Feel the Peel - Orange Squeezer serves juice in bioplastic cups made from the peel - Orangenpresse liefert Orangensaft in Bechern aus der Orangenschale per 3D-Druck - von Carlo Ratti Associati

10.09.2019 23:45:45, Jürgen Auer, keine Kommentare

Orangensaft ist beliebt. Eine Maschine, die einen Stapel frischer Orangen - dekorativ in Form einer mehrfach gewundenen Schlange als Dach - in Orangensaft verwandelt, ist damit für verschiedenste Unternehmen gut zu gebrauchen. Etwa bei größeren Veranstaltungen.

Aber wie serviert man so etwas? Aus Plastikbechern? Das italienische Studio Carlo Ratti Associati hat so eine Maschine als Prototypen entwickelt. Da wird aus den Orangenschalen ein Becher gemacht. Den Orangensaft gibt es damit im Orangenhüllen-Becher serviert.
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Carlo Ratti's orange squeezer serves juice in bioplastic cups made from the peel

https://www.dezeen.com/2019/09/10/carlo-ratti-feel-the-peel-circular-orange-juice-bar-design/

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Gebaut wurde der Prototyp für Eni. 3,10 hoch, oben passen 1500 Orangen rein. Bestellt jemand einen Orangensaft, rutschen ein paar Orangen runter, werden halbiert und ausgedrückt. Die übriggebliebenen Hälften landen unten in einem durchsichtigen Bereich. Dort werden sie getrocknet und gemahlen, daraus wird "Orangenstaub" hergestellt, der mit Polylactic Acid (PLA) (Polymilchsäure) gemischt den Rohstoff bildet.

Der Mix wird erhitzt und geschmolzen und kann als Ausgangspunkt für einen 3D-Drucker verwendet werden.

Dem Druckprozess können Besucher zusehen. Ist das fertig, läßt sich der Becher wohl relativ schnell zum Trinken verwenden.

Das Ergebnis: Von der Orange wird weitaus mehr als nur der Saft genutzt. Und der Becher ist am Ende vollständig biologisch abbaubar.

Die Maschine soll auf dem Singularity University Summit in Mailand vom 08.-09.10.2019 zu sehen sein. Dann soll sie durch Italien touren.

Ein kleines Video

Feel the Peel

https://www.youtube.com/watch?v=Bx9missz73A

zeigt die Details der Maschine.

Eigentlich interessant daran ist, daß man getrocknete Orangenschalen als Basis für 3D-Druck verwenden kann. Wenn das damit geht, dann geht das wahrscheinlich auch noch mit diversen anderen Materialien, die biologisch abbaubar sind.

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