Print your City - create custom street furniture with 3D-print and recycling - Zero Waste Lab in Thessaloniki ermöglicht das 3D-Drucken von Stadtmöbeln aus Plastikabfall

19.01.2019 23:58:10, Jürgen Auer, keine Kommentare

Das Thema Plastikmüll bzw. Recycling von Haushaltsmüll scheint derzeit einen verblüffenden Boom zu erleben. Das in Rotterdam beheimatete Studio "The new raw" hat dazu eine Initiative "Print your City" entwickelt, die nun nach Thessaloniki erweitert wurde. Dort gibt es das Zero Waste Lab.

Die dortige Möglichkeit: Bewohner können ihren Plastikmüll vorbeibringen. Der wird als Grundlage für 3D-gedruckte Stadtmöbel genutzt. Von diesen gibt es verschiedene Formen. Das gemeinsame Prinzip: Einerseits gibt es Platz für einen kleinen Baum. Andererseits kann man sich auf die Fläche draufsetzen.
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'zero waste lab' by the new raw turns citizens' plastic waste into 3D-printed street furniture

https://www.designboom.com/design/zero-waste-lab-the-new-raw-plastic-waste-3d-printed-furniture-01-17-2019/

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Die Stadtmöbel sollen in der Stadt aufgestellt werden, die Bewohner können entscheiden, wo das sein soll. Ferner kann jedes Teil "Anhängsel" erhalten:

> a bike rack, a mini gym, a tree pot, a dog feeding bowl, or a bookcase

Die Prototypen wurden im Sommer 2018 gedruckt und auf der Nea Paralia verteilt, das ist die Hauptpromenade von Thessaloniki am Wasser.

Nach dem Start gab es wohl über 3000 Designvorschläge.

Neue Objekte sollen nun im Hanth Park aufgestellt werden.

Damit sollen insgesamt 4 Tonnen Plastikmüll verarbeitet werden.

Der Plastikmüll wird wohl zu Granulat zerhäkselt, das dient als Basis für den Druckprozess.

Ein kleines Video auf Vimeo zeigt den Drucker im Einsatz und den Weg des Plastiks zum Drucker:

The New Raw - Print Your City: Robotic 3D printing with recycled plastics

https://vimeo.com/311304894

Daß dies allerdings grade ausgerechnet von Coca Cola Griechenland unterstützt wird, finde ich etwas schräg. Schließlich tragen die Colaflaschen sehr massiv zum Plastikmüll bei. Und von diesem "Zuckerwasser" halte ich ohnehin nichts, da gibt es gesündere Getränke.

Erhellender ist ein Video, das sich auf

Print Your City — Amsterdam

https://thenewraw.org/Print-Your-City-Amsterdam

findet. Aktuell wird viel vom Plastikmüll verbrannt - mit entsprechenden Folgen. So dagegen wird der Müll erst zerkleinert und wohl in Granulat umgearbeitet. Das kann zum Drucken genutzt werden. Dort gibt es auch Bilder, die einige der Elemente im Querschnitt zeigen.

Ein großer Vorteil: Wenn ein solches Teil beschädigt wird, läßt es sich wieder leicht "zerlegen" und erneut als Ausgangsstoff zum Drucken nutzen.

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