Ecokick - Ecosystem Kickstarter - honeycomb-shaped cardboard structure fights soil erosion - Bodenerosion in Uganda mit einem wabenförmigen Pappkarton-System stoppen - Thom Bindels

16.11.2019 23:21:59, Jürgen Auer, keine Kommentare

Mit Karton Bodenerosion bekämpfen? Der niederländische Designer Thom Bindels hat "Ecosystem Kickstarter" entwickelt.

Das Prinzip: An einem Hang mit degradierter Erde werden einzelne Terrassen ausgehoben. Dort wird eine wabenförmige Kartonstruktur hingestellt. Diese wird wieder mit der Erde aufgefüllt und kann genutzt werden, um Pflanzen einzusetzen. Ferner kann die Kartonstruktur am Boden bereits Samen enthalten und mit einer Nährstofflösung bestrichen werden.
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Ecosystem Kickstarter is a cardboard structure that fights soil erosion

https://www.dezeen.com/2019/11/16/ecosystem-kickstarter-thom-bindels-design/

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Ein Problem in Uganda: Lange Trockenzeiten, gefolgt von heftigen Regenfällen. Wenn der Boden bereits schlecht ist, können diese Regenfälle dazu führen, daß Samen und verbleibende Nährstoffe weggeschwemmt werden.

Durch die Terrassenstruktur sollen mehrere Zwecke erreicht werden. Zum einen finden die keimenden Samen in der - teils durchlöcherten - Kartonstruktur Halt, um hinreichend wachsen zu können. Zum anderen baut sich der Karton mit der Zeit ab. Dafür bilden nun die Wurzeln der Pflanzen ein Geflecht, das den Boden zusammenhält.

Das Konzept soll dazu dienen, den "Teufelskreis der Erosion" zu stoppen. Heftige Regenfälle schwemmen fruchtbaren Boden und Samen weg, bevor der Samen keimen kann. Dieser Mangel an Vegetation führt aber dazu, daß der Boden Wasser erst recht schlecht aufnimmt, so daß das Wasser stattdessen abfließt.

> "When this process continues for too long, the ecosystem can no longer restore itself,"
> "A negative spiral of erosion causes a lack of nutrients in the soil, a lack of soil activity and a lack of groundwater."

Wenn dieser Kreislauf zu lange anhält, kann sich das Ökosystem nicht mehr selbst regenerieren. Eine negative Erosionsspirale führt zu einem Nährstoffmangel im Boden, zu einer fehlenden Bodenaktivität durch Mikroorganismen und zu einem Mangel an Grundwasser.

> "The point where an ecosystem is no longer able to restore itself is called the ecological threshold. But once the ecosystem is kickstarted back on top of this threshold, it will be able to maintain itself again"

Der Punkt, wo ein Ökosystem nicht mehr in der Lage ist, sich selbst zu regenerieren, wird als ökologische Schwelle bezeichnet. Aber wenn das Ökosystem wieder auf diese Schwelle angehoben wird, ist es in der Lage, sich selbst wieder aufrechtzuerhalten.

Das Projekt kombiniert deshalb eine Reihe bestehender Erosionsschutzmethoden, die von Landwirten südlich der Sahara bereits angewendet werden.

Zersetzt sich der Karton schließlich im Boden, führt das zu einer Kohlenstoffeinlagerung im Boden.

Die Idee wurde zwei Jahre lang vor Ort in Uganda getestet, um den Prototypen zu entwickeln. Längerfristig soll das aber vor Ort, bsp. in Zusammenarbeit mit lokalen Papierproduzenten hergestellt werden. Statt des Kartons könnten lokale Fasern wie Bananen, Papyrus oder Zuckerrohrabfälle verwendet werden.

Unter

Ecosystem Kickstarter

https://ecosystemkickstarter.com/

gibt es weitere Informationen zu dem Projekt.

No longer Tls.1.0 and Tls.1.1 support - Abschaltung der beiden veralteten Transport Layer Security - Versionen innerhalb von Server-Daten - Zugriff nur noch mit Tls.1.2 möglich

15.11.2019 23:53:09, Jürgen Auer, keine Kommentare

Die Entwicklungen in der IT sind manchmal durchaus verblüffend. Da wird ein neues Protokoll eingeführt - damals das SSL3 (1996), das wesentliche Verbesserungen gegenüber der älteren Version SSL2 (1995) brachte.

Dann wurde das Protokoll standardisiert. Und umbenannt in Transport Layer Security (TLS) (1999). Mit nur relativ geringen Änderungen.

Jahrelang war dieses Protokoll das Rückgrat aller verschlüsselten Verbindungen. Erst 2006 gab es den Nachfolger Tls.1.1 mit ebenfalls geringfügigen Modifikationen. 2008 folgte - mit deutlicheren Modifikationen - die Version Tls.1.2, die derzeit den Standard darstellt.

Aber was macht man dann mit den alten Versionen? Weiterlaufen lassen oder abschalten?

Die großen Browserhersteller Chrome, FireFox, Apple und damals noch Microsoft hatten schon vor gut einem Jahr angekündigt, daß im Jahr 2020 die Unterstützung für Tls.1.0 und Tls.1.1 aus den Browsern verschwinden wird ( https://blog.server-daten.de/de/2018-10-16/Alle-grossen-Browserhersteller-wollen-2020-die-Unterstuetzung-fuer-Tls-1-0-und-Tls-1-1-beenden---Nachfolgeprotokoll-Tls-1-2-ist-seit-2008-standardisiert-420 ).

Aber was heißt das für Webserverbetreiber?

Bei SSLLabs ( https://www.ssllabs.com/ssltest/ ), deren SSL-Test seit vielleicht 10 Jahren der Maßstab ist, ist ein aktives Tls.1.0 / 1.1 derzeit mit einem orangenen Hintergrund dargestellt. Nicht mehr grün wie Tls.1.2. Plus die Feststellung: Ab 2020 führt das zu einer Abwertung, wenn noch eines dieser beiden Protokolle aktiv ist.

Man kann in solchen Fällen die "alten Protokolle" lange weiterlaufen lassen. Allerdings gab es eine ähnliche Situation schon einmal: Herbst 2014.

SSL 3 is dead, killed by the POODLE attack

https://blog.qualys.com/ssllabs/2014/10/15/ssl-3-is-dead-killed-by-the-poodle-attack

Da wurde die POODLE - Attacke bekannt.

Das grundsätzliche Problem: Die erste Kommunikation zwischen einem Client (Browser) und einem Webserver ist unverschlüsselt, da wird die Verschlüsselung ausgehandelt.

Damals gelang es, durch eingeschleustes JavaScript eine Tls.1.0 - Verbindung auf SSL3 herunterzustufen. Und dort weitere Lücken auszunutzen, so daß die Verbindung am Ende komprimittiert war.

Das Problem dabei: Ausgenutzt wurde eine Protokollschwäche. Kein Bug bei der Protokollimplementierung.

Die Konsequenz: Die Browserhersteller teilten mit, daß es zwar in der Theorie gewisse Anpassungsmöglichkeiten geben würde. In der Praxis sei diese Umsetzung jedoch nicht geplant. Stattdessen:

> Although it might be possible to attempt a BEAST-style mitigation, it seems that browser vendors are not interested in that approach. Adam said Chrome won’t pursue that direction. Firefox said they would disable SSL 3 in Firefox 34. And that’s great news.

FireFox schlug vor SSL3 abzuschalten. Kennt der Browser das Protokoll nicht mehr, dann kann es auch keine Downgrade-Attacke mehr geben.

