Pulsing Bicycle Lights Synchronize With One Another - Collective Illumination Source on the Street - Forscher am MIT entwickeln pulsierendes synchronisiertes Lichtsystem für Fahrräder

16.06.2019 23:47:06, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wie läßt sich die Sicherheit von Fahrradfahrern verbessern? Forscher am MIT, am Massachusetts Institute of Technology, haben sich synchronisierte Verhaltensweisen aus der Natur zum Vorbild genommen. Etwa Grillen, die synchron zirpen. Oder Glühwürmchen, die synchron leuchten.

Immer gibt es keine zentrale steuernde Instanz. Sondern das sind dezentrale Systeme. Jedes Insekt orientiert sich an anderen Insekten, das Ergebnis ist ein synchronisiertes Gesamtverhalten.

Das Prinzip übertragen auf Fahrräder: Wenn ein Fahrrad alleine fährt, leuchtet es gleichmäßig. Kommt es in die Nähe anderer Fahrräder, sendet es Radiowellen aus. Die Räder beginnen, das Licht pulsieren zu lassen. Fahren einige dieser Fahrräder eine Strecke gemeinsam, pulsieren die Lichter. Und sorgen so für eine deutlich bessere Sichtbarkeit dieses Pulks.
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Pulsing Bicycle Lights Synchronize With One Another to Become a Collective Illumination Source on the Street

https://laughingsquid.com/bike-swarm-light-synchronization/

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Das Video auf YouTube:

[Bike] Swarm

https://www.youtube.com/watch?v=wUl-CHJ6DK0

> Imagine that as solitary bikes come together, their lights begin to pulsate at the same cadence. The bikers may not know each other, or may only be passing each other briefly, but for the moments they are together, their lights synchronize. The effect is a visually united presence, as groups of bikes illuminate themselves with a gently pulsing, collective light source.

Die Radfahrer müssen davon gar nichts wissen, sie sind nicht beteiligt.

Beim MIT gibt es die Informationen aus dem Video in Text- und Bildform:

[bike] swarm

https://www.media.mit.edu/projects/bike-swarm/overview/

Da wurde ein Protokoll entwickelt und einige Prototypen zusammengebaut.

Die Radiowellen haben zwangsläufig nur eine geringe Reichweite. Damit synchronisieren sich nur Räder, die hinreichend nahe sind.

Die Features:

> The synchronization algorithm is open source.
> No globally synchronized clock
> Bikes need not share their identity, nor need to know any information about others
> New bikes can join or leave the network at any time while the network maintains its mechanisms for synchrony

Und der Gedanke ist natürlich klar:

> Ideal for bike share programs
> City bike share programs maintain fleets of bikes and can deploy a swarm light system at city scale.

Hier in Berlin gibt es immer wieder größere Gruppen von Touristen, die als Fahrradpulk unterwegs sind und so die Stadt erkunden.

Solche größeren Flotten könnten standardmäßig mit diesen Systemen bestückt werden.

Die Autoren weisen darauf hin, daß sich das Prinzip auch auf E-Roller, Skateboards und andere Fortbewegungsmittel übertragen läßt.

SaunAudi - Audi 100 from 1984 turned into a cosy Wood fired Sauna - Audi 100 umgebaut als Sauna - von einigen Leuten aus Estland

15.06.2019 23:45:09, Jürgen Auer, keine Kommentare

Was kann man mit einem alten Auto alles machen? Ein paar Leute in Estland wollten eigentlich eine Sauna bauen. Aber der gedachte Platz war belegt. Dann dachten sie über eine mobile Sauna nach. Aber die war ihnen zu teuer.

Schließlich die Idee: Sie kauften sich ein altes Auto und bauten das zu einer Sauna um. Die gesamten Kosten: Etwa 200 Euro.
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A Group Of Friends In Estonia Have Turned A 1984 Audi 100 Into A Cosy Wood-Fired Sauna

https://designyoutrust.com/2019/06/a-group-of-friends-in-estonia-have-turned-a-1984-audi-100-into-a-cosy-wood-fired-sauna/

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Innen wurden die Sitze entfernt und alles mit Holz verkleidet. Plus ein Ofen, der ebenfalls mit Holz beheizt wird. Der heizt nicht nur direkt, sondern wärmt auch diverse Steine, auf die Wasser geschöpft werden kann.

Ferner gibt es innen Lampen, so daß das Auto im Dunkeln von innen her leuchtet.

In dem Video

These Estonians turned an old Audi into a cozy wood-fired sauna

https://www.youtube.com/watch?v=FBCUhEtrtaU

sieht man, daß unter der Motorhaube ein bis heute funktionierender Motor drinsteckt, der zumindest im Stand funktioniert.

Bei Medium findet sich der Ausgangsartikel:

These Estonians turned an old Audi into a cozy wood-fired sauna - It cost them €200 and still works as a car too.

https://medium.com/estoniansaunas/these-estonians-turned-an-old-audi-into-a-wood-fired-sauna-a38bc2bd0e58

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Allerdings fehlen Brems- und Gaspedal. So daß der laufende Motor alleine nicht so wirklich ausreichen dürfte.

Auf

http://www.saunaudi.ee/

gibt es noch ein paar weitere Bilder. Den SaunAudi kann man nun mieten. In einem Umkreis von etwa 50 Kilometer rund um Tallinn.

