New Water Tower in Varberg as elongated wave - Neuer Wasserturm für Varberg als langgestreckte Welle - von White Arkitekter

12.01.2019 23:31:20, Jürgen Auer, keine Kommentare

Hier in Berlin gibt es zwar einige historische Wassertürme. Aber diese werden längst nicht mehr im Sinne ihres eigentlichen Zweckes genutzt. Sondern wurden zu Wohn- oder Gewerberäumen umgebaut.

Anders sieht das im schwedischen Varberg aus. In der dortigen, flachen Landschaft bestand Bedarf für einen neuen Wasserturm. Der - als "richtiger Turm" - nur eine begrenzte Menge Wasser speichern kann.

Was macht man, wenn dieses Volumen nicht genügt? White Arkitekter hat eine elegante Lösung gefunden: Ein Wasserturm, gebaut auf einer "gewissen Anhöhe". Der nicht aus einem Turm, sondern aus diversen gleichartigen Elementen besteht, die hintereinandergestellt werden und zusammen den Wasserspeicher ergeben. So daß die "Wasserwelle" auf die Entfernung sichtbar ist und ein neues Wahrzeichen, einen Orientierungspunkt in der Fläche erzeugt.
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white arkitekter forms water tower in the shape of an elongated wave in varberg

https://www.designboom.com/architecture/white-arkitekter-water-tower-varberg-sweden-01-11-2019/

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Ein Quader, der das Wasser aufnimmt. Dieser wird auf zwei Stelzen gestellt, die vom Rand der beiden Schmalseiten zum Boden gehen. Dann wird der Quader in der Mitte etwas durchgedrückt, so daß eine leicht bogenförmige Struktur draus wird. Ebenso wird er von den Seiten her etwas eingedrückt, so daß die abschließenden Flächen nicht mehr plan, sondern leicht nach innen gebogen sind und sich Schattenmuster ergeben.

Von diesem Einmal-Element wurden acht nebeneinandergestellt. Der eigentliche Wasserzufluß ist in der Mitte zu finden, zwischen dem vierten und dem fünften Element.

Und schon ist eine elegante, graue Welle fertig, die aufgrund der 8 Elemente viel Wasser bereitstellen kann, ohne zu klobig zu werden.

Von den zwei Querseiten her betrachtet sieht das wie ein mächtiges Band in der Landschaft aus.

Laut der Website der Architekten

Wavy water tower wins architecture competition in Varberg

https://whitearkitekter.com/news/wavy-water-tower-wins-architecture-competition-in-varberg/

ist das bislang allerdings nur der gewonnene Wettbewerb, der Wasserturm ist noch nicht gebaut. VÅGA wird der Name sein.

> The creative and bold design will contribute to Varberg’s vision of being the Westcoast’s creative hub

Da gibt es schon einige Punkte, die als Wahrzeichen gelten:

> Varberg has several landmarks, from the 16th Century fort and the classic cold water bathhouse to the UNESCO World Heritage site Grimeton Radio Station and Sweden’s first windfarm. The new horizontal water tower adds to Varberg’s future image.

Ein Fort aus dem 16. Jahrhundert, ein Badehaus, eine Radiostation und Schwedens erste Windfarm. VÅGA soll da mit dazu zählen.

Der Auftrag war ganz offiziell ein doppelter:

> City-owned waste and water management company Vivab organised the competition asking for a water tower that would contain ten thousand cubic metres of water and provide a landmark for the city.

Ein Wasserturm, der 10.000 Kubikmeter Wasser fasst und ein neues Wahrzeichen werden kann. Heißt: Jedes einzelne Element fasst 1250 Kubikmeter Wasser.

Leider finden sich keine genauen Maße. Bei einem Quader und einer Breite von 4 Metern wäre das eine Höhe von 10 Meter und eine Länge von 25 Metern pro Element, um auf 25 * 10 * 4 = 1250 Kubikmeter zu kommen.

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