Praktisch wiederholt sich nun die Geschichte. Bereits 2015 hatte die IETF in einem "Best Current Practice"

Recommendations for Secure Use of Transport Layer Security (TLS) and Datagram Transport Layer Security (DTLS)

https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc7525.html

empfohlen, Tls.1.0 und 1.1 möglichst nicht mehr zu unterstützen.

> Rationale: TLS 1.0 (published in 1999) does not support many modern, strong cipher suites. In addition, TLS 1.0 lacks a per-record Initialization Vector (IV) for CBC-based cipher suites and does not warn against common padding errors.

sowie:

> Rationale: TLS 1.1 (published in 2006) is a security improvement over TLS 1.0 but still does not support certain stronger cipher suites.

Tls.1.0 hat grundsätzliche Designschwächen. Tls.1.1 ist zwar an manchen Stellen besser. Aber der eigentlichen Schritt weg von CBC-Cipher Suites hin zu AES wird erst mit dem Schritt zu Tls.1.2 gemacht.

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Um die Abschaltung vorzubereiten, hatte ich vor gut einem Jahr eine Protokollierung eingebaut, die alle Zugriffe per Tls.1.0 und 1.1 festhält. Dabei stellte sich heraus:

- Auf den meisten Kundendatenbanken gab es nur Tls.1.2 - Nutzer.
- Auf einer Kundendatenbank gab es einen Nutzer mit einer sehr alten Android-Version (4.*), der noch Tls.1.0 nutzte.
- Ein Windows-Programm, das per API auf eine Datenbank zugreift, nutzte ebenfalls noch Tls.1.0.
- Auf den eigenen Websites waren praktisch nur noch Spambots mit diesen Protokollen unterwegs.

Ergebnis: Ein Nutzer mit einem veralteten Protokoll bekam auf der Startseite eine Warnmeldung mit Links zum Umstellen / Update angezeigt.
Das Windows-Programm wurde aktualisiert. So daß am Ende nur noch sehr wenige Nutzer mit Tls.1.0 zugriffen. Nur jene, die seit einem Jahr das Programm nicht mehr aktualisiert hatten.

Gestern flogen beide Protokolle endgültig raus.

Ferner wurde https://check-your-website.server-daten.de/ um einen kleinen Check ergänzt: Bei den Connections sieht man nun, ob Tls.1.2 aktiv ist und ob die beiden älteren Versionen inaktiv sind.

SunUp: Solar Panel System for Hikers and Adventurers - Solar-Panel-System für Wanderer, das sowohl flexibel als auch leistungsfähig ist - von Bradley Brister - 2. Platz beim James Dyson Award GB

14.11.2019 23:42:36, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wer wandert, der möchte heutzutage deshalb nicht offline sein. Also wird Strom benötigt. Aber Batterien und Akkus haben eine begrenzte Kapazität. Also mag man an eine Art "mobile Solaranlage" denken. Einige Solarzellen, die bsp. auf den Rucksack geschnallt werden können.

Solche Lösungen gibt es bereits. Allerdings taucht ein typisches Problem auf: Entweder wählt man Solarmodule aus monokristallinem und polykristallinem Silikon, die sind effizienter. Allerdings sind diese starren Strukturen auch leichter zerbrechlich. Oder man entscheidet sich für flexible Module aus amorphem Silikon. Da ist jedoch der Wirkungsgrad deutlich schwächer.

Der Student Bradley Brister hat die Lösung "SunUp" für sein Abschlussprojekt in seinem Bachelor-Studiengang Product Design Engineering an der Brunel University London entwickelt, die einerseits kristallines Silikon mit einem hohen Wirkungsgrad nutzt. Andererseits das so anordnet, daß die Module hinreichend stabil sind. Das Projekt erhielt einen von zwei zweiten Preisen beim James Dyson Awards für die britischen Teilnehmer.
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SunUp provides a backpack-hugging solar-power solution for hikers

https://www.dezeen.com/2019/10/28/sunup-solar-power-backpack/

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> "Solar panels are primarily designed for stationary use and current attempts at making them durable and convenient enough for use on the trail have fallen significantly short,"

Solarpaneele sind primär dazu gedacht, stationär genutzt zu werden. Versuche, sie stabil und langlebig genug zu machen, um sie unterwegs zu nutzen, sind deutlich zurückgegangen.

Seine Lösung besteht darin, relativ kleine, starre, dreieckige Module zu nutzen. Diese sind aber mit flexiblen Scharnieren verbunden. In den Metallscharnieren sind die verbindenden Leitungen direkt eingebaut. Damit werden diese nicht belastet oder härten aus, wenn die Paneele genutzt werden. Durch die relativ kleinen Elemente können sich diese beim Aufprall oder Herunterfallen leichter bewegen, so daß das Bruchrisiko sinkt.

Die gesamte Struktur kann leicht auf einem Rucksack aufgebracht werden. Das läßt sich aber ebenfalls auf einer Kanuoberfläche nutzen. Zerbricht eines der Dreiecke, kann es gegen ein neues Element ausgetauscht werden, ohne daß das gesamte System ersetzt werden muß. Ein 15-W-Panel nutzt einen 4000 mAH-Akku, der innerhalb von 12 Stunden vollständig aufgeladen werden kann.

Beim James Dyson Award

SunUp Solar Backpack

https://www.jamesdysonaward.org/2019/project/sunup-solar-backpack/

findet sich der Hinweis unter "Your Inspiration": Er sei oft mehrtägig unterwegs gewesen.

> The issue is if one section breaks during a multi-day hike it's useless the rest of the journey.

Wenn dann ein Element einer mobilen Solaranlage brach, war das für den gesamten folgenden Zeitraum nur noch nicht funktionierender Ballast.

Auf der Website

SunUp Solar Backpack

https://www.bradbristerdesign.com/the-north-face-sunup

finden sich im wesentlichen dieselben Informationen.

Red Roof House - stepped roof garden provides produce for the residents - gestufter Dachgarten ermöglicht frische Nahrungsmittel und kühlt das Haus im tropischen Vietnam

13.11.2019 23:31:03, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wenn man dieses Haus in Quang Ngai in Vietnam von oben her sieht: Da könnte man sich grade fragen, ob nicht manche der anderen Häuser drumherum Fehlplanungen wären.

Das "Red Roof House" befindet sich auf einem nur 80 Quadratmeter großen Grundstück. Es befindet sich an der Hauptstraße eines ländlichen Dorfes, das sich in den letzten Jahren durch eine Verstädterung deutlich verändert hat.
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a stepped garden provides produce for the residents of the red roof house in vietnam

https://www.designboom.com/architecture/taa-design-red-roof-house-vegetable-garden-vietnam-11-10-2019/

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Gebaut wurde es für ein Paar in den Fünfzigern, das das ganze Leben in der Gegend verbracht hat. Das Haus basiert auf den täglichen Aktivitäten der Bewohner: Im Erdgeschoss gibt es deshalb Platz für verschiedenste Funktionen: Ein Raum für Fahrradreparaturen, Wohnzimmer, Küche und das Hauptschlafzimmer, ein traditioneller Holzofen im Freien, Toiletten, Platz für ein Reislager und für Hühner.

Ein Gestaltungselement: Drei kleine Höfe. Dort, wo das Dach am niedrigsten ist, gibt es einen kleinen Außenbereich. Dahinter folgt wohl das große Wohnzimmer, über dem direkt das Dach folgt. Dann folgt der Innenhof, der teils in zwei Ebenen unterteilt ist. Der Hausteil dahinter hat ein Erdgeschoss und eine Ebene drüber.