Hotel Bus Stop - Insect Hotel at a bus stop - Studio NAB will Dächer von Bushaltestellen begrünen und in den Wänden Raum für Insekten schaffen

14.06.2019 23:46:04, Jürgen Auer, keine Kommentare

Hotel Bus Stop - Insect Hotel at a bus stop - Studio NAB will Dächer von Bushaltestellen begrünen und in den Wänden Raum für Insekten schaffen


In Städten verschwindet viel Boden unter Asphalt. Häuser und Straßen versiegeln die Erde. Das französische Studio NAB will dem entgegenwirken. Indem die Dächer von Bushaltestellen begrünt werden.

Die Dächer sollen damit zu Hotels für Insekten und Vögel werden. Gebaut werden sollen sie aus recyceltem Material.
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Studio NAB wants to boost urban biodiversity with an insect hotel at a bus stop

https://inhabitat.com/studio-nab-wants-to-boost-urban-biodiversity-with-an-insect-hotel-at-a-bus-stop/

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Allerdings soll es nicht bei den "grünen Dächern" bleiben. Auf

Hotel Bus Stop

https://www.studionab.fr/hotelbusstop

sind dieselben Bilder zu finden, aber deutlich größer. Das Bild ganz unten zeigt, daß die Wände aus verschiedenen, quadratförmig angebrachten Elementen bestehen.

Da sollen durch die Nutzung von Bambus, Holz und wohl auch röhrenförmigen Steinmaterialien Räume bestimmte Insekten geschaffen werden. Beispielsweise für Bienen, die nicht in Völkern leben.

In dem Artikel werden fünf Ziele genannt:

- Die Förderung des Bewußtseins, daß bestäubende Insekten wichtig sind,
- Leute mehr in Kontakt zur Natur zu bringen,
- zu zeigen, wie man recyceltes Material verwenden kann,
- die Städte grüner zu machen und die Luft zu verbessern,
- schließlich "grüne Jobs" rund um diese Busstationen.

Die Dächer würde man im normalen Alltag ohnehin kaum sehen. Dafür wären dort Vögel relativ ungestört. Das Konzept der senkrechten Elemente, die gezielt Platz für bestimmte Insektenarten bietet, wirkt interessant. Früher haben normale Hausfassaden solche Schlupfwinkel geboten. Heute werden Altbauten saniert und isoliert, damit verschwinden diese Plätze.

Hier in Berlin gäbe es durchaus eine ganze Menge Möglichkeiten. Auch die Straßenbahnhaltestellen könnte man entsprechend nutzen.

Inception - Russian Cityscapes tilt at dramatic Angles - Russische Städte, auf dramatische Weise in einer neuen Perspektive dargestellt - von Lestnica

13.06.2019 23:48:29, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wenn man in einer Großstadt an einem "bedeutenden Platz" ist, dann sieht man meistens nichts von der Umgebung drumherum. Die Einbindung des Platzes in die Umgebung läßt sich direkt vor Ort meist schlecht abschätzen: Man sieht ja nicht über den Platz hinaus.

Wie man das ändern könnte? Das russische Produktionsstudio Lestnica hat dazu eine interessante Darstellung entwickelt.
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Inception-Style Photos Tilt Russian Cityscapes at Dramatic Angles

https://www.thisiscolossal.com/2019/06/lestnica-photographs/

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Ein Gebäude steht im Mittelpunkt. Und die Umgebung dahinter wölbt sich nicht nach unten weg, wie das eigentlich von der Erdkrümmung her der Fall sein müßte. Stattdessen füllt die Umgebung dahinter in Form einer umgekehrten Krümmung das gesamte Bild aus.

So daß es auf diesen Bildern keinen Himmel gibt: Alles ist Stadt. Wie eine Art Stadtplan, der nicht flach auf dem Tisch liegt, sondern den man an den Ecken hochhält, so daß sich eine umgekehrte Krümmung ergibt.

Besonders gelungen finde ich das zweite Bild. Da geht eine Straße zur oberen rechten Ecke, die in Wirklichkeit natürlich eben sein dürfte. Die Bilder haben damit eine verblüffende "innere Dynamik".

Allzuviel an Informationen über die Herstellungstechnik gibt es nicht. Ein Softwarealgorithmus wurde verwendet, um die Kameras quasi halbautomatisch nutzen zu können. Jedes Einzelbild umfaßt etwa ein Dutzend Stunden Arbeit. Bei der Entwicklung der Bilder entstanden über tausend Testbilder.

Auf der Website

Inception

http://lestni.ca/inception

finden sich im wesentlichen nur dieselben Bilder. Allerdings deutlich größer, so daß man mehr sieht.

Gegründet wurde das Studio von Artem Prudentov. Es erstellt Standbilder und bewegte Bilder für Kunden.

Milk Books with Stories printed on Milk Packaging - Milchkartons bedruckt mit kleinen Geschichten, um Eltern zu animieren, ihren Kindern die Geschichten vorzulesen - Futura DDB Ljubljana und Spar Slovenia

12.06.2019 23:50:13, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wie regt man Familien mit Kindern dazu an, daß die Kinder lesen? Und sich nicht nur mit Smartphones und Filmen beschäftigen?

In Slowenien haben die dortige Werbeagentur Futura DDB Ljubljana und Spar Slovenia ein verblüffendes Projekt gestartet: Bei Spar gibt es Milchkartons mit aufgedruckten Geschichten. Die dazu dienen sollen, daß Familien mit Kindern diesen die Geschichten vorlegen. Ein einigermaßen neuer OECD-Bericht kam zu dem Ergebnis, daß Slowenien im Vergleich zu anderen europäischen Ländern einen unterdurchschnittlichen Alphabetisierungsgrad hat. Jeder vierte Slowene hat Probleme mit der Grundbildung.
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The Milk Books Are Improving The Country’s Literacy With Stories Printed On Milk Packaging

https://designyoutrust.com/2019/06/the-milk-books-are-improving-the-countrys-literacy-with-stories-printed-on-milk-packaging/

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Verfaßt wurden die Geschichten von Bostjan Gorenc–Pizama, einem jungen, preisgekrönten Autor.

