Pictures of Fruit and Vegetables before they were domesticated by humans - Obst und Gemüse - Naturformen und heutige Züchtungen

23.12.2019 23:58:11, Jürgen Auer, keine Kommentare

Mit Gemüse und Züchtungen ist das ja so eine Sache. So bin ich irgendwann einmal über "getrocknete Erbsen" gestoßen. Und stellte erstaunt fest: Eigentlich ist das ein ganz anderes Gemüse als "frische Erbsen". Letztere sind nicht "frisch", sondern teils unreif. Sie basieren auf Züchtungen ab dem 17. Jahrhundert. Getrocknete Erbsen sind dagegen auf dem Feld ausgereift, trocknen dort und sind seit mindestens 10.000 Jahren Nahrungsmittel.

Der folgende Beitrag bei BoredPanda vergleicht acht Gemüse- und Obstsorten: Die ursprüngliche Form versus die heutige Form. Ein Hintergrund sind Diskussionen über gentechnisch veränderte Lebensmittel. Züchtungen sind schließlich nichts anderes als ein "Herumspielen mit der Genetik". Allerdings mit einem sehr viel längeren Zeithorizont.

Das, was wir heutzutage essen, ist so oft das Ergebnis jahrhundertealter Züchtungsversuche.
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Here Are 8 Pictures Of Fruit And Vegetables Before They Were Domesticated By Humans And After

https://www.boredpanda.com/what-fruits-vegetables-looked-like-before/

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Wassermelonen: Da ist ein Gemälde aus dem 17. Jahrhundert zu sehen, entstanden zwischen 1645 und 1672. Da hat die Wassermelone große Kerne und sehr viel von dem weißen Fleisch, das heutzutage als eher ungenießbar gilt. Von dem hellroten Fleisch gibt es nur 6 Teilstücke. Da verschwand also durch Züchtungen das weiße Innere und die Kerne wurden deutlich kleiner.

Bananen enthielten in ihrer Wildform sehr große Samen.

Auberginen waren ursprünglich deutlich kleinere, runde Früchte. Da, wo der Stiel ansetzt, gibt es kräftige Stacheln. Heutige Auberginen sind deutlich größer und enthalten vergleichsweise wenige Samen.

Karotten waren ursprünglich weißliche Wurzeln. In Zentralasien gab es im 9. Jahrhundert lila und gelbe Exemplare. Da dürfte es ein langer Weg gewesen sein, bis sich die Karotten kaum mehr gabelten und am Stück blieben.

Bei Mais ist der Unterschied zwischen der historischen und der heutigen Form extrem: Vor etwa 7000 Jahren gab es Vorläufer, die wie rohe Kartoffeln schmeckten und kaum größer als zwei Zentimeter waren. Den Vorläufer gab es nur in Mittelamerika, mit sehr harten Kernen.

Heutiger Mais sieht dagegen ganz anders aus, ist deutlich größer und wird in 69 Ländern angebaut.

Bei Pfirsichen gab es zwar einen Größenzuwachs. Die ersten wurden bereits vor 8000 Jahren in einer chinesischen Provinz angebaut. Die Grundform hat sich seither nur gering verändert.

Bei Kohl gibt es den Wildkohl, aus dem sich verschiedene Arten wie Kohl, Brokkoli, Blumenkohl und Grünkohl entwickelt haben. Wildkohl wächst teils heute noch, etwa in der Nähe von Kalksteinfelsen. Allerdings gibt es da nicht so einen runden Kopf, das ist mehr eine Pflanze mit diversen krautigen Blättern, die keine Einheit bilden. Heutiger Kohl liefert sehr viel mehr an Nahrung aus einer einzigen Pflanze.

Tomaten sind wild deutlich kleiner, wie Beeren. Die wildlebenden Varianten gibt es