie ein Stapel Bücher angeordnet sind und sich wie ein Fächer geringfügig verschieben. Innen gibt es dasselbe mit weiß gestrichenen, 8 Zentimeter breiten Tannenlatten.

Besucher erleben den Durchgang von innen, als ob sie durch einen Kameraverschluß gehen würden. Auf dem einen Bild in Richtung des "flachen Teils" sieht man diesen scheinbaren Kameraverschluß sehr gut.

Auf der Nordseite gibt es große Panoramafenster nach draußen, die gleichzeitig für eine Beleuchtung sorgen.

Auf der Südseite dagegen hat das Dach Fenster, so daß sich daraus eine Beleuchtung ergibt.

Damit gibt es drei verschiedene Galerien:

> Due to the curved form of the glass windows, the variety of daylight entering the museum creates three distinctive galleries: a wide, naturally lit gallery with panoramic views on the north side; a tall, dark gallery with artificial lighting on the south side; and, in between, a sculptural space with a twisted sliver of roof light.

Auf der Nordseite die Beleuchtung durch Panoramafenster und ein weiter Raum. Auf der Südseite eine enge, dunkle Galerie. Wobei eine der Skizzen nahelegt, daß es dort Deckenfenster gibt. Dazwischen ein "skulpturaler Raum".

Im Nordbereich gibt es zusätzlich eine Treppe, die ein Stockwerk tiefer führt. Dort sind Keller und Toiletten zu finden.

Dieselbe Bilderfolge gibt es bei BIG:

KIS

https://big.dk/#projects-kis

In den dortigen News findet sich ein treffender Satz:

> The Twist is a hybrid spanning several traditional categories: it’s a museum, it’s a bridge, it’s an inhabitable sculpture.

Das Twist Museum ist ein Hybrid: Ein Museum, eine Brücke und eine Skulptur.

SIN CUV - electric car designed by danish bicycle company Biomega - E-Auto als Konzeptstudie von einem Fahrradunternehmen - soll in einigen Jahren für 20000 Euro auf den Markt kommen - von Biomega

20.09.2019 23:43:10, Jürgen Auer, keine Kommentare

Manch eine Entwicklung in der Wirtschaft ist schon verblüffend. Biomega, ein dänisches Unternehmen, stellt Fahrräder her. Aber wer Fahrräder herstellt, der erweitert sein Angebot heutzutage womöglich um E-Bikes. Und beschäftigt sich damit mit Batterien und Elektromotoren.

Von da an ist es nicht mehr allzuweit, daß so ein Unternehmen ein E-Auto konzipiert. Nicht aus der Sicht eines klassischen Benzinautos, sondern aus der Sicht eines Fahrradbauers heraus.

Das dänische Unternehmen Biomega stellt Fahrräder und inzwischen auch E-Bikes her. Und hat mit dem SIN ein E-Auto vorgestellt, das zwischen 2021 und 2023 für etwa 20.000 Euro auf den Markt kommen soll.

Der Verkaufsstart soll in Singapur sein. Daraus leitet sich der Name SIN ab - die ersten drei Buchstaben. CUV steht für "crossover utility vehicle".
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simplicity is at the heart of biomega's first electric urban car

https://www.designboom.com/technology/biomega-electric-car-sin-11-08-2018/

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Hauptsächliches Material: Karbon. Eine Batterieladung reicht für etwa 160 Kilometer, was für die meisten Städte genügen sollte. Es hat 4 eigenständige Motoren, vier eigenständige Sitze mit großzügiger Beinfreiheit und wiegt nur 950 kg. Dabei ist ein 20 kWh-Akku, der alleine auf 200 kg kommt. Eine 16-kWh-Batterie ist im Inneren befestigt. Eine 6-kWh-Batterie kann entfernt werden.

Die Gestaltung ist sehr sparsam. Damit steht viel Platz zur Verfügung, ferner ist das Gewicht niedriger. So daß der Akku länger hält.

Ein "Verzicht auf ein überflüssiges Styling" zugunsten von Komfort und geringeren Kosten. Das Unternehmen spricht von einem skandinavischen "Less-is-more" - Ansatz.

Das Fahrzeug soll in engen städtischen Straßen leicht zu manövrieren sein. Es läßt sich für eine Vielzahl von Geschäftsmodellen nutzen. Etwa Leasing oder Mitfahrgelegenheiten.

Ein kleines Video zeigt das Modell:

BIOMEGA EV

https://vimeo.com/298396439

> The EV concept car has been developed to take Biomega’s principles of social innovation, design thinking and urban mobility and apply them to the automotive industry.

Beim Anblick von so einem Auto ahnt man, daß die Städte in zehn oder zwanzig Jahren ganz anders aussehen könnten.

Bei

https://biomega.com

findet sich derzeit noch kein Hinweis.

Amour Éternel - eternal love - Giant Birdhouse with an oversized mistletoe rises above Lausanne - Grosses Vogelhaus mit Mistelkugel weist auf den Grünflächenverlust in Lausanne hin

19.09.2019 23:40:28, Jürgen Auer, keine Kommentare

Städte wachsen. Grünflächen werden bebaut und verschwinden. Lausanne sieht eigentlich auf Google-Maps noch relativ grün aus. Aber die beiden Architekten Adrien Comte und Adrien Meuwly sehen das anders.

Und haben deshalb ein 18 Meter hohes Vogelhaus aufgestellt. Es fungiert als ein künstlicher Baum und thematisiert die Bodenverknappung in Städten. Oben gibt es - unter einem schützenden Dach - eine große Mistelkugel. Diese dient einerseits als Nistkasten für Vögel, andererseits wird damit die Mistel unterstützt.

Daraus leitet sich der Name ab: Amour Éternel = ewige Liebe. Denn die Mistel ist darauf angewiesen, daß sie auf anderen Pflanzen wächst und daß es genügend Vögel gibt, die ihre Beeren fressen und den unverdauten Samen an anderen Stellen wieder ausscheiden.
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a giant birdhouse rises above lausanne to address soil scarcity in urban areas

https://www.designboom.com/architecture/comte-meuwly-birdhouse-amour-eternel-eternal-love-lausanne-09-19-2019/

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Der Standort ist eine ehemals grüne Promenade, diese wurde in den letzten Jahren stark verstädtert. Übriggeblieben ist eine relativ kleine Wiese, "Messidorwiese" genannt. Dort lassen sich die verbliebenen Vögel der Stadt nieder.

Eigentlich müßte die Messidorwiese fruchtbar sein. Aber davon sei heute nicht mehr allzuviel übrig geblieben.

> its territory is being gradually gnawed by buildings, the school, its large gym hall and its bitumen yard.’

Das Gelände sei zernagt worden. Von Häusern, einer Schule, einer großen Sporthalle und einem Bitumenhof.

Das Stativ beschränkt seinen Platzbedarf auf drei Punkte am Boden. Damit dient das von Menschenhand geschaffene Bauwerk als Zufluchtsort für Vögel, wo diese Nahrung finden und damit die Mistelsamen in der Stadt verteilen.

Wenn ich mir allerdings so manche Projekte ansehe, die ich im hiesigen Blog bereits vorgestellt hatte: Dann müßte die Lösung für Städte so aussehen, daß "grüner" gebaut wird. Also nicht hier Parks, dort Häuser mit glatten Steinfassaden. Sondern viel mehr Häuser, die von vornherein darauf ausgelegt sind, daß die Fassaden viele Balkone mit Bäumen und Sträuchern haben.

Plus begehbare, grüne Dächer. So daß ein Haus zwar den Platz blockiert, der dem Grundriß entspricht. Aber dafür neuen, vertikalen Platz schafft, der zusammen mit dem grünen Dach in der Summe größer als die Bodenfläche sein kann.

Water Vapor Fireplace - Electric Steam Fireplace with cold flames - Flammenband, das mit Wasserdampf erzeugt wird

18.09.2019 23:37:15, Jürgen Auer, keine Kommentare

In diversen Wohnungen gibt es sie. Auch heute noch bzw. sie werden wieder eingebaut: Kamine. So daß es eine offene Feuerstelle gibt, die Flammen produziert. Manch einen mag das beruhigen oder ablenken. Da so eine offene Feuerstelle aber auch risikoreich sein kann oder Dreck macht, gibt es ähnliche Lösungen, die bsp. Propangas verbrennen. Bei denen existieren die Risiken einer ständigen Verbrennung weiterhin.

Eine ganz andere Lösung - gibt es mit Wasser. Da werden sehr feine Wasserdampfschwaden mit LEDs beleuchtet. Das Ergebnis sieht aus, als gäbe es einen offenen Kamin. Es wird aber nur ein Wassertank und ein Stromanschluß benötigt.
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Water Vapor Fireplace | AFIRE WATER 3D Electric Steam Fireplace

https://www.a-fireplace.com/water-vapor-fireplace/

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Man kann mit der Hand durch die "Flammen" gehen. Es passiert nichts.

In einem kleinen Video

Water Vapor Fireplace | AFIRE WATER 3D Electric Steam Fireplace Inserts w/ Cold Flames

https://www.youtube.com/watch?v=Rbuf-hVznVM

ist das auch zu sehen: Ein kleines Mädchen bzw. eine Frau fährt mit der Hand durch die Flammen. Das scheint auch so fein zu sein, daß die Hand nicht mal nass wird.

Das Video endet - zwangsläufig - mit der Warnung: Man möge seine Kinder warnen, daß Flammen normalerweise heiß sind.

Technisch läßt sich das überall installieren. Auch dort, wo offene Feuerstellen nicht möglich sind. Sei es in Stadtwohnungen inklusive Schlafzimmern, in Restaurants oder in Schaufenstern, bei denen offene Flammen undenkbar wären.

Ganz unten auf der Seite findet sich der Hinweis:

> 3D inserts produce no dangerous gas, but only ultrafine cold water vapor.

Es ist also "nur" sehr feiner Kaltwasserdampf, der produziert und beleuchtet wird.

Auf der Seite zur Installation findet sich der Hinweis, daß man Leitungswasser verwenden könne. Das Wasser möge nur nicht zu hart sein.

Witzigerweise bietet das Unternehmen A-Fire Ltd, das dieses Gerät entwickelt hat, auch Brenner auf Ethanolbasis an. Die "Wasserverbrenner" scheint es zum ersten Mal seit Herbst 2018 zu geben. Die auffindbaren Videos sind vom letzten bzw. diesem Jahr.

Via https://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/leds-und-wasserdampf-imitieren-feuer/

 

Ginza Tenant Building - L-shaped plot of land, 2.7 meters wide - schmales Bürogebäude auf L-förmigem Grundstück im Ginza Viertel in Tokio - von SO&CO

17.09.2019 23:03:06, Jürgen Auer, keine Kommentare

Grundstücke in Städten: Da mag man an große, zusammenhängende Flächen denken, die einheitlich geplant und bebaut werden können. Aber manchmal gibt es auch ganz andere Grundstücke. Vielleicht entstanden durch Teilungen bei Erbschaften. Klein, verwinkelt. Was macht man damit?

In Tokio gibt es das Ginza Viertel, zu dem es einen eigenen Wikipedia-Artikel ( https://de.wikipedia.org/wiki/Ginza ) gibt. Das gilt als das Hauptgeschäfts- und Vergnügungsviertel. Viele Restaurants, Theater, Kaufhäuser, Luxusgeschäfte. Und Kunstgalerien, Nachtclubs sowie Hotels.

Aber das ist nur die eine Seite. Die andere Seite sind diverse Bürogebäude in den Nebenstraßen. Und dort gibt es ein Grundstück. L-förmig. Zur Straße hin ragt nur der lange, dünne Teil, wohl ein wenig mehr als 2,7 Meter breit. Links und rechts daneben hohe Gebäude.

Da wurde nun ein ebenfalls L-förmiges, vierstöckiges Gebäude errichtet. Das zur Straße hin grade mal 2,7 Meter breit ist.
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Ultimate Infill: A 2.7-meter Office Building Rises in a Ginza Alley

http://www.spoon-tamago.com/2019/09/16/ginza-tenant-building/

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Interessant ist die Lösung, die SO&CO entwickelt hat: Die Büroräume gibt es im "kurzen Teil" des L über die gesamte Länge. Und im langen Teil des L auf vielleicht 2/3 der Länge. Dazwischen gibt es freie Treppen, über die man nach jeweils einer Treppe zu einem der hinteren Büroräume gelangt. Dann geht die Treppe wieder zurück und erschließt das nächste Stockwerk im "langen Teil".

Und obwohl der Abstand zu den beiden Nachbarhäusern "sehr gering" ist, gibt es auf beiden Seiten teils relativ große Fenster.

Die Schwierigkeiten beim Bau waren beträchtlich. Es gab keinen Platz für schwere Maschinen. Und es wurde Platz für Gerüste benötigt. Also wurde sehr viel per Hand erstellt.

Ginza gilt als nobel und schillernd. Aber die meisten Bürogebäude in den Seitenstraßen sind trist und unscheinbar. Dagegen fällt das "Ginza Tentant Building" auf.

Bei SO&CO

http://www.so-co.org/cn3/pg100.html

gibt es noch ein paar Bilder mehr. U.a. die Lücke vor dem Hausbau. Der Blick von oben zeigt, daß sich das L-förmige Gebäude quasi um das Gebäude auf dem Nachbargrundstück herumwickelt. Beide Grundstücke zusammen würden ein reguläres rechteckiges Grundstück bilden. So scheint dieses Grundstück irgendwann einmal in zwei Teile aufgeteilt worden zu sein. Das kleine Rechteck wurde bebaut. Nun ist auch die L-förmige Fläche genutzt.

Unter

https://my.matterport.com/show/?m=aUX9ZMWBksv

kann man virtuell durch das Gebäude wandern.

Sea Turtles - why have they so terrifying mouths? It's a reverse filter - Helen Kairo / Anatomika Science erklärt, warum Meeresschildkröten so schreckliche Münder haben

16.09.2019 23:46:17, Jürgen Auer, keine Kommentare

Manche Dinge bekommt man ja normalerweise nicht zu Gesicht. Und sieht man sie doch, dann stellt sich die Frage: Was ist der Zweck?

Im Internet kursierten Bilder, die den geöffneten Mund einer Meeresschildkröte zeigten: Das wirkt wie ein Wust aus Stacheln, gegen die jedes Haifischgebiss übersichtlich aussieht. Dabei gelten Meeresschildkröten nicht unbedingt als großartige Jäger, die ihre Beute mit kräftigen Zähnen festhalten und zerlegen.

Aber was ist der Zweck dieser Stacheln? Die Künstlerin und Biologin Helen Kairo, die auch als "Anatomika Science" veröffentlicht, hat den Zweck in einigen Illustrationen erläutert.
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Sea Turtles Have Terrifying Mouths And This Person Explains The Science Behind It

https://www.boredpanda.com/sea-turtles-anti-barfing-spikes-plastic-bags-problem/

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Der Zweck dieser "Widerhaken" ist eigentlich ganz einfach: Meeresschildkröten schlucken sehr viel Wasser, wenn sie fressen. Eine kleine Qualle - und viel Wasser dazu. Das Wasser speien sie immer wieder aus. Die Widerhaken oder Stacheln, die wohl nicht hart, wie Zähne, sondern weicher sind, sind alle nach hinten gerichtet.

Und sorgen dafür, daß das Wasser rausgepresst werden kann. Die hinreichend feste Nahrung jedoch hängen bleibt und weiterverdaut werden kann.

Da gibt es auch ein Bild einer Meeresschildkröte an Land, die scheinbar rotes Blut ausgespuckt hat. In Wirklichkeit hat die Schildkröte roten Seetang gefressen. Durch das Rausdrücken des Wassers kommt auch feiner roter Seetang mit raus - und färbt das rot.

Das Problem haben alle Tiere, die im Wasser leben. Fische lösen es, indem das Wasser wieder durch die Kiemen entweicht und nur die festeren Bestandteile gefressen werden. Seeschildkröten schlucken erst Wasser und Nahrung. Dann befördern sie das Wasser wieder rückwärts raus. Die Widerhaken sorgen dafür, daß die Nahrung drin bleibt. Wale nutzen ihre Barten, um Plankton und Wasser zu trennen.

Und das Problem sieht man damit natürlich auch: Enthält das geschluckte Wasser Plastikteile, dann bleiben diese ebenfalls im Magen.

