MIT Robot plays Jenga combining vision and touch to learn the game - Roboter spielt Jenga und lernt per Ausprobieren - Forschung am Massachusetts Institute of Technology

31.01.2019 23:15:02, Jürgen Auer, keine Kommentare

Jenga ist dieses kleine Spiel, das mit 60 gleichartigen hölzernen Rechtecken startet. 7,5 × 2,5 × 1,5 cm sind die Maße. Drei legt man nebeneinander, darauf die nächsten drei um 90° versetzt, so wird erst einmal der Turm gebaut.

Dann muß jeder Mitspieler irgendwo ein hölzernes Element herausziehen und es oben auflegen. Von ganz oben darf nichts entfernt werden, von der Ebene drunter nur dann, wenn die Ebene drüber aus drei Bausteinen besteht. Verloren hat der, der den Turm zum Einsturz bringt.

Am Massachusetts Institute of Technology (MIT) wurde nun ein Roboter entwickelt, der sich dieses Spiel in relativ kurzer Zeit beibringen konnte. Die Besonderheit daran: Bisherige Modelle waren davon ausgegangen, daß traditionelle Techniken des "Maschinenlernens" dafür zehntausende von Versuchen bräuchten.
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watch this MIT robot 'cheat' at jenga

https://www.designboom.com/technology/mit-jenga-robot-machine-learning-01-31-2019/

Die Site beim MIT:

MIT robot combines vision and touch to learn the game of Jenga

Machine-learning approach could help robots assemble cellphones and other small parts in a manufacturing line.

http://news.mit.edu/2019/robot-jenga-0130

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Die Forscher näherten sich diesem Thema aus einer menschlichen Perspektive an:

> the MIT engineers approached this project from a human perspective. we use our eyes to study the tower. we use are fingers to pry and poke

Es wurde wohl ein Standard

> ‘industry-standard ABB IRB 120 robotic arm.’

genutzt, der optische und mechanische Informationen verarbeiten kann. Ergebnis:

> the MIT jenga robot quickly learned clusters of data by focusing on the different behaviors the blocks exhibited when they were pushed, pulled, tapped and toppled.

Der Jenga Robot lernte rasch, verschiedene Verhaltensweisen zu unterscheiden. Wie verhalten sich die Blöcke, wenn sie geschoben, herausgezogen, angeklopft werden und wenn sie umstürzen.

Es waren nur etwa 300 Versuche notwendig, bis der Roboter das Spiel hinreichend gut beherrschte.

Das Video auf YouTube:

MIT Robot Learns How to Play Jenga

https://www.youtube.com/watch?v=o1j_amoldMs

Die Besonderheit:

> the ability to quickly learn the best way to carry out a task, not just from visual cues, as it is commonly studied today, but also from tactile, physical interactions.

Im Gegensatz zu anderen Spielen, wo viele Züge vorausberechnet werden und versucht wird, den besten nächsten Zug zu ermitteln, geht es hier darum, auszuprobieren: Welche Steine sind locker, welche kann man herausschieben oder herausziehen. Der Roboter muß interagieren, damit er lernen kann.

Später könnten solche Roboter bsp. in Fertigungsprozessen eingesetzt werden. Etwa bei der Herstellung von Smartphones. Wo es darum geht, kleine Bewegungen angepaßt und hinreichend korrekt auszuführen.

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