Die Architekten von TAA Design:

> ‘instead of having a large yard like other houses in the village, we created many courtyards with different heights, suitable for the height of the house structure,’

Anstatt wie andere Häuser im Dorf einen Hof zu haben, haben wir viele Höfe mit verschiedenen Höhen geschaffen, die jeweils zur Höhe des Gesamthauses passen. Im Zwischengeschoß gibt es einen kleinen Hof, der mit dem Hof in der Mitte des Hauses verbunden ist.

Der Dachgarten grenzt im Zwischengeschoss an den Innenhof und bildet einen Spielplatz und einen Gemüsegarten. Frisch und direkt verfügbar kann das Gemüse aus dem Garten für die täglichen Mahlzeiten verwendet werden. Das wirft wohl so viel ab, daß das auch noch mit Nachbarn geteilt werden kann.

Ferner hilft der Garten, das Haus zu isolieren. Die Innentemperatur ist im Vergleich zu Wellblechdächern erheblich reduziert. Der Ort liegt südlich vom Hai-Van-Pass, der Vietnam klimatisch in zwei Zonen trennt. Der südliche Teil von Vietnam ist tropisch: Warm bis sehr heiß während des Jahres. Etwas kühler zwischen November und Januar, heiß vom Februar bis Mai. Eine Regenzeit zwischen Mai und Oktober.

Da dürften sich Häuser, die deutlich kühler sind als die Umwelt, durchaus auf das Wohlbefinden ihrer Bewohner auswirken.

> the red roof house has the intent to keep, to store, and remind the familiar rural lifestyle,’

Das Red Roof House hat die Intention, den ländlichen Lebensstil beizubehalten, aufzubewahren und daran zu erinnern.

Bei TAA Design

Red Roof House

https://taadesign.com/project/nha-mai-do/

gibt es die Bilder in Großaufnahmen.

Chrome may identify sites that typically load fast or slow for users - Chrome will die typische Ladegeschwindigkeit von Websites anzeigen

12.11.2019 23:45:16, Jürgen Auer, keine Kommentare

Wer eine Website hat, der kennt das Thema: Lädt die Seite schnell oder ist das alles lahm? Erst recht ist das Problem allen Nutzern gut bekannt. Langsame Seiten sind anstrengend. Die technischen Gründe für die Langsamkeit mögen manchmal verständlich sein. Aber es nervt.

Der Chrome-Browser will dieses Thema in Zukunft noch "etwas verschärfen". Indem Websites, die langsam laden, markiert werden sollen.
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Moving towards a faster web

https://blog.chromium.org/2019/11/moving-towards-faster-web.html

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> In the future, Chrome may identify sites that typically load fast or slow for users with clear badging.

Chrome kann Websites identifizieren bzw. entsprechend angepaßt darstellen, die typischerweise schnell oder langsam laden. Das soll sich also nicht auf den aktuellen Ladevorgang beziehen, den bekommt der Nutzer ja direkt mit. Stattdessen sollen historische Daten ausgewertet werden. Wobei für mich unklar ist, ob diese historischen Daten von früheren Chrome-Besuchern oder vom Spidern der Website durch Suchmaschinenrobots stammen.

Wie das dargestellt werden soll, ist noch unklar. Da sollen erst noch diverse Tests durchgeführt werden, um die verständlichste Form zu finden.

Seiten sollen daraufhin überprüft werden, ob sie von ihrer Erstellungstechnik her im Allgemeinen langsamer sind. Eventuell wird das so erweitert, daß relativ zu dem Gerät des Nutzers ermittelt wird, ob die Seite für diesen Nutzer langsam ist. Die Wirkung: Dieselbe Seite wird für einige Nutzer als "langsame Seite" angezeigt, für andere Nutzer als "schnelle Seite".

Das kann an verschiedenen Stellen der Chrome-Oberfläche auftauchen: Etwa bei der Ladefortschrittsleiste und bei Kontextmenüs von Links. Dort könnte die typische Seitengeschwindigkeit sofort angezeigt werden, so daß man vor dem Aufrufen des Links sieht, wie lange das Laden der Seite ungefähr dauern wird.

Der Beitrag zeigt zwei Screenshots: Ein grüner Fortschrittsbalken für eine schnell ladende Seite. Ein blauer Balken für eine langsam ladende Seite. Ferner beim "Loading" der Hinweis:

> Usually loads slow

mit einem roten Warndreieck.

Das soll inkrementell entwickelt werden. Mit immer strengeren Kriterien. Es könnten auch weitere Markierungen hinzukommen, die über reine Geschwindigkeitshinweise hinausgehen könnten.

Am Ende soll das eine Art von Markierung sein, die - zumindest in der Theorie - von allen Entwicklern erreicht werden kann.

Allerdings mögen Entwickler nicht warten, bis das soweit ist. Sondern ihre Websites bereits jetzt unter dem Gesichtspunkt einer möglichst schnellen Ladezeit betrachten.

Etwa durch Nutzung von

https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/

einem Google-Tool.

Man könnte auch sagen: Das Thema https ist abgehakt, https ist der neue Standard. Nun folgt das nächste große Thema "Geschwindigkeit".

Auf meiner eigenen Testseite https://check-your-website.server-daten.de/ läßt sich ein Grund sehr häufig finden: WordPress-Seiten, die teils 50 oder noch sehr viel mehr JavaScript- und CSS-Dateien eingebunden haben. Es gibt auch Seiten mit über 1000 eingebundenen Komponenten. Und dann werden die Dateien teils nicht einmal mit GZip ausgeliefert und sie haben entweder keinen oder einen zu kurzen Cache-Control-Header. Oder Seiten haben massiv JavaScript und CSS-Code inline eingebunden. Das erspart zwar das Nachladen weiterer Ressourcen. Aber es führt dazu, daß es nicht möglich ist, daß Browser diese Daten cachen und bei wiederholten Aufrufen wiederverwenden.

Dabei gibt es einfache Regeln:

- Eine IPv6-Adresse nutzen. IPv6 ist etwa 5 - 10 % schneller als IPv4. Die allermeisten Websites sind noch nicht per IPv6 erreichbar. Testet man bei SSLLabs eine Seite, die sowohl per IPv4 als auch per IPv6 erreichbar ist, dann ist das IPv6-Ergebnis im Normalfall schneller verfügbar.

- GZip-Komprimierung und http/2 nutzen, JavaScript/CSS - Dateien mit Minifiern komprimieren und mit langem Cache-Control-Header senden (180 Tage oder länger).

- Nicht zu viele externe Ressourcen einbinden. Das dürfte allerdings ein grundlegendes Problem von mancher Software sein. Man braucht viele Addins, jedes Addin kommt mit eigener JS/CSS - Datei.

- Fehler bei der Datenbankanbindung oder langsame Abfragen, die bremsen.

Die eigentlichen Hardwareressourcen können zwar auch zu knapp bemessen sein. Diese sind aber nur ein Teil des Themas.

Nine Mini Cheetah Robots - Roboter bewegen sich anhand taktiler Rückmeldungen ohne Kamera und beherrschen Rückwärtssaltos - Forschungen am Massachusetts Institute of Technology

11.11.2019 22:18:59, Jürgen Auer, keine Kommentare

Im letzten Jahr hatten Forscher am MIT, am Massachusetts Institute of Technology, Blind Cheetah 3 vorgestellt. Einen Roboter, der auf vier Beinen läuft. Jedes Bein hat ein Kniegelenk. Die Besonderheit: Der Cheetah 3 nutzt keine Kameras, um sich in der Umgebung zurechtzufinden. Stattdessen nutzt er taktile Rückmeldungen auf die eigenen Bewegungen. Man kann sich das vorstellen wie ein von Geburt an blinder Mensch, der trotzdem lernt, sich eigenständig zu bewegen. Indem er sich an den taktilen Rückmeldungen orientiert.