Auf dem Instagram-Account

https://www.instagram.com/anatomika.science/

gibt es die Bilderfolge zusammenhängend:

Anti-Barfing Spikes

https://www.instagram.com/p/B1pqpCnBaYK/

Helen Kairo hatte erst Kunst studiert, einen BFA in Illustration gemacht und in der Spielebranche gearbeitet. Dann folgte ein Master in Biologie. In den letzten zehn Jahren hat sie in diesem Spannungsfeld zwischen Biologie und Kunst gearbeitet.

FDDB - Fietsen door de Bomen - Cycling through the trees - eine Doppelschleife für Radfahrer und Fussgänger in der Nähe von Limburg - Belgien

15.09.2019 23:53:56, Jürgen Auer, keine Kommentare

Einmal als Fahrradfahrer in Höhe der Baumwipfel unterwegs sein? Ok, nicht ganz, aber immerhin auf einer Höhe von etwa 10 Metern.

In Pijnven, Bosland, in der Nähe von Hechtel-Eksel in Belgien gibt es große Waldgebiete. Und dort eine Doppelschleife mit einem Durchmesser von etwa 100 Metern. Erst schrauben sich die Radfahrer in einer Runde auf etwa 10 Meter Höhe hoch. Dann geht es in der zweiten Runde wieder langsam nach unten.

Von den Architekten Burolandschap, im Auftrag von "Visit Limburg". Dort gibt es ein umfangreiches Netz von Radwegen, das durch diese Schleife einen neuen "Höhepunkt" erhält.
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Cycling through the Trees / Burolandschap

https://www.archdaily.com/924605/cycling-through-the-trees-burolandschap

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Die Steigung liegt bei etwa 3 - 4 %, ist also für Radfahrer gut zu bewältigen.

Die technische Struktur wirkt sehr simpel und transparent: Drei Reihen von Stahlsäulen, die im Boden verankert sind, tragen die beiden Fahrspuren. Die Benutzung erfolgt nur in eine Richtung, so daß es nicht Kollisionen mit dem Gegenverkehr geben kann. Ferner gibt es einen durchgehenden Handlauf und Netze an den Rändern.

Insgesamt sind 449 Stahlsäulen verbaut. Diese wirken in ihrer "verrosteten Form" wie die Stämme der Bäume, die gefällt werden mußten. Deren Stämme wurde für einen Pavillon genutzt, der für Fußgänger ein paar Sitzgelegenheiten bietet.

Bei Google Maps fand sich die Schleife noch nicht. Stattdessen ist bei

Bosland - Wandelen - Pijnven

https://www.bosland.be/ontdek-bosland/wandelen/pijnven/33/

eine Karte drin. Die zeigt allerdings die Schleife auch nur in einer Skizze, die Satellitenaufnahme zeigt diese noch nicht.

Ein kleines Video zeigt Luftaufnahmen von der Schleife:

Fietsen door de Bomen

https://www.youtube.com/watch?v=fGdjU1CGf8U

Auf der Seite Visit Limburg

https://www.visitlimburg.be/nl/fietsendoordebomen

gibt es das Video ebenfalls. "Fietsen door de Bomen" heißt "Radfahren durch die Bäume". Das erklärt auch das Kürzel #fddb.

Ersetzt man das /nl/ durch /de/ oder /en/, kann man die Informationen in anderen Sprachen lesen.

Die dortigen Wälder bestehen größtenteils aus Nadelbäumen, die Anfang des vorigen Jahrhunderts gepflanzt wurden, um später als Grubenholz verwendet zu werden. Dann schlossen die Bergwerke - und die Bäume wurden nicht gefällt. Inzwischen werden gezielt neue Bäume gepflanzt, damit ein ausgewogener Waldbestand mit verschieden hohen Bäumen entsteht.

Bei Burolandschap

https://www.burolandschap.com/fddb

gibt es ein kleines Video, das Bilder von den Bauarbeiten zeigt. In der Mitte des Doppelkreises war ein hoher Kran aufgebaut, mit dem die Stahlpfähle gesetzt wurden.

Coral inspired Vessels created from porcelain fragments - Schalen mit korallenartigen Erweiterungen - die Porzellanarbeiten von Olivia Walker

14.09.2019 23:57:51, Jürgen Auer, keine Kommentare

Bei Porzellan denkt man üblicherweise an glatte Schüsseln und Teller. Oder an runde Gegenstände, wie sie beim Drehen auf einer Töpferscheibe entstehen. Und auch Figuren aus Porzellan sind üblicherweise eher durch eine glatte, nicht zu komplexe Oberfläche gekennzeichnet.

Ganz anders dagegen die Porzellangefäße von Olivia Walker.

Da ist die "glatte, gewohnte Gefäßstruktur" nur der Ausgangspunkt. Diese glatte Struktur wird unterbrochen durch Strukturen, die aus vielen dünnen Blättern bestehen. Die quasi aus der glatten Porzellanschicht herauswachsen, aber selbst ebenfalls aus Porzellan bestehen.

Bei dem Objekt aus dem Vorschaubild existiert schließlich außen praktisch keine typische glatte Porzellanstruktur mehr.
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Olivia Walker Balances Minimalism and Tactile Textures in Ceramics Showcased on her Squarespace Portfolio Site

https://www.thisiscolossal.com/2019/09/olivia-walker-squarespace/

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> Olivia Walker creates highly tactile unglazed ceramic vessels using a unique layering technique that edges her pieces with organic ridged “growths”.

Eine einzigartige "Schichttechnik", welche die Gefäße mit organischen, gerippten "Gewächsen" umrandet.

Auf Keramik war sie zufällig gestoßen. Nach Abschluß eines ersten Studiums arbeitete sie in einem Sommer in einer Kunsthandwerksgalerie. Dort war sie von der Keramik angetan, schrieb sich in einen Abendkurs ein. Dann folgte ein Master-Studium in zeitgenössischer Keramik.

> “All of my pieces start by being thrown on the wheel, before being built-upon with thousands of individually-applied fragments of porcelain, that work together to create an organic texture that eats into or grows over the original form,”

Der Ausgangspunkt ist immer eine Form, die auf der Töpferscheibe entsteht. Dann folgen tausende individueller Porzellanfragmente. Diese bilden eine organische Textur, die sich in die bestehende Struktur einpaßt oder über diese hinauswächst.

Sie verwendet nur natürliches Porzellan mit handgemischten Oxiden als Farbe.

Auf Instagram:

oliviawalker_ceramics

https://www.instagram.com/oliviawalker_ceramics/

und auf der Website

https://www.oliviawalker.co.uk/

gibt es weitere Beispiele. Diese Gefäße, bei denen sich solche Strukturen nur an einer Stelle entwickeln, wirken irgendwie noch nachvollziehbar. Aber diese Gefäße, zu denen auch das Beispiel aus dem Vorschaubild zählt: Bei denen sich die gesamte äußere Struktur in solche feine Blattstrukturen auflöst. Das wirkt eigentlich wie etwas, für das man Wochen oder Monate bräuchte. Das kann aber eigentlich nicht sein, weil in der Zeit das Porzellan längst getrocknet wäre. Deshalb müßte sie die Technik so perfektioniert haben, daß sie das "hinreichend schnell" erstellen kann.

Borden Park Natural Swimming Pool - first chemical free public outdoor pool in Canada - erstes Freibad mit natürlicher Wasserreinigung in Edmonton, Alberta, Kanada

13.09.2019 23:44:56, Jürgen Auer, keine Kommentare

Hallen- und Freibäder, die mit einem Wasserkreislauf arbeiten, verwenden Chemikalien, um das Wasser zu reinigen. Die hygienischen Anforderungen sind hoch. Im Wasser landet alles mögliche, das darf nicht zu Infektionen führen.

Strenge Bestimmungen gibt es - natürlich - auch in Kanada. Trotzdem wurde 2018 in Edmonton, Alberta das erste Freibad eröffnet, das ohne chemische Wasseraufbereitung auskommt.

Stattdessen wird das Wasser mit Stein-, Kies- und Sandfiltern sowie Pflanzen und Plankton gereinigt. Federführend war das Architekturunternehmen gh3* aus Toronto.
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Canada unveils its first chemical-free public outdoor pool and it’s gorgeous

https://inhabitat.com/canada-unveils-its-first-chemical-free-public-outdoor-pool-and-its-gorgeous/

Bei gh3*:

Natural Swimming Pool

https://www.gh3.ca/work/natural-swimming-pool-02

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Der Borden Park Natural Swimming Pool ersetzt einen Pool, der aus den 1950ern stammte. Er bietet Platz für bis zu 400 Schwimmer und hat ein großes Becken und ein Kinderbecken. Die gesamte Anlage hat eine Größe von 64.465 Quadratmetern. Neben den eigentlichen Schwimmbecken gibt es ein großes Gebäude, das Umkleidekabinen, Duschen und Badezimmer bereitstellt. Drumherum gibt es noch einen Sandstrand, einen Picknickplatz und einen Volleyballplatz.

Um die hygienischen Anforderungen zu erfüllen, wurde ein Kreislaufsystem entwickelt, bei dem Pflanzen, Mikroorganismen und Nährstoffe zusammen ein “living water” bilden.

Einerseits gibt es ein biologisch-mechanisches System. Andererseits ein mit Zooplankton gefülltes Feuchtsystem.

Bei gh3* gibt es eine Skizze, die den Wasserkreislauf zeigt:

Demnach wird das Überlaufwasser, das "graue Wasser", erst einmal über eine Pumpanlage auf Dachniveau hochbefördert und sickert dort durch ein Steinbett. Von dort fließt es durch zwei verschiedene Wasserbecken. Das damit vollständig gereinigte Wasser wird wieder über die Pumpanlage in den dortigen Testraum gepumpt. Von dort wird es über den Boden wieder dem Pool zugeführt.

Ein wesentliches Gestaltungsmerkmal sind Gabionenwände. Also Wände, die aus Steinen gebildet werden, zusammengehalten von Drahtkörben. Diese Gabionenwände werden sowohl für die Außenwände des großen Gebäudes (mit Umkleidekabinen und Duschen), für die Abgrenzung des Schwimmbads nach außen und - deutlich niedriger - für die Abgrenzung der beiden Wasseraufbereitungsteiche genutzt.

Das Klima in Edmonton kennt nur drei richtige Sommermonate - Juni bis August.

Sushi Takigawa - former dry cleaner's store transformed in a minimal Sushi Restaurant with 20 qm - ehemalige chemische Reinigung wird zum kleinen Sushi-Restaurant - Fukuoka, Japan

12.09.2019 23:56:54, Jürgen Auer, keine Kommentare

Ein kleines - oder bald schon winziges - Häuschen, mit einer krummen Außenwand. Eigentlich ist das Häuschen fast quadratisch. Aber die Ecke, die zur Straßenecke zeigt, ist abgeschrägt, so daß sich eine Gesamtfläche von grade mal 19,27 Quadratmetern ergibt.

Genutzt wurde das Häuschen früher für eine chemische Reinigung. Was macht man damit? Abreißen und neu bauen?

Das Architekturunternehmen Case-Real hat das Häuschen umgestaltet: Zu einer minimalistischen Sushi-Bar. "Restaurant" ist eigentlich etwas zu groß, innen ist das wie eine Bar gestaltet.

Denn im Inneren gibt es nicht ein paar Tische und einen Küchenbereich. Stattdessen eine viertelkreisförmige Bar, die sich an der Außenwand mit der "abgeschrägten Ecke" orientiert. Vor der Bar gibt es grade mal 8 Sitzplätze. Hinter der Bar hat der Koch seinen Platz, hinter dem es eine weitere viertelkreisförmige Wand gibt. Dahinter - für die Gäste nicht mehr sichtbar - gibt es eine kleine Küchenecke und einen hinteren, eigenen Eingang.
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CASE-REAL converts dry cleaner's store into 20 sqm sushi restaurant in fukuoka

https://www.designboom.com/architecture/case-real-20-sqm-sushi-restaurant-fukuoka-japan-09-12-2019/

Bei Case-Real:

SUSHI TAKIGAWA / FUKUOKA, 2019

http://www.casereal.com/en/works/interior/takigawa/

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Die Bilder sind in beiden Artikeln dieselben: Mit zwei Ausnahmen: Bei Case-Real findet sich ein Bild, wie das Häuschen davor aussah. Und ein Grundriß, der das zeigt, was man auf den Bildern nicht sieht: In der einen Ecke gibt es eine kleine Toilette. Und die Anordnung der Küche hinter der viertelkreisförmigen Wand.

Bei der Neugestaltung blieb das Äußere unverändert, die Außenwände wurden mit Stuck verputzt. Ferner wurde das ursprüngliche Dach durch Metallplatten ersetzt.

Innen zieht sich die große Bartheke durch, aus Gingko-Holz: Ein Bereich für die Gäste, dazwischen ein höherer Teil als Grenze, dahinter der Bereich für den Koch. Die Decke ist abgehängt und geht schräg nach hinten hoch, verbirgt vorne bsp. eine Klimaanlage.

Die Wände innen sind aus Holz der japanischen Zypresse gestaltet. Die Rundwand hinten ist eine Lehmwand, in einem ähnlichen Farbton wie das Holz.

Von außen her ist das damit weiterhin ein "kleines graues Häuschen", das sich unscheinbar in seine Umgebung einfügt. Innen ist das dagegen zu einem Schmuckstück mit einer ganz anderen Atmosphäre geworden.

3D-printed robotic fish swims by mimicking a tuna - 3D-gedruckter Fisch schwimmt, indem er die Bewegungen eines Thunfisches nachahmt - Rekord von 0,85 Metern pro Sekunde - Delft University of Technology

11.09.2019 23:54:29, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wie können sich autonome Unterwasser-Drohnen fortbewegen? Normalerweise denkt man an Propeller. Aber Propellerantriebe haben gewisse Nachteile. U.a. produzieren sie Verwirbelungen, die bsp. in stehenden Gewässern zu Schäden führen können.

An der Delft University of Technology wurde nun ein Roboterfisch entwickelt, der mit einem relativ hohen Tempo unterwegs ist: 0,85 Meter pro Sekunde schafft er. Das sind 51 Meter in einer Minute bzw. 3060 Meter pro Stunde. Die Arbeit stammt von Sander van den Berg, Industrial Design Engineering Masterstudent.
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3D-printed robotic fish swims through water by mimicking the movement of a tuna

https://www.dezeen.com/2019/09/11/robotic-fish-rosander-van-den-berg-tu-delft-robotic-underwater-drone/

Ein Video zeigt den Einsatz:

World's fastest soft robotic fish

https://www.youtube.com/watch?v=crEHoWgwXX0

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Der Robotic Fish bewegt sich durch das Schlagen der Rückenflosse fort. Das ist deutlich effizienter als ein Antrieb durch Propeller. Und es führt dazu, daß der Fisch deutlich unempfindlicher ist, weil keine extern rotierenden Teile benötigt werden. Wenn irgendwelche schwimmenden Teile im Wasser in den Propeller reinkommen, kann das zu Problemen führen. Etwa Algen, kleinere Fische oder Pflanzen, die im Wasser treiben. Ein einziger Motor ist für den Antrieb notwendig.

Die Zusammensetzung:

> The low-cost prototype is made using 3D-printed plastic for the rigid body, a piece of pliable sheet plastic for the passive segment and a soft silicone skin for the active segment.

Der starre Körper ist per 3D-Druck aus Kunststoff hergestellt, einem Stück biegsamen Kunststoff für den passiven Teil und einer weichen Silikonhülle für das aktive Segment.

Für die Geschwindigkeit entscheidend ist das Design hinten: Dort ist das Verhältnis von starren zu flexiblen Teilen entscheidend. Dafür wurden Computermodelle genutzt, um die fließende, S-förmige Bewegung von Thunfischen nachzuahmen.

Das "sieht" einfach aus: Ein Problem bei so einem Antrieb ist aber, daß ein fehlerhaftes Design dazu führt, daß die Stabilität des Roboterfisches beeinträchtigt ist: Dann schwankt und rollt er, anstatt daß er sich relativ geradlinig fortbewegt.

So ein Antrieb ist effizienter, schneller und sicherer für richtige Fische und Menschen, wenn sie mit der Drohne in Kontakt kommen. Ferner entfällt das surrende Geräusch. Und die Konstruktion funktioniert auch in der Tiefe, wenn der Wasserdruck zunimmt. Propellerantrieb schwächelt dort.

