World's biggest bicycle parking in Utrecht - 12500 bikes - unter dem Hauptbahnhof von Utrecht gibt es eine dreistöckige Fahrradgarage mit Platz für 12500 Fahrräder

09.08.2019 23:54:26, Jürgen Auer, keine Kommentare

Bei so einem Bauwerk staunt man nicht schlecht. In Utrecht gibt es einen Hauptbahnhof. Direkt daneben die Hoog Catharijne, ein Einkaufszentrum.

Und unter dem Platz dazwischen - entstand ein dreickstöckiges Parkhaus. Aber nicht für Autos, wie das wohl in Deutschland üblich wäre. Sondern für Fahrräder. Die für deutsche Verhältnisse kaum vorstellbare Zahl von 12.500 Fahrrädern kann dort untergestellt werden.
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ector hoogstad architecten builds the world's biggest bicycle parking in utrecht

https://www.designboom.com/architecture/ector-hoogstad-architecten-the-worlds-biggest-bicycle-parking-utrecht-08-06-2019/

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Das Design konzentriert sich auf drei Aspekte:

> convenience, speed and safety

Komfort, Geschwindigkeit und Sicherheit.

Rot sind die Wege für die Radfahrer in Richtung der Abstellmöglichkeiten markiert. So daß die Radfahrer, die nach dem Abstellen ihrer Räder zu Fußgängern werden, nicht mit Fußgängern kollidieren. Die Anlage enthält nicht zu steile Rampen, die es den Radfahrern ermöglicht, von unten nach oben zu fahren. Für die Fußgänger gibt es Treppen.

Das Innere der Fahrradgarage ist durch Sichtbeton und Stahl gekennzeichnet, so daß sich eine industrielle Ästhetik ergibt. Hinzu kommen Holzverkleidungen und Wände aus Glas, die es ermöglichen, daß die Fußgänger im Treppenhaus auf die Radwege blicken können.

Die Pfeiler, welche diese Konstruktion stützen, setzen sich an der Erdoberfläche in Säulen fort, die einen Baldachin aus großen, kreisförmigen Elementen aufspannen. Damit bekommt der Platz eine bessere Struktur als Treffpunkt für Anwohner und Besucher.

Wenn man nach

Utrecht Central Station

bei Google-Maps sucht, sieht man den Baldachin grade im Bau.

Ector Hoogstad Architecten hatten 2011 den Wettbewerb für die Gestaltung des Fahrradstellplatzes für den Hauptbahnhof gewonnen. Anfang August 2017 wurde der erste Teil der Anlage eröffnet. Nun - im Sommer 2019 - ist das endgültig fertig.

Man sieht an diesem Bauwerk, wie sehr Deutschland bei der Förderung des Fahrradverkehrs und der dafür notwendigen Stadtplanung hinterherhinkt.

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