Cat Ladders in Switzerland - Brigitte Schuster dokumentiert das Phänomen der Katzenleitern in der Schweiz

22.02.2019 23:51:33, Jürgen Auer, ein Kommentar

Eigentlich komme ich ja aus einem kleineren Dorf aus Baden-Württemberg. Aber auch dort, im Remstal, habe ich solche Cat Ladders, Katzenleitern nie gesehen. Erst recht scheinen solche Lösungen hier in Berlin undenkbar zu sein.

Aber Katzen sind mal drinnen, mal draußen. Sie wollen selbst entscheiden, wo sie hingehen. Schweizer Katzenbesitzer haben deshalb Lösungen entwickelt, wie Katzen an der Fassade über Katzenleitern nach oben kommen können. Brigitte Schuster hat das dokumentiert und wird dazu ein Buch veröffentlichen.
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Photographer Documents The Phenomenon Of Cat Ladders In Switzerland (22 Pics)

https://www.boredpanda.com/swiss-cat-ladders-photography-brigitte-schuster/

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Teils sind das einzelne lange Elemente, die über das Regenwasser-Fallrohr und Fensterbretter montiert sind. Teils sind das Lösungen, die typische rechtwinklige Metallhalter nutzen, die man in Wohnungen zum Anbringen von Bücherbrettern verwenden kann. Diese sind direkt auf der Außenwand montiert.

Brigitte Schuster hatte das Phänomen selbst erst vor etwa fünf Jahren entdeckt, als sie nach Bern gezogen war.

> “When walking through Bern’s neighborhoods, I noticed the many and unusual cat ladders. As someone who comes from outside, unlike some locals, I found these cat ladders extraordinary.”

Teils sind das auch nur einzelne Brettere, die am Regenwasser-Fallrohr nach oben führen. So daß die Katze wohl springen muß, um den Höhenabstand zu überwinden.

Ein späteres Bild zeigt eine Leiter aus 10 Elementen, die bis zum zweiten Stockwerk hochgeht.

Fast ganz unten gibt es ein Bild, bei dem eine Leiter aus drei Stücken besteht und vom Vordach zum ersten Balkon drüber, von dort zum zweiten auf der anderen Seite und von dort zum dritten Balkon im dritten Stockwerk hochgeht.

Da ist die Strecke, die am Stück bewältigt werden muß, doch sehr groß. Ferner ist das eines der längsten Beispiele, das sie in ihrer Sammlung hat.

Sie sieht ihre Arbeit als eine Art Dokumentation an.

> A cat ladder is a transient object. It is constantly changing. New cat ladders are added. Old cat ladders are taken off. This mix of continuity and
change is characteristic for the culture of the Swiss capital.

Katzenleitern würden sich immer wieder ändern. Neue kommen hinzu, alte werden abgebaut. Es gibt zwar diverse Bilder von Katzenleitern, aber noch keine umfassende Bestandsaufnahme. Und es ist ein europäisches Phänomen:

> “Outdoor cat ladders are a European phenomenon. In Germany and Austria, for example, there are also cat ladders, but not in the quantity as they are here in Bern. In North America, cat ladders are an exception, you will find them only sporadically, as well as cats are seen only sporadically outside.”

In Deutschland und Österreich gibt es ein paar Katzenleitern, aber längst nicht so viele wie in Berlin. In Nordamerika sind Katzenleitern Ausnahmen.

Manchmal bereits das Aufnehmen Schwierigkeiten: Die Häuser stehen so nah beieinander, daß sie nicht weit genug weg konnte, um eine Aufnahme der gesamten Katzenleiter machen zu können. Oder das Grundstück ist so groß, daß die Katzenleiter zu weit weg ist, um das brauchbar photographieren zu können.

Auf der Website von Brigitte Schuster

Swiss Cat Ladders

http://brigitteschuster.com/swiss-cat-ladders

kann man das Buch vorbestellen, das voraussichtlich im September 2019 erscheinen wird.

09.03.2019 14:02:31, Mondry
Liebe Frau Schuster, liebes Team,
Eine unglaublich beeindruckende Idee die Katzenleitwen zu fotografieren. Das sind wahre Katzenliebhaber die sich solche Konstrukte einfallen lassen. Wer nur einmal seine Katze in der Natur beim beobachtet hat, weiss was die Vierbeiner wollen, solche Leitern. Zudem haben es alle Katzen sehr schnell raus, wie man sie erklettert, sogar wenn sie vorher reine Wohnungskatzen waren.

An den Beispielen sieht man, dass sie sind gar mutig sein müssen, um in die Freiheit zu gelangen.

Ich freue mich wahnsinng auf das Buch.
Habe gerade lange Zeit damit zugebracht, in der SZ die Bilder zu betrachten.
Herzliche Grüße Doris Mondry, München

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