Märchen wie “Lost pearls” und “The hiccup rabbit”, "Verlorene Perlen" und "Der Schluckauf-Hase" sollen Eltern dazu anregen, die Geschichten ihren Kindern abends vorzulesen. Anstatt daß diese sich mit Smartphones und Tablets ablenken.

Die Wirkung: 102 Spar-Läden haben damit nicht mehr Verkaufsregale, sondern Bücherregale.

Laut

Slovenia: Futura DDB Ljubljana and Spar Slovenia launched The Milk Books to improve country’s literacy

http://www.adhugger.net/2019/06/10/slovenia-futura-ddb-ljubljana-and-spar-slovenia-launched-the-milk-books-to-improve-countrys-literacy/

hat der Autor bereits eine Woche nach dem Start mit einer Lese- und Signiertour begonnen.

Wobei sich das

> When the stock is sold out, Spar Slovenia in cooperation with the National Ministry of Education will give a donation to Slovenian school libraries to purchase new books that would continue the mission of rejuvenating the country’s love for reading.

eher nach einer arg kurzfristigen Geschichte anhört. Wenn die Milchkartons ausverkauft sind, gibt es nicht die nächste Runde mit neuen Geschichten. Sondern eine Spende, damit würde das bald wieder enden.

Hindon Road-Rail Bridge - One-Lane Bridge in Hindon, New Zealand shared by cars and trains without any Traffic Lights - einspurige Brücke in Neuseeland, die von Autos und Zügen gemeinsam genutzt wird

11.06.2019 23:56:28, Jürgen Auer, keine Kommentare

Eine historische Brücke in Neuseeland. Der Bau begann 1879, die Fertigstellung war 1891. Sie besteht aus drei senkrechten Steinsäulen, zwei relativ nahe am Fluß, eine noch etwas weiter weg. Plus den beiden Sockeln. Alles per Hand erbaut.

Ursprünglich war das eine Eisenbahnbrücke. Aber was macht man bei wachsendem Autoverkehr? Die Brücke wurde zu einer Road-Rail-Bridge. Allerdings: Es ist nur eine eingleisige Brücke. Also kann sie auch nur von einem Zug oder einem Auto in eine Richtung befahren werden.

Meist gibt es in solchen Fällen Ampeln. Die fehlen bei der Hindon Road-Rail Bridge.
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A One-Lane Bridge in Hindon, New Zealand That Is Shared by Cars and Trains Without Any Traffic Lights

https://laughingsquid.com/one-lane-bridge-shared-by-cars-and-trains/

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Das Video direkt auf YouTube:

The One-Lane Bridge Shared By Cars And Trains

https://www.youtube.com/watch?v=sstRJcaFU9U

> Near Hindon, on the South Island of New Zealand, there's one of only two remaining one-lane road-rail bridges in the country. No barriers, no lights, no sirens: if you're driving across this, you need to make sure to listen out for the train horn.

Es gibt in Neuseeland nur zwei Brücken, die eingleisig sind.

Bei der Eisenbahngesellschaft, die die Linie betreibt, gibt es eine Gallerie.

Dunedin Railways

https://www.dunedinrailways.co.nz/gallery

Da zeigt das erste Bild die Hindon Road-Rail-Brücke. Die Straße läuft von rechts auf das Brückengleis zu und trifft dieses kurz vor der Brücke. Hinter der Brücke verschwindet der Zug im Tunnel (bzw. kommt aus diesem hervor). Die Straße schlängelt sich dagegen in fast entgegengesetzter Richtung um den Berg herum.

Die Eisenbahn fing in den 1990-ern an, Fahrten für Touristen anzubieten. 80-90.000 Touristen im Jahr. Dann gab es wohl mal eine Autobrücke in der Nähe. Aber die war nicht mehr zu gebrauchen oder stürzte ein.

Ergebnis: Aus der Rail-Bridge wurde eine Road-Rail-Bridge. Warum zwei Brücken bauen, wenn eine Brücke genügt? Die Gegend dort ist nur gering bevölkert, also treffen sich Autos und Züge nur selten.

Das Prinzip ist simpel: Die Züge haben immer Vorrang. In dem Video ist ab Sekunde 36 die Brücke aus der Entfernung zu sehen. Da sieht man, wie sie den Fluß überbrückt. Für eine zweite Brücke wäre einfach kein Platz.

Ayla Golfclub - Golf Clubhouse mimics the surrounding desert - created with shotcrete - sprayed concrete - Golf-Clubhouse in Jordanien orientiert sich in seiner Form an der umgebenden Wüste

10.06.2019 23:55:13, Jürgen Auer, keine Kommentare

Manche Gebäude sind doch verblüffend. Und gleichzeitig "passen" sie nur dort richtig, wo sie gebaut worden sind. Anderswo wären sie undenkbar.

In Jordanien hat Oppenheim Architecture ein Golf-Clubhaus fertiggestellt. Das sich mit seinem wellenförmigen, immer wieder bis zum Boden gehenden Dach and den Wellen der umliegenden Wüste orientiert.

