Spiralling Camp Adventure Tower with a hourglass shape in the Gisselfeld Klosters Forest - 45 Meter hoher spiralförmiger Aussichtsturm im dänischen Wald - von EFFEKT

12.05.2019 23:46:28, Jürgen Auer, keine Kommentare

In Dänemark wurde ein interessanter Aussichtsturm fertiggestellt. Etwa 70 - 80 Kilometer südlich von Kopenhagen gibt es den Gisselfeld Klosterwald.

Dort gibt es das Camp Adventure, der größte Kletterpark in Dänemark. Der Turm ist der Endpunkt von einem langen Weg durch den Wald. Der Turm ermöglicht es Besuchern, weit oberhalb der Bäume über die Landschaft zu sehen.
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EFFEKT completes spiralling Camp Adventure tower in midst of a Danish forest

https://www.dezeen.com/2019/05/12/camp-adventure-tower-effekt-denmark-forest/

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Die Form ist "ziemlich schick": Lauter stabförmige Elemente, die schräggestellt sind und so die Struktur einer Eieruhr ergeben. In diese eingehängt ein Weg, der sich langsam nach oben schraubt, auf halber Höhe relativ eng ist und oben in einen Rundgang mündet. Das sind witterungsbeständige Stahlelemente, die dem ganzen Turm einen orangenen Ton verleihen.

Im Kontrast dazu besteht der Bodenbelag des Weges aus lokalem Eichenholz. Da das alles nur Schrägen sind, ist der Turm auch für Rollstuhlfahrer nutzbar.

Insgesamt liegt die Turmspitze 135 Meter über dem Meeresspiegel. Damit ist das die höchste Erhebung auf der dänischen Hauptinsel Zealand. An klaren Tagen könne man bis Kopenhagen und Malmø blicken.

Der dänische Premierminister war bei der Eröffnung sehr stolz:

> Danish prime minister Lars Løkke Rasmussen, who cut the ribbon at the project's opening, said he was breath-taken.
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> "It is a magnificent project. Nothing less," he said. "The tower is beautiful on its own and could be placed literally anywhere. But here it is – in the middle of the forest surrounded by trees inside and out."

Der Turm könnte überall stehen. Aber er steht hier. Inmitten von Bäumen.

Drei Bäume gibt es auch im Inneren des Turms.

Eine Querschnittszeichnung zeigt, daß man etwa 12 oder 13 mal im Kreis gehen muß, bis man oben angekommen ist.

Bei EFFEKT

https://www.effekt.dk/camp

gibt es weitere Informationen. EU-weit sind 45 % der Flächen Wald, in Dänemark sind nur 11 % Wald. Die dänischen Küsten haben 40 Millionen Besucher pro Jahr, die dänischen Wälder 70 Millionen. Dann folgen Bilder, die den gesamten Weg zeigen: Vom Ausgangspunkt an der Straße durch den Wald zum Turm. Da wurde - relativ mild - ein Holzpfad verlegt.

An einer Zwischenstelle gibt es eine weitere Schleifenstruktur, teilweise ist der Weg aufgeständert. Einmal geht es durch einen großen Vogelkäfig. Einmal gibt es einen Split - man kann ebenerdig weitergehen oder eine Art Brücke nutzen. Schließlich die Schleifenstruktur mit zwei Umdrehungen. Diese dient dazu, von dem ebenerdigen Weg auf den aufgeständerten Teil zu kommen.

Beim aufgeständerten Teil gibt es eine Art "Mini-Amphitheater": Der Weg zerteilt sich in mehrere Ebenen von Sitzflächen in unterschiedlichen Höhen. Diese Elemente und der Höhenweg scheinen mit minimalen Eingriffen in den vorhandenen Baumbestand erbaut worden zu sein. Beim Bau des eigentlichen Turms war das natürlich anders, da mußten solide Fundamente gebaut werden.

Bei Archdaily

Camp Adventure Observation Tower / EFFEKT

https://www.archdaily.com/914486/camp-adventure-observation-tower-effekt

gibt es eine Skizze, die den gesamten Weg bis zum Turm zeigt. Nach dem Amphitheater geht das langsam wieder runter auf den ebenerdigen Weg.

Ein Video von der Eröffnung:

45-Meter-High Forest Tower in Denmark Open to Public

https://www.youtube.com/watch?v=oTPAY8TFEBM

Der Weg nach oben ists 900 Meter lang, eine Viertelstunde sei notwendig, um von unten nach oben zu kommen.

Der Wald dort besteht aus Laubbäumen. Anfang April waren die noch alle kahl.

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