Ceramic Jewelry - Antique Ceramic Dinnerware punctured into Pieces of Wearable Art - historisches Essgeschirr aus Keramik mit kleinen Scheiben durchlöchert, die Ketten bilden - die Arbeiten von Gesine Hackenberg

06.03.2019 22:51:53, Jürgen Auer, keine Kommentare

Beim ersten Blick auf die Photos hatte ich mich schon gewundert: Wie wurde das gemacht? Aus dem nassen Ton die Löcher ausstanzen, dann sowohl die Schale als auch die einzelnen Löcher so bemalen, daß sich ein kontinuierliches Muster ergibt?

Der Text klärte auf, daß das "Herstellungsverfahren" umgekehrt verläuft.
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Antique Ceramic Dinnerware Punctured into Pieces of Wearable Art by Gesine Hackenberg

https://www.thisiscolossal.com/2019/03/wearable-art-by-gesine-hackenberg/

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Gésine Hackenberg, von Hause her Goldschmied, fühlte sich von den traditionellen Tätigkeiten ihres Handwerks nicht mehr angesprochen. Und begann, nach neuen Tätigkeiten und neuen Formen der Schmuckherstellung zu suchen.

Für ihre "Ceramic Jewelry" suchte sie zunächst in Second Hand Shops nach diversen historischen Porzellantellern, Schüsseln und ähnlichen Stücken.

Aus diesen "schneidet" sie einzelne kreisförmige Elemente aus. Wie man das macht, ohne daß das Porzellan zerspringt, ist mir derzeit völlig schleierhaft. Wahrscheinlich gibt es Spezialwerkzeuge, mit denen das möglich ist.

Das Ergebnis ist jedenfalls bsp. ein Teller mit diversen Löchern. Und die Folge dieser ausgestanzten Porzellanelemente. Die Bemalung paßt damit natürlich zwangsläufig.

Aus diesen Elementen kann eine Kette gebildet werden.

Oder aus dem Rand eines Tellers wird ein Element ausgeschnitten, das entsteht, wenn man erst einen größeren Kreis, dann einen kleineren, überlappenden Kreis ausschneidet. Die so ausgeschnittenen beiden Porzellanstücke lassen sich als Oberteil zu einem Ring zusammenfügen.

Oder zwei kleine Löcher - werden zu zwei Ohrringen. In Abhängigkeit von der Dicke des Porzellans und der Bemalung entstehen so sehr individuelle Schmuckstücke. Wobei man - be einer Kette - die Elemente auch wieder der Reihe nach in den Teller einlegen kann, so daß der Teller "fast wieder" wie im Original aussieht.

Laut der Website

https://www.gesinehackenberg.com/?id=12

sind die Arbeiten teils schon 2006 entstanden.

Dort findet sich unter "Info" der Hinweis, daß diese Kollektion als "Double Life collection" bezeichnet wurde. Die alten Gegenstände erhalten ein neues Leben.

> During the time Gésine was working on the Double Life collection, she developed the technique of drilling pieces out of earthenware, a material that is widespread in the Netherlands and its neighbouring countries. Within the Ceramic Jewellery collection, she perfects this technique which offers a whole universe of shapes, found in plates, dishes, and pudding moulds. These disc-shaped ‘beads’ are firmly threaded to – almost object-like - necklaces, or pieced on (ear)rings, and brooches.

Die Technik, diese Stücke auszuschneiden, hatte sie in dieser Zeit entwickelt und perfektioniert. Das erschafft ein ganzes Universum of Formen, gefunden in Tellern, Schüsseln und Formen. Diese scheibenartigen "Kügelchen" lassen sich zu Halsketten, Ringen und Ohrringen und Broschen verwandeln.

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