BeMA - Beirut Museum of Art with a facade of mismatched balconies - WORKac stellt die Pläne für das neue Museum of Art in Beirut vor

09.01.2019 22:31:56, Jürgen Auer, keine Kommentare

Manche Gebäude sind schon von außen her echte Hingucker. Das US-Büro WORKac hat nun seine Pläne für das neue Museum of Art in Beirut / Libanon vorgestellt. Gekürzt BeMA.

Und das Ergebnis: Die Fassade ist nicht nur Außenhülle und schottet alles drinnen von der Welt da draußen ab. Sondern die Fassade enthält diverse unterschiedliche Balkone, runde Elemente, große Fensterscheiben und ähnliches. So daß die Balkone zum Flanieren einladen und wohl auch teils selbst als "Ausstellungsräume" nutzbar sind.
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Balconies will double as exhibition space in WORKac's Beirut Museum of Art

https://www.dezeen.com/2019/01/08/beirut-museum-of-art-lebanon-workac-architecture/

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Wenn man in dem Vorschaubild diesen letzten Rest des Gebäudes links daneben sieht. Das mit einer spiegelnden Hülle die Welt da draußen abweist. Da lädt bereits die Hülle des neuen Museums ein, dieses zu betreten und zu erkunden.

Das neue BeMA ist ein Würfel. Mit der bald unglaublichen Zahl von

> BeMA will take a cube-shaped form, wrapped by seventy "Mediterranean" style balconies, and made from stone and glass fibre reinforced concrete (GFRC) cladding.

siebzig mediterranen Balkonen. Auf allen 4 Seiten. Wenn man sich durch das erste Bild durchzählt, kommt man bereits auf ungefähr 20 Balkone.

Die Kunst soll auf die Balkone ausstrahlen, damit nach außen.

> WORKac's intention is that art will "spill out" onto the balconies, as well as creating meeting spaces – creating "a new type of flexible exhibition space".

Zusätzlich wird damit eine neue Art eines flexiblen Ausstellungsraumes gewonnen. Die Grenze zwischen Innen und Außen soll absichtlich aufgehoben werden, so daß sich das Museum vom typischen "weißen Würfel" verabschiedet.

Die Dimensionen: 6 Stockwerke über der Erde, vier darunter. Wobei spätere Skizzen zeigen, daß das erste Untergeschoss einen großen Veranstaltungsraum enthalten soll. 2700 Quadratmeter Ausstellungsfläche sollen zur Verfügung stehen.

> Alongside the exhibition spaces, seventy percent of the BeMA will be dedicated to space for educational programs and public events, a library, offices and a cafe and a rooftop restaurant from which to view the city.

70 % der Fläche soll für Programme und Events, eine Bibliothek, Büros, ein Cafe und ein Dachterrassen-Restaurant zur Verfügung stehen.

> Below ground level, there will be a black box theatre and workshops for collection storage and restoration.

Unten gibt es ein großes Theater und Räume für Sammlungen und Restauratoren.

Der Artikel oben enthält unten weitere Bilder. U.a. ein Modell der Fassade "am Stück". Die Fassade soll an diversen Stellen Platz für Pflanzen bieten. Teils gibt es Treppen in der Fassade. Die einzelnen Elemente sind allerdings nicht direkt verbunden, sondern immer nur über Innenräume zugänglich. Wobei die durchschnittliche Minimaltemperatur in Beirut im Winter bei über 10°C liegt. In kühleren Gegenden wäre so eine Gebäudekonzeption wahrscheinlich kaum mehr denkbar.

Querschnittsbilder zeigen, daß ab dem dritten Stockwerk einige Ebenen gegeneinander versetzt sind. Damit ergibt sich in der dritten Etage ein Raum mit einer höheren Raumdecke im Vergleich zu anderen Räumen derselben Etage. Dafür ist die fünfte Ebene in diesem Gebäudeteil nicht ganz so hoch. Auf der anderen Seite steht dagegen im fünften Stockwerk ein höherer Raum zur Verfügung.

Die Website von WORKac

https://work.ac/work/beirut-museum-of-art/

zeigt zusätzlich das Gebäude als Würfelmodell.

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