Green Villa - Office and residential building covered in plants - façade-less building - Haus eingehüllt in Pflanzen - fassadenlose Gebäude - von MVRDV

16.08.2019 23:50:30, Jürgen Auer, keine Kommentare

Die Außenwände von Häusern sind in der Regel aus Mauerwerk, Glas, Holz oder Stahl. Dahinter Wohnungen und Büros, vielleicht mit Fenstern oder Balkonen.

Das niederländische Architekturunternehmen MVRDV hat nun eine "grüne Villa" konzipiert. Da gibt es auch Wohnungen und Büros. Aber davor eine Front von unterschiedlichsten Balkonen.

Manche sind nur schmal, andere sind breit.

Manche gehen über die halbe Höhe einer Etage. Manche gehen über die Höhe einer ganzen Etage oder umfassen zwei Stockwerke. Und überall gibt es Töpfe für unterschiedlich große Pflanzen.

So daß man von außen her nicht in die Wohnungen oder Büros hineinsieht. Weil entweder ein Topf oder eine Pflanze davor steht.

Und so, daß die "Außenwand" dieses Hauses sehr vielfältig erscheint.
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MVRDV plans 'green villa', an office + residential building covered in plants in the netherlands

https://www.designboom.com/architecture/mvrdv-green-villa-office-residential-building-plants-netherlands-08-14-2019/

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Das Haus soll auf einem Grundstück in unmittelbarer Nähe der Dommel gebaut werden. Eines Flusses, der den Ort Sint-Michielsgestel durchfließt. Es orientiert sich an der Form der benachbarten Häuser. Die pflanzenbedeckte Fassade paßt sich der Landschaft, dem Fluß und den Bäumen an.

Das Gebäude wurde zusammen mit Van Boven Architecten geplant, die auch die Initiatoren und Projektentwickler sind. Baubeginn soll 2020 sein. Es soll ein markantes Gebäude entstehen.

Der grundlegende Gedanke:

> this design is a continuation of our research into “façade-less” buildings and radical greening’, explains winy maas, founding partner of MVRDV. ‘the idea from the nineties of city parks as an oasis in the city is too limited. we need a radical “green dip”: as will be shown soon in a book by the why factory with the same title, we should also cover roofs and high-rise facades with greenery. plants and trees can help us to offset CO2 emissions, cool our cities, and promote biodiversity.’

"Fassadenlose Gebäude und eine radikale Begrünung" - so Winy Maas, Mitgründer von MVRDV. Die Idee der 90-er Jahre von Stadtparks als Oasen in der Stadt sei zu limitiert. Es sei ein radikaler "grüner Umbruch" notwendig. Dächer und Hochhausfassaden sollten begrünt werden. Pflanzen und Bäume könnten dabei helfen, die CO2-Emissionen zu reduzieren, die Städte herunterzukühlen und die biologische Vielfalt zu fördern.

Im Erdgeschoss soll es Büros für einen Projektentwickler geben. Drüber 5 Apartments auf drei Stockwerken.

Praktisch wird dem Gebäude eine Art Regalsystem bestehend aus unterschiedlichen Elementen vorgestellt. So daß Platz für Topfpflanzen, Sträucher und Bäume geschaffen wird.

Innen gibt es ein quadratisches Raster von vier Feldern Breite und drei Feldern Tiefe. Dort können unterschiedliche Raummodule wie Schlafzimmer und Wohnräume untergebracht werden. Eine ähnliche baukastenartige Struktur wird für die Fassade genutzt. Die Pflanzenarten werden je nach Fassadenstandort und Funktion dahinter ausgewählt. Sie bieten Privatsphäre, Schatten oder Ausblick. Ein sensorgesteuertes Bewässerungssystem, das gespeichertes Regenwasser nutzt, soll sicherstellen, daß die Fassade ganzjährig grün ist.

Wenn man bei Google-Maps nach

Adrianusplein, Sint-Michielsgestel, Niederlande

sucht und reinzoomt, dann findet man die Stelle, wo das Gebäude entstehen soll.

Hier in Berlin wird ja grade viel gebaut. Aber hier entstehen ausschließlich steinerne Fassaden. Und dann wundert man sich, wenn sich im Sommer die Stadt aufheizt.

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