World's largest 3D-printed Concrete pedestrian Bridge completed - 26,3 Meter - weltweit bislang grösste 3d-Betonbrücke für Fussgänger wurde in Shanghai fertiggestellt

17.01.2019 23:39:28, Jürgen Auer, keine Kommentare

Brücken per 3D-Druck herstellen: Da gibt es in den Niederlanden schon ein interessantes Projekt, bei dem aus Metall gedruckt wird.

In Shanghai wurde nun die bislang größte 3D-Brücke für Fußgänger fertiggestellt. Das Design stammt von Professor Xu Weiguo von der Tsinghua University (School of Architecture) - Zoina Land Joint Research Center for Digital Architecture, inspiriert wurde die Gestaltung von der historischen Anji Bridge in Zhaoxian, China.

Die Breite beträgt 3,6 Meter.
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World's Largest 3D-Printed Concrete Pedestrian Bridge Completed in China

https://www.archdaily.com/909534/worlds-largest-3d-printed-concrete-pedestrian-bridge-completed-in-china

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Technisch besteht die Brücke aus 44 Hohlteilen, die Geländer dagegen aus 68 Einzelteilen.

Der Entwicklungsprozess beinhaltete die Herstellung eines 1:4 - Modells, das verwendet wurde, um die Funktionsfähigkeit des Verfahrens zu testen. Ferner sollte es beweisen, daß eine so gebaute Brücke hinreichend stabil ist.

Die tatsächliche Brücke wurde anschließend von zwei Roboter-Druckern gedruckt, die 450 Stunden beschäftigt waren (18,75 Tage). Das führt zu einem deutlich verkürzten Produktionsprozess.

In die Brücke wurden diverse Sensoren eingebaut, so daß ein Real-time-monitoring System existiert. Mit diesem können Belastungen und Schwingungen der Brücke überwacht werden. Die Ergebnisse lassen sich für die weitere Entwicklung solcher Brücken nutzen.

Ein weiterer Hinweis fand sich hier:

The world’s largest concrete 3D printed pedestrian bridge

http://news.tsinghua.edu.cn/publish/thunewsen/9670/2019/20190116161602224500923/20190116161602224500923_.html

> It adopts the structure of a single arch to bear the load, and the distance between the abutments is 14.4 meters.

Ein einzelner Bogen trägt die Last. Die Spanne zwischen den beiden Seiten beträgt 14,4 Meter.

Immerhin stehen auf dem oberen Bild doch sehr viele Leute drauf. Leider fehlt der Hinweis, wieviele das sind.

Da findet sich ein Hinweis darauf, daß das dort entwickelte System weltweit sehr innovativ sei:

> There are three main innovation points of the system, taking the leading position in this field internationally. The first is the printing tool of the robot arm, which avoids plugging in extrusion process and collapse during the material’s layer stacking; For the print path generation and operating system, it integrates form design, print path generation, material pumping, printing tool’s movement, robot arm movement and other systems to work together; the third is a unique printing material formula, which has reasonable performance and stable rheology.

Drei Hauptinnovationen kennzeichnen es:

Zum einen das Drucktool des Roboterarms. Das vermeidet wohl Unterbrechungen beim Druckprozess.

Dann wird die Berechnung des Druckerpfades, das Design, das Pumpen des Materials und die Bewegungen aller Komponenten hinreichend gut aufeinander abgestimmt.

Schließlich gibt es eine besondere Mischung des Druckmaterials. Das wahrscheinlich einerseits hinreichend flüssig sein sollte, andererseits so fest sein sollte, daß der gedruckte Gegenstand nicht zerläuft. Und das über eine Druckdauer von vielen Stunden hinweg.

Ein großer Kostenvorteil ergibt sich daraus, daß keine Betonarmierungen oder Einschalungen benötigt werden.

Interessant ist der Belag des Brückenbogens. Das sieht man auf einem Bild im ersten Beitrag.

> The pavements of the bridge are generated from the form of brain corals, and white pebbles are filled in the voids of the pattern.

Da wurde ein Gittermuster gedruckt, das aus lauter kleinen Zellen besteht. Die dazwischenliegenden Leerräume wurden mit kleinen weißen Kieselsteinen gefüllt.

Das vorletzte Bild bei archdaily zeigt die Brücke im Querschnitt: Zwei Lager an den Ufern, dazwischen der Brückenbogen. Der eigentliche Gehweg bildet eine weitere, flache Schicht drüber.

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