Von diesem Blind Cheetah 3 gab es Anfang dieses Jahres eine kleinere Version, die leichter und agiler war. Das ist der Mini Cheetah. Nun, einige weitere Monate später, gibt es ein kleines Video mit 9 Mini Cheetahs, die sich auf einer Wiese bewegen. Mit einem Ball "spielen", sich gegenseitig anrempeln, dabei durchaus umkippen können. Aber aufgrund der sehr flexiblen Beine wieder aufstehen können.
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Nine Mini Cheetah Robots ‘Playing’ Like Little Children

https://laughingsquid.com/mini-cheetah-robots-playing-like-little-children/

Das Video direkt auf YouTube:

Testing 9 New Mini Cheetahs

https://www.youtube.com/watch?v=G6fMV1UPzkg

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Die Mini Cheetahs wurden per Hand gesteuert. Und sie beherrschen Rückwärtssaltos, ohne dabei hinzufliegen.

Ferner können sie sich auch in - zumindest trockenem - Laub bewegen.

Interessant ist immer wieder zu sehen, wie ein Mini Cheetah nach einem Rückwärtssalto einen Augenblick braucht, bis er wieder das Gleichgewicht gefunden hat und in seinen normalen Zustand des "Herumzappelns" zurückkehrt. Da das Video auf einer Wiese durchgeführt wurde, ist dieser Boden zwangsläufig uneben bzw. kann immer mal wieder leicht nachgeben. Und bei einem Rückwärtssalto ist zwangsläufig unbekannt, in welchem Zustand der "Landeplatz" ist. Schließlich kann dieser nicht im Vorfeld "erkundet und vermessen" werden.

Längerfristig könnte ich mir vorstellen, daß dieses Bewegungskonzept in bestimmten Situationen sehr flexibel und nutzbringend eingesetzt werden könnte. Etwa bei verschiedenen kritischen Situationen, wo ein solcher Mini Cheetah ausgestattet mit einer hinreichend geschützten Kamera Zonen erkundet, die aus irgendwelchen Gründen aktuell nicht betreten werden können.

Simulacrum Installation - in Santa Maria da Feira, Portugal überspannt ein Metallrahmen mit Sicherheitsnetz den Caster River und erzeugt einen temporären Raum - Pedro Henrique

10.11.2019 23:50:22, Jürgen Auer, keine Kommentare

Santa Maria da Feira, ein kleiner Ort in Portugal, etwa 30 km südlich von Porto. Dort gibt es ein historisches, gut erhaltenes Kastell. Ferner steht der historische Ortskern als Ganzes unter Denkmalschutz.

Und zusätzlich gibt es den Caster River. Ein kleiner Fluß, der sich ein paar Meter parallel zur Rua dos Descobrimentos durch den Ort schlängelt und dann abbiegt.

Aber wie das mit Flüssen in Orten so ist: Sie sind auch Grenzen. Selbst wenn ein Fluß nur 5 Meter breit ist und in einem gemauerten Bett fließt, kommt man nicht mehr drüber. Außerdem gibt es auf der anderen Seite ohnehin ein paar Reben, da kommt man nicht weiter.

Der Architekt Pedro Henrique wollte die Passanten, die dort vorbeikommen, anregen.

> During the design process we rediscover the course of this river that unravels the core of one of the oldest blocks of the city. This core reveals what we dare to call non-place, because it is not the result of a plan of its own but rather the result of everything that happens around it.

Während des Designprozesses entdeckte er den Flußlauf wieder, der den Kern eines der ältesten Blöcke der Stadt markiert. Dieser Kern enthüllt etwas, das er als "Nicht-Ort" bezeichnet. Es ist nicht das Ergebnis eines Plans, sondern Ergebnis dessen, was drumherum passiert.

Die umgesetzte Installation: Ein kräftiger, rechteckiger und knallgelb gestrichener Metallrahmen, der genau auf die beiden gemauerten Flußbegrenzungen paßt. Dazwischengespannt ein Sicherheitsnetz aus kräftigen, schwarzen Bändern. Plus eine kleine, ebenfalls gelb gestrichene Treppe, mit der man die zusätzliche Mauer davor übersteigen kann.

Die Wirkung: Passanten können die Treppe nutzen, um auf das Sicherheitsnetz zu gelangen. Wenn ihnen das "zu mulmig" ist, können sie sich natürlich auch auf den Metallrand auf der anderen Flußsseite hinsetzen. Oder sie legen sich flach auf das Sicherheitsnetz hin.
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Simulacrum Installation / Pedro Henrique

https://www.archdaily.com/918715/simulacrum-installation-pedro-henrique

Bei Google-Maps sieht man, wie sich der Fluß durch die Stadt bewegt:

Rua dos Descobrimentos, Santa Maria da Feira, Portugal

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Damit wird dieser "Nicht-Ort" über dem Fluß, der bislang unzugänglich war, plötzlich zu einem nun temporären, zugänglichen Raum.

> Once in the net, the public is hovering over the river - a natural reflector that generates innumerable points of view.

Sind die Besucher einmal im Netz, schwebt das Publikum über dem Fluß - ein natürlicher Reflektor, der verschiedenste neue Blickwinkel erzeugt.

Simulacro = it could be reality = es könnte Realität sein.

Bei den Bildern gibt es hinten eine Skizze mit den genauen Maßen. Der Fluß ist tatsächlich genau 5 Meter breit, das ist auch die Innenbreite der Installation bei einer Länge von 8,42 Meter. Die Besucher sind etwa einen Meter über dem Wasser. In Querrichtung sind 57 Bänder gespannt, in Längsrichtung müßten das 35 sein (18 längere und 17 kürzere).

Auf der Seite des Architekten

https://www.pedrohenriquearquiteto.com/

findet sich kein Hinweis zu diesem Projekt.

Biobasecamp Pavilion demonstrates the potential of timber in architecture - Holz-Pavillon bei der Dutch Design Week in Eindhoven zeigt Möglichkeiten des Holzbaus - Studio Marco Vermeulen

09.11.2019 23:28:43, Jürgen Auer, keine Kommentare

Hier in Berlin wunderte ich mich vor einiger Zeit. Grade wird viel gebaut. Aber an einer Ecke - entstand ein Holzhaus mit vier oder fünf Stockwerken, die typische Berliner Traufhöhe.

Die Entwicklung hin zu mehr Holz gibt es grade an verschiedenen Stellen. Das Problem: Beton und auch Stahl setzen bei der Herstellung sehr viel Kohlendioxid frei. Beim Bau mit Holz ist das genau umgekehrt: Holz bindet Kohlendioxid. Deshalb wird Holz inzwischen auch als "concrete of the future", als "Beton der Zukunft" bezeichnet.

Zur Dutch Design Week hatte das Studio Marco Vermeulen den Biobasecamp Pavilion gebaut, um Platz für mehrere Ausstellungsstücke zu schaffen, die zeigen, wie man Holz beim Bauen verwenden kann. Der Pavillon stand am Ketelhuisplein in Eindhoven.
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Biobasecamp pavilion aims to demonstrate the potential of timber in architecture

https://www.dezeen.com/2019/11/06/biobasecamp-studio-marco-vermeulen-timber-pavilion/

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Das Dach hatte die Form eines fünfzackigen Sterns und war begehbar. Es wurde vom Holzbauspezialisten Derix aus Cross-Laminated Timber (CLT), also aus Brettsperrholzplatten mit einer Größe von 16 x 3,5 Metern gebaut.