Das Dach besteht aus Shotcrete, also Spritzbeton. Der Ayla Golfclub ist ein Teil der ersten Bauphase eines größeren Projektes, das derzeit in Aqaba entwickelt wird. Später sollen diverse Wohnungen, ein Hotel und Geschäfte dazu kommen. Alles rund um einen Golfplatz mit 18 Löchern.
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dune-like forms articulate oppenheim architecture's golf clubhouse in jordan

https://www.designboom.com/architecture/oppenheim-architecture-ayla-golf-clubhouse-academy-06-10-2019/

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Das Golfhaus enthält Verkaufsräume, Räume für Mahlzeiten und Aufenthaltsräume sowie ein Spa. Ferner gibt es eine Golfakademie.

Die Konstruktion basiert auf einem Austauschprogramm zwischen dem europäischen Oppenheim Büro und lokalen Arbeitern. In der ersten Phase wurden diese mit der Spritzbeton-Technik vertraut gemacht. So daß sie anschließend das Gebäude errichten konnten.

Ferner hat jemand aus der Gegend traditionelle Pigmenttechniken ergänzt.

Das Sonnenlicht wird durch traditionelle perforierte Stahlgitter gedämpft. Das orientiert sich an traditionellen arabischen Mashrabiyas.

Infraland - Maldives Paradise in infrared hues - Paolo Pettigiani photographiert die Malediven per Infrarot-Technik

09.06.2019 23:57:10, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wenn man Landschaften mit speziellen Techniken wie Infrarotfiltern photographiert, dann entstehen verblüffende und bald unwirklich erscheinende Bilder.

Paolo Pettigiani aus Turin hat sich auf solche Aufnahmen spezialisiert. Nun hat er Luftaufnahmen von den Malediven angefertigt. Die Wirkung:

Die Bäume erscheinen in Rottönen. Der Sand ist weiß. Und das Wasser ist blau.
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paolo pettigiani photographs maldives paradise in infrared hues

https://www.designboom.com/art/paolo-pettigiani-the-maldives-infraland-photography-06-09-2019/

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Alles, das irgendwie grün ist - Gras, Blätter, Bäume. Das färbt sich rötlich. Dabei sind das nicht die bekannten Rottöne von Bäumen im Herbst.

Ferner kommt durch die relativ hohen Luftaufnahmen nochmals ein anderes Element hinein.

Auf Instagram

paolopettigiani

https://www.instagram.com/paolopettigiani/

gibt es einerseits ein paar Bilder aus der aktuellen Serie.

Andererseits hat er bsp. bereits in New York den Central Park oder Dubai auf diese Weise photographiert.

Bei einem älteren Bild

https://www.instagram.com/p/BijZc-UF-FQ/

findet sich ein interessanter Hinweis:

> The chlorophyll is reflected by plants for 20% on green, visible to the human eye, the other 80% is reflected on the infrared spectrum that we can’t see.

Effektiv sieht für Menschen die Welt "sehr reduziert" aus, da wir gewisse Farben gar nicht wahrnehmen können.

Auf Behance

The Maldives Infraland

https://www.behance.net/gallery/80947529/The-Maldives-Infraland

gibt es die Bilder in einem relativ großen Format. Wobei die intensiven Strukturen unter dem Wasser auffallen. Das könnten auch Algen oder ähnliches sein, die bei normalen Luftaufnahmen gar nicht sichtbar sind und die erst aufgrund der Infrarotaufnahmen auftauchen.

Ein Photo auf Instagram

https://www.instagram.com/p/BsBUofUH4h-/

zeigt eine Eule, umgeben von rötlichen Blättern.

Homemade Bamboo Bikes - Fahrräder mit Rahmen aus Bambus und harzbeschichteten Leinenverbindungen - von Cyclik aus Villeurbanne

08.06.2019 23:47:29, Jürgen Auer, keine Kommentare

Beim Stichwort "Bambus" mag man an alles mögliche denken. Wahrscheinlich aber nicht an Fahrräder. Und doch gibt es so etwas: Cyclik, ein kleines Unternehmen in Frankreich, stellt Fahrräder her, deren Rahmendreieck plus die zwei Doppelstangen nach hinten zum Hinterrad nicht aus Metall, sondern aus Bambus sind.

Beheimatet in Villeurbanne in der Metropolregion Lyon, stellt Félix Hebert, ehemaliger professioneller Radfahrer, die Rahmen und Räder per Hand her.
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Amazing Homemade Green Bamboo Bikes by Cyclik

http://www.fubiz.net/en/2019/06/05/amazing-homemade-green-bamboo-bikes-by-cyclik-2/

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Die Bambusrohre werden wohl mit einem Material aus Leinen miteinander verbunden.

Eine Besonderheit scheint es zu geben:

> bamboo tubes, linen junctions, offer a perfect match between comfort and performance as well as a total absorption of microvibrations

Das scheint Mikrovibrationen deutlich besser zu absorbieren als übliche metallische Lösungen.

Ferner wird der Kunde - wie beim Schneider - erst einmal vermessen, so daß das Fahrrad genau an die Größe des Kunden angepaßt wird. Nach ein "paar mal zehn Stunden" ist das Fahrrad fertig.

Dann

> Félix then selects the best adapted equipment to the sports practices of the person concerned.

wird noch das passende Equipment ergänzt. Das Ergebnis:

> A green, unique and tailor-made bike that is oneness with the customer !

Das Unternehmen hat eine kleine Instagram-Seite:

cyclik_bikes

https://www.instagram.com/cyclik_bikes/

Die Website

https://cyclik.fr/

bietet unter

Velos

https://cyclik.fr/velos/

verschiedene Grundmodelle an, u.a. auch ein e-Bike.

Mehr findet sich auf der Seite

Savoir faire (Know-how):

https://cyclik.fr/savoir-faire/

Demnach ist Bambus stärker als Stahl darin, bestimmten Traktionen zu widerstehen. Und Bambus absorbiert fünfmal mehr Vibrationen als Aluminium.