Feel the Peel - Orange Squeezer serves juice in bioplastic cups made from the peel - Orangenpresse liefert Orangensaft in Bechern aus der Orangenschale per 3D-Druck - von Carlo Ratti Associati

10.09.2019 23:45:45, Jürgen Auer, keine Kommentare

Orangensaft ist beliebt. Eine Maschine, die einen Stapel frischer Orangen - dekorativ in Form einer mehrfach gewundenen Schlange als Dach - in Orangensaft verwandelt, ist damit für verschiedenste Unternehmen gut zu gebrauchen. Etwa bei größeren Veranstaltungen.

Aber wie serviert man so etwas? Aus Plastikbechern? Das italienische Studio Carlo Ratti Associati hat so eine Maschine als Prototypen entwickelt. Da wird aus den Orangenschalen ein Becher gemacht. Den Orangensaft gibt es damit im Orangenhüllen-Becher serviert.
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Carlo Ratti's orange squeezer serves juice in bioplastic cups made from the peel

https://www.dezeen.com/2019/09/10/carlo-ratti-feel-the-peel-circular-orange-juice-bar-design/

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Gebaut wurde der Prototyp für Eni. 3,10 hoch, oben passen 1500 Orangen rein. Bestellt jemand einen Orangensaft, rutschen ein paar Orangen runter, werden halbiert und ausgedrückt. Die übriggebliebenen Hälften landen unten in einem durchsichtigen Bereich. Dort werden sie getrocknet und gemahlen, daraus wird "Orangenstaub" hergestellt, der mit Polylactic Acid (PLA) (Polymilchsäure) gemischt den Rohstoff bildet.

Der Mix wird erhitzt und geschmolzen und kann als Ausgangspunkt für einen 3D-Drucker verwendet werden.

Dem Druckprozess können Besucher zusehen. Ist das fertig, läßt sich der Becher wohl relativ schnell zum Trinken verwenden.

Das Ergebnis: Von der Orange wird weitaus mehr als nur der Saft genutzt. Und der Becher ist am Ende vollständig biologisch abbaubar.

Die Maschine soll auf dem Singularity University Summit in Mailand vom 08.-09.10.2019 zu sehen sein. Dann soll sie durch Italien touren.

Ein kleines Video

Feel the Peel

https://www.youtube.com/watch?v=Bx9missz73A

zeigt die Details der Maschine.

Eigentlich interessant daran ist, daß man getrocknete Orangenschalen als Basis für 3D-Druck verwenden kann. Wenn das damit geht, dann geht das wahrscheinlich auch noch mit diversen anderen Materialien, die biologisch abbaubar sind.

Pino - wooden multi-functional kitchen appliance that run without electricity - multifunktionale Küchenmaschine, die per Hand angetrieben wird - von Manuel Immler

09.09.2019 23:11:47, Jürgen Auer, keine Kommentare

Küchengeräte zum Rühren und Kneten sind oft aus Kunststoff oder Metall. Und werden elektrisch angetrieben.

Eine ganz andere Lösung hat der Designer Manuel Immler entwickelt: Eine multifunktionale Küchenmaschine, mit der man rühren, kneten und mahlen kann. Aber nicht mit einem elektrischen Antrieb. Sondern per Handantrieb. Und teilweise unter Verwendung von austauschbaren Holzteilen.
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manuel immler crafts wooden appliances that run without electricity

https://www.designboom.com/design/manuel-immler-pino-multifunctional-kitchen-appliance-ecofriendly-germany-09-09-2019/

Den inneren Aufbau zeigt das Video des "fliegenden Zusammenbauens":

Pino Zusammenbau

https://vimeo.com/347798976

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Vorne kann man einen Schneebesen, eine Mühle oder andere Werkzeuge anbringen. Innen gibt es ein dreistufiges Getriebe, das die Kurbelbewegungen entweder in Umdrehungen von bis zu 1000 Umdrehungen / Minute umwandelt. Eiweiß und Sahne lassen sich damit problemlos schlagen. Oder es geht langsamer, dafür aber mit mehr Kraft.

Als Designer interessiert er sich für Geräte, die nicht kurzlebig, sondern langlebig sind. Und die so aus einzelnen Komponenten zusammengesetzt sind, daß jede Komponente ausgetauscht und das Gerät damit repariert werden kann.

Das Gehäuse besteht größtenteils aus Holz. Der Fuß ist aus Gusseisen, innen gibt es Stahlbleche und Zahnräder aus Messing.

Die Seite

Pino

https://manuelimmlerdesign.de/portfolio/pino/

nennt einen Drehzahlbereich von 50 - 1000 Umdrehungen pro Minute. Wobei der Fuß des Prototypen wohl nicht aus Gußeisen, sondern aus gefrästem Uriolschaum besteht.

First lightweight 3D printed Fibre Reinforced Polymer bridge - 3D printed polymer pedestrian Bridge - erste 3D-gedruckte Fussgängerbrücke, die faserverstärktes Polymer nutzt

08.09.2019 23:57:46, Jürgen Auer, keine Kommentare

Eine Fußgängerbrücke, per 3D-Druck hergestellt aus Kunststoff? Drei niederländische Unternehmen, das Ingenieurbüro Royal Haskoning DHV, die Polymerfirma DSM und die 3D-Druckerei CEAD entwickeln gerade gemeinsam solche Druckverfahren.

CEAD hat ein CFAM-Prime-Verfahren, mit dem glasfaser- oder kohlefaserverstärkte Teile in einer Größe von 4 x 2 x 1,5 Metern hergestellt werden können. Aus solchen Einzelteilen lassen sich größere Brückenteile zusammenbauen.
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first polymer pedestrian bridge to be 3D printed by royal haskoningDHV, DSM and CEAD

https://www.designboom.com/design/royal-haskoning-dhv-dsm-cead-polymer-3d-printed-pedestrian-bridge-delft-netherlands-09-03-2019/

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Große Polymerdrucker wurden zwar schon eingesetzt, um Schalungsformen zu erstellen, mit denen bsp. großflächige Teile für Tunnel hergestellt werden konnten. Jedoch gab es bislang noch keine direkten Versuche, eine gesamte Fußgängerbrücke per 3D-Druck aus Polymeren herzustellen.

Die Kombination von Polymeren und Endlosfasern kann es ermöglichen, relativ leichte und trotzdem hinreichend feste Elemente zu erstellen, so daß man damit so ein Infrastrukturobjekt wie eine Brücke zusammenbauen kann. Bei früheren Versuchen hatten 3D-gedruckte Gebäude bsp. mit extremen Temperaturen Schwierigkeiten. Diese Technologie könnte das besser lösen.

Maurice Kardas, Business development Manager bei Royal Haskoning DHV, berichtet, daß faserverstärkte Brücken eine längere Lebensdauer und geringere Gesamtkosten im Vergleich zu Stahlbrücken hätten. Bei der Herstellung werden Sensoren hinzugefügt, so daß die Brücke einen "digitalen Zwilling" hat. Damit lassen sich Wartungsaufgaben überwachen, die Sicherheit gewährleisten und die Lebensdauer der Brücken verlängern.

Patric Duis von DSM erwähnt, daß Arnite genutzt werden. Eine Suche:

Arnite:

https://www.resinex.de/produkte/arnite.html

listet Eigenschaften dieser Kunststoffe:

Äußerst geringe Wasseraufnahme
Außerordentliche Maßstabilität
Große Festigkeit und Steifigkeit, auch unter Umgebungsbedingungen
Sehr gute Wärmebeständigkeit und Beständigkeit gegen thermische Alterung
Ausgezeichnete elektrische Eigenschaften
Ausgezeichnete Farbstabilität
Schöner Oberflächenglanz
Ausgezeichnete Beständigkeit gegen chemische Beanspruchung
Ausgezeichnete Verschleißeigenschaften

Hergestellt werden diese von DSM. Da wird erwähnt, daß Arnite in der Autoindustrie für diverse Kleinteile verwendet werden.

Patric Duis:

> ‘using arnite has significant advantages in bridge building. instead of traditional materials such as steel and concrete, we can make more environmentally friendly bridges with more flexible design and through using recyclable materials. designs that would before have been challenging or even impossible..can now be made through 3d printing.’

Anstelle der traditionellen Materialien wie Stahl und Beton lassen sich so umweltfreundlichere Brücken mit flexiblem Design und unter der Nutzung recycelbaren Materials herstellen. Entwürfe, die früher schwierig oder unmöglich waren, sind nun umsetzbar.

Unter

NEXT GENERATION BRIDGE DESIGN

https://www.royalhaskoningdhv.com/en-gb/specials/3d-printed-frp-bridges

finden sich ein paar weitere Informationen.

Miniature Castles created from burled wood as kinetic Sculptures - Miniatur-Burgen erstellt aus Baumknoten als kinetische Skulpturen - Uli Kirchler

07.09.2019 23:41:12, Jürgen Auer, keine Kommentare

Aus Holz etwas zu schnitzen: Das ist schon "kompliziert genug". Das gilt erst recht, wenn man nicht einfach nur Holz, sondern Burl ( https://en.wikipedia.org/wiki/Burl ), im Deutschen wohl Baumknoten bzw. Maserknollen ( https://de.wikipedia.org/wiki/Maserknolle ) als Grundmaterial verwendet: Das ist Holz, das durch starke Zellwucherungen entsteht, so daß es intensiv gemasert ist.

Da ist jedes Holzstück völlig individuell.

Aus solchen Holzstücken erstellt Uli Kirchler kinetische Skulpturen. Aus einer Holzfläche wachsen diverse kleine, burgartige Häuser heraus. Und die - lassen sich zusammenschieben, so daß die Holzfläche flach ist.
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Miniature Castles Emerge from Burled Wood in Carved Kinetic Sculptures by Uli Kirchler

https://www.thisiscolossal.com/2019/09/castles-by-uli-kirchler/

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Auf Instagram

ulikirchler

https://www.instagram.com/ulikirchler/

gibt es diverse kleine Videos. Wie das hergestellt wird, ist mir ein Rätsel.

Etwa

https://www.instagram.com/p/B0rBBR0AaeU/

Sind die "Türme" eingeschoben, ist das eine relativ flache Holzscheibe. Aus diesem Rohmaterial wird irgendwie eine Scheibe so "teilweise ausgesägt", daß sie ein Stück nach oben rutschen kann, ohne daß sie ganz rausfliegt. Dasselbe Prinzip angewandt auf die Scheibe ergibt die nächste Ebene, nun etwas kleiner.

Ursprünglich stammt er aus Italien. Inzwischen wohnt er in Portland, Oregon. Dort ist er auf dem Portland Saturday Market zu finden.

Uli Kirchler at Portland Saturday Market

https://www.youtube.com/watch?v=KQTFSMLm3Pw

Auf Instagram finden sich auch Bilder von Vasen, die er herstellt.

Auf seiner Website

http://ulikirchler.com/bio.htm

finden sich weitere Informationen. Demnach stammt er aus Südtirol, war 10 Jahre lang als "Ein-Mann-Band" unterwegs und machte Musik. Kam nach San Franciso, blieb dort hängen. Lernte seine Frau kennen, mit der er nun in Oregon lebt. Seit etwa zehn Jahren beschäftigt er sich mit diesen Holzarbeiten.

Vile creates Graffiti that makes walls appear transparent - portugisischer Graffiti Künstler erstellt optische Illusionen, bei denen Wände scheinbar Löcher haben

06.09.2019 23:58:22, Jürgen Auer, keine Kommentare

Eine Hauswand ist eine Hauswand. Fest, undurchdringlich. Aber man kann natürlich auf die Hauswand ein Bild aufmalen, das die Struktur des Hintergrundes hinter dem Haus aufgreift. Oder auch die Struktur des Vordergrundes. Ist vor der Mauer eine Wiese, dann ist es naheliegend, daß auch hinter der Mauer eine Wiese ist.

Greift das Graffiti solche Elemente auf, dann wirkt das plötzlich - wie eine deutlich durchlöcherte Wand.

Der portugisische Künstler Vile, der vollständig Rodrigo Miguel Sepúlveda Nunes heißt, wohnt in Vila Franca de Xira in Portugal. Eine Stadt, die etwa 35 Kilometer nordöstlich von Lissabon liegt.

Auf - natürlich - festen Wänden erstellt er Graffitis, die den Anschein erwecken, als gäbe es in der Wand bsp. große Löcher, welche die Buchstaben VILE ergeben. Liegt vor der Wand etwas Müll herum, dann liegt es nahe, daß durch die "Buchstabenlöcher" ebenfalls Müll sichtbar wird. Oder ist vor der alten Wand eine Wiese, dann zeigen die Buchstaben als "Inhalt" ebenfalls eine Wiese. Das kombiniert mit einer scheinbar dreidimensionalen Darstellung der Buchstaben führt zu völlig einzigartigen Graffitis.
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This Graffiti Artist Makes Walls Appear Transparent Using Nothing But Spray Paint

https://www.boredpanda.com/graffiti-artist-transparent-wall-art-vile/

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Angefangen hatte Vile, als er 14 war, inzwischen ist er 34.

Oft nutzt er verfallene und verlassene Gebäude für seine Kunst. So daß man daran hängen bleibt, weil sich scheinbar jemand die Mühe gemacht hat, riesengroße Buchstaben aus der Wand auszusägen. Und man blickt - scheinbar - in das Innere eines Gebäudes, von dem man sonst nichts zu Gesicht bekommen hätte.

Bei einem Bild wie #5 in der obigen Sammlung läuft man schon bald Gefahr, ins Innere steigen zu wollen. Da dient ein vorhandenes Loch als "dunkle Basis" für den unteren Teil des V.

Bild #12 "kann eigentlich" durch das Haus dahinter nicht stimmen. Trotzdem wirkt das auf mich so, als ob mein Gehirn lieber das Haus ausblenden möchte anstatt auf die Illusion der "großen Wasserfläche hinter der Mauer" zu verzichten.

Auf Instagram:

vile_graffiti:

https://www.instagram.com/vile_graffiti/

Dort gibt es sowohl Vorher-Nachher-Kombinationen. Als auch kleine Videos, etwa:

https://www.instagram.com/p/B1MTNn5gjFz/

Da ist die Kamera in Bewegung. Die Ansicht durch das "tatsächliche Loch" der Tür ändert sich ständig. Das Graffiti bleibt natürlich starr.

Diverse weitere Arbeiten gibt es auf der Website:

http://vilegraffiti.com/

Das sind also Graffitis, die exakt auf den Ort zugeschnitten sind, an dem sie erstellt werden. Graffitis anderer Künstler greifen zwar bsp. die Form des Hauses auf, das als Leinwand dient. Aber hier kann sich der Inhalt nur durch die Umgebung ergeben, weil erst dann die Illusion der "durchlöcherten Wand" funktioniert.

Grasshopper Mouse eats scorpions and howl at the moon - Grashüpfermäuse ernähren sich fleischlich, fressen Skorpione und heulen den Mond an - Video von National Geographic Wild

05.09.2019 23:24:07, Jürgen Auer, keine Kommentare

Gibt es Werwölfe? Klar, die gibt es nicht. Aber was ist mit Werwolf-Mäusen? Es gibt die Grashüpfermäuse. Und diese haben - den Spitznamen Werwolf-Maus.

Gehört hatte ich von diesen Mäusen bislang nichts. Es gibt drei Unterarten, die in Kanada, im Westen der USA und im nördlichen Mexiko leben. Prärien und trockene Buschländer sind ihr Wohngebiet. Sie sehen ähnlich aus wie Hausmäuse, eine Kopf-Rumpf-Länge von 9 - 13 Zentimetern.

Aber sie ernähren sich von Fleisch. Von Grashüpfern, anderen Mäusen. Aber auch von Skorpionen. Gegen deren Gift sie immun sind.

Und sie heulen den Mond an.
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Meet The Most Hardcore Mice You’ve Ever Seen That Hunt Scorpions And Howl At The Moon

https://www.boredpanda.com/grasshopper-mouse-nat-geo-wild-national-geographic/

Das Video auf YouTube (02:18):

The Grasshopper Mouse Is a Killer Howling Rodent | Nat Geo Wild

https://www.youtube.com/watch?v=1K9mO5QzOIQ

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Dort ist die Aussage deutlich:

> Don't be deceived by the tiny grasshopper mouse's stature because they are anything but your average house mouse. They're natural born killers.

Man möge sich nicht von dem Aussehen der Mäuse täuschen lassen. Sie sind geborene Killer.

Insekten, Eidechsen, Skorpione. Alles, was es in diesen trockenen Buschländern so an Kleintieren gibt. Und Tausendfüßler, auch die sind giftig.

