TransBorda: How to enter the Museum of Art in Rio de Janeiro - Climb the walls - Ausstellung "Art, Democracy and Utopia" lässt Besucher das Museum über Kletterwände betreten

04.02.2019 21:50:24, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wie betritt man ein Museum? Ehrfürchtig? Freudig in der Hoffnung auf viele spannende Ausstellungsobjekte? In Rio de Janeiro in Brasilien gibt es im dortigen Museum of Art (MAR) eine Ausstellung "Art, Democracy and Utopia". Estudio Chao hat sich dazu die Installation Transborda einfallen lassen.

Das Erdgeschoss des Museums ist eigentlich frei zugänglich. Es besteht nur aus diversen Säulen, die Museumsräume beginnen im ersten Stock. Lediglich eine Treppe führt hoch.

Aber der Bereich zwischen den äußeren Säulen - wurde mit senkrechten Glasplatten abgesperrt. Ins Museum kommt man damit nur, wenn man eine der Klettermöglichkeiten nutzt, die über diese Glasplatten führen.
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transborda installation by estudio chao invites people to climb the walls of a museum in rio

https://www.designboom.com/architecture/transborda-installation-estudio-chao-people-walls-museum-rio-02-04-2019/

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Man kann entweder eine Art schräge Leiter hoch- und wieder runtersteigen. Oder man wählt den Weg durch ein Netz aus dicken Schnüren. Schließlich gibt es schräg angebrachte Bretter mit einzelnen waagerechten Trittstufen. Auf der anderen Seite geht es entweder auf dieselbe Weise abwärts. Oder man wählt die Rutsche. An einer Stelle gibt es auch gewöhnliche Stufen, die man hoch- und wieder hinunterschreiten kann.

Oder man setzt sich eine Weile auf eine dieser Stufen und sieht den anderen Besuchern beim Klettern zu.

Die stählernen Rahmenteile sind alle in demselben hellblau-grünen Farbton gestrichen, in dem sich auch die Außenfassade des Museums präsentiert.

"Transborda" ist portugisisch und heißt "überfließen", "overflow".

> Transborda acts as a poetic device to provoke reality and make a call to the imagination, putting bodies of all shapes and ages in movement on feet and hands to cross the glass wall of the pilotis.

Ein poetisches Gerät, das die Realität provoziert und die Imagination befeuert. Körper in jedem Alter und in jeder Form verwenden Hände und Füße, um die gläserne Mauer zu überwinden.

Im Innenhof (der von der anderen Seite wohl frei zugänglich ist) gibt es zusätzlich ein Gerüst, das aus diversen waagerecht und senkrecht angebrachten Stangen besteht. Dazwischen immer wieder Sitzflächen, so daß sich kleinere Gruppen niederlassen können.

Auf der Seite von Estudio Chao

TransBorda

http://www.estudiochao.com/TransBorda

sieht man noch einiges mehr. Das, was im ersten Link wie ein Gestell im Innenhof wirkt, ist fahrbar, auf Rollen. Das wurde als mobile Tribünen für diverse kleine Veranstaltungen genutzt. Bei Diskussionen, kleinen Aufführungen oder für Infostände.

Erwachsene mögen da leicht drüber kommen oder den freien Zugang daneben wählen. Auf den Bildern sieht man, daß das für Kinder eine teils große Herausforderung ist:

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