Flood-proof commuter suit for rising sea-levels - Nicholas Bennett designt überflutungssicheren Anzug - erster Preis des CreateCOP25 - Wettbewerbs

21.12.2019 23:41:47, Jürgen Auer, keine Kommentare

Bei manchen Unwetterkatastrophen gab es das schon: Es kam zu Überschwemmungen, das Wasser stieg sehr schnell sehr stark an. Was macht da ein Pendler, der im Anzug unterweg ist? Wenn das Wasser bis zu den Knien reicht?

Zur UN Climate Change Conference in Madrid hatte die Künstleragentur Art Partner einen Wettbewerb organisiert. 266 junge Kreative aus 40 Ländern reichten künstlerische Antworten auf die Klimakrise ein. Der Entwurf von Nicholas Bennett gewann den ersten Preis.
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Nicholas Bennett designs flood-proof commuter suit for rising sea-levels

https://www.dezeen.com/2019/12/19/nicholas-bennett-flood-proof-commuter-suit/

Das Video:

Nicholas Bennett designs flood-proof commuter suit for rising sea levels

https://www.youtube.com/watch?v=LSXVVHqwkKc

> First year Goldsmiths student Nicholas Bennett has created waterproof formal footwear for commuters, that can be subtly integrated into a suit and extended into waders to protect it from the floods that might become our daily reality due to climate change.
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> The project imagines a future where the effects of rising sea levels have become so inescapable, that solutions need to be integrated into our everyday products.

Das Projekt stellt sich eine Zukunft vor, in der die Effekte eines steigenden Meeresspiegels so unausweichlich geworden sind, daß Lösungen in unsere tagtäglichen Produkte integriert werden müssen.

Seine Lösung: Er nahm sich alte Herrenhalbschuhe. Schnitt die Sohlen heraus und zog den Rest über Gummistiefel. Der Büroarbeiter hat also in Wirklichkeit Gummistiefel an, die unten wie Halbschuhe aussehen.

Die Hose läßt sich hochziehen und umdrehen. Drunter gibt es wohl nochmals eine zweite Hose, die ebenfalls nach oben gezogen wird. Dann kommt eine Wathose zum Vorschein, die er sich aus einer alten Überlebenstasche selbst erstellt hat und die wasserdicht mit den beiden Gummistiefeln verbunden ist. Die läßt sich über die beiden bisherigen Hosen drüberziehen und schützt diese.

Damit kann man ins Wasser.

Hat man danach wieder trockenen Boden erreicht, geht das rückwärts.

Er stammt ursprünglich aus North Yorkshire. Einer Gegend, die in diesem Jahr mit heftigen Regenfällen und angestiegenen Flüssen zu tun hatte.

> "My grandparents live within a couple of metres from flood plains and my family was having to deal with all the 'what ifs'," he remembered. "I think looking back I saw flooding as a temporary issue, which is exactly the problem because we just try to fix it with temporary measures."

Seine Großeltern leben nur ein paar Meter von den Überschwemmungsgebieten entfernt und seine Familie mußte sich mit all dem "Was wäre wenn" auseinandersetzen. Rückblickend habe er jedoch Überflutungen als ein temporäres Problem betrachtet. Das sei genau das Problem: Es wird versucht, mit temporären Maßnahmen darauf zu reagieren.

Bei Art Partner

#CreateCOP25 - Meet our winners

https://www.artpartner.com/news/createcop25-winners/

findet sich ein interessanter Hinweis:

> “Concerned by the floods in Yorkshire over the past few years, I wanted to test the space between these old and new worlds, and to see how the suit – a garment with a strong sense of tradition and history – fares against the threat of unpredictable weather. The resulting work may be darkly humorous, but this is fast becoming reality. We have to rethink our skins.”

Er wollte den Raum zwischen diesen alten und den neuen Welten erkunden. Um zu sehen, wie ein Anzug der Bedrohung durch unvorhergesehenes Wetter standhalten könne. Die Arbeit mag wie schwarzer Humor wirken. Aber das könne schnell Realität werden.

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