L'Arbre-Blanc Tower - Tree-like Tower in Montpellier - ein 17-stöckiges Haus, das die Konturen eines Baumes hat - weit ausragende flache Balkone, die wie Blätter wirken - Sou Fujimoto, Nicolas Laisné und Dimitri Roussel

20.06.2019 23:50:03, Jürgen Auer, keine Kommentare

Müssen Hausfassaden immer glatt sein? Schon das Vorschaubild zeigt, wie sehr sich dieses Haus in Montpellier von den Häusern in seiner Umgebung unterscheidet. Im Hintergrund gibt es einen größeren Block: Und die Fassade - ist glatt, gläsern bzw. steinern.

Ganz anders der L'Arbre-Blanc Tower. Der hat unzählige Balkone. Die sind zum einen relativ flach. Zum zweiten ragen sie sehr weit aus der Fassade heraus. Und zum dritten gibt es zusätzliche Gitterelemente sowie an manchen Stellen äußere Treppen von Balkon zu Balkon.

Das alles ist weiß gestrichen, ebenso wie die Fassade. So daß diese extrem vielfältig aussieht. Und die Balkonelemente auf die Entfernung wie flache Blätter wirken.
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Balconies branch out from Sou Fujimoto's tree-like tower in Montpellier

https://www.dezeen.com/2019/06/20/larbre-blanc-tower-sou-fujimoto-montpellier-france/

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Geplant und gebaut wurde das von Sou Fujimoto zusammen mit Nicolas Laisné, Dimitri Roussel und OXO Architectes.

Insgesamt sind das 113 Apartments.

Das Design sollte absichtlich dazu dienen, den Hochhausturm neu zu erfinden. Bewohner sollen diese ausragenden Balkone nutzen und miteinander interagieren.

Ferner hat das Gebäude öffentliche Räume im Erdgeschoss und oben auf dem Dach.

> "The large number of balconies and pergolas really do promote outdoor living and enable a new type of relationship between residents."

Die hohe Zahl von Balkonen und Pergolas fördert das Leben draußen und ermöglicht ein neues Verhältnis zwischen den Bewohnern.

Manche der Balkone sind 7 Meter lang. Die Maisonette-Wohnungen haben jeweils zwei Balkone, die durch die in dem einen Bild sichtbaren Treppen miteinander verbunden sind.

Damit sollen diese "außergewöhnlichen Außenräume" wie vollwertige Wohnzimmer genutzt werden. So daß die Bewohner drinnen und draußen leben können.

Im Erdgeschoss gibt es eine öffentliche Kunstgalerie. Ganz oben gibt es eine Bar mit Dachterrasse mitsamt einem Panoramagarten. Der ist allgemein zugänglich. Ferner ein eigener Bereich für die Bewohner des Hauses.

Auf den Skizzen unten sieht man, daß das Gebäude weder rund noch ein Rechteck ist. Stattdessen ist das eine länger gestreckte gebogene Form mit abgerundeten Ecken. Wie eine in der Mitte etwas verdickte Banane als Grundriß.

Da sieht man auch, daß die Balkone die Nutzfläche pro Wohnung deutlich erhöhen.

Aufgrund dieses Grundrisses ist auch auf dem Dach sehr viel Platz für drei verschiedenartige Elemente plus ein Dachgarten drumherum.

Von diesen Architekten stammt auch die "vertikale Stadt":

The Vertical Village - die vertikale Stadt für Rosny-sous-Bois östlich von Paris - 120 Meter lange und bis zu 50 Meter hohe Holzkonstruktion von Sou Fujimoto, Nicolas Laisné und Dimitri Roussel

https://blog.server-daten.de/de/2018-04-17/The-Vertical-Village---die-vertikale-Stadt-fuer-Rosny-sous-Bois-oestlich-von-Paris---120-Meter-lange-und-bis-zu-50-Meter-hohe-Holzkonstruktion-von-Sou-Fujimoto--Nicolas-Laisne-und-Dimitri-Roussel-238

 

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