Über eine Holztreppe konnte man auf das Dach kommen. Dort dienten diverse Holzstücke als Sitzgelegenheiten.

Die Stämme, auf denen das Dach aufgestellt war, waren Pappelstämme von der Autobahn zwischen Den Bosch und Eindhoven. Die Bäume mußten aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden und wurden so für den Pavillon wiederverwertet.

Durch die Verwendung der Baumstämme und CLT-Platten konnte der Pavillon schnell errichtet werden.

Marco Vermeulen, Gründer des Studio Marco Vermeulen:

> "Normally you build something and then someone else has to add all the pipes, the cabling, and doors, etc."
> "Here it is all prefabricated, which speeds up the building process enormously."

Normalerweise baut das eine Unternehmen die Basis, dann müssen andere Unternehmen Rohre, Verkabelungen, Türen und weiteres hinzufügen. Hier war das alles vorgefertigt, das habe den Aufbauprozess erheblich beschleunigt.

In einem Vortrag bei der Dutch Design Week berichtete Vermeulen, daß die Niederlande ihre drohende Wohnungsnot mit der Errichtung von einer Million neuer Häuser aus heimischem Holz lösen könnten. Das Holz würde 45 Megatonnen CO2 binden, weitere 55 Megatonnen CO2 würden nicht freigesetzt, weil auf Stahl und Beton verzichtet werden würde.

Macht man dann noch die Häuser aus modularen Elementen, können diese beim Abriß wiederverwendet werden. Deshalb wird das Biobasecamp nach der Dutch Design Week zerlegt und für die Floriade Gartenschau 2022 in Amsterdam wiederverwendet werden.

Unterhalb des Daches zeigten Derix, die Floriade Gartenschau und die niederländische Provinzregierung von Noord-Brabant, wie Holz in Architekturprojekten verwendet werden kann.

The Whale - Andenes in Norway - Entwurf von Dorte Mandrup soll in Andenes gebaut werden - Gebäude sieht aus wie ein begehbarer Walbuckel

08.11.2019 23:44:18, Jürgen Auer, keine Kommentare

Ziemlich weit oben in Norwegen, fast auf der Höhe von Tromsø, gibt es etwas weiter westlich und wenig südlich, den Ort Andenes. Auf der Inselgruppe Vesterålen gelegen, die etwa 300 km nördlich des Polarkreises liegt. Etwa auf derselben Höhe wie Grönland, nördlicher als Island. Im Winter ist es dauerdunkel, zwischen dem 23. Mai und dem 23. Juli geht die Sonne dagegen gar nicht unter.

Andenes liegt an der Nordspitze von Vesterålen. Der Meeresboden davor fällt sehr schnell auf 1000 Meter ab. Deshalb war die Gegend für Walfänger interessant. Pottwale jagen dort Kraken und tauchen zum Atmen auf.

Damit ist dieser Ort heute ideal, um Wale zu beobachten.

Dort soll nun "The Whale" neu gebaut werden. Nach Plänen von Dorte Mandrup, die sich in einem kleinen Wettbewerb gegen BIG, Snøhetta und Reiulf Ramstad durchsetzte.

Mit einem Gebäude, das wie ein auftauchender Wal wirkt.
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dorte mandrup chosen to build 'the whale' visitor attraction inside the arctic circle

https://www.designboom.com/architecture/dorte-mandrup-whale-visitor-attraction-arctic-circle-norway-11-04-2019/

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Das Gebäude steigt nicht senkrecht aus der Umgebung hervor. Stattdessen ist es relativ flach und hat ein langes, geschwungenes Dach, mit dem es sich langsam aus der Umgebung heraushebt.

Das Dach ist begehbar und wird mit Steinen bedeckt, die im Laufe der Zeit natürlich verwittern bzw. bewachsen werden.

Vom Dach wird man direkt auf das Meer blicken können. Oder die Mitternachtssonne bzw. das Polarlicht beobachten können.

Im Inneren soll es Ausstellungsräume, Büros, ein Café und ein Geschäft geben. Große Fenster, die von außen her mit einem senkrechten Muster erscheinen, ermöglichen den Blick nach draußen.

Bei

The Whale - Winner of the architectural competition - Dorte Mandrup A/S

https://www.thewhale.no/architectural-winner

sind die anderen 3 Entwürfe zu sehen. Im Frühjahr 2019 lud The Whale AS Architekten ein, Vorschläge für das Haus einzureichen. Aus 37 Vorschlägen wurden 4 für den eigentlichen Wettbewerb ausgewählt.

Da sieht man schnell, warum dieser Entwurf der Sieger war. Die anderen Entwürfe wirken weitaus konventioneller. Allerdings sind bei dem DesignBoom-Artikel die Dimensionen schlecht abschätzbar. Auf der Seite ist ein PDF verlinkt, das die vier Vorschläge weitaus deutlicher darstellt.

Das Gebäude ist so hoch, daß Skelette von Walen ausgestellt werden können. Ferner ist dort die Form des Gebäudes erläutert: Ein Wal, der knapp unter der Wasseroberfläche schwimmt, kann - so wie das Gebäude - zu etwa 10 % aus dem Wasser herausragen.

Es gibt eine Skizze, die zeigt, wie der Meeresboden dort aussieht. Das fällt sehr schnell hinter den Inseln sehr steil ab. Diese Tiefsee heißt Bleiksdjupa.

Derzeit hat der Ort etwa 50.000 Besucher pro Jahr. Das neue Gebäude soll 2022 fertig sein. Die Verantwortlichen hoffen, daß sich die Zahl der Besucher nochmals deutlich erhöht.

Bei Dorte Mandrup

Whale

https://www.dortemandrup.dk/work/whale

gibt es die Skizze der Innenstruktur ebenfalls zu sehen. Sowie der Hinweis:

> It is frequently visited by migrating whales, making Andenes one of the best places in the world to see this fabled animal up-close.

Andenes ist einer der besten Orte weltweit, um Wale beobachten zu können.

Karen Blixens Plads - Urban Plaza at the University of Copenhagen - öffentlicher Raum an der Universität Kopenhagen schafft Platz für 2000 Fahrräder

07.11.2019 22:58:14, Jürgen Auer, keine Kommentare

Dänemark ist ein Fahrradstaat. In Kopenhagen nutzen mehr als 40 % der Einwohner ihr Fahrrad täglich. Aber: Für mehr als eine Dekade war das auch ein Problem für die Universität Kopenhagen. Denn auf dem dortigen Campus, vor dem Hauptgebäude, stapelten sich die Fahrräder. Oder fielen auch mal um.

2014 gab es einen Wettbewerb, den COBE gewann. Nun ist die Lösung umgesetzt.

Die Grundidee: Eine "hügelige Landschaft": Ebenerdig gibt es unter diesen Hügeln Platz für insgesamt 2000 Fahrräder. Auf den Hügeln gibt es neue Sitzgelegenheiten und eine Art Auditorium.
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Karen Blixens Plads Public Square / COBE

https://www.archdaily.com/926901/karen-blixens-plads-public-square-cobe

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Insgesamt umfaßt der "Karen Blixens Plads" eine Fläche von mehr als 20.000 Quadratmeter. Er befindet sich auf dem Südcampus der Universität, zwischen Universitätsgebäuden und Gebäuden der Dänischen Königlichen Bibliothek.

