World Infrastructure - Five Maps that show how small our world is - Peter Atwood zeigt in fünf Weltkarten interessante statistische Verteilungen

11.07.2019 23:40:34, Jürgen Auer, keine Kommentare

"Eigentlich" kennt man die Daten ja einigermaßen. Europa ist dicht besiedelt, in Afrika gibt es Wüsten und die Sahara, in Australien gibt es das Outback.

Aber wie sind Bevölkerung und Verknüpfungen wie Straßen, Eisenbahnlinien, Flughäfen und Seehäfen verteilt?

Peter Atwood hat sich für solche Fragen interessiert. Und fünf Weltkarten erstellt.
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I Created 5 Maps That Show How Small Our World Actually Is

https://www.boredpanda.com/5-maps-show-how-connected-world-is-peter-atwood/

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Diese zeigen:

1. Die Verteilung der Bevölkerung
2. Die Verteilung der Straßen
3. Die Eisenbahnlinien
4. Die Flughäfen
5. und die Seehäfen.

Die Karten sind bei BoredPanda relativ klein.

Unter

Peter Atwood Projects - World Infrastructure

https://peteratwoodprojects.wordpress.com/world-infrastructure/

gibt es eine große Grafik, die alle fünf Einzelgrafiken enthält.

Bei der Bevölkerungsverteilung gibt es "große schwarze Löcher" - in Südamerika, in Afrika in der Sahara und in einem Korridor nach Süden, in Asien abseits der dicht bevölkerten Gegenden in China. Und in Australien, das in mehrere Teile zu zerfallen scheint. In den USA gibt es die Westküste sowie - ausgehend von der Ostküste - einen breiten Streifen. Dazwischen nur relativ wenige große Zentren.

Wenn man die Daten bsp. mit Wikipedia vergleicht, dann hat Afrika zwar mit ~1,2 Milliarden deutlich mehr Einwohner als Europa (~~746 Millionen). Aber diese konzentrieren sich deutlich stärker auf wenige Regionen.

Straßen gibt es mehr als 60 Millionen Kilometer. Dabei fällt auf, daß Straßen oft auch durch Gebiete gehen, die praktisch nicht besiedelt sind. Lediglich in Südamerika und Australien gibt es hinreichend große Gebiete ohne Straßen.

Deutlich anders ist das Eisenbahnnetz. In Europa sehr dicht, ebenso an der Ostküste von Australien, im Süden von Südamerika und in Südafrika. Aber große Gebiete in Südamerika, Afrika und Australien sind fernab von jeder Eisenbahn. In Afrika und auch in Südamerika fällt auf, daß es viele kleine "Bruchstücke" gibt, aber keine durchgehenden Linien.

> Europe shines brightest with its advanced network of high speed trains which make it possible to travel almost anywhere without a car. In North America on the other hand, trains are mostly used to carry freight across enormous distances. In Africa, most of the railroads were built by European colonizers to carry goods to the coast to be shipped back to Europe. And in Australia the longest trains in the world with more than 500 cars carry coal and minerals across the outback.

In Europa kommt man überall ohne Auto mit dem Zug hin. In Nordamerika dienen Züge dazu, Waren über große Distanzen zu transportieren. In Afrika liegen die Ursprünge des Schienennetzes in der Kolonialzeit. Güter sollten zu den Seehäfen transportiert werden. Und in Australien werden Kohle und Mineralien aus dem Outback per Eisenbahn transportiert.

Sehr verblüffend finde ich das Bild mit den Flughäfen. Da sieht die Verteilung plötzlich anders aus.

Manche der isolierten Gegenden sind nur per Flugzeug erreichbar.

> Cities in the Amazon rain forest, the middle of the Australian Outback, and the Canadian North aren’t connected to the rest of the world by roads or rails. Instead, people, food, and supplies have to travel by air.

Städte im südamerikanischen Regenwald, in Australien und im kanadischen Norden sind nicht an das Straßen- oder Schienennetz angeschlossen. Aber der Transport per Flugzeug funktioniert.

Die letzte Karte zeigt schließlich die Seehäfen. Die gibt es so gut wie überall.

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