Weltweit gibt es etwa 1500 Bambusarten, 60 davon wachsen in Frankreich. Verwendet wird Anduze Bambus. Für die Verbindungen wird Flachs genutzt. Das sind Hohlfasern aus Leinen, die ebenfalls Vibrationen absorbieren und sehr leicht sind.

Die Anpassung bei der Größe führt dazu, daß der Fahrer einen geringeren Kraftaufwand hat und gleichzeitig effizienter ist.

Weiter unten folgt der Hinweis, daß das Leinengarn um die Verbindungsstellen gewebt und mit Harz beschichtet wird.

Die Website enthält auch ungefähre Preisangaben:

> Tarifs, en euros vélo complet | à partir de 3700 modèle présenté | 4200

für das Standardmodell eines städtischen Fahrrads. Für ein Fahrrad, das "nicht von der Stange", sondern individuell der Größe des Nutzers angepaßt ist, wirkt das eher wenig.

Der Fahrer wird mehrfach vermessen. Das dürfte es schwer machen, außerhalb der dortigen Umgebung Kunden zu finden.

Kestrel with remarkable head stabilization hovering in place against strong winds - Falke steht in stürmischem Seewind in der Luft, der Kopf bewegt sich praktisch nicht

07.06.2019 23:55:54, Jürgen Auer, keine Kommentare

Manchmal gelingt jemandem eine Aufnahme und er hält damit etwas fest, das man kaum für möglich halten würde.

Falken sind Flugkünstler und können in der Luft quasi stehen. Aber was bedeutet das konkret?

Anthony Roberts gelang es, auf South Stack, Anglesey einen Falken zu filmen. Das ist in Wales im Nordwesten, etwa auf derselben Höhe wie Liverpool.

Der Falke schafft es, seinen Kopf quasi unveränderlich zu positionieren. Obwohl sein Körper dahinter teils sichtbar vom Wind hin- und hergeschüttelt wird.

Er scheint nach einem Beutetier zu suchen und braucht dafür einen möglichst unveränderlichen Blickwinkel. Also "sorgt" der Rest des Körpers dafür, daß der Kopf möglichst bewegungslos ist.
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Amazing Footage of a Kestrel With Remarkable Head Stabilization Hovering In Place Against Strong Winds

https://laughingsquid.com/kestrel-head-stabilization/

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Der Tweet direkt:

https://twitter.com/ZedAnthony/status/1136586700354916352

> Just look at that head stabilisation! Male kestrel hunting at South Stack, Anglesey yesterday.

In einer späteren Erläuterung

https://twitter.com/ZedAnthony/status/1136677522777788417

spricht Anthony Roberts davon, daß die Windgeschwindigkeit wohl bei 20 - 25 mph oder noch höher lag. 20 Miles per hour sind etwa 32 km/h.

Ein winzig kleines Video, grade mal 20 Sekunden lang. Aber mit einer beeindruckenden Aufzeichnung.

Lego Bridge - Concrete Bridge in Wuppertal painted - looks like Lego Bricks - Brücke in Wuppertal, gestaltet von Megx - Martin Heuwold

06.06.2019 23:46:28, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wer in Wuppertal unterwegs ist: Der stolpert womöglich über eine Brücke, die doch etwas ungewöhnlich aussieht: Als ob sie aus riesengroßen Lego-Steinen zusammengebaut worden wäre.

Dabei ist das "nur" eine geschickte Bemalung. Die Brücke überspannt die Schwesterstraße in Wuppertal und gehört zur 1991 stillgelegten Wuppertaler Nordbahn.

Die ehemalige Brücke sollte für Fußgänger und Radfahrer nutzbar sein. Martin Heuwold hatte 2011 die Idee, eine Brücke durch eine Legostein-Bemalung bunter zu gestalten.

Dafür wurde diese Brücke ausgewählt.

Inspirieren ließ er sich von seinen beiden Töchtern und deren Begeisterung für Lego-Steine. Von dem Unternehmen Lego holte er sich die Zustimmung. 13 Tage dauerte der Anstrich bei einer Fläche von 250 Quadratmetern.
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Street Artist Paints a Bridge in Germany to Look Like LEGO Bricks

https://mymodernmet.com/lego-bridge-germany-megx/

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2012 gab es den Förderpreis des Deutschen Fassadenpreises für die Brücke.

Wenn man etwas runterscrollt, dann gibt es ein Bild, wo die Brücke vor der Neugestaltung gezeigt wird. Ein dröger Betonkasten.

Die Brücke hat einen eigenen Wikipedia-Artikel:

Lego-Brücke:

https://de.wikipedia.org/wiki/Lego-Br%C3%BCcke

Beim Deutschen Fassadenpreis:

Förderpreis: Brücke Schwesterstraße, 42285 Wuppertal

http://www.fassadenpreis.de/schwesterstrasse.html

gibt es noch ein paar weitere Bilder, die teils auch etwas mehr vom Kontext zeigen.

Demnach wurden ausschließlich Volltonfarben genutzt. Das sind reine Grundfarben ohne Aufhellung.

Mehr zu den Werken von Megx findet sich auf seinem Instagram-Account:

Megx.one

https://www.instagram.com/megx.one/

Die Baucontainer, die wie große Koffer aussehen:

https://www.instagram.com/p/BXJX6GdBZIr/

Die sind ja auch hübsch. Teils sind das Wandgemälde mit sehr kräftigen, großflächigen Farben. Teils aber auch relativ detaillierte Gestaltungen. Etwa ein Baum, der über zwei Seiten eines Hauses geht.

