The Pinch - Library and Community Center in Shuanghe - Yunnan - China - hölzerne Dreieckskonstruktion zwischen einer Betonmauer und dem Boden spannt begehbares Dach einer Bibliothek auf

25.08.2019 23:30:43, Jürgen Auer, keine Kommentare

Shuanghe, ein kleiner Ort in der Provinz Yunnan in China. In der Gegend gab es 2012 ein Erdbeben. Die meisten der Häuser wurden zerstört, die Bewohner lebten mehr als ein Jahr lang in Zelten. Nach dem Erdbeben spendete die Regierung zwar neue Beton- und Backsteinhäuser und einen zentralen neuen Platz. Aber bei einer größeren Besichtigung waren die meisten Häuser unvollständig, der Platz eine große, leere Fläche.

Die Universität von Hongkong beschloss, das Projekt zu unterstützen. Eine neue Bibliothek sollte entstehen. Auf dem Platz, so daß dieser eine Struktur bekäme.

Das Ergebnis ist ein "kleines Gebäude" mit einigen interessanten Merkmalen.
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The Pinch Library And Community Center / John Lin + Olivier Ottevaere

https://www.archdaily.com/499654/the-pinch-library-and-community-center-olivier-ottevaere-john-lin

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Eine Betonwand dient am Hang dazu, den Platz abzugrenzen. Höhe: 4 Meter. Die Bibliothek füllt einerseits diesen Platz auf, so daß die Betonwand als eine natürliche Wand genutzt wird.

Andererseits erzeugt das Dach der Bibliothek eine Art Treppe, über die man von oben nach unten kommen kann.

Schließlich ist die Gebäudestruktur so, daß dreieckige Holzelemente von der Oberkante der Betonwand erst schräg nach oben gehen, dann langgestreckt auf die Betonfläche des Platzes.

Die Wirkung: Die Dachkonstruktion hängt relativ elastisch zwischen diesen beiden Stützflächen. Die ganzen Regale für die Bücher sind in diese Dachkonstruktion eingehängt. Die Folge: Sollte es erneut ein Erdbeben geben, dürfte diese Struktur ziemlich stabil sein.

Die Konstruktion wurde zusammen mit einer örtlichen Holzfabrik erstellt.

Die gesamte Dachkonstruktion reicht damit vom Boden über eine Schräge bis zur Höhe der Mauer. An der ganzen Front gibt es ein Schutzgeländer.

Die Wirkung: Die Neigung ist so gering, daß man über diesen Weg vom Platz nach oben kommt. Ferner ist das natürlich eine schöne Fläche zum Spielen, Hochklettern und Runterrutschen.

Verantwortlich waren die beiden Architekten John Lin und Olivier Ottevaere.

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