Die Tausendfüßler töten normalerweise Nagetiere durch Gift. Aber die Tausendfüßler geben ihr Gift nur dann ab, wenn sie ihre Beute gefangen haben. Darauf haben sich die Grashüpfermäuse eingestellt. Und greifen die Tausendfüßler nur so lange aus der Entfernung an, bis sich diese nicht mehr bewegen können.

Die andere Variante gibt es gegenüber dem Arizona-Rindenskorpion. Eine Art der Grashüpfermäuse verfügt über ein Glycoprotein, das durch einen Bestandteil des Gifts aktiviert wird. Das blockiert die schmerzerzeugende Wirkung des Giftes.

Das "Anheulen des Mondes" sind hohe Frequenzen, die die Maus zur Reviermarkierung ausstößt.

Ein paar Hinweise gibt es in der deutschen Wikipedia:

Grashüpfermäuse

https://de.wikipedia.org/wiki/Grash%C3%BCpferm%C3%A4use

 

Irland will plant 440 million trees in 20 years - Irland möchte in 20 Jahren 440 Millionen neue Bäume pflanzen

04.09.2019 23:41:45, Jürgen Auer, keine Kommentare

Die irische Regierung hatte bereits versprochen, als Maßnahme gegen den Klimawandel zusätzliche Bäume zu pflanzen. Im Juni wurde ein "Climate Action Plan" verabschiedet.

Aber der Plan nannte keine genaue Zahl. Nun gab es diese: Eine Vertreterin vom Department of Communications Climate Action and Environment nannte eine Zielgröße von 22 Millionen Bäumen pro Jahr. Also 440 Millionen in 20 Jahren. Bzw. 8000 Hektar mit neuen Bäumen pro Jahr.
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Climate change: Ireland plans to plant 440m trees by 2040

https://www.irishtimes.com/news/environment/climate-change-ireland-plans-to-plant-440m-trees-by-2040-1.4003940

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> "The target for new forestation is approximately 22 million trees per year. Over the next 20 years, the target is to plant 440 million,"

Zu 70 % sollen das Nadelbäume, zu 30 % Laubbäume werden. Bzw. 2.500 Nadelbäume oder 3.300 Laubbäume pro bepflanztem Hektar.

Bei

Ireland to Plant 440 Million Trees in 20 Years to Fight Climate Change

https://www.ecowatch.com/ireland-planting-trees-2640173016.html

fanden sich weitere Informationen.

Das schließt sich an ähnliche Vorhaben aus anderen Ländern an. In Äthiopien wurden im Juli an einem einzigen Tag 350 Millionen Bäume gepflanzt. Schottland hatte 2018 11.200 Hektar bepflanzt, das waren mehr als die geplanten 10.000 Hektar. Da gab es insgesamt mehr als 22 Millionen Bäume.

In England gab es einen ähnlichen Plan. Da blieb aber die Umsetzung um 70 % hinter dem Plan zurück.

Wenn das in Irland erfolgreich sein soll, dann müßten die Landwirte davon überzeugt werden, daß sie mehr Bäume auf ihrem Land pflanzen. Das sei aber derzeit nicht populär.

Allerdings ist das durchaus umstritten. Pádraic Fogarty vom Irish Wildlife Trust:

> "People are not good at planting trees and trees do not like being planted. They prefer to plant themselves,"

Leute seien nicht gut darin, Bäume zu pflanzen. Und Bäume mögen es nicht, gepflanzt zu werden. Sie bevorzugen es, sich selbst auszupflanzen.

Besser sei es, die Landwirte dafür zu bezahlen, daß sie nichts anbauen. Dann gibt es ein interessantes Zitat:

> "We have a mental block about letting nature do its thing. We see a space recovered by nature and we think it's scrub and wasteland and want to get it back 'under control' whereas if we just left it alone, the forest would come back all by itself,"

Wir seien mental darin blockiert, die Natur ihre eigenen Dinge tun zu lassen. Wir sehen einen Raum, der von der Natur wieder erobert wurde. Und denken, das sei Gestrüpp oder Ödland. Wir wollen diesen Raum wieder "unter Kontrolle" bringen. Würden wir ihn sich selbst überlassen, käme der Wald von sich her wieder zurück.

Seeing Spheres - Creating multilayered reflected spaces - Olafur Eliasson und seine Skulptur aus fünf polierten Stahlkugeln mit Spiegeln am Golden State Warriors and Chase Center in San Francisco

03.09.2019 23:46:18, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wie gestaltet man öffentliche Räume? So daß diese nicht bloß "windige Durchgangsstationen" sind, die man möglichst schnell wieder verläßt. Sondern daß sie zu eigenständigen Aufenthaltsräumen, zu tatsächlichen "public spaces" werden?

Die vom Künstler Olafur Eliasson gestaltete Installation "Seeing Spheres" wurde am Golden State Warriors and Chase Center in San Francisco für die Öffentlichkeit freigegeben.

Die Installation besteht aus 5 15,5 Fuß großen (Durchmesser etwa 4,72 Meter) polierten Stahlkugeln, die in einem Kreis um einen zentralen Platz aufgebaut sind. Allerdings sind das keine vollständigen Kugeln. Sondern sie sind immer dort, wo sie sich den anderen Kugeln hinwenden, abgeschnitten. Dort befindet sich eine große Spiegelfläche, die mit einem LED-Lichtrand abgegrenzt ist.

Angesichts der Größe der Kugeln heißt das, daß Menschen, die davor stehen, mit dem Kopf deutlich unterhalb der Kugelmitte bleiben. Gleichzeitig gibt es damit genügend "Spiegelfläche" für "Spiegel im Spiegel" - Effekte.
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olafur eliasson's seeing spheres create multilayered, reflected spaces in san francisco

https://www.designboom.com/art/olafur-eliasson-seeing-spheres-san-francisco-09-03-2019/

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Der zentrale Gedanke von Olafur Eliasson:

> we often think of public space as empty, negative space in the city, viewed from a car or crossed on the way to somewhere else. seeing spheres offers a place to pause, where you see yourself from the outside, as a participant in society.’

Der öffentliche Raum würde häufig als leer, als negativer Raum in der City betrachtet. Aus einem Auto heraus oder gekreuzt, wenn man in eine andere Richtung unterwegs ist. "Seeing Spheres" schafft einen Raum, um zu verweilen, zu pausieren. Wo man sich selbst von außen her sehen könne, als ein Teil der Gesellschaft.

Der Platz ist vor dem Chase Center, östlich davon, zwischen Center und Wasser. Östlich davon ist also die Bucht von San Francisco, nicht der Atlantik. Dort gibt es einen 25.000 Quadratmeter großen, dreieckigen Platz, auf dem die Kugeln installiert wurden.

So, wie das aussieht, ist das Chase Center erst ganz neu eröffnet worden:

https://chasecenter.com/

Unter "News" gibt es zwar diverse Bilder mit Künstlern. Aber das sind alles nur Vorankündigungen oder Besuche von Künstlern und Sportlern auf der Baustelle.

Auch bei Google-Maps findet man nur Bilder mit Bauarbeiten.

Die spannende Frage ist, ob dieser "öffentliche Raum" in Zukunft tatsächlich genutzt wird. Ob die "Seeing Spheres" Besucher anlocken, die sich von den Beobachtungen und Reflexionen leiten lassen.

RT1 Camper Edition - Electric Pickup Truck Camper with pull out kitchen - elektrischer Pickup mit integrierter Küche und Kochfeld - von Rivian

02.09.2019 23:31:29, Jürgen Auer, keine Kommentare

Ein Pickup Truck ist ein Geländewagen, der hinten eine ebene, offene Ladefläche (Pritsche) hat. In den USA gibt es Rivian. Ein Unternehmen, das erst 2009 gegründet wurde und das Pickup Trucks mit elektrischem Antrieb entwickelt.

Da gibt es zusätzlich eine Art Camping Version. Und diese hat - eine ausziehbare elektrische Küchenzeile, mit der man Mahlzeiten zubereiten kann.
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rivian adds pull-out kitchen option to its electric pickup-truck camper

https://www.designboom.com/technology/rivian-electric-pickup-truck-camper-pull-out-kitchen-09-02-2019/

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Da ist von einem Promotion-Video die Rede, demnach soll es das Auto als "Camper Edition" ab Ende 2020 geben.

Das Video direkt auf YouTube:

Cooking in the Wild

https://www.youtube.com/watch?v=PH2PfXdCqnk

Das Küchenelement ist am vorderen Ende der Pritschenfläche eingebaut und läßt sich zur Seite herausziehen. Ebenso ist ein Zelt integriert, so daß man auf der Pritschenfläche übernachten kann.

Das Küchenelement:

> ‘it features a slide-out cabinet with an induction cooktop, built-in sink, dish rack, five-gallon water tank, and storage for all the camp utensils and tools you need to build a proper feast.’

Ein Induktionskochfeld, eingebautes Spülbecken, Geschirrkorb, ein 5-Gallonen-Wassertank und Stauraum für Materialien.

Es soll drei verschiedene Batterien geben - 105 kWh, 130 kWh und 180 kWh. Mit einer vollen Ladung sind damit 230+ miles, 300+ miles und 400+ miles möglich.

In einem älteren Artikel ( https://www.designboom.com/technology/rivian-r1t-electric-pickup-truck-11-26-2018/ ) ist davon die Rede, daß das Auto mit diversen Kameras, Radar und GPS ausgestattet sei und daß diese Hardware "level 3" Autonomie auf dem Highway ermöglichen würde. Also dasselbe, was kürzlich in einem Artikel von einem japanischen Auto berichtet wurde: Auf dem Highway ohne die Hände am Steuer.

In einem deutschen Artikel

RIVIAN R1T IM ERSTEN CHECK - Elektro-Pickup mit optionaler Küche

https://www.auto-motor-und-sport.de/neuheiten/rivian-r1t-elektro-pickup-check/

gibt es diverse weitere Hinweise. U.a. ist das, was üblicherweise den Platz für den Motor belegt, hier zusätzlicher Stauraum - 330 Liter.

Diverse Bilder plus das Video gibt es auch direkt:

R1T

https://rivian.com/r1t/

Der Preis soll - abzüglich der Zuschüsse für E-Autos - bei 69.000 Dollar anfangen.

Die Kombination Pickup Truck plus Elektroantrieb ist insofern interessant, weil damit der Platz, den sonst der Motor belegt, als zusätzlicher, geschützter Stauraum zur Verfügung steht. Und ein Auto mit "integrierter Küchenzeile" könnte dafür sorgen, daß das Auto für ganz neue Käuferschichten interessant ist.

Laview commuter train with giant windows to take advantage of panoramic views - Pritzker-Preisträgerin Kazuyo Sejima gestaltet den neuen Pendlerzug zwischen Tokio und Chichibu

01.09.2019 23:46:46, Jürgen Auer, keine Kommentare

Einen Zug zu designen, der als Pendlerzug für Berufstätige eingesetzt wird. Mit dem Wunsch des Auftraggebers Seibu, der die Linie zwischen Tokio und dem etwa 60 Meilen entfernten Chichibu in der Präfektur Saitama betreibt: Ein "niemals zuvor gesehenes Design" zu entwickeln.

Die Pritzker-Preisträgerin Kazuyo Sejima wurde damit beauftragt, diesen Zug, der zum hundertsten Geburtstag von Seibu fahren sollte, zu entwerfen.

Das Ergebnis: Ein Zug mit ungewöhnlich großen Panoramafenstern. Und vorne eine 1,5 Meter breite, gebogene Glasscheibe als Front, die die erste ihrer Art in Japan ist. Der erste Zug ist seit Anfang dieses Jahres unterwegs.
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Kazuyo Sejima creates commuter train with giant windows to take advantage of panoramic views

https://www.dezeen.com/2019/08/27/laview-kazuyo-sejima-train-design/

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> "This is my first time to design a train and the most obvious difference with building design is that the train can move to different places,"

Das sei das erste Mal für sie gewesen, daß sie einen Zug entworfen habe. Der offensichtlichste Unterschied zum Design von Gebäuden besteht darin, daß der Zug zu verschiedenen Orten fahren kann.

> "This train moves through the city to the mountains of Chichibu and I thought it would be nice for the train to be able to respond and blend into the surroundings in a soft way,"

Der Zug fährt von der Stadt in die Berge von Chichibu und ich dachte, es wäre schön, wenn sich der Zug sanft in die Umgebung einfügen würde.

Fenster gibt es in regelmäßigen Abständen an beiden Seiten. Jedes Fenster ist 135 x 158 Zentimeter groß. Die untere Kante von jedem Fenster liegt weit unter dem Wert, der sonst in Nahverkehrszügen üblich ist. So daß die Passagiere einen "großen Panoramablick" genießen können.

Jeder Zug besteht aus 8 Wagen - Gesamtkapazität 422 Sitzplätze. Innen gibt es sofaartige Sitze, die mit einem hellgelben Material überzogen sind.

Die Polsterung der Sitze wurde in Zusammenarbeit mit dem Textildesigner Yoko Ando entworfen. Wände und Decken im Inneren des Zugs sind weiß, so daß das Innere sehr hell wirkt.

Das Innere sollte so wirken, daß sich die Fahrgäste wie zuhause fühlen. Nicht, wie in einem öffentlichen Verkehrsmittel.

> "I wanted to make a train which feels like a living room where passengers can freely relax and feel motivated to ride the train,"

Wie ein Wohnraum solle der Raum wirken.

Die Beleuchtung ist indirekt, da wirkt sich die gewölbte Zugdecke aus. Die Beleuchtung paßt sich im Laufe des Tages an, so daß zu jeder Tageszeit die entspannteste Atmosphäre erzeugt wird.

Das Photo von dem Zugeingang finde ich besonders eindrücklich. Das wirkt extrem weit, mit viel Platz. Von meinen wenigen Zugfahrten kenne ich diese "Eingangsbereiche" eigentlich immer nur als eng und verwinkelt.

Das verspiegelte Äußere des Zuges wurde mit einer speziell entwickelten Aluminiumfarbe gestaltet. Der Reflexionsgrad, den die Außenhülle bietet, wurde sorgfältig untersucht, damit der Zug einen neuen Eindruck von der Landschaft bietet.

Der Betreiber Seibu will bis Ende des Jahres alle sieben Züge durch den neuen Lavie-Zug ersetzen, die auf dieser Strecke verkehren.

Bei

Kazuyo Sejima designed Laview train to travel floating into landscape

https://www.metalocus.es/en/news/kazuyo-sejima-designed-laview-train-travel-floating-landscape

gibt es diverse weitere Bilder.

Und ein kleines Werbevideo von Seibu:

西武鉄道CM「ちちんぶいぶい 2019年 新型特急篇 15秒」

https://www.youtube.com/watch?v=DUDA_QH7SY4

Erst da sieht man so richtig die Dimensionen dieser Fenster, wenn Leute im Zug sind.

Bei Seibu

https://www.seiburailway.jp/railways/tvcm/

gibt es diverse weitere Informationen und Videos.

Pieces of jewellery with tiny metal plants, animals and buildings liberated from coins - kleine Schmuckstücke erstellt aus Elementen, die aus Münzen ausgesägt wurden - von Micah Adams

31.08.2019 23:02:48, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wenn man ein kleines Schmuckstück aus Metall herstellen will, das bsp. einen fliegenden Vogel oder ein Blatt enthalten soll: Was macht man dann?

Man kann dieses Einzelelement gesondert entwerfen und versuchen, das aus Metall herzustellen. Der in Kanada lebende Künstler Micah Adams hatte eine andere Idee.

Er nutzt eine feine Juweliersäge, um aus kleinen Münzen dortige Elemente auszusägen. Etwa Laubblätter, Vögel und Gebäude.

Aus diesem "Rohmaterial" erstellt er neue, kleine Schmuckstücke und Collagen. Da er auf Münzen unterschiedlichster Länder zurückgreifen kann, gibt es genügend Material.
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Tiny Metal Plants, Animals, and Buildings are Liberated From Coins by Artist Micah Adams

https://www.thisiscolossal.com/2019/08/micah-adams-handcarved-coins/

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Die kupfernen Eichblätter stammen von kanadischen Penny-Stücken. Andere Münzen liefern Vögel und verschiedenartige Pflanzen.

Entdeckt hatte er diese Methode, im "kleineren Maßstab" zu arbeiten, an der Kunsthochschule. Dort erstellte er Skulpturen und verbrachte seine Freizeit in der Schmuck- und Metallschmiedeabteilung. Auf die Idee, Materialien aus Münzen auszuschneiden, kam er, als er andere Materialien nutzte.

