Concrete Choreography - Robots 3D print different concrete Columns without formwork - 3D-Drucker drucken 9 individuelle Betonsäulen ohne die Verwendung von Verschalungen

15.07.2019 23:58:07, Jürgen Auer, keine Kommentare

Sieht man sich Gebäude an, die im wesentlichen aus Beton gebaut wurden, dann fällt auf, daß diese meist rechteckige Formen haben. Der Grund dafür ist konstruktionsbedingt:

Betonbauten werden normalerweise so erstellt, daß Verschalungen (Formworks) erstellt werden, in die der halb flüssige Beton hineingegossen wird. Dann härtet er aus.

Diese Herstellungstechnik führt zwangsläufig dazu, daß Säulenelemente einen rechteckigen oder einen runden Querschnitt haben. Andere Formen lassen sich durch Verschalungen praktisch nicht erzeugen.

Ganz anders sieht dies jedoch aus, wenn man 3D-Druck verwendet. An der ETH Zürich wurden nun 9 verschiedenartige Betonsäulen per 3D-Druck hergestellt. Jede hat eine individuelle Gestaltung. Die Herstellung verläuft völlig automatisiert. Ferner läßt sich Material einsparen, da es nicht notwendig ist, den gesamten Innenraum mit Beton zu füllen.
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robots 3D-print nine different concrete columns without any formwork

https://www.designboom.com/architecture/3d-printed-concrete-columns-switzerland-eth-zurich-07-15-2019/

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Das Video auf YouTube:

Concrete Choreography

https://www.youtube.com/watch?v=rvd20U-QgKw

Jede Säule hat eine Höhe von 2,7 Metern und wurde in 2,5 Stunden gedruckt.

Das wurde in Zusammenarbeit mit dem Origen Festival in Riom gemacht, dorthin wurden die Säulen auch gebracht.

Die Säulen erinnern an antike Säulen, die aus Stein gehauen wurden. Allerdings ist der Zeitaufwand natürlich verschwindend.

Dem Satz

> computationally designed material ornament and surface texture exemplify the versatility and significant aesthetic potential 3D concrete printing holds when used in large-scale structures.

kann man nur zustimmen: Am PC entworfene Strukturen und die durch den 3D-Druck erzeugte Oberflächenstruktur veranschaulichen die Vielseitigkeit und das ästhetische Potential, das durch solche 3D-Drucktechniken bei der Entwicklung und Gestaltung solcher größerer Strukturen möglich ist.

Auf einem der späteren Photos sieht man auch, daß eine der Säulen nur aus zwei "Betonwürsten" besteht. Das ist also deutlich weniger Material im Vergleich zu einer vollständig ausgefüllten Säule.

In dem Video ist zu sehen, daß nach der Fertigstellung ein rundes Stahlgitter in eine Säule geschoben wurde. Ferner wurde die Säule wohl mit steinernem "Füllmaterial" aufgefüllt.

Wenn man sich klar macht, daß die Entwicklung von 3D-Drucktechniken derzeit noch sehr jung ist. Dann könnten über kurz oder lang mit solchen Techniken ganz neue Gestaltungen von Gebäuden aus Beton möglich sein.

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