Sucht man bei Google-Maps nach

Karen Blixens Plads, Copenhagen

dann findet man den Ort.

Der Platz ist eine Kombination aus öffentlichem Platz und Platz der Universität. Man kann sich das vorstellen wie ein Teppich, der als eine zweite Ebene über den Boden gelegt wurde. Damit wird das wellige Gelände mit kleineren Hügeln bedeckt und der große Raum in kleinere Räume unterteilt. Die drei Fahrradhügel bestehen aus gegossenen Betonschalen und sind mit handverlegten Kacheln belegt. Die 2.000 Fahrradplätze wirken allerdings wenig gegenüber den dortigen etwa 16.000 Studenten und 2000 Mitarbeitern.

Das Design ist insofern ungewöhnlich, weil solche Schalenkonstruktionen normalerweise keine Löcher aufweisen. Diese Kuppeln haben dagegen zusätzliche große Öffnungen. Das erforderte spezielle Berechnungen, um sicherzustellen, daß das auch funktioniert.

Auf der Nordseite des Platzes befinden sich drei Haupteingänge der Universität. Nach Süden hin gibt es deutlich größere Grünflächen. Diese können Regenwasser aufnehmen und puffern, so daß das Wasser nicht gleich in einen der umliegenden Kanäle abgeleitet wird.

Das gesamte Design verwendet einfache, robuste und langlebige Materialien. Ebenso ist die Beleuchtung wartungsarm.

Bei Cobe

Karen Blixens Plads

http://www.cobe.dk/project/karen-blixens-plads-0#0

gibt es beim ersten Bild der Slideshow ( http://www.cobe.dk/project/karen-blixens-plads-0#slideshow ) Bilder, wie das davor ausgesehen hat. Ein teils chaotisches Abstellen von Fahrrädern.

Insgesamt sind das drei Hügel mit Fahrradparkplätzen drunter. Zusätzlich gibt es wohl 4 runde Flächen, an denen Fahrräder direkt abgestellt werden können.

Bei

KU, Karen Blixens Plads

https://www.bygst.dk/projekter/ku,-karen-blixens-plads/

gibt es kleine Videos von den Bauaufnahmen. Etwa

Karen Blixens Plads

https://www.youtube.com/watch?v=gIu12GY-WAM

Da sind teils Grundarbeiten für die Hügel zu sehen. Ganz zum Schluß gibt es Drohnenaufnahmen, wie das fertige Gelände von Leuten genutzt wird. Die nun plötzlich aus einem dieser Hügel mit dem Fahrrad herauskommen.

 

Self-repairing pavement from recycled tyres - rain repairs the pavement - selbst-reparierender Strassenbelag aus recycelten Reifen und Additiven - Israel Antonio Briseño Carmona - National James Dyson Award

06.11.2019 23:05:11, Jürgen Auer, keine Kommentare

Ein Straßenbelag, der sich selbst repariert? Noch dazu, wenn es regnet, also in einer Situation, die normalerweise die Straße eher angreift?

Der Student Israel Antonio Briseño Carmona der Universidad Autónoma de Coahuila in Mexiko hat aus recycelten Reifen und Additiven ein Gemisch hergestellt, das zusammen mit Wasser Kalziumsilikate ausbildet. Damit härtet das aus - und flickt Risse, wenn es regnet.

Für die Erfindung gab es den nationalen James Dyson Award.
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Recycled tyres form pavement that self-repairs when it rains

https://www.dezeen.com/2019/11/05/recycled-tyres-self-repairing-pavement/

Beim James Dyson Award:

SELF-REGENERATING RUBBER PAVEMENT

https://www.jamesdysonaward.org/de-DE/2019/project/self-regenerating-rubber-pavement/

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Carmona begann seine Forschungen mit der Feststellung, daß Regenwasserschäden regelmäßig zu Schlaglöchern und Rissen führen.

> "Damage is caused by rain filtering to the base of pavements, weakening it and creating subsidence," said the designer. "This is how the idea that turning the greatest degradation agent into a recovery agent was born."

Straßenschäden gibt es, weil Regen den Bodenbelag angreift, ihn schwächt und Absenkungen verursacht. Die Idee war, das größte Problem - den Regen - zur Wiederherstellung zu nutzen.

Andere sich selbst reparierende Strukturen nutzen kalkproduzierende Bakterien. Seine Erfindung ist die erste, die auf recycelte Reifen und Wasser als Katalysator setzt.

Eine Art "Kitt" wird dadurch hergestellt, daß Reifenkautschuk erhitzt und mit Additiven versetzt wird. Zusammen mit Wasser bildet dieser Kitt Kalziumsilikate. Carmona verwendete zunächst Standardasphalt anstelle von Reifengummi. Bis sich die Möglichkeit ergab, den Asphalt durch dieses Abfallprodukt zu ersetzen.

Er hofft, das Material für die Verwendung in Mexiko zertifizieren zu können, so daß er es über seine eigene Baufirma anbieten kann.

Der erste Satz bei der JamesDyson-Vorstellung:

> It is a pavement made of tires, which is regenerated by absorbing water, thus solving the largest deficit in Mexico.

Demnach ist das in Mexiko ein ziemlich relevantes Problem:

> I was inspired to solve the problem that every time it rains in my city pavement gets damaged and it takes a lot of time to maintain a damaged street. I am determined to create a pavement capable of withstanding the rain.

Jedesmal, wenn es in seiner Stadt regnete, wurden Straßenbeläge beschädigt. Und es dauerte jedesmal lange, bis diese wieder repariert wurden. Ein Straßenbelag, der dem Regen standhält: Das war sein Ziel.

Inspiriert war er von der "bakteriellen Reparatur", er suchte aber nach einer Möglichkeit, ohne Bakterien chemisch dasselbe zu machen.

Octopus Squeeze Challenge - Octopus Arnold squeezes through increasingly smaller slots in plastic wall - Krake Arnold quetscht sich durch immer schmalere Öffnungen durch - bis es ihm zu bunt wird

05.11.2019 22:53:48, Jürgen Auer, keine Kommentare

Kraken / Oktopusse gelten als die intelligentesten Weichtiere. Sie haben kein Innenskelett, aber einen kräftigen Schnabel. Und mit ihren acht Armen wirken sie wie aus einer anderen Welt.

Das Octolab widmet sich der Erforschung dieser Lebewesen. Die dort gehaltenen Kraken wurden aus dem Fang von Fischern gerettet. Üblich ist es dort, diesen Beifang in der Sonne zum Trocknen aufzuhängen und ihn dann an lokale Fischrestaurants und Märkte zu verkaufen.

Dort wurde mit dem Oktopus Arnold ein interessantes Experiment durchgeführt. Die oft zu hörende Behauptung: Paßt der Schnabel eines Oktopus durch eine Öffnung, dann kommt auch der ganze restliche Körper durch.

Die Technik: Arnold zieht sich gerne in ein Fass zurück. Davon trennen ihn zwei Plastikscheiben, die zunächst einen Schlitz von 3,5 Zentimetern frei lassen.

In insgesamt 5 Durchgängen wird dieser Schlitz verkleinert:

1.38 inches (3.5cm)
1.18 inches (3cm)
0.98 inches (2.5cm)
0.79 inches (2cm)
0.70 inches (1.7cm)

Die Größe von Arnold: Etwa 76 Zentimeter bei ausgestreckten Armen, ein Gewicht von etwa 1,8 kg.
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Octopus Squeezes Through Increasingly Smaller Slots in Plastic Wall Separating Him From His Beloved Barrel

https://laughingsquid.com/octopus-squeeze-challenge/

Das Video direkt auf YouTube:

Octopus Squeeze Challenge - Will He Fit?

https://www.youtube.com/watch?v=n4Vz_8OSVic

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Die erste Runde geht so fix, die 3,5 Zentimeter sind keine Herausforderung. Runde 2 ist ein klein wenig langsamer, da braucht der Kopf etwas länger. Und danach gibt es auch erst eine kleine Ruhepause.

