Ab 2021 will Daimler selbstfahrende Autos bauen - mehr als 10000 in der ersten Runde - ab 2021 die ersten Robotaxis in den USA und Europa.

17.03.2019 23:29:16, Jürgen Auer, keine Kommentare

Daß solche Entwicklungen schon laufen, hatte ich vermutet. Und - als jemand, der in Berlin wohnt und selbst schon lange kein Auto mehr fährt - auch erhofft.

Nun bestätigte Michael Hafner, Leiter automatisiertes Fahren bei Mercedes Benz, der "Automobilwoche", daß die Arbeiten an selbstfahrenden Autos schon sehr weit fortgeschritten seien.

Ab 2021 sollen die ersten Robotaxis in den USA und in diversen europäischen Städten an den Start gehen. Anschließend sollen erste Fahrzeuge in China starten.
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Daimler will ab 2021 selbstfahrende Autos bauen

https://orf.at/stories/3115356/

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In einem ersten Rutsch soll es mehr als 10.000 Autos geben. Hafner rechnet damit, daß sich die Autos innerhalb von einem Jahr amortisieren.

Basis ist ein gemeinsames Projekt, das Daimler und Bosch 2017 gestartet hatten und das offenbar "gut vorankommt".

Laut

Daimler: Ab 2021 will der Konzern massenhaft selbstfahrende Taxis bauen

https://t3n.de/news/daimler-selbstfahrende-taxis-1151096/

soll es in der zweiten Jahreshälfte 2019 erste Tests in San Jose in Kalifornien geben. Im Prinzip ist das eine Art Shuttle-Dienst - nur ohne Fahrer.

Interessenten können bei Bedarf ein Auto per App heranrufen. Das Fahrzeug kommt, der Fahrgast steigt ein und wird zum Ziel transportiert.

Damit kommt genau die Entwicklung an, die sich vor ein paar Jahren schon angedeutet hatte: Ein weltweiter Wettlauf zwischen verschiedenen Unternehmen: Wer bringt als erstes autonome Autos auf die Straße?

Und wenn es erst einmal die ersten größeren Flotten gibt, die vielleicht 10 - 15 Prozent des Verkehrs in den teilnehmenden Städten abwickeln: Dann ist zu wetten, daß sich sowohl Versicherungen als auch Politiker sehr genau die Auswirkungen, insbesondere das Unfallrisiko ansehen werden.

Mit der Konsequenz, daß über kurz oder lang die Quote der Unfälle mit autonomen Autos deutlich niedriger sein wird als die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen am Steuer sitzen. Was zwangsläufig dazu führen wird, daß die Versicherungen die Kosten entsprechend auf die Tarife umwälzen und sich Politiker ebenso wie die Öffentlichkeit Gedanken über ein Verbot privater Autofahrten machen werden.

So ein selbstfahrendes Auto könnte hier in Berlin morgens einige Berufstätige von außen nach innen bringen. Tagsüber fährt es in der Stadt umher und fungiert als Taxiersatz. Am Spätnachmittag fährt es Berufstätige wieder raus.

Mit der Konsequenz, daß sich private Autos kaum mehr lohnen. Und der "Spaßfaktor" durch steigende Versicherungskosten gebremst wird.

Die mehr als 3000 Toten pro Jahr, die - wenn ich das aus dem Kopf richtig weiß - mehr als 100.000 Verletzten pro Jahr und der immense Platzbedarf von Autos, die größtenteils nur rumstehen, ist einfach zu viel.

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