Er erstellte immer wieder kleine Dinge aus Materialien, die er im Laufe der Jahre gesammelt hatte: Spielzeug, Flaschenverschlüsse, Strandfunde, sogar Zähne wurden gesammelt und genutzt. Diese goß er in Metall, so daß das kleine Miniaturdenkmäler wurden. Das brachte ihn auf die Idee, nach winzigen Dingen zu suchen, die schon Metall waren und die er als Ausgangsobjekte nutzen konnte. So kam er zum Münzschneiden.

Auf seinem Instagram-Account

https://www.instagram.com/micahadams.ca/

gibt es bsp. einen Berg von Kronen, ausgeschnitten aus Münzen.

Oder die ausgeschnittene Münze

https://www.instagram.com/p/BHzU-iVgG_N/

wird selbst zu einem eigenwilligen Kunstwerk. So daß durch das Aussägen zwei Elemente entstehen, die weiterverwendet werden können.

Auf Etsy

MicahAdamsCo

https://www.etsy.com/shop/MicahAdamsCo

bietet er solche kleine Kunstwerke zum Kaufen an. Etwa zwei Kranich-Ohrringe. Oder Ohrringe mit amerikanischen Adlern, ausgesägt aus Ein-Dollar-Münzen. Die Detailseite informiert darüber, daß diese Münzen aus verschiedenen Schichten aufgebaut sind. Ausgeschnitten taucht beim Querschnitt ein Kupferstreifen auf.

Auf YouTube

Micah Adams "I like finding new uses for things"

https://www.youtube.com/watch?v=vICPD6-TrR8

gibt es ein ganz kleines Video.

The 7 Trolls and the Magical Tower - New Trolls from Thomas Dambo in the De Schorre Provinciaal Recreatiedomein forest - sieben Trolle in Boom, Belgien

30.08.2019 23:46:40, Jürgen Auer, keine Kommentare

In Dänemark gibt es sie bereits. Im Morton Arboretum nahe Chicago in den USA. Nun gibt es eine ganze Trollfamilie auch in Belgien. Zwischen Antwerpen im Norden und Brüssel im Süden gibt es das "De Schorre Provinciaal Recreatiedomein". Ein Veranstaltungsort für Freizeitaktivitäten, Kongresse und Festivals in einer ehemaligen Tongrube, drumherum vielfältiges Gelände, Wiesen, Wälder.

Dort hat Thomas Dambo eine ganze Gruppe von sieben seiner großen Trolle aufgebaut. Mitsamt einem "Magical Tower".
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Seven Trolls and a Magical Tower Built From Recycled Materials Make Up a Fairy Tale in a Belgian Forest

https://laughingsquid.com/thomas-dambo-seven-trolls-magical-tower/

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Una und Joures - das ist ein Paar, die liegen auf der Wiese und gucken in den Himmel - https://www.instagram.com/p/B1Vut8ki3M5/

Mikil ist verborgen im Wald und schöpft grade Wasser aus einem Gewässer - https://www.instagram.com/p/B1nyLYLiw3A/

Kamiel ist der große Troll neben dem Magical Tower - https://www.instagram.com/p/B03emENhZpL/

Arvid sitzt so halb auf einem Weg, blockiert diesen - https://www.instagram.com/p/B1nxSAFnVVm/

Hannes hat sich die Überreste von einem Gebäude auf dem Gelände als Sitzplatz ausgesucht - https://www.instagram.com/p/B1ln8sMAmPs/

Und die little Nora - https://www.instagram.com/p/B1ldi7fIuXV/

Wie bei Thomas Dambo üblich: Die Trolle sind versteckt, man muß sie im Gelände finden.

Bei BoredPanda

I Hide Giants That I Make From Wood In The Wilderness Of The Belgian Forest

https://www.boredpanda.com/7-trolls-forest-hidden-sculpture-thomas-dambo/

gibt es einen Beitrag von Thomas Dambo mit einigen größeren Bildern.

Einige Daten:

Die Höhe der Figuren liegt zwischen 7 und 18 Meter. Der Turm ist 17 Meter hoch.

Zusammen mit 15 weiteren Personen waren das 25 Wochen Arbeit.

Das verwendete Holz ist teils Abfallholz aus einem Supermarkt, teils sind das ehemalige Paletten und Äste von umgefallenen Bäumen.

Auf

The 7 Trolls And The Magical Tower

https://thomasdambo.com/works/the-7-trolls-and-the-magical-tower/

gibt es ganz unten eine Drohnenaufnahme, die Una und Joures aus der Luft zeigen.

Das Troll-Hunt - Projekt in den USA war hier bereits Thema:

Troll Hunt im Morton Arboretum near Chicago, Illinois - dänischer Artist Thomas Dambo baut sechs hölzerne Riesentrolle auf

https://blog.server-daten.de/de/2018-08-07/Troll-Hunt-im-Morton-Arboretum-near-Chicago--Illinois---daenischer-Artist-Thomas-Dambo-baut-sechs-hoelzerne-Riesentrolle-auf-350

Es gibt noch die Trolle in Dänemark. Sowie einige einzelne Trolle.

SchachtRacoon - Berlin Underworlds - spectacular railway tunnels in Berlin - Photograph SchachtRacoon lichtet gigantische Bahntunnel unter Berlin ab

29.08.2019 23:23:05, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wer Berlin besucht, der nutzt sie meist. Einen der Bahntunnel, die bsp. den Berliner Hauptbahnhof vom Norden und Süden her unterirdisch erreichen. Oder eine der S- oder U-Bahn-Linien. Etwa die S-Bahn, die vom Südwesten der Stadt über die Yorkbrücken kommt, dort überall oberirdisch fährt, dann abtaucht zum Anhalter Bahnhof und über den Potsdamer Platz weiter zur Friedrichstraße bis zum Nordbahnhof fährt. Dort taucht die S-Bahn wieder auf und fährt oberirdisch weiter.

Ebenso die U-Bahnlinien. Jene Linien U6 und U8, die zu Mauerzeiten den Ostteil der Stadt unterfuhren, an verlassenen Bahnhöfen vorbeikamen. Nach dem Mauerfall wurden diese Bahnhöfe wieder reaktiviert.

Der Berliner Photograph SchachtRacoon hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Berliner Unterwelten zu photographieren.
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Berliner Unterwelten – Unterwegs in Berlins spektakulärsten Bahntunneln

http://urbanshit.de/berliner-unterwelten-bahntunneln/

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Er steigt dafür mehrmals pro Woche nach unten und geht "schachten", wie er das nennt. Er ist fasziniert von diesen riesigen, endlosen Bauwerken, die kaum jemand zu Gesicht bekommt. Zu dem Thema kam er durch einen anderen Photograph, der ebenfalls Tunnel ablichtet und der ihn zu einer Tour mitgenommen hatte.

Er findet es dort ruhig, friedlich und entspannend. Wie in einer komplett anderen Welt - obwohl man nur teils wenige Meter unter der Stadt ist.

Dieses "wenige Meter" stammt von mir: Wenn man bsp. an die U6 denkt, die sich vom Süden her kommend am Halleschen Tor, Kochstraße (Checkpoint Charlie) über Stadtmitte und Französische Straße zur Friedrichstraße erstreckt, dann muß man nur an einer dieser Stationen aussteigen, ein Stück die Friedrichstraße entlanglaufen und an der nächsten Station wieder zur U6 wechseln.

Dann sieht man, wie dicht die U6 unterhalb der Straße verläuft.

Wie kommt er zu seinen Bildern? Zu 60 % sei er angemeldet. Lokführer oder andere Bahnmitarbeiter klären das. Etwa, weil ein Gleis gesperrt ist oder weil bereits Betriebsschluß ist.

Die anderen 40 % macht er auf "Racoon Art". Also ohne offizielle Genehmigung. Dazu fährt er eine Strecke häufig ab, beobachtet, was los ist. Sei das gut geplant, würde das auch niemand merken. Die Lokführer würden ihn ohnehin nicht sehen, wenn sie vorbeirasen und gradeaus sehen müssen.

Einmal habe es eine brenzlige Situation gegeben. Er war mit einem Kollegen in einer Tunnelröhre unterwegs. Das Signal sprang auf Grün, weil ein Zug, der eigentlich Verspätung hatte, doch früher durchfuhr. Sie hatten sich dann flach auf den Boden neben den Gleisen hingelegt, der Zug rauschte mit 50 km/h durch. Das ging problemlos, weil noch genügend Platz war.

Er sieht sich eher als ein Künstler, der Dinge zeigt, die eigentlich niemand sehen soll bzw. sehen darf.

Meistens ist er alleine unterwegs. Nur selten kommen ein oder zwei Freunde mit. Die anderen hätten zu viel Panik.

Der beeindruckendste Tunnel: Im Herzen von Berlin, die Hauptschlagader des Berliner Bahnverkehrs. Das wird wohl der S-Bahn-Tunnel sein.

Die Bilder aus dem Beitrag kann ich nicht zuordnen. Abstellanlagen für U-Bahnzüge gibt es an diversen Stellen.

Ein kleines Video in dem Beitrag

ICE Tunnel Berlin

https://www.youtube.com/watch?v=e1kORDwWGag

zeigt, wie das so ist, wenn in einem Tunnel ein ICE vorbeikommt. Dabei wirkt der Zug eher langsam. Die innerstädtischen Bahnhöfe liegen hier so dicht beieinander, daß für ein "richtiges Beschleunigen" die Strecken viel zu kurz sind.

Sprich: Wer da ruhig bleibt und weiß, was er zu tun hat, um sich nicht zu gefährden, für den ist das unproblematisch. Wer bei einem herannahenden Zug in Panik gerät, für den ist das nichts.

Bunhill 2 Islington - London Underground waste heat is used to warm hundreds of homes - Abwärme der Londoner U-Bahn soll über Fernwärme Wohnungen und Büros heizen

28.08.2019 23:49:45, Jürgen Auer, keine Kommentare

In U-Bahnhöfen gibt es im Winter warme Luft: Sowohl die Technik als auch die vielen Menschen produzieren diese. In London soll diese Wärme im nächsten Winter dazu genutzt werden, Büros, Freizeiteinrichtungen und 1350 Wohnungen zu heizen.

Genutzt wird die Abwärme der Northern Line. Unterstützt wird das Fernwärmesystem des Bezirks Islington.
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London Underground's waste heat to warm hundreds of homes

https://www.dezeen.com/2019/08/28/london-underground-district-heating-bunhill-2-islington/

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Das Projekt heißt Bunhill 2, es ist ein Gemeinschaftsprojekt vom Islington Council, Transport for London und dem Ingenieurbüro Ramboll.

Der Rat der Stadt hofft, daß das Heizungssystem von London damit autarker wird, die CO2-Emissionen gesenkt werden und die Heizkosten für die Anwohner niedriger sind. Ferner gibt es für die Fahrgäste kühlere Tunnel.

Die zentrale Quelle ist ein Ventilatorschacht in der verlassenen U-Bahnstation City Road. Eine von Ramboll entwickelte Wärmepumpe fängt diese Wärme ab, so daß das Fernwärmesystem mit etwa 70° C versorgt wird.

In den Sommermonaten läßt sich das System umdrehen, so daß kühlere Luft in die U-Bahnschächte geleitet wird.

Es gibt bereits ein Verbot, daß in Neubauten ab 2025 keine Gasheizungen mehr eingesetzt werden dürfen.

In London gibt es laut offiziellen Zahlen soviel Wärmeüberschuß, daß damit 38 % des Heizwärmebedarfs gedeckt werden könnte. Systeme wie Bunhill 2 könnten diesen Wert bis 2050 auf 63 % erhöhen.

Lucy Padfield, director of District Heating at Ramboll:

> "The use of heat pumps utilising industrial waste heat sources is more carbon efficient than gas-fired combined heat and power, the usual source of heat for district energy schemes,"

Wärmepumpen, die industrielle Abwärme als Quelle nutzen, ist effizienter als gasbetriebene Kraft-Wärme-Kopplung, wie sie üblicherweise für Fernwärme genutzt wird.

Das Projekt erweitert das bestehende Fernwärmenetz des Islington Council. Das erste wurde 2013 gebaut, um etwa 700 Wohnungen zu beheizen. Es nutzt die Abwärme des Bunhill Energy Center Kraftwerks, um diese kommunalen Wohnungen, Schulen und ein Freizeitzentrum zu beheizen.

Bunhill 2 wird das auf weitere Gemeinschaftshäuser und weitere 450 Wohnungen erweitern.

Europaweit ist dies das erste derartige Projekt.

Bei Ramboll

https://uk.ramboll.com/projects/ruk/heating-up-london

gibt es eine Skizze, die das bestehende Netz und die Ergänzung durch Bunhill 2 zeigt.

Bei der Stadt

Bunhill heat network

https://www.islington.gov.uk/energy-and-pollution/energy/bunhill-heat-network

ist das eine kleine Notiz.

Rong Cultural Centre - two red cement clad domes connected by a long set of steps - kleines Kulturzentrum aus zwei Kuppeln, dazwischen eine lange Aussentreppe mit Blick auf den Persischen Golf - Insel Hormuz

27.08.2019 23:45:52, Jürgen Auer, keine Kommentare

Die Insel Hormus (deutsche Schreibweise, englisch Hormuz) ist eine kahle, fast kreisrunde Felseninsel in der Straße von Hormus. Dort gibt es keine Trinkwasservorräte, alles muß vom Festland herantransportiert werden.

Dort wurde nun das Rong Cultural Centre eröffnet. Ein kleines Gebäude, bestehend aus zwei kuppelförmigen Teilen. Dazwischen ein längeres Stück, das von außen her als begehbare Treppe gestaltet ist.

Mit der Wirkung: Das läßt sich zum Sitzen nutzen. Mit einem prächtigen Ausblick auf den Persischen Golf.
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ZAV Architects tops cultural centre with steps overlooking the Persian Gulf

https://www.dezeen.com/2019/08/25/zav-architects-rong-cultural-centre-hormoz-architecture-iran/

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Die Stufen verbinden zwei Kuppelbauten. In dem einen gibt es ein kleines Café. In dem anderen ein kleines Informationszentrum für Touristen. Plus eine Möglichkeit, Fahrräder auszuleihen.

Unter den Stufen gibt es einige Räume. Die Küche für das Café, Lagerräume und eine Sammelstelle für Recycling.

Es hatte eine Reihe von Workshops mit Bewohnern gegeben, um herauszufinden, was dort sinnvoll und benötigt ist.

> "It is sustainable and recyclable, fast and easily built and can be replicated again and again," said the architecture studio.

Es ist nachhaltig und recycelbar, schnell und einfach zu bauen. Und das Design läßt sich anderswo wiederverwenden.

Drunter steckt ein Stahlgerüst. Das Zentrum wurde mit erdgefüllten Sandsäcken gebaut. Das wurde mit Zement bedeckt.

Die Insel Hormus ist bekannt für ihre rote Erde, die abgebaut und von der Keramikindustrie genutzt wird. Diese Erde wurde genutzt, um den Zement rötlich einzufärben.

> "An 80 square-metre step platform hosts cultural activities, events and ceremonies that operate as a mediator between locals and tourists," explained the architecture studio. "It is a public space that people can walk on."

Die Stufen können für kulturelle Aktivitäten, Veranstaltungen und Zeremonien genutzt werden. Das Gebäude dient als Vermittler zwischen Einheimischen und Touristen. Ein öffentlicher Raum, auf dem Menschen herumgehen können.

Interessant ist das Photo, welches das Rong Cultural Centre in der Nacht zeigt. Da wirkt der Sand bzw. die Gebäudeoberfläche gelblich. Und es wird zum Treffpunkt für Einheimische.

Weitere Pläne und Zeichnungen gibt es hier:

Zav Architects Designs Cultural Centre Derived From Stepped Urban Platform And Domed Structures

https://worldarchitecture.org/article-links/ecmhg/zav-architects-designs-cultural-centre-derived-from-stepped-urban-platform-and-domed-structures.html

Demnach wurde das Projekt schon 2014 gestartet. Der Start war aber ernüchternd. Bewohner verbrannten erst einmal Teile der ursprünglichen Konstruktion. Die Insel lebt teilweise vom Zigarettenschmuggel. Der Export von Roteisenstein wurde von den Einheimischen als Plünderung der natürlichen Ressourcen empfunden.

Daraufhin entschlossen sich die Projektbetreiber, stärker vor Ort zu sein. Es wurde ein temporäres Gemeindezentrum errichtet. Dann gab es eine Reihe von Workshops. Schließlich die Nutzung eines Systems des iranischen Architekten Nader Khalili: Gewölbestrukturen aus Sandsäcken. Das wurde mit einem Stahlgerüst und der Idee der Zementabdeckung kombiniert.