Bei der Runde drei wirkt das schon schwieriger: Arme gehen durch den Schlitz durch, prüfen die Breite und werden wieder zurückgezogen. Aber dann scheint ihm klar zu sein, daß er da noch leicht durchkommt, die langen Arme gehen der Reihe nach durch, dann folgt der Kopf.

Bei den zwei Zentimetern ändert sich etwas die Technik. Erst ein langes Erkunden. Dann folgen die ersten Arme und werden auf der anderen Seite einmal umgestülpt. Bis dann der Schnabel durchrutscht und der Rest schnell folgt.

Bei den 1,7 Zentimetern, der letzten Runde: Da gehen erst einzelne Arme durch, dann muß er aber passen: Zu schmal ist die Öffnung. Wohl mehrere Anläufe, bis er - scheinbar - aufgibt.

Und dann? Dann startet er einen neuen "Angriff", saugt sich mit seinen Armen an der flachen Scheibe fest und zieht diese senkrecht nach oben. So daß er schließlich die Scheibe aus dem unteren Schlitz heraushebt und drehen kann. So kommt er problemlos zu seiner Tonne.

Sprich: Die 1,7 Zentimeter sind ihm zu schmal, da kommt er nicht mehr durch. Aber er findet eine ganz andere Möglichkeit, das Hindernis zu umgehen.

Weitere Informationen und Videos gibt es beim Octolab:

https://octolab.tv/

Auf Twitter ( https://twitter.com/OctolabTv ) findet sich der Hinweis, daß die Organisation im Ägäischen Meer beheimatet ist, also entweder in Griechenland oder der Türkei beheimatet ist.

Power Washing Woman: Pressure Washer as birthday gift used to create pictures - Dianna Wood erzeugt Negativbilder mit einem Hochdruckreiniger auf der eigenen Auffahrt

04.11.2019 23:35:27, Jürgen Auer, keine Kommentare

Nichts geht doch über ein Geschenk, das praktisch ist. Das dachte sich der Mann von Dianna Wood und schenkte ihr zum Geburtstag einen Hochdruckreiniger. Schließlich hatte sie schon mit so einem Gerät zu tun, als sie einer Freundin half, das Haus der Mutter zum Verkauf vorzubereiten.

Einen Monat lang reinigte sie alles, was sie finden konnte: Inklusive der Terrasse, des Zauns, diverser schmutziger Fensterläden. Auch der Mülleimer kam dran. Dann kam das "große Thema": Die Auffahrt. Und daraus wurde - ein Kunstprojekt.
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Woman Uses The Power Washer She Got As A Birthday Gift To Unleash Her Creative Potential

https://www.boredpanda.com/pressure-power-washing-paintings-dianna-woods/

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Aufgewachsen und gelebt hatte sie lange in Kalifornien. Nach 36 Jahren in einem Büro wurde sie pensioniert und zog nach Burlington, North Carolina, also von der US-Westküste an die Ostküste. Wobei Burlington nicht an der Küste, sondern im Inneren von North Carolina liegt.

> “I have done crazy art things since I was probably 5 years old,” she told Bored Panda. “No professional art training, though.”

Sie hatte immer schon verrückte Kunstdinge gemacht, seitdem sie 5 war. Aber keine professionelle Kunstausbildung.

Zunächst erzeugte sie einzelne Buchstaben und Wörter, das war ihre Phase "Word Art". Damit ist der oberste Teil der Auffahrt geschmückt, direkt an den Garagen. Dann sah sie, was sie damit anstellen konnte, verfeinerte das - und es wurden größere Tiere und Naturmotive draus: Große Blumen mit Schmetterlingen, eine große Eule.

Unter

Just having a little, good, clean fun!

https://thewoodssecretgarden.blogspot.com/2019/10/just-having-little-good-clean-fun.html

gibt es einen Blogbericht von ihr. Mit einem interessanten Gedanken:

> There is something so therapeutic about seeing dirty siding, fences, bricks and cement go from yuck to clean.

Und der erste Gedanke angesichts der langen Auffahrt war eigentlich Faulheit:

> I realized that I could do word art in one tenth the time that it would take to power wash the entire driveway and it would allow me to leave most of the dirty part dirty.

Mit Word Art würde sich der Zeitbedarf auf ein Zehntel reduzieren, sie könnte das meiste dreckig lassen.

Später erläutert sie, wie sie das nutzt. Mit einer witzigen Anmerkung:

> These designs will fade over time—but; it is super easy for me to go back over them and “freshen up” the “clean”.

Die Bilder würden mit der Zeit schwächer werden, weil sie ja erneut gleichmäßig verschmutzen. Aber sie kann damit die Bilder jederzeit wieder auffrischen.

In dem eingebundenen Facebook-Video (bei BoredPanda) gibt es auch Drohnen-Luftaufnahmen.

Mal sehen, ob sie sich noch irgendwann - kostenlos oder gegen Bezahlung - die Auffahrten anderer Häuser vorknöpft, um diese mit solchen inversen Kunstwerken zu schmücken.

New Access to Gironella's Historic Center - Gironella in Spanien ist zweigeteilt, das historische Zentrum auf einer 20-Meter-Anhöhe - 2015 gebauter Aufzug ermöglicht direkten Zugang vom Flussufer

03.11.2019 23:41:42, Jürgen Auer, keine Kommentare

Hier in Berlin ist ja alles flach, da kennt man das Problem nicht. Aber in Gironella, etwa 100 Kilometer nördlich von Barcelona, gibt es den Fluß Llobregat. Am linken Flußufer gibt es einen 20 Meter hohen Steilhang, dahinter das historische Zentrum. Da gab es eine mittelalterliche Burg, deren Mauern sind zum BCIN erklärt worden, die werden wohl unter Denkmalschutz stehen.

Das rechte Flußufer ist dagegen flach und wuchs in den vergangenen Jahren kräftig. Dort gibt es eine Autobahn von Berga (weiter nördlich) nach Barcelona. Folglich expandierte dieser Stadtteil deutlich.

Diese 20 Meter Höhenunterschied führten dazu, daß das historische Zentrum in den letzten Jahren abgehängt wurde. Es entwickelte sich ein sozialer Bruch. Auf dem Weg zum Plaça de la Vila sind diverse Stufen zu überwinden, beschwerlich für Ältere und Jüngere.

2015 wurde schließlich ein Aufzug eröffnet. Der nun den direkten Weg vom Flußufer zum Plaça de la Vila ermöglicht.
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New Access to Gironella's Historic Center / Carles Enrich

https://www.archdaily.com/776902/new-access-to-gironellas-historic-center-carles-enrich

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Sucht man bei Google-Maps nach

Plaça de la Vila Gironella, Katalonien

und zoomt sich rein, dann sieht man die Spitze des Aufzugs.

Technisch basiert das auf einer tragenden Stahlkonstruktion. Die wurde lokal hergestellt, in vier Teilen vor Ort gebracht und dort zusammengeschweißt. Ein Keramikgitter aus Lochsteinen sorgt für eine Fassade, die wie ein Haus aus Ziegelsteinen wirkt. So daß sich der Aufzug in die Umgebung einpaßt und bald schon unsichtbar wirkt, jedenfalls nicht störend auffällt. Das Gitter gibt es aber nur an den drei Außenseiten. Die vierte Seite ist gläsern, so daß man bei der Nutzung auf die historische Mauer sehen kann. Ein Bereich von 16 Metern ist damit verkleidet.

