Warka Water Tower - Collecting clean drinking water from lakes in the air - einfache Techniken um Luftfeuchtigkeit in Trinkwasser zu verwandeln

18.02.2019 23:20:55, Jürgen Auer, keine Kommentare

In den Industriestaaten ist sauberes Wasser eine Selbstverständlichkeit. Hier ist das Leitungswasser meist von sehr guter Qualität. Anstatt das zu nutzen, wird Wasser in Flaschen gekauft.

Anders sieht das in vielen Gegenden bsp. in Afrika aus. Wo es kein zentrales Wassersystem gibt. Dort wurden - über einen langen Zeitraum - Lösungen entwickelt, mit denen Wasser aus der Luft gewonnen werden kann.
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warka water towers collect clean drinking water from the 'lakes in the air'

https://www.designboom.com/architecture/warka-water-tower-bamboo-sustainable-clean-drinking-water-air-02-15-2019/

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Wasser aus Brunnen ist oft kontaminiert, von Tieren oder von Menschen. Ferner sind Brunnen selten, oft sind lange Wege zurückzulegen. Von dem Architekten Arturo Vittori wurde deshalb eine Lösung entwickelt, die auf einer Bambusstruktur beruht. Und die von weit abgelegenen Dörfern bsp. in Äthiopien genutzt werden können.

Die ersten Versuche gab es 2012. Im Jahr 2015 wurde der erste Warka Water Tower in Dorze im Süden von Äthiopien aufgebaut.

Die auslösenden Beobachtungen:

> vittori got the idea after visiting small isolated villages on a high plateau in the north east region of ethiopia. there he witnessed villagers who lived in environments often without running water, electricity, a toilet or a shower. he observed how women and children had to walk miles to shallow, unprotected ponds where water is often contaminated with animal and human waste.

Er hatte kleine, isolierte Dörfer auf einem hohen Plateau besucht. In den meisten gab es kein fließendes Wasser, keine Elektrizität, Toiletten oder Duschen. Er beobachtete, wie Frauen und Kinder lange Fußmärsche zurücklegen mußten. Zu Brunnen, die flach und ungeschützt und folglich entsprechend verunreinigt waren.

Die Idee war eine Lösung, die leicht, einfach herzustellen und unabhängig von der Infrastruktur war. Ein Bambusrahmen hält ein enges Netz aus Polyester.

> atmospheric water vapor from either rain, fog, or dew, condenses against the cold surface of the mesh, forming droplets of liquid water that trickle down into a reservoir found at the bottom of the structure.

Wasser aus der Atmosphäre, von Regen, Nebel oder Tau, kondensiert an der kalten Oberfläche des Gitters, bildet Tropfen, die nach unten in einen Behälter wandern. Eine Art Vordach verschattet den unteren Bereich, um zu verhindern, daß das Wasser wieder verdunstet. Die Leistungsfähigkeit eines Systems hängt vom Wetter ab. Aber ein Warka Water Tower kann bis zu 100 Liter Wasser pro Tag produzieren.

Inspiriert wurde das Modell u.a. vom Warka Baum in Äthiopien. Das ist ein Baum, den es nur in Äthiopien und Jemen gibt und der groß und ausladend werden kann.

Warka Water Towers werden immer lokal errichtet und gehören dem Dorf. Das ist ein Schlüsselfaktor. Der Tower liefert nicht nur Wasser, sondern bietet auch einen schattigen Platz für Gespräche und Versammlungen.

Die Kosten für einen Tower liegen bei etwa 500 - 1000 Dollar. Da das Design entsprechend angepaßt werden kann, läßt sich so ein Tower auch entsprechend flexibel errichten.

Das System wurde in verschiedenen, isolierten Dörfern eingesetzt:

> haiti, madagascar, colombia, brasil, india, sumba, and cameroon

Das führte zum einen dazu, daß mit verschiedenen Formen und Materialien experimentiert wurde. Zum anderen gibt es Folgeprojekte, etwa W-Solar. Da werden zusätzlich Solarzellen errichtet, um Strom zur Verfügung zu haben. W-Garden ist ein System, bei dem die Wassergewinnung für die Nahrungsmittelproduktion im Vordergrund steht.

Mehr gibt es unter http://www.warkawater.org/ zu finden.

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