SameDay Bot delivers packages to the doorstep - autonomer Robot von FedEx kann die letzten drei Meilen für mehr als 60 Prozent der Kunden übernehmen

28.02.2019 23:25:14, Jürgen Auer, keine Kommentare

Für die einen ist das noch Zukunftsmusik oder nur ein Konzept. FedEx, das US-Transportunternehmen, scheint nun bei der Entwicklung autonomer Zustellroboter einen ordentlichen Schritt vorangekommen zu sein.

Der "SameDay Bot" soll dafür eingesetzt werden, Bestellungen auszuliefern, die am gleichen Tag ankommen sollen.
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FedEx's autonomous robot SameDay Bot delivers packages to your doorstep

https://www.dezeen.com/2019/02/28/sameday-bot-fedex-delivery-robot/

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Eigentlich spannend ist die folgende Zahl:

> After discovering that, on average, more than 60 per cent of vendors' customers live within three miles of a store location, FedEx saw the opportunity to create an on-demand, hyper-local delivery service.

Nachdem sich herausstellte, daß mehr als 60 Prozent der Kunden innerhalb von drei Meilen um eine "Store Location" herum wohnt, sah FedEx die Chance, so einen lokalen Lieferdienst zu entwickeln.

Der Lieferbot kann auf Gehwegen oder am Straßenrand fahren, um sicher kleine Pakete auszuliefern.

Entwickelt wurde der Bot gemeinsam mit DEKA Research & Development Corporation. Ausgerüstet ist er mit einer "fußgängerfreundlichen Technologie", die zahlreiche Kameras zur Überwachung der eigenen Umgebung nutzt. Ferner verfügt er über automatisch dazulernende Algorithmen, so daß er möglichen Kollisionen aus dem Weg geht.

Interessant ist das technische Konzept bzw. das wenige, was man davon auf einem Beispielvideo sieht:

FedEx's autonomous robot SameDay Bot delivers packages to your doorstep

https://www.youtube.com/watch?v=rYRLU1b-A2Q

Demnach hat der Bot drei Räderpaare. Zwei große, gewichtige und mit gleich großen Rädern bestückte Achsen. Dazu eine weitere Achse davor mit zwei kleineren Rädern zum Lenken. Das Gefährt kann sich aber so anpassen, daß die mittlere Achse nicht genutzt wird. Oder daß das vordere Paar hochgezogen ist. Ferner lassen sich damit mehrere Stufen bewältigen, da wirkt das Fahrzeug sehr stabil. Ferner kommt es auch steile Wege hoch.

> "The bot has unique capabilities that make it unlike other autonomous vehicles," said DEKA founder Dean Kamen. "We built upon the power base of the iBot, an advanced, FDA-approved [the US food and drug administration], mobility device for the disabled population with more than 10 million hours of reliable, real-world operation."

Offenbar wurde da ein Grundgerüst genutzt, das schon lange für entsprechende Antriebe von Rollstühlen verwendet wird.

Im Sommer soll es erste Praxistests geben, u.a. in Memphis, Tennessee.

Das wirkt deutlich ausgereifter als manches, was zu diesem Thema bereits zu sehen war.

Basis ist der

iBot

https://en.wikipedia.org/wiki/IBOT

für Rollstühle. Eine Lösung, die schon seit 1990 von DEKA entwickelt und angeboten wird.

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