Uptis - Unique puncture proof tire system - Michelin und General Motors entwickeln neuen luftlosen Reifen

05.06.2019 23:57:37, Jürgen Auer, keine Kommentare

Ein Reifen, der Unebenheiten wie einzelne Steine problemlos ausgleicht. Und dabei ohne Luft auskommt? Folglich auch nicht so beschädigt werden kann, wie das für normale, aufgepumpte Reifen gilt? Für Fahrräder gibt es solche Lösungen bereits. Aber bei Autos gibt es ganz andere Herausforderungen.

Michelin arbeitet zusammen mit General Motors an luftlosen Reifen, airless tires. Und hat nun "Uptis" vorgestellt: Unique puncture proof tire system. Ein einzigartiges, pannensicheres Reifensystem.
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michelin reinvents the wheel with uptis, a puncture-proof airless tire

https://www.designboom.com/technology/michelin-uptis-airless-tire-06-05-2019/

Das Video direkt auf YouTube:

UPTIS: a fundamental step towards more sustainable mobility!

https://www.youtube.com/watch?v=VjiLzc9bD3Q

In dem Video sieht man, wie ein Auto über Nägel fährt, die fest im Boden verankert sind. Die Nägel bohren sich komplett durch den Gummi - und das Auto fährt weiter. Ebenso kommt das Auto problemlos über eine mehrere Zentimeter hohe Steinkante, ohne daß der Reifen Schaden nimmt. Der verformt sich kurz - und geht dann wieder in seine ursprüngliche Form zurück.

Der Video-Untertext enthält eine Kurzcharakterisierung:

> UPTIS stands for Unique Puncture-proof Tire System. UPTIS’s airless technology makes its impervious to flats and blowouts. Uptis is an assembled airless wheel structure technology made accessible to passenger vehicles, which offers many advantages :
> - Car drivers feel safe and secure on the road since the dangers of flat tires and blowouts are eliminated.
> - Fleet owners and professional vehicle drivers optimize their business productivity (no downtime from flats, near-zero levels of maintenance).
> - Raw material is reduced, which in turn reduces waste.

Der Reifen ist unempfindlich dagegen, platt zu werden oder Luft zu verlieren. Die Vorteile:

- Autofahrer müssen keine Sorgen mehr vor einem plötzlich platten Reifen haben.
- Flottenbetreiber müssen keine Ausfallzeiten wegen platter Reifen einplanen. Ferner verrringert sich der Aufwand, Reifen zu kontrollieren. Kein Druckcheck, kaum Checks auf Beschädigungen.
- Der Materialverbrauch ist geringer.

Das ist wohl aktuell noch ein relativ frühes Stadium. 2024 wird als mögliches Auslieferungsdatum genannt.

Wenn das auch von Lastwagen genutzt werden könnte, würde das wohl bedeuten: Über kurz oder lang nutzen alle Fahrzeuge solche Reifen.

Cycle Hub - Solar powered Cycle Hubs created with repurposed shipping containers - umgebauter Schiffscontainer wird zum sicheren Aufbewahrungsort für Fahrräder

04.06.2019 23:44:48, Jürgen Auer, keine Kommentare

Die Zahl der Fahrradfahrer wächst. Das ist zu begrüßen - es ist gut für die Gesundheit der Radfahrer und es reduziert den Anteil des Autoverkehrs.

Aber Fahrräder werden gerne mal geklaut. Oder beschädigt. Spätestens dann, wenn es sich um teurere Modelle oder um E-Bikes handelt, kann das zu einem kritischen Faktor werden.

Das in London beheimatete Unternehmen Cyclehoop hat dafür eine interessante Lösung entwickelt:

Ein umgebauter Schiffscontainer bietet innen auf zwei Ebenen viel Platz für Fahrräder. Einerseits braucht der Container nur den Platz, den sonst ein Parkplatz belegt. Und er kann 24 Fahrrädern eine "sichere Aufbewahrung" bieten.
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Repurposed shipping containers turned into solar-powered Cycle Hubs

https://inhabitat.com/repurposed-shipping-containers-turned-into-solar-powered-cycle-hubs/

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Innen gibt es eine Hydraulik, mit der es hinreichend einfach ist, ein Fahrrad auf die obere Obene zu bekommen.

Die Türen zum Auf- und Zuschieben sind relativ fein perforiert. Damit kommt zwar Luft und etwas Licht durch. Aber das ist trotzdem so blickdicht, daß man nicht wirklich den Inhalt inspizieren kann.

Auf der Seite von Cyclehoop

Container Cycle Hub

https://www.cyclehoop.com/product/shelters-canopies/container_cycle_hub/

zeigt das letzte Bild einen Teil des Containers ohne Fahrräder.

Die Vorteile gegenüber traditionellen Lösungen sind offenkundig:

> Unlike traditional hubs, ours minimises disruption to the desired location and can be installed in less than a day. This design is modular, meaning you can add units side by side, expanding your cycle parking capacity. It can also be easily relocated, should your cycle parking needs change.

So ein Container ist schnell installiert. Man kann weitere Container ergänzen, wenn man mehr Platz braucht. Und er läßt sich leicht an einen anderen Ort verschieben.

Schließlich verdoppelt sich die Zahl der Fahrräder gegenüber der traditionellen ebenen Anordnung.

Die Größe:

> Length 6100mm x Height 2957mm x Depth 2440mm
> Internal Height: 2690mm
> Useable internal height for cycle racks of 2645mm

Die Kapazitätsverdoppelung in Kombination mit dem "Hinstellen und nutzen" könnte so eine Lösung für sehr verschiedenartige Zielgruppen interessant machen.

