SoapBottle - Zero-Waste Packaging made of soap - Jonna Breitenhuber stellt Behälter für Liquids aus Seife her

19.12.2019 23:43:13, Jürgen Auer, keine Kommentare

Manche Ideen zur Vermeidung von Plastikverpackungen hören sich auf den ersten Blick "etwas merkwürdig" an. Die folgende Seifen-Verpackung für Flüssigkeiten scheint aber zu funktionieren.

Die Produktdesignerin Jonna Breitenhuber nutzt wohl eine eigene, schwer lösliche Seifenmischung, um daraus Behälter herzustellen. Diese werden geöffnet, indem man eine Ecke abschneidet.

Jeder Behälter hat ein Loch, so daß man den Behälter daran aufhängen kann. Man kann die Flüssigkeit drin nutzen. Oder etwas von der Hülle nutzen.

Ist der Behälter leer, verbraucht man entweder die Hülle komplett. Oder zerschnipselt sie, wandelt das mit Natron um und verwendet das zum Wäschewaschen.
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Zero-Waste Packaging for Liquids is Made Entirely of Soap

https://www.thisiscolossal.com/2019/12/soapbottle-jonna-breitenhuber/

Das Video auf Vimeo:

SOAPBOTTLE_Jonna_Breitenhuber_Film

https://vimeo.com/317115966

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Das Video startet mit zwei Zahlen, die zumindest deutlich über meinem eigenen Verbrauch liegen: Im Schnitt verbraucht jeder 11 Flaschen mit Duschgel und 10 Flaschen Shampoo pro Jahr. Die Menge würde pro Jahr 1000 olympische Swimmingpools füllen.

Stattdessen SoapBottle: Zum Mix erfährt man nichts. Zu dem Loch gibt es ein kleines Metallelement, das dort drehbar gelagert ist und als Verschluß dient.

Bei der Nutzung sieht man aber, daß der Schriftzug in der Verpackung mit der Zeit verschwindet, die Verpackung also "von außen her" mit der Zeit aufgebraucht wird.

Dann ist das leer. Also kann das wieder zerlegt werden. Schnur und das Metallelement werden entfernt, der Rest mit einer Reibe zerkleinert. Natron und Soda dazu, das ganze gut vermixt eignet sich als Waschpulver. Oder das Stück wird einfach als Seife verbraucht.

Die Seite von Jonna Breitenhuber:

SoapBottle

https://jonnabreitenhuber.de/soapbottle.html

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Wobei für mich unklar ist, ob diese Verpackung für größere Maßstäbe geeignet ist. Die einzelnen Verpackungen fassen immer nur 100 Milliliter. Allzuviel mehr darf das nicht sein, weil sonst die Verpackung schneller verbraucht ist als der Inhalt. Damit bräuchte man sehr viel mehr Verpackungen im Vergleich zu einer 500- oder 1000-Milliliter-Packung. Und von der Seife müßte zwangsläufig ein Teil in die Flüssigkeit übergehen. Ein Effekt, der womöglich unerwünscht ist oder zu Problemen mit dem Inhalt führen kann.

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