Die Seite bei ZAV Architects:

Precence in Hormoz - Rong cultural Center

http://www.zavarchitect.com/?work=presence-in-hormoz-rong-cultural-center

beschreibt das ausführlich und zeigt Bilder aus der Umgebung und dem Inneren der beiden Kugeln.

Praktisch ist das also weitaus mehr als "nur ein Gebäude". Da wesentliche Ideen von den Bewohnern kamen und diese für den Bau verantwortlich waren, ist das nun ein Gebäude der dortigen Bevölkerung.

Nissan ProPilot Golf Ball - self driving golf ball that always find the hole - Nissan verschiebt die Technik autonomer Autos in einen Golfball, der immer einlocht

26.08.2019 23:19:04, Jürgen Auer, keine Kommentare

Spielerei? Ok. Ein Golfball, der von sich her immer den Weg in das Golfloch findet, ganz egal, wie er geschossen wurde. Das macht das Golfspiel natürlich uninteressant.

So ganz ist mir auch nicht klar, wie der Golfball "angetrieben" wird.

Die Idee dahinter: Autobauer, natürlich auch Nissan, arbeiten fieberhaft an autonom fahrenden Fahrzeugen. Von diesen gibt es verschiedene Varianten. Eine Variante basiert auf Assistenzsystemen, die in bestehende Autos eingebaut werden und den Fahrer entlasten.

Wohl schon relativ fortgeschritten sind Assistenzsysteme, die bsp. auf Autobahnen als Autopilot fungieren. Und diese Technik kann natürlich auch in anderen Objekten verwendet werden. Etwa in einem Golfball.
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nissan propilot creates self-driving golf ball that always finds the hole

https://www.designboom.com/technology/nissan-propilot-golf-ball-self-driving-08-26-2019/

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Das basiert auf ProPilot 2.0, der aktuellen Version der autonom fahrenden Autos von Nissan.

> it enables hands-free highway driving thanks to various assistance capabilities, such as land change and overtaking. the routes are planned by formulating high precision map data in real-time.

Man kann also auf Autobahnen freihändig fahren. Genutzt werden dabei Routen, die anhand von hochpräzisen Karten in Echtzeit geplant werden.

Eigentlich interessant ist der Satz drüber:

> developed by nissan for the new ‘skyline’ model in japan, propilot 2.0 is the newest and most advanced technology the brand has equipped its cars with to date.

Das liest sich so, als gäbe es diese Technologie bereits in Autos, die verkauft werden. Sprich: Es müßten bereits entsprechende behördliche Genehmigungen vorliegen. Woraus sich ein Vorsprung von einigen Jahren gegenüber Deutschland ergeben dürfte.

Das Video:

4歳の天才少年ゴルファー | ProPILOT GOLF BALL

https://www.youtube.com/watch?v=AtyWaUeu-_Q

zeigt einen kleinen Jungen, der einen Golfball in eine Richtung schlägt. Nicht sonderlich stark, nicht gerade in Richtung des Loches. Aber der Ball macht eine Kurve - und landet im Loch.

> propilot first sets the route, then senses the environment to create a 3D map, before finally controlling the drive itself.

Wenn man allerdings die japanische Seite

ProPilot Golf Ball

https://www.nissan.co.jp/BRAND/TFL/PPG/

nutzt und den dortigen japanischen Text per Google übersetzt, dann hört sich das doch etwas reduzierter an.

Die Technologie bietet eine Unterstützung bis zur Autobahnausfahrt an, inklusive Überholen und Abzweigen. Aber auch: Propilot 2.0 sei kein autonom arbeitendes Gerät, der Fahrer ist immer für das Fahren verantwortlich und muß gegebenenfalls eingreifen können. Fahrzeuge auf der Seite werden nicht erfaßt. Auch Tunnel, kurvige Straßen oder Mautstellen sind nicht geeignet.

Praktisch heißt das Konzept: Die "Autonomisierung" beginnt bei den "eher leichten Situationen": Eine Autobahn mit einer gleichmäßigen Bewegung ohne zu viele und zu enge Kurven. Komplexere Fahrsituationen folgen erst später.

The Pinch - Library and Community Center in Shuanghe - Yunnan - China - hölzerne Dreieckskonstruktion zwischen einer Betonmauer und dem Boden spannt begehbares Dach einer Bibliothek auf

25.08.2019 23:30:43, Jürgen Auer, keine Kommentare

Shuanghe, ein kleiner Ort in der Provinz Yunnan in China. In der Gegend gab es 2012 ein Erdbeben. Die meisten der Häuser wurden zerstört, die Bewohner lebten mehr als ein Jahr lang in Zelten. Nach dem Erdbeben spendete die Regierung zwar neue Beton- und Backsteinhäuser und einen zentralen neuen Platz. Aber bei einer größeren Besichtigung waren die meisten Häuser unvollständig, der Platz eine große, leere Fläche.

Die Universität von Hongkong beschloss, das Projekt zu unterstützen. Eine neue Bibliothek sollte entstehen. Auf dem Platz, so daß dieser eine Struktur bekäme.

Das Ergebnis ist ein "kleines Gebäude" mit einigen interessanten Merkmalen.
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The Pinch Library And Community Center / John Lin + Olivier Ottevaere

https://www.archdaily.com/499654/the-pinch-library-and-community-center-olivier-ottevaere-john-lin

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Eine Betonwand dient am Hang dazu, den Platz abzugrenzen. Höhe: 4 Meter. Die Bibliothek füllt einerseits diesen Platz auf, so daß die Betonwand als eine natürliche Wand genutzt wird.

Andererseits erzeugt das Dach der Bibliothek eine Art Treppe, über die man von oben nach unten kommen kann.

Schließlich ist die Gebäudestruktur so, daß dreieckige Holzelemente von der Oberkante der Betonwand erst schräg nach oben gehen, dann langgestreckt auf die Betonfläche des Platzes.

Die Wirkung: Die Dachkonstruktion hängt relativ elastisch zwischen diesen beiden Stützflächen. Die ganzen Regale für die Bücher sind in diese Dachkonstruktion eingehängt. Die Folge: Sollte es erneut ein Erdbeben geben, dürfte diese Struktur ziemlich stabil sein.

Die Konstruktion wurde zusammen mit einer örtlichen Holzfabrik erstellt.

Die gesamte Dachkonstruktion reicht damit vom Boden über eine Schräge bis zur Höhe der Mauer. An der ganzen Front gibt es ein Schutzgeländer.

Die Wirkung: Die Neigung ist so gering, daß man über diesen Weg vom Platz nach oben kommt. Ferner ist das natürlich eine schöne Fläche zum Spielen, Hochklettern und Runterrutschen.

Verantwortlich waren die beiden Architekten John Lin und Olivier Ottevaere.

The Ink Collection - Ink Calligraphy furniture by Apiwat Chitapanya flows like chinese brushstrokes - Möbel, die sich chinesische Schriftzeichen als Vorbild nehmen

24.08.2019 23:56:06, Jürgen Auer, keine Kommentare

Bei Möbeln denkt man üblicherweise nicht an Schriftzeichen. Bei Schriftzeichen nicht an Möbel. "The Ink Collection" von Apiwat Chitapanya verknüpft dagegen beides.

Das ist eine Serie von Möbelstücken, entworfen für die thailändische Marke Masaya. Diese orientiert sich am Rhythmus, der Bewegung und dem Fluss der chinesischen Kalligraphie Malerei.

In China ist das eine alte und geschätzte Kunstform. Daran angelehnt hat Apiwat Chitapanya Möbel geschaffen, die den kontinuierlichen und fließenden Bewegungen der Tinte ähneln.
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ink calligraphy furniture by apiwat chitapanya flows like chinese brushstrokes

https://www.designboom.com/design/apiwat-chitapanya-ink-calligraphy-furniture-08-22-2019/

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Aktuell sind das drei verschiedene Objekte: Eine Bank, ein Esszimmerstuhl und ein Hocker. Wobei es von dem Hocker verschiedene Größen und Farben gibt. Das Material ist Messing oder Bronze (evtl. Übersetzungsfehler, im Text steht "brass" = Messing, bei Instagram wird #bronze genutzt). Teils vergoldet, teils schwarz lackiert.

Der Esszimmerstuhl ist sehr spitz und dynamisch gestaltet. Da "sieht man" (zumindest geht das mir so) den Zusammenhang zu Schriftzeichen nicht so. Ganz anders dagegen der Hocker.

Auf

Bronzeinthai - Masaya - Ink Table

http://www.bronzeinthai.com/masaya/product/ink-table/

gibt es noch eine Tisch, der für die Tischbeine eine ähnliche Gestaltung wie für den Esszimmerstuhl nutzt. Als Tischfläche dient eine Glasplatte, die den Blick auf die drunterliegende kalligraphische Struktur ermöglicht.

Auf der Website

Apiwat Chitapanya

https://www.apiwatchitapanya.com

gibt es einen Unterpunkt Instagram:

https://www.apiwatchitapanya.com/instragram

Dort findet sich bsp. bei dem Hocker

https://www.instagram.com/p/BzF26AXDyVg/

der Hinweis "waxcasting". Sprich: Zur Erstellung der Einzelobjekte wird das Wachsausschmelzverfahren genutzt: Das gewünschte Ergebnis wird als Wachsform modelliert. Das wird mit Formstoff ummantelt. Dann wird diese Grünform ausgeschmolzen, so daß der Formhohlraum entsteht. In diesen wird das geschmolzene Metall gegossen und erstarrt zum eigentlichen Gegenstand.

Sprich: Die Herstellung von jedem Einzelstück ist sehr aufwendig. Eine "Massenfertigung" ist bereits aus technischen Gründen unmöglich.

Bundesfinanzhof - Rentenberater sind gewerblich tätig - keine Vergleichbarkeit von Ausbildung und Tätigkeit zu Rechtsanwälten oder Steuerberatern - VIII R 2/16

23.08.2019 23:53:15, Jürgen Auer, keine Kommentare

Die Frage, ob eine Tätigkeit als freiberuflich oder gewerblich einzustufen ist, sorgt immer wieder für Konflikte zwischen Berufstätigen und Finanzämtern.

Ferner gibt es immer wieder neue Berufsbilder, so daß auch nicht auf Anhieb klar ist, wie eine Tätigkeit einzuschätzen ist.

Beim Berufsbild der Rentenberater gibt es nun eine BFH-Entscheidung.
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Rentenberater sind gewerblich tätig - Urteil vom 7.5.2019 VIII R 2/16

https://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=pm&Datum=2019&nr=41584&pos=0&anz=54

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Es gab zwei Streitfälle, die durch gleichlautende Urteile entschieden wurden.

https://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=pm&Datum=2019&anz=54&pos=2&nr=41536&linked=urt

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Die Klägerinnen waren als Rentenberaterinnen tätig. Sie waren im Rechtsdienstleistungsregister registriert, verfügten jedoch nicht über eine Zulassung als Rechtsanwalt oder Steuerberater. Finanzämter und Finanzgericht sahen die Tätigkeit als gewerblich an. Das wurde vom BFH bestätigt.

Die Tätigkeit sei nicht einem der Katalogberufe ähnlich. Das gelte insbesondere für die Ähnlichkeit zur Tätigkeit von Rechtsanwälten oder Steuerberatern. Weder Ausbildung noch Tätigkeit seien hinreichend ähnlich. Aus der Tatsache, daß auch Rechtsanwälte und Steuerberater als Rentenberater tätig seien, ließe sich keine Ähnlichkeit zu diesem Beruf begründen.

Ferner sind die Tätigkeiten keine Einkünfte aus sonstiger selbständiger Arbeit gem. § 18 Abs. 1 Nr. 3 EStG. Die Tätigkeiten seien beratender Natur. Nicht aber selbständige fremdnützige Tätigkeiten in einem fremden Geschäftskreis

Da gibt es gesetzliche Regelbeispiele der Testamentsvollstrecker, Vermögensverwalter oder Aufsichtsratsmitglieder. Für die gilt so eine Einschätzung.

Das Urteil führt das näher aus. Die Tätigkeit sei zwar für das Vermögen des Kunden relevant. Auch werden die Kunden gerichtlich vertreten. Aber das genügt nicht, da Ausbildung und Tätigkeit im Vergleich zu Rechtsanwälten oder Steuerberatern nicht vergleichbar seien.

Plaza de San Nicolás in Belorado used to play Bolo Beliforano - NeSpoon and Regue Fernández add Murals with local Lace Patterns - Spitzenmuster als Murals auf dem zentralen Platz von Belorado

22.08.2019 23:42:55, Jürgen Auer, keine Kommentare

Im Norden von Spanien, etwa 100 Kilometer südlich von Bilbao, gibt es einen kleinen Ort, Belorado. Grade mal 2100 Einwohner, aber mit einer langen Historie.

Dort gibt es den Plaza de San Nicolás. Ein Platz, umgeben von einigen Häusern. Mit einer Bolo Beliforano - Bahn. Das ist ein Spiel, das ähnlich wie Bowling gespielt wird. Allerdings nur von Frauen.

Die Streetart-Künstlerin NeSpoon hat sich die dortigen Spitzenmuster (Lace Patterns) angesehen. Und diese als Grundlage genutzt, einige der Häuser mit Spitzenmuster-Murals zu gestalten.
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Street Artists Revive Spanish Village with Murals Celebrating Local Tradition

https://mymodernmet.com/nespoon-bolo-boliferano-spain/

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Auf Instagram:

https://www.instagram.com/nes.poon/


Damit sind nun drei Häuser mit diesen Spitzenmustern geschmückt. Bei zwei Häusern ist das jeweils ein großes Element. Das dritte Haus, das einen Großteil einer Längsseite des Platzes einnimmt, trägt ein umfangreiches Spitzenmuster, das sich um die dortigen Fenster herumschlängelt.

Regue Fernández suchte für seine Bilder nach alten Photographien von Bolo Beliforano - Spielen. Da fand sich ein Photo von 1917.

> The photo is the oldest piece of visual evidence related to bolo beliforano that exists and shows how these women juggled pleasure and family with ease.

Dieses Photo bildet die Grundlage für insgesamt 5 Murals, die an anderen Stellen der Plaza zu finden sind.

Damit sind nun Murals mit einer Gesamtfläche von 9.500 Qadratmetern entstanden. So daß der Platz nun eine deutlich veränderte Gestaltung hat.

Die Arbeiten von NeSpoon waren bereits im Januar Thema:

Traditional Lace Patterns spray painted onto Museums, Residences and Walls - traditionelle Spitzenmuster als Murals auf Wänden von Museen Häusern und Mauern - die polnische Künstlerin NeSpoon

https://blog.server-daten.de/de/2019-01-22/Traditional-Lace-Patterns-spray-painted-onto-Museums--Residences-and-Walls---traditionelle-Spitzenmuster-als-Murals-auf-Waenden-von-Museen-Haeusern-und-Mauern---die-polnische-Kuenstlerin-NeSpoon-518

Dort mit einem Querschnitt durch verschiedene Arbeiten.

Murals würde man normalerweise nie mit einem solchen kleinen Ort in Verbindung bringen. Noch dazu, wenn es sich um alte Gebäude und entsprechende Oberflächen handelt. Aber die Murals von NeSpoon, die sich auf die Historie dieses Ortes beziehen, "passen" damit und werten den Ort auf.

Bundesverband Breitbandkommunikation - Breko Marktanalyse 19 - Festnetz wickelt 99 Prozent des Traffics ab - 128 GB Traffic pro Monat und Haushalt, nur 3 Prozent der Haushalte ohne Festnetz

21.08.2019 23:19:12, Jürgen Auer, keine Kommentare

Tja, alle Welt redet vom Mobilfunk. Aber über welche Technik läuft wieviel Traffic? Das Ergebnis der Breko Marktanalyse 19 ist deutlich: Weniger als 1 % des Traffics ist "richtiger mobiler" Traffic.