Die doppelte Aufbewahrung nutzt eine Lösung, die es auch unabhängig von Schiffscontainern gibt:

Dutch Two Tier Rack – Optima V10

https://www.cyclehoop.com/product/racks/dutch-two-tier-rack/

Das wurde bereits 1929 von Jan Kuipers entwickelt. Cyclehoop ist der Händler für die Optima V10 in Großbritannien.

Jakarta starts a program to transition from public buses to electric vehicles - indonesische Hauptstadt Jakarta startet Pilotprogramm, um die gesamte Busflotte auf Elektroantrieb umzustellen

03.06.2019 23:56:31, Jürgen Auer, keine Kommentare

Die indonesische Hauptstadt Jakarta hat das weltweit größte Bussystem. Etwa 200 Millionen Fahrgäste gibt es jährlich, das System erhält jedes Jahr neue Linien.

Das soll nun - mit UN-Unterstützung - auf Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb umgestellt werden.
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Jakarta’s massive bus system pilots electric vehicles

https://inhabitat.com/jakartas-massive-bus-system-pilots-electric-vehicles/

Bei der UN: World’s largest public bus system begins transition to electric vehicles

https://www.unenvironment.org/news-and-stories/story/worlds-largest-public-bus-system-begins-transition-electric-vehicles

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Für den asiatischen und pazifischen Raum wird geschätzt, daß dort jährlich 4 Millionen Menschen an der zu hohen Luftverschmutzung sterben. Das United Nation’s Environment Program unterstützt Vorhaben, welche die Luftqualität verbessern.

Bert Fabian, Program Officer von Air Quality and Mobility Unit:

> “The transition to electric mobility can have a dramatic effect in reducing pollutants and making cities healthier and more enjoyable places to live.”

Im April kamen die ersten Busse, teils von chinesischen Herstellern, teils von indonesischen Unternehmen. Wenn die ersten Tests erfolgreich sind, soll das mit ersten Fahrgästen getestet werden.

Die dortigen Straßen sind meist verstopft, Autos stehen im Stau. Für das TransJakarta-System (eine Art Metrobus-System) wurden ab 2004 jeweils eine Fahrspur abgetrennt, ferner wurden feste Haltestationen eingerichtet. Ferner gibt es gewöhnliche Busse, die sich die Straße mit Autos teilen, damit aber häufig im Stau stehen.

Das führt dazu, daß an schlechten Tagen Jakarta eine jener Städte mit der höchsten Luftverschmutzung weltweit ist.

Die Rolle der Elektromobilität:

> Electric mobility is one of 25 solutions that UN Environment and the Climate and Clean Air Coalition have identified as quick fixes for air pollution in the region.

Das ist eine von 25 Lösungen, die relativ schnell eine Verbesserung der Luftqualität ermöglichen.

Allerdings wundert mich die Zahl von 200 Millionen Fahrgästen etwas. Berlin hat deutschlandweit das größte Busnetz. Der Wikipedia-Artikel ( https://de.wikipedia.org/wiki/Busverkehr_in_Berlin ) spricht von 440 Millionen Fahrgästen für das Jahr 2017. Bei der Bevölkerungszahl liegt Jakarta mit etwa 10 Millionen deutlich über der aktuellen Berliner Zahl (je nach Quelle 3,6 - 3,7 Millionen).

Etwas klarer wird das beim englischen Wikipedia-Artikel:

https://en.wikipedia.org/wiki/Jakarta

> TransJakarta serves as the bus rapid transit service, including the world's longest bus rapid transit routes (210 kilometres (130 miles) in length). TransJakarta had a total of 128 routes as of April, 2018 (corridor, cross route & feeder route) – a significant increase from 41 routes in 2015. TransJakarta targeted to serve one million passengers per day by the end of 2018

Die 210 Kilometer sind zwar deutlich weniger als die Berliner 1675 Kilometer. Aber das bezieht sich wohl nur auf das Schnellbusnetz. Die Vergrößerung bei den Routen von 41 Routen 2015 auf 128 Routen 2018 dürfte einzigartig sein.

Ultra Fast Charging Station for Electric Vehicles - Green Oasis - COBE baut in Fredericia - Dänemark - erste von 48 grünen Ladeoasen, mit denen E-Autos in 15 Minuten geladen werden können

02.06.2019 23:43:38, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wenn die Zahl der elektrisch betriebenen Autos deutlich steigen soll, dann sind dafür hinreichend viele Ladestationen notwendig. Diese sollten aber nicht nur laden, sondern das möglichst schnell erledigen.

Aber wo stellt man solche Ladestationen auf? Als Anhängsel zu bisherigen Tankstellen? So daß die Nutzer Benzin und ähnliches riechen? Eigentlich sind E-Autos ja weg von diesen Dingen. COBE baut in Skandinavien 48 Schnellladestationen auf, die ein Aufladen innerhalb von 15 Minuten ermöglichen. Diese sind in einem einheitlichen, modularen Design gestaltet.

Das Grundelement ist eine Art "hölzerner Baum", der aus acht Holzwinkeln besteht. Die eine Hälfte von jedem Holzwinkel bildet den Stamm, die andere dient dazu, das Dach zu tragen.
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COBE debuts 'green oasis' charging station to power electric vehicles in 15 minutes

https://www.designboom.com/architecture/cobe-charging-station-ultra-fast-denmark-05-31-19/

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Die erste Station ist nun im dänischen Fredericia entstanden. Weitere sollen in Dänemark, Schweden und Norwegen folgen. Zusätzlich sind E.ON aus Deutschland und der dänische e-mobility Service Provider Clever an dem Projekt beteiligt.