Die unteren 8 Meter sind verglast, so daß man von dort direkt zum Fluß sehen kann.

Sieht man sich das ohne weitere Details auf Google-Maps an, dann sieht man aus der Luftperspektive diesen 20-Meter-Höhenunterschied natürlich nicht. Je nachdem, wie man sich reinzoomt, landet man entweder auf dem schmalen Weg am Flußufer oder oben auf dem Platz.

Wäre interessant, zu wissen, welche Wirkung der Aufzug in den letzten vier Jahren gehabt hat.

M-Blocks 2.0: Self assembling Modular Robots - würfelförmige Roboter können sich autonom bewegen und im Schwarm Strukturen bilden - Forschung am Massachusetts Institute of Technology (MIT)

02.11.2019 23:25:56, Jürgen Auer, keine Kommentare

Bei Robotern gibt es verschiedene Grundkonzepte. Ein Konzept besteht darin, einen Roboter mit verschiedenen Fähigkeiten auszustatten, so daß er sich bsp. autonom bewegen kann.

Ein anderes Konzept besteht darin, relativ kleine und technisch identische Roboter zu bauen, die erst im Schwarm ihre speziellen Fähigkeiten entfalten.

Zum zweiten Typ gehören die M-Blocks 2.0 vom Massachusetts Institute of Technology, zu denen es am 30.10.2019 eine neue Mitteilung gab.

Das Prinzip: Das sind Würfel, die rollen, springen, sich drehen und die sich in verschiedenen größeren Formationen zusammensetzen können. Ferner haben sie auf der Oberfläche ein barcode-ähnliches System, so daß sie sich gegenseitig erkennen können.
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MIT's self-assembling cube robots could be used in emergency response situations

https://www.designboom.com/technology/mit-self-assembling-cube-robots-transformers-11-01-2019/

Das Video auf YouTube: M-Blocks 2.0: Self-assembling Modular Robots

https://www.youtube.com/watch?v=hI5UDKaWJOo

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2.0 heißen die, weil es 2013 schon eine erste Version davon gab.

In jedem M-Block befindet sich innen ein Schwungrad, das mit 20.000 Umdrehungen pro Minute läuft. Damit kann sich der M-Block per Drehimpuls bewegen, wenn das Schwungrad abgebremst wird. Ferner gibt es an jeder Kante und an den Flächen Permamagnete, mit denen zwei Würfel aneinander haften können.

Jeder M-Block kann sich in vier Richtungen bewegen, wenn er auf einer Fläche liegt. Da es keine Arme oder andere Anhängsel gibt, sind die M-Blöcke sehr stabil. Es gibt nichts, was so leicht kaputt gehen könnte.

Daniela Rus vom MIT:

> M stands for motion, magnet, and magic,’

M steht für Motion, Magnetismus und Magie. Letzteres wird deutlich, wenn man sich das Video ansieht. Die Würfel können sich durch Sprünge bewegen. Durch die Magnete kann sich ein Würfel bsp. auf einer Kette anderer Würfel bewegen. Und etwas magisch wirkt das Ganze, weil man keine beweglichen Teile sieht: Die Würfel sind scheinbar magisch angetrieben.

Der PhD Student John Romanishin, der ein neues Papier zu den M-Blocks verfaßt hat:

> ‘the unique thing about our approach is that it’s inexpensive, robust, and potentially easier to scale to a million modules,’

Einzigartig an diesem Ansatz ist, daß er kostengünstig, robust und prinzipiell einfach auf Millionen von Modulen skalierbar ist. Die M-Blöcke können sich auf eine sehr allgemeine Art und Weise bewegen. Andere Robotersysteme haben dagegen sehr komplizierte Bewegungsmechanismen, die entsprechend anfällig und empfindlich sind.

Innen sind die Würfel kompliziert, da stecken das Schwungrad und die Steuerung drin. Außen sind sie dafür sehr einfach. Das ermöglicht robuste Nutzungen.

Die Pressemitteilung

Self-transforming robot blocks jump, spin, flip, and identify each other

https://news.mit.edu/2019/self-transforming-robot-blocks-jump-spin-flip-identify-each-other-1030

nennt eine interessante Nutzung:

> Imagine a burning building where a staircase has disappeared. In the future, you can envision simply throwing M-Blocks on the ground, and watching them build out a temporary staircase for climbing up to the roof, or down to the basement to rescue victims.

Ein brennendes Gebäude, bei dem es keine Treppe mehr gibt. Man kippt eine ganze Ladung von M-Blocks auf den Boden. Diese bilden eine temporäre Treppe, um nach oben zu kommen. Oder um Leute aus einem Keller zu retten.

Auch die Kommunikation ist einfacher: Andere Konzepte basieren darauf, daß kleine Robots Infrarot oder Radiowellen nutzen, um zu interagieren. Bei einer Vielzahl von Robots auf kleinem Raum führt das aber schnell zu einem Chaos.

Listen to Wikipedia - der Wikipedia beim Arbeiten zusehen und zuhören - Änderungen werden in Glockentöne oder gezupfte Saitenklänge übersetzt

01.11.2019 23:52:47, Jürgen Auer, keine Kommentare

Der Wikipedia beim Arbeiten zusehen? Einerseits wirkt das unmöglich. Andererseits gibt es natürlich die Möglichkeit, die letzten Änderungen abzurufen.

Die können auch - vertont werden.

Ein Glockenklang zeigt Hinzufügungen an. Eine gezupfte Saite signalisiert Entfernungen. Kleine Änderungen erzeugen hohe Töne, größere Änderungen tiefe. Ferner werden die Titel der bearbeiteten Einträge angezeigt.

Das Ergebnis:
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Listen to Wikipedia:

http://listen.hatnote.com/

Der Blogbeitrag, das startete wohl Ende Juli:

Listen to Wikipedia:

https://blog.hatnote.com/post/56856315107/listen-to-wikipedia

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Scrollt man auf der Seite nach unten, gibt es die Liste komplett. Plus eine Liste der Wikipedia-Sprachversionen, von denen man sich eine aussuchen kann.

In der deutschen Wikipedia

http://listen.hatnote.com/#de

ist es grade sehr ruhig.

Die Kreise:

> Green circles show edits from unregistered contributors, and purple circles mark edits performed by automated bots.

Grüne Kreise zeigen Edits von nichtregistrierten Schreibern an. Lila Kreise stammen von automatisierten Bots. Wobei die von Wikipedia selbst betrieben werden.

Etwa der BHGbot:

https://en.wikipedia.org/wiki/User:BHGbot

Da finden sich allgemeine Hinweise: Der Botname, von wem er betrieben wird. Und warum:

> It is used to make repetitive automated or semi-automated edits that would be extremely tedious to do manually, in accordance with the bot policy.

Wiederholte, automatisierte oder halb-automatisierte Edits, die, würde man sie manuell erledigen, sehr aufwendig wären.

Und konkret:

> BHGbot exists for a single purpose: to tag the talk pages of articles and categories with tags which identify the articles as being within the scope of a particular WikiProject.

Die Talk-Pages von Artikeln sollen getaggt werden.

Auf Twitter

https://twitter.com/hatnotable

findet sich der Hinweis zu dem Listen-Programm:

> New perspectives on wiki life.

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