Die Einschränkung mit dem "richtigen mobilen Traffic" stammt von mir. Denn wenn man bsp. an einem privaten Festnetzanschluß per WLan ein mobiles Gerät nutzt, dann nutzt man zwar dieses mobile Gerät (und nicht den PC). Aber der produzierte Traffic ist Festnetz-Traffic, weil das über das WLan zum Router geht.
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BREKO Marktanalyse19 - Netzbetreiber der BREKO mit Investitionsrekord in zukunftssichere Glasfasernetze

https://brekoverband.de/themen/breko-research/breko-breitbandstudie

Die eigentliche Marktanalyse ist dort als PDF verlinkt:

BREKO Marktanalyse19 - Marktbefragung der BREKO-Netzbetreiber

https://brekoverband.de/wp-content/uploads/2019/08/BREKOMarktanalyse19_final.pdf

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Deutschlandweit wurden 183 Netzbetreiber befragt. Ferner wurden Daten aus öffentlich zugänglichen Quellen herangezogen.

Von einem "Aussterben" des Festnetzes kann keine Rede sein. In den letzten drei Jahren kamen 1,8 Millionen Festnetzanschlüsse dazu. Nur 3 % der Haushalte haben keinen Festnetzanschluß, sondern nutzen ausschließlich mobile Zugänge.

Das Datenvolumen in GB:

2014 - 34 GB
2015 - 47 GB
2016 - 74 GB
2017 - 98 GB
2018 - 128 GB

Das Verhältnis mobiles Datenvolumen / Festnetz lag immer unter 1 %: 1,21 GB mobiles Datenvolumen 2018.

Gefragt wurde:

> Was glauben Sie, wie sich für Geschäftskunden (GK) und Privatkunden (PK) a) die nachgefragte Download-und b) die nachgefragte Upload Bandbreite in den folgenden Jahren entwickeln wird?

Bei Geschäftskunden wird mit einem fast symmetrischen Verhältnis von Upload zu Download gerechnet: 133 MBit/s Download zu 190 MBit/s Upload für das Jahr 2019. Bei Privatkunden wird das noch auf 29 / 84 geschätzt. Für 2025 wird aber vermutet, daß das auch bei Privatnutzern auf ein Verhältnis von 223 MBit/s Upload / 505 MBit/s Download ansteigt. In dem Maße, in dem Bilder und Videos "geteilt" werden, müssen diese natürlich hochgeladen werden. Das soll schnell gehen.

Der Doppelausbau (mehrere Technologien pro Haushalt wie DSL und Kabel) stieg deutlich: 2014 gab es 7,8 Mio Haushalte mit Doppelausbau, 2018 sind das 22,6 Mio. Da die Gesamtzahl der Haushalte im Bereich von ~~40 Mio liegt, hat bereits jeder zweite Haushalt mehrere Möglichkeiten.

Von den möglichen Anschlüssen sind etwa 30 % tatsächlich geschaltet. Bei Glasfaser liegt diese Rate mit 43 % allerdings deutlich höher.

Bei der Bitrate hatten 2014 noch 43 % einen Anschluß < 10 MBit/s. Das sank 2018 auf 12 % ab. Dafür liegen 10-30 MBit und 30-100 MBit mit 33 und 35 % fast gleichauf. Mehr als 100 MBit haben bereits 20 % gebucht.

Interessante Zahlen. Meine eigene Nutzung scheint da noch sehr hinterherzuhinken. Dafür dürfte ich zu wenige Filme und Videos sehen (so gut wie gar nicht).

Ferner ist in DE die mobile Nutzung bis heute vergleichsweise teuer. Das Festnetz ist dagegen (im Vergleich zu anderen Ländern) eher günstig. Und es kann sich auf die vorhandene Telefon- und Kabelinfrastruktur stützen, die in den letzten Jahren ausgebaut wurde. Die sehr geringe mobile Nutzungsquote dürfte eine Folge dieser Infrastruktur sein.

Niederhafen River Promenade in Hamburg - Zaha Hadid Architects completes promenade - Zwischen St. Pauli Landungsbrücken und Baumwall

20.08.2019 23:14:08, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wer nach Hamburg kommt und einen Abstecher zum Hafen macht, dem fällt das womöglich auf. Dort gibt es zwischen den St. Pauli Landungsbrücken und der Station Baumwall eine neue Gestaltung.

Nach der Sturmflut von 1962 wurde am dortigen Niederhafen ein Hochwasserschutz errichtet: Ein Deich, der bis zu einer Höhe von 7,20 Metern davor schützt, daß das Wasser überläuft.

Neuere Berechnungen und Computersimulationen führten zu der Einsicht, daß diese Barriere um 80 Zentimeter erhöht werden sollte. Um weiterhin vor Sturmfluten und extremen Gezeiten zu schützen. Ferner ergab die Inspektion der vorhandenen Bauwerke 2006, daß tragende Elemente überlastet waren und erheblich verstärkt werden mußten.

Später gab es einen Wettbewerb für die Gestaltung dieses Bereichs, für das Projekt wurde schließlich Zaha Hadid Architects (ZHA) ausgewählt.
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Niederhafen River Promenade / Zaha Hadid Architects

https://www.archdaily.com/923308/niederhafen-river-promenade-zaha-hadid-architects

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Dieser Hochwasser-Schutzwall am Niederhafen ist eine prominente Stelle, attraktiv für Touristen und ein wichtiger öffentlicher Raum in Hamburg. Die Promenade ermöglicht einen ungestörten Blick auf die Elbe und auf den Hafen.

Nachdem nun alle Bauarbeiten abgeschlossen sind, ist die Uferpromenade wieder mit dem städtischen Umfeld der Stadt verknüpft. Die Promenade ist ein beliebter Gehweg und verbindet benachbarte Viertel. Im östlichen Teil liegt die obere Höhe 8,60 Meter über dem Meeresspiegel, im westlichen Teil sind das 8,90 Meter.

Oben stehen immer mindestens 10 Meter Breite zur Verfügung. Für Fußgänger, Jogger, Straßenkünstler, Imbißstände und Cafés. Auf der Stadtseite sind Geschäfte und öffentliche Einrichtungen untergebracht.

Breite Treppen, die wie kleine Amphitheater wirken, gibt es an jenen Stellen, wo Straßen aus der Umgebung auf die Promenade treffen. Da nennt der Bericht 5 Straßen:

Stubbenhuk (im Osten, westlich von Baumwall), Neustädter Neuer Weg, Rambachstraße, Reimarusstraße und Ditmar-Koel-Straße.

Zu jeder einmündenden Straße gibt es einen Fußgängerüberweg. Quasi zwischen diesen Strukturen gibt es ähnliche kleine Amphitheater in Richtung Elbe.

Auf der Straßenseite sind zusätzliche Fahrradwege hinzugekommen. An den Eckpunkten Baumwall und Landungsbrücken gibt es breite Rampen, so daß Radfahrer dort auch auf die Promenade wechseln können. Ferner gibt es in der Mitte eine Rampe für Servicefahrzeuge. Und es gibt ein dreistöckiges Restaurant. Dessen oberste Ebene ragt über die angrenzende Promenade hinaus und bietet einen Panoramablick auf die Elbe.

Wenn man bei Google-Maps nach

Niederhafen River Promenade

sucht, dann wird nur der östliche Teil ab Baumwall angezeigt. Fügt man "Ditmar-Koel-Straße" hinzu bzw. zoomt entsprechend rein, dann sieht man, daß der Bereich im Westen bis etwa zum Museumsschiff ebenfalls zu diesem neu gestalteten Bereich zählt. Die Luftbildaufnahmen bei Google-Maps zeigen den westlichen Abschnitt noch im Bau. Der östliche Teil ist größtenteils schon fertig.

Unter

Hamburg River Promenade

https://www.zaha-hadid.com/architecture/hamburg-river-promenade/

gibt es dieselben Bilder in einer größeren Darstellung. Die Gesamtlänge der Promenade beträgt 625 Meter. Leider fehlt eine Skizze der gesamten Anlage.

Lille Langebro - Pedestrian and Cycle Brigde in Copenhagen - 160 Meter lange Brücke im Hafen von Kopenhagen - zwei drehbare Mittelteile lassen Schiffe durch - von WilkinsonEyre

19.08.2019 23:13:08, Jürgen Auer, keine Kommentare

160 Meter Wasser überbrücken: Das ist eine "ordentliche Entfernung". Wenn unter der Brücke auch noch Schiffe durchpassen sollen, dann wird das kompliziert. Die Brücke massiv in die Höhe bauen? Oder eine Zugbrücke bauen? Und wie ist das, wenn die Brücke von Fußgängern und Radfahrern genutzt wird, also nicht zu hohe Lasten aushalten muß?

WilkinsonEyre haben sich in Kopenhagen für eine andere Lösung entschieden. Die Lille Langebro Brücke ist eine schlanke Brücke, die einen leichten Bogen macht und auf vier Pfeilern im Wasser ruht.

Aber sie besteht aus vier voneinander getrennten Elementen. Die beiden Abschnitte am Rand ragen vom Rand über das Wasser bis zu je einem Pfeiler. Die beiden Mittelabschnitte liegen jeweils auf einem Pfeiler - und sind drehbar gelagert. Will ein Schiff passieren, können diese beiden mittleren Teile gedreht werden, so daß sie aus ihrer Querposition in eine Längsposition kommen.

Damit ist genügend Platz für das Schiff. Und es gibt keine Höhenbeschränkung.
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WilkinsonEyre continues revitalization of copenhagen's harbor with foot and cycle bridge

https://www.designboom.com/architecture/wilkinsoneyre-lille-langebro-bridge-copenhagen-harbour-denmark-08-19-2019/

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Der Hauptabschnitt, der sich aus den beiden drehbaren Teilen zusammensetzt, ist 48 Meter lang. Die beiden Randabschnitte haben je eine Länge von 28 Metern.

Die Brückenfläche bietet 3 Meter Querschnitt für Fußgänger und 4 Meter Querschnitt für Radfahrer. Ferner gibt es auf beiden Seiten einen auskragenden Rand, der weiß gestrichen ist.

Wenn man bei Google Maps nach

Lille Langebro Bridge, Kopenhagen

sucht, dann gibt es einerseits ein Bild von der Brücke. Andererseits zeigt das Luftbild nur die beiden Brückenpfeiler, noch ohne die Brücke.

Direkt daneben gibt es die Langebro, die Lange Brücke. Die wirkt kompakt, ist aber eine Klappbrücke, so daß auch dort Schiffe durchfahren können.

Laut

Langebro

https://de.wikipedia.org/wiki/Langebro

wird diese Brücke allerdings jetzt schon nur selten geöffnet. Wenn, dann finden Öffnungen am Abend statt, um Rücksicht auf den Berufsverkehr zu nehmen.

Unter

Engineering the Lille Langebro bridge in Copenhagen

https://www.youtube.com/watch?v=5x2zk7reAug

gibt es ein Video, das Ausschnitte von den Bauarbeiten zeigt. Unter

https://www.youtube.com/watch?v=foqMEHXmuAs

gibt es ein Timelapse-Video.

Laut

https://realdania.dk/projekter/lillelangebro

wurde die Brücke am 01.07.2019 für Fußgänger und Radfahrer freigegeben. Die offizielle Eröffnung war vor wenigen Tagen, am 14.08.2019.

Weitere Bilder gibt es bei WilkinsonEyre

https://www.wilkinsoneyre.com/projects/lille-langebro

Man sieht an so einer Brücke, wie weit Kopenhagen damit fortgeschritten ist, Fußgängern und Fahrradfahrern eigene, getrennte Wege anzubieten. Ein Vorgehen, das zwangsläufig das Risiko von Unfällen zwischen Autos und Fahrradfahrern reduziert.

BMW Personal Mover - micro-mobility for campus employees - BMW-Konzept zur besseren Bewegung für Mitarbeiter in grossen Hallen - E-Scooter-Ersatz?

18.08.2019 23:47:30, Jürgen Auer, keine Kommentare

Im letzten Jahr war das an mir vorübergegangen, da hatte das BMW am 04.05.2018 vorgestellt.

Jetzt war mein spontaner Gedanke: Das müßte man statt der E-Scooter nutzen können. Dann wäre das Fahren mit diesem E-Scooter-Ersatz erheblich sicherer.

BMW hatte sich Gedanken darüber gemacht, wie Mitarbeiter in den teils sehr großen Werkshallen besser unterwegs sein könnten.

Und das Konzept der "BMW Personal Mover" entwickelt plus zunächst 5 Prototypen erstellt.
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BMW befördert seine Mitarbeiter!

https://www.klonblog.com/bmw-befoerdert-seine-mitarbeiter/

Der Basisartikel vom letzten Jahr bei DesignBoom:

BMW segways into micro-mobility with a personal mover concept for campus employees

https://www.designboom.com/technology/bmw-segway-personal-mover-concept-05-22-2018/

Die BMW-Pressemitteilung:

Mikromobilität neu gedacht – Das Personal Mover Concept der BMW Group. Elektrisch, sicher und agil auf kurzen Distanzen innerhalb der Betriebsstandorte.

https://www.press.bmwgroup.com/deutschland/article/detail/T0280762DE/mikromobilitaet-neu-gedacht-%E2%80%93-das-personal-mover-concept-der-bmw-group-elektrisch-sicher-und-agil-auf-kurzen-distanzen-innerhalb-der-betriebsstandorte?language=de

Ein kleines Video:

The Personal Mover Concept - BMW Group

https://www.youtube.com/watch?v=gIh1p1FpBRs

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BMW-Mitarbeiter sind in den Werkshallen manchmal bis zu 12 Kilometer am Tag unterwegs. Manchmal müssen sie zusätzlich Dinge transportieren.

Das Gefährt: Eine Bodenplatte mit einer Breite von 60 Zentimetern und einer Länge von 80 Zentimetern. Zwei Antriebsräder hinten, zwei Stützräder vorne. Damit kippt das Gerät auch in Kurven nicht um. Beide vorderen Räder sind um 360° drehbar, damit ist das Gerät gut manövrierbar. Im vorderen Teil der Bodenplatte gibt es eine Lenkstange, drunter das eigentliche fünfte Antriebsrad. In der Lenkstange befindet sich die Steuerungselektronik und der Akku. Die Lenkstange läßt sich stark einschlagen, so daß man auf der Stelle wenden kann.

Am Lenker gibt es diverse Steuerelemente. Ferner einen Korb für kleinere Gegenstände. Größere Gegenstände können auch direkt auf der Fläche abgestellt werden. Die ist schwarz, hat an den Rändern gelb-schwarze Signalstreifen und an den Ecken kleine Stoßdämpfer. In die hinteren sind zwei Rücklichter eingebaut.

Die Geschwindigkeit liegt bei maximal 25 km/h, die Reichweite bei 20 - 30 km. Beim Bremsen wird die Bremsenergie genutzt, um die Batterie wieder aufzufüllen.

Die PM spricht davon, daß das Konzept auch für Betreiber von Flughäfen, Messegeländen und großen Einkaufszentren interessant sein könnte.

Mein Gedanke dazu ist simpel: Das müßte man statt der E-Scooter anbieten. Die E-Scooter sind eine extrem wackelige Angelegenheit, so daß immer beide Hände an die Lenkstange gehören. Auf so einem Fahrzeug dürfte man erheblich sicherer unterwegs sein. Die Unfälle, die es hier schon in Berlin mit den E-Scootern gab, hatten meist etwas damit zu tun, daß die Fahrer entweder stürzten oder in Autos bzw. LKW hineinfuhren. Wohl, weil sie mit der Komplexität der Steuerung überfordert waren und nicht mehr bremsen konnten.

Elbow Shadow Bridge in Novi Sad - Combination of Pedestrian Bridge, Office and Hotel - Fussgängerbrücke in Novi Sad kombiniert Brücke, Büroräume und ein Hotel

17.08.2019 22:57:28, Jürgen Auer, keine Kommentare

Ein Wettbewerb zu einer Brücke, bei dem ein ganz anderes Ergebnis herauskommt? Wenn man bei Google-Maps nach

Novi Sad, Serbien

sucht, dann sieht man sofort, daß die Stadt in drei Teile zerfällt: Südlich der Donau gibt es den Stadtteil Petrovaradin mit der alten Burg. Der Teil nördlich der Donau wird durch den Kleinen Batschka-Kanal in zwei Hälften geteilt. Der Stadtteil heißt ebenfalls Novi Sad, Google-Maps scheint nur den Stadtteil zu markieren, nicht das gesamte Stadtgebiet.

Dieser Kanal geht relativ geradlinig von der Donau nach Nordwesten ab. Und zwar dort, wo die Donau ohnehin eine Schleife gemacht hat. Damit gibt es an der Kanalmündung im Nordosten alte Industrieanlagen, südlich des Kanals und nördlich der Donau aber eine etwa dreieckige Landzunge.

Da gab es einen Wettbewerb, dort sollte eine neue Brücke gebaut werden. Plus ein nicht allzu großes Hotel sowie Büros.