Ein Grundgedanke:

> ‘future charging stations should not only optimize the car’s charging time but also offer a meaningful mental break for people to rejuvenate themselves while on the move.’

Zukünftige Ladestationen sollten nicht nur die Ladezeit optimieren, sondern auch eine Oase, eine mentale Pause für die Reisenden darstellen.

In einer Slideshow wird das auf einer Cobe-Projektseite deutlich:

Ultra-Fast Charging Station for Electric Vehicles - Location: Fredericia, Denmark

http://www.cobe.dk/project/ultra-fast-charging-station-for-electric-vehicles#0

> COBE’s design for the ultra-fast charging station is based on a sustainable rethink of the conventional petrol station. The charging station should not only minimize the charging time, but also create a meaningful break for the driver and passenger. The station takes the form of a series of structural ‘trees’, with ‘crowns’ that filter light and shade. The modular approach means that the design is scalable, and that one ‘tree’ can easily be multiplied to become a ‘forest’ depending on the required capacity.

Die Station nutzt die Form von "Bäumen", die das Licht filtern und Schatten spenden. Ferner kann aus einem Baum ein ganzer Wald werden, indem die Bäume nebeneinandergestellt werden. Die Dachelemente können entweder geschlossen oder offen sein. So daß zwischen zweien dieser Elemente Platz entsteht, der durch einen tatsächlichen Baum ausgefüllt wird.

Ferner soll das gesamte Design "clean" sein. Besucher laufen auf Holzelementen, es gibt Grün. Die Luft ist frei von Benzingeruch. Anstelle von Kunststoff soll vorrangig Holz genutzt werden.

> The ultra-fast charging station is constructed in certified wood and surrounded by trees, grass and shrubs with the aim of enhancing biodiversity around the station. All building components can be disassembled and reused.

Alle Materialien können zerlegt und anderswo wiederverwendet werden. Auf den Dächern können zusätzlich Solaranlagen untergebracht werden. Oder es gibt zwischen den Elementen Sitzbänke oder Klettermöglichkeiten für Kinder.

Die jetzt gebaute Station bietet 4 Ladepunkte. Daneben gibt es eine Waschanlage und zwei Supermärkte.

Sieht man sich den Plan an, dann besteht diese Station aus insgesamt 12 Baumelementen. Zwischen den zwei Dreierreihen sind die Dächer entfernt, da ist Platz für Bäume.

Philippine students have to plant 10 trees to graduate - philippinische Studenten müssen 10 Bäume pflanzen wenn sie einen Abschluss machen wollen

01.06.2019 23:47:08, Jürgen Auer, keine Kommentare

Andere Länder, andere Sitten. Das könnte man einerseits sagen. Andererseits gab es ja auch in Deutschland die Wehrpflicht, die deutlich mehr Zeit erfordert hat. Die Philippinen haben jedenfalls Mitte Mai ein Gesetz verabschiedet.

Demnach muß jeder Student, der graduieren möchte, 10 Bäume pflanzen. Falls nur jeder zehnte Baum überlebt, würde das zu 525 Millionen neuer Bäume in einer Generation (30 Jahren) führen.
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Philippine students must plant 10 trees to graduate, new law says

https://inhabitat.com/philippine-students-must-plant-10-trees-to-graduate-new-law-says/

Basis ist ein Artikel Mitte Mai:

After A New Law, Students In Philippines Need To Plant 10 Trees To Graduate And It’ll Result In 525 Million New Trees In One Generation

https://www.boredpanda.com/law-students-plant-trees-philippines/

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Das Gesetz wurde von dem Kongressabgeordneten Gary Alejano eingebracht. Davon erfaßt:

> The Act encompasses 12 million elementary school graduates, 5 million high school graduates and half a million college graduates every year.

Das bezieht sich also nicht nur auf Studenten, sondern bereits auf die vorherigen Abschlüsse. Macht 17,5 Millionen Bäume pro Jahr oder (* 30) die 525 Millionen in 30 Jahren. Wenn man davon ausgeht, daß nur jeder zehnte Baum überlebt.

In den Philippinen wurde viel Wald vernichtet. Etwa 25 Millionen Acres (101.171 Quadratkilometer) in den 50 Jahren zwischen 1938 und 1988. Im gesamten 20. Jahrhundert sank der Anteil der Wälder von 70 auf 20 %. Fehlende Bäume führen zum Risiko von Erdrutschen und stärkerer Überflutung.

Lokale Nonprofit-Organisationen sollen passende Baumarten und passende Pflanzmöglichkeiten auswählen. Ferner sollen sie eine gewisse Betreuung sicherstellen, so daß die Zahl der Bäume mit dem Programm wächst.

> According to the Act, trees will only be planted in mangroves, existing forests, protected areas, military ranges, abandoned mining sites and urban areas.

Das Anpflanzen beschränkt sich auf Mangroven, vorhandene Wälder, geschützte Gegenden, militärisch genutzte Gebiete, verlassene Mienen und städtische Gebiete.

Die 10-%-Quote:

> Congressman Alejano is confident that even if only 10 percent of the trees survive, the widespread planting will result in at least 525 million additional trees.

Damit würde pro Student ein Baum durchkommen. Die Studenten sollen lernen, daß sie Teil der Lösung sein müßten, um die Umwelt und die Zukunft ihrer Kinder zu schützen.

Für jeden einzelnen ist das nicht allzu viel Aufwand. In der Summe dürfte das eine deutliche Wirkung haben.

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