Bacteria lamps as modern fossils - Bakterienlampen als moderne Fossilien - Jan Klingler kombiniert Industriedesign und Mikrobiologie

17.02.2019 23:38:16, Jürgen Auer, keine Kommentare

Fossilien pflegen normalerweise vor Jahrtausenden oder Jahrmillionen gestorben sein, dann wurden sie im Eis oder bsp. in Bernstein konserviert.

Eine neuere Form von Fossilien hat Jan Klingler erschaffen. Er ist Industriedesigner und interessiert sich gleichzeitig für Mikrobiologie.

Bis ihm sein "Heureka"-Moment kam und er Ideen entwickelte, wie sich beide Welten miteinander kombinieren lassen.

Das Ergebnis sind zwei Arten von Lampen: Die einen kann man an die Decke hängen. Die anderen sind Kugellampen, die man auf den Tisch stellen kann.

Die Besonderheit: Durch konservierte Bakterienkulturen hat jede Lampe ein ganz eigenes Muster und ganz eigene Farben.
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Jan Klingler's Bacteria lamps are "modern fossils" as well as lights

https://www.dezeen.com/2019/02/17/bacteria-lamps-jan-klingler-design/

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> After his "eureka moment" that the two disciplines could be combined, he worked with a microbiologist at the university hospital in Stockholm to develop the idea.

Die Idee:

> "I wanted the aesthetic to be very inspired by laboratory work, because usually when you have bacteria growing it's in petri dishes in the lab, so I wanted to make it quite abstract but still reminiscent of a laboratory,"

Bakterienkulturen, die in Petrischalen wachsen, bilden alle möglichen Arten von Mustern und Farben. Aber wie läßt sich das für eine Lampe nutzen?

Er kombinierte Bakterien mit Hefe und Pilzen und ließ das Gemisch auf einer Harzplatte 24 - 48 Stunden wachsen.

Um sich zu vermehren, brauchen die Bakterien Nährstoffe, da wurde eine Gelantine verwendet, die auf Meeresalgen bzw. Seetang beruhte.

Zu Beginn des Prozesses ist der Boden sehr flüssig. Wenn das zu härten beginnt, kamen die Bakterien dazu.

> The various colours are produced either by the bacteria itself – for example serratia, a bacteria found in the mouth, gives a strong orange-red colour – or from the "nourishment ground".

Die Farben kommen direkt von den Bakterien.

Manchmal läßt sich der Prozess besser beeinflussen, manchmal weniger. Das hängt vom Boden, vom Nahrungsangebot ab.

Klingler experimentiert inzwischen oft erst in Petrischalen mit verschiedenen Kulturen. Erst dann werden verschiedene Kombinationen per Pipette zu einer neuen Basisfläche übertragen.

Die eigentliche Herstellung:

> To create the designs in the flask-shaped lamps, he must pour resin into the flask, then create a silicone ring around its edge, before adding the bacteria culture.

Da wird Kunstharz in die Behälter gegossen, dann kommt ein Silikonring drum, dann können die Bakterien folgen.

> Once the desired effect has been achieved, he seals the discs by placing another disc on top. This deprives the cultures of oxygen, so they stop growing and become what the designer describes as "modern fossils".

Wenn die gewünschten Effekte erreicht sind, werden die Scheiben versiegelt, indem eine zweite Scheibe drüber kommt. Das verhindert, daß die Kulturen oxidieren. Sie wachsen nicht mehr und werden zum "modernen Fossil".

Dann kommen LED-Lampen dazu, die durch die Bakterienkulturen hindurchscheinen.

In Zukunft will er maßgeschneiderte Lampen entwickeln. Dafür sollen Bakterienkulturen genutzt werden, die von den Kunden stammen. Die bekommen Schwämme zugeschickt, mit denen sie Bakterien einsammeln können.

> "Every place and every person has their own microbiological fingerprint. So I would like to send out little swabs to people so they can swab whatever is important to them."

Eine Möglichkeit: Man kann auf einer Reise Bakterien einsammeln. Und diese als "persönliches Souvenier" in eine Lampe verwandeln:

> He suggests that as well as a first date, the lamps could be a personal souvenir from "travel to the Eiffel Tower in Paris or of a loved one far away. The possibilities are as individual as each one of us".

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