Das Architekturbüro ARCVS gewann den ersten Preis. Aber mit einem nun genauer ausgearbeiteten Vorschlag, der das Hotel und die Büros in die Brücke integriert.
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Elbow Shadow bridge in Serbia by ARCVS will double as an office and hotel

https://www.dezeen.com/2019/08/14/arcvs-elbow-shadow-bridge-office-hotel-serbia-architecture/

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Das Prinzip der Brücke: Ein Stahlrahmen erzeugt zwei Stockwerke. Das untere Stockwerk steht Fußgängern und Radfahrern zur Verfügung. Das obere Stockwerk wird für Büros genutzt.

Der Wettbewerb sah vor, daß ein Hotel und Büros auf einer Fläche von 4000 Quadratmetern am linken Ufer errichtet werden sollten. Also auf der nordöstlichen Seite.

Durch die Integration in die Brückenkonstruktion kann dieser Platz frei bleiben.

Die Brücke hat eine Höhe von 10 Metern und eine Breite von 12 Metern.

Branislav Redzic von ARCVS:

> "The main idea behind the competition is the conclusion that the pedestrian and cyclist bridge will significantly improve the development of the left river bank"

Fußgänger und Radfahrer, die so vom dicht bevölkerten Zentrum zur linken Flußsseite wechseln können, dürften die Entwicklung dieses linksseitigen Ufers deutlich beeinflussen.

Auf beiden Seiten soll es spiralförmige Rampen geben, um Fußgängern und Radfahrern den Zugang zu ermöglichen. Auf der zweiten Ebene stehen 2.500 Quadratmeter für Büros und ein Hotel zur Verfügung. Wobei die Gesamtkonstruktion eine Weglänge von 200 Metern hat, die Brücke aber nur eine Spannweite von 80 Metern aufweist.

Lediglich zwei Tragepfeiler soll es auf der linken Kanalseite geben. Diese stehen relativ nahe am Ufer, so daß der restliche Platz für Schiffe frei bleibt.

Bei ARCVS

Novi Sad - Multifunctional Bridge

http://arcvs.com/portfolio/novi-sad-multifunctional-bridge/

gibt es dieselben Bilder im Großformat.

So ganz ist mir allerdings bei den verschiedenen Zahlenangaben nicht klar, wo jetzt die Fläche von 4000 oder sogar 6000 Quadratmetern für das Hotel und die Büros auftaucht.

Green Villa - Office and residential building covered in plants - façade-less building - Haus eingehüllt in Pflanzen - fassadenlose Gebäude - von MVRDV

16.08.2019 23:50:30, Jürgen Auer, keine Kommentare

Die Außenwände von Häusern sind in der Regel aus Mauerwerk, Glas, Holz oder Stahl. Dahinter Wohnungen und Büros, vielleicht mit Fenstern oder Balkonen.

Das niederländische Architekturunternehmen MVRDV hat nun eine "grüne Villa" konzipiert. Da gibt es auch Wohnungen und Büros. Aber davor eine Front von unterschiedlichsten Balkonen.

Manche sind nur schmal, andere sind breit.

Manche gehen über die halbe Höhe einer Etage. Manche gehen über die Höhe einer ganzen Etage oder umfassen zwei Stockwerke. Und überall gibt es Töpfe für unterschiedlich große Pflanzen.

So daß man von außen her nicht in die Wohnungen oder Büros hineinsieht. Weil entweder ein Topf oder eine Pflanze davor steht.

Und so, daß die "Außenwand" dieses Hauses sehr vielfältig erscheint.
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MVRDV plans 'green villa', an office + residential building covered in plants in the netherlands

https://www.designboom.com/architecture/mvrdv-green-villa-office-residential-building-plants-netherlands-08-14-2019/

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Das Haus soll auf einem Grundstück in unmittelbarer Nähe der Dommel gebaut werden. Eines Flusses, der den Ort Sint-Michielsgestel durchfließt. Es orientiert sich an der Form der benachbarten Häuser. Die pflanzenbedeckte Fassade paßt sich der Landschaft, dem Fluß und den Bäumen an.

Das Gebäude wurde zusammen mit Van Boven Architecten geplant, die auch die Initiatoren und Projektentwickler sind. Baubeginn soll 2020 sein. Es soll ein markantes Gebäude entstehen.

Der grundlegende Gedanke:

> this design is a continuation of our research into “façade-less” buildings and radical greening’, explains winy maas, founding partner of MVRDV. ‘the idea from the nineties of city parks as an oasis in the city is too limited. we need a radical “green dip”: as will be shown soon in a book by the why factory with the same title, we should also cover roofs and high-rise facades with greenery. plants and trees can help us to offset CO2 emissions, cool our cities, and promote biodiversity.’

"Fassadenlose Gebäude und eine radikale Begrünung" - so Winy Maas, Mitgründer von MVRDV. Die Idee der 90-er Jahre von Stadtparks als Oasen in der Stadt sei zu limitiert. Es sei ein radikaler "grüner Umbruch" notwendig. Dächer und Hochhausfassaden sollten begrünt werden. Pflanzen und Bäume könnten dabei helfen, die CO2-Emissionen zu reduzieren, die Städte herunterzukühlen und die biologische Vielfalt zu fördern.

Im Erdgeschoss soll es Büros für einen Projektentwickler geben. Drüber 5 Apartments auf drei Stockwerken.

Praktisch wird dem Gebäude eine Art Regalsystem bestehend aus unterschiedlichen Elementen vorgestellt. So daß Platz für Topfpflanzen, Sträucher und Bäume geschaffen wird.

Innen gibt es ein quadratisches Raster von vier Feldern Breite und drei Feldern Tiefe. Dort können unterschiedliche Raummodule wie Schlafzimmer und Wohnräume untergebracht werden. Eine ähnliche baukastenartige Struktur wird für die Fassade genutzt. Die Pflanzenarten werden je nach Fassadenstandort und Funktion dahinter ausgewählt. Sie bieten Privatsphäre, Schatten oder Ausblick. Ein sensorgesteuertes Bewässerungssystem, das gespeichertes Regenwasser nutzt, soll sicherstellen, daß die Fassade ganzjährig grün ist.

Wenn man bei Google-Maps nach

Adrianusplein, Sint-Michielsgestel, Niederlande

sucht und reinzoomt, dann findet man die Stelle, wo das Gebäude entstehen soll.

Hier in Berlin wird ja grade viel gebaut. Aber hier entstehen ausschließlich steinerne Fassaden. Und dann wundert man sich, wenn sich im Sommer die Stadt aufheizt.

Salmon Cannon - Whooshh Passage Portal to transport Fish over a dam - Fische flexibel über einen Damm transportieren - per Lachskanone

15.08.2019 23:34:04, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wenn ein Fluß aufgestaut wird, um die Wasserkraft zu nutzen, dann führt das zu dem Problem, daß Fische, die zum Laichen stromaufwärts schwimmen, blockiert werden.

Es können Fischleitern (fish ladder) genutzt werden. So daß Fische kleine Stufen nach oben bewältigen. Allerdings führten solche Konstruktionen dazu, daß sich auch Raubtiere gerne an den Fischen bedienten. Andere Maßnahmen wie Fischlifte (Trog, der regelmäßig hochgefahren wird) sind baulich komplizierter.

Whooshh Innovations in Seattle hat dagegen eine ganz andere Methode entwickelt. Die Fische werden im Wasser gescannt und können sortiert werden. Nur die gewünschten Fischarten werden anschließend über eine "Fischkanone" nach oben transportiert. Das Unternehmen hat nun mit dem Whooshh Passage Portal eine integrierte Lösung, die diverse Einzelbausteine kombiniert.
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Whooshh Passage Portal uses AI to shoot fish through a tube over dams

https://www.dezeen.com/2019/08/15/whooshh-passage-portal-fish-tube-dams-artificial-intelligence/

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Das Video auf YouTube:

Whooshh Passage Portal - (smart, selective fish passage)

https://www.youtube.com/watch?v=zOulqloRRTI

Interessant ist der Hinweis:

> The modular, portable system offers a faster and less arduous alternative to fish ladders or fish being transported in tanks by trucks or helicopters.

Offenbar gibt es auch Systeme, die Tanks nutzen. Diese werden anschließend per Lastwagen oder Helikopter transportiert. Das ist natürlich deutlich aufwendiger. Für die Fische dürfte das auch eher problematisch sein.

Das Prinzip: Fische schwimmen über eine Rampe, die auf einem schwimmenden Ponton montiert ist, in das System hinein. Dort kommen sie in einen Scanner, der 18 Bilder erstellt. Damit können die Länge und der Umfang des Fisches bestimmt werden. Handelt es sich um Brut- oder Wildfische? Oder womöglich um eine invasive Art?

Letzteres finde ich besonders interessant. Damit kann man die Ausbreitung invasiver Arten an solchen Stellen gezielt unterbinden.

Die KI sortiert die Fische, invasive Arten werden freigelassen, die anderen nach ihrer Größe sortiert.

Durch die Verwendung von Software können die Scan- und Sortieralgorithmen jederzeit aktualisiert werden. Ferner werden die Fische nicht von Menschen angefaßt.

Über ein Plastikrohr mit Unterdruck wird der Fisch dann nach oben transportiert, wo er wieder im Wasser landet.

Mike Messina, Mitarbeiter von Whooshh Innovations:

> "The soft flexible tube is misted every 1.5 metres,"
> "The mist is important so that the fish can glide, still exchange oxygen through it’s gills, and have the colder water they typically seek."

Der weiche, flexible Schlauch wird alle 1,5 Meter besprüht. Das ist wichtig, daß die Fische gut gleiten, über die Kiemen Sauerstoff austauschen und das kältere Wasser haben, das sie normalerweise suchen.

Abhängig von der Röhrenlänge dauert der Transport 15 - 20 Sekunden.

Für einen Fisch, der 3000 - 5000 Eier trägt, ist so ein Transport von 20 Sekunden deutlich schonender als der Aufwand, den der Fisch betreiben muß, um über Fischleitern den Höhenunterschied zu überwinden. Oder gar die Variante, daß der Fisch per Lastwagen transportiert wird.

Ein großer Vorteil: Das System verbraucht sehr wenig Wasser. Fischleitern verbrauchen 5 - 10 % der Wassermenge des Flusses, wenn sie permanent betrieben werden. Diese 5 - 10 % lassen sich nun zur Energiegewinnung oder für andere Zwecke einsetzen.

> "It's like adding a turbocharger to an already-existing engine – you're able to squeeze a bit more power out of what you already have."

Es sei wie das Hinzufügen eines Turboladers zu einem bestehenden System. Man kann mehr aus dem System herausholen, das man bereits hat.

Unter

Whooshh - Products

https://www.whooshh.com/products

gibt es mehr Informationen. Diverse Einzelbausteine sind in dem "Whooshh Passage Portal" zusammengefaßt.

Cosmo Park - Entire Village on top of a mall in Jakarta - Shopping-Mall und Parkhaus - auf dem Dach ein kleines Viertel mit 78 Häusern

14.08.2019 23:25:39, Jürgen Auer, keine Kommentare

Hier in Berlin wird ja fleißig diskutiert, ob und wie man Häuser aufstocken könnte. Anderswo gibt es das längst. So gibt es in Jakarta eine Shopping-Mall, deren obere Stockwerke mit einem Parkhaus belegt sind.

Und drüber, auf dem Dach? Da gibt es eine "kleine Stadt", den Cosmo Park. Diverse zweistöckige Häuser.

Die eine Reihe auf der Längsseite umfaßt etwa 16 Häuser. Quer dazu 12 Häuser.

Und auf der restlichen Fläche nochmals mindestens 30 Häuser. Plus ein Sportplatz mittendrin. An einem Rand gibt es eine Straße. Sowie diverse Bäume.
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Jakarta Built A Surburban Village On Top Of A City Mall

https://designyoutrust.com/2019/08/jakarta-built-a-surburban-village-on-top-of-a-city-mall/

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Es gibt sogar einen Wikipedia-Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia:

Cosmo Park

https://de.wikipedia.org/wiki/Cosmo_Park

Demnach ist das Dach der nicht so exklusiven Shopping Mall 1,2 Hektar groß, die Mall ist neunstöckig. Insgesamt gibt es 78 zweigeschossige, einheitlich konstruierte Häuser. Das Stadtviertel wurde 2009 errichtet und war wohl von vornherein als "Dachnutzung" eingeplant. Für die Bevölkerung war Cosmo Park eher unbekannt. Erst als im Juni 2019 jemand mit einer Drohne Aufnahmen machte, griffen Medien das auf.

Lediglich ein simpler Zaun begrenzt den Rand.

Beim Guardian

Suburb in the sky: how Jakartans built an entire village on top of a mall

https://www.theguardian.com/cities/2019/aug/05/suburb-in-the-sky-how-jakartans-built-an-entire-village-on-top-of-a-mall

ist der Originaltweet vom Juni 2019 verlinkt:

https://twitter.com/shahrirbahar1/status/1143301060125048832

Eine Besonderheit: Häuser haben dort ihre eigenen Gärten, Bewohner können eigenes Obst und Gemüse anbauen. Die Kinder können "draußen", also auf dem Dach, spielen. So ist das natürlich eine abgeschottete und sichere Umgebung. Fremde kommen praktisch nicht rein, weil man nur mit speziellen Karten Zugang zum Dach bekommt. Es gibt im Norden von Jakarta eine zweite Mall, deren Dach ebenfalls bebaut ist.

Vergleicht man das mit der Situation, daß Familien in Hochhäusern wohnen und es kaum Gärten gibt, ist diese "Wohnanlage auf dem Dach" natürlich reizvoll.

Sucht man bei Google-Maps nach

Cosmo Park Jakarta

dann kann man etwas rumzoomen und sich die Shopping-Mall von unten ansehen.

If the Moon is replaced by other Planets? Was passiert wenn man den Mond durch andere Planeten ersetzt - interessante Photomontagen von Ron Miller

13.08.2019 23:26:34, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wer abends unterwegs ist, der kann den Mond sehen. Ein fernes und doch vertrautes Objekt am Himmel.

Aber wie würde es aussehen, wenn der Platz des Mondes von einem der anderen Planeten eingenommen werden würde? Ok, praktisch ist das natürlich unmöglich. Aber mit entsprechenden Photos läßt sich so etwas darstellen.

Der in Minnesota wohnende Ron Miller hatte ein Bild mit dem Mond über einer leeren Wüstenstraße als Ausgangspunkt genommen. Dann den Mond aus dem Photo entfernt und der Reihe nach Bilder von sieben Planeten maßstabsgetreu eingefügt.
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If The Moon Were Replaced With Some Of The Planets From Our Galaxy

https://designyoutrust.com/2019/08/if-the-moon-were-replaced-with-some-of-the-planets-from-our-galaxy/

Dieser aktuelle Artikel enthält diverse weitere Informationen, jedoch nicht den Originalautor. Per Google fand sich ein 6 Jahre alter BoredPanda-Text mit dem Originalautor. Die Photos sind in beiden Beiträgen dieselben.

What If The Moon Was Replaced By Other Planets

https://www.boredpanda.com/moon-replaced-with-planets/

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Der Mond ist ein relativ großer Himmelskörper, etwa 1/4 des Erddurchmessers, der mittlere Abstand beträgt 30 Erddurchmesser.

Merkur ist ähnlich groß wie der Mond. Und würde am Himmel ähnlich wie der Mond erscheinen.

Mars hat etwa einen doppelt so großen Durchmesser wie der Mond. Also würde er am Himmel deutlich mehr Platz einnehmen.

Die Venus hat eine ähnliche Größe wie die Erde und würde sechsmal heller als der Mond erscheinen. Das alles sind aber noch die "relativ kleinen Planeten".

Neptun und Uranus dagegen sind etwa 14 mal so groß wie der Mond. Beide Planeten würden als große, bläuliche Kugeln erscheinen.

Saturn würde dagegen schon einen Großteil des Horizonts ausfüllen. Erst recht gilt das für die Ringe. Bei einer 35-fachen Mondgröße.

Jupiter schließlich ist 40-mal so groß wie der Mond, ungefähr 11 Erddurchmesser am Äquator. Jupiter würde so viel Platz beanspruchen, daß Nord- und Südpol gar nicht sichtbar wären.

Ein interessantes kleines Gedankenexperiment. Man stelle sich so eine abgelegene Wüstengegend bsp. mit Neptun als "regelmäßigem nächtlichen Begleiter" vor.