Common Garden Quito Tower - cloisters courtyard used as facade elements - Bogenelemente in der Fassade eines 12-stöckigen Hochhauses erzeugen Raum für Pflanzen - odD+ Architects

09.05.2019 23:46:39, Jürgen Auer, keine Kommentare

Fassaden von Häusern sind meist glatt. So daß an der Hauswand höchstens Fenster sichtbar sind. Aber was passiert, wenn man bogenförmige Elemente zur Fassadengestaltung nutzt?

odD+ Architects haben ein zwölfstöckiges Hochhaus mit Wohnungen entworfen. In Quito in Ecuador, fast direkt am Äquator gelegen.

Ein Fassadenelement, das aus drei Bogenelementen besteht. Auf der zweiten Seite scheinen das jeweils fünf Bogenelemente zu sein.
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odD+ Architects Reinterpret Historic Courtyards and Gardens in Quito Tower

https://www.archdaily.com/916644/odd-plus-architects-reinterpret-historic-courtyards-and-gardens-in-quito-tower

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Die Bögen fungieren nicht nur als die Hauptstruktur des Hauses. Sie erzeugen auch Platz für Vegetation auf jeder Ebene.

Da Quito fast am Äquator liegt, steht die Sonne mittags immer im 90° - Winkel, es gibt fast keine Jahreszeiten. Der Wikipedia-Artikel zu Quito

https://de.wikipedia.org/wiki/Quito

listet das auf: Die Sonne geht jeden Tag zwischen 06:15 und 06:30 auf und gegen 18:30 - 18:45 unter, die Dämmerung ist sehr kurz. Die Temperaturen schwanken von 6-7°C in der Nacht bis 24-25° an warmen Tagen, meist zwischen 18° und 21°. Die Temperaturen schwanken am Tag stärker als über das Jahr.

Die Wirkung auf die Gebäudeplanung:

> For this reason, high-rise buildings have the potential of becoming vertical ecosystems that take advantage of the equatorial sun.

Hochhäuser haben damit das Potential, vertikale Ökosysteme zu sein, die von der besonderen Äquatorsonne profitieren.

Common Garden nutzt die Sonne, um Raum für Pflanzen und Tiere mitten in der Stadt zu schaffen. Die Gestaltung ermöglicht es den Bewohnern, Pflanzen um sich herum zu haben. Jedes Apartment ist von seinem eigenen privaten Garten umgeben.

In Europa müßte man sich bei so einem Projekt auf die Südseite, eventuell noch Ost- und Westseite beschränken. In Quito bzw. nahe des Äquators können alle vier Hausseiten einheitlich gestaltet und genutzt werden. Das vereinfacht natürlich auch die Gebäudegestaltung.

Quito gilt ohnehin als die "Stadt des ewigen Frühlings", weil das Klima so gleichmäßig ist.

Allerdings scheint das derzeit noch kein geplantes bzw. im Bau befindliches Haus zu sein. Eher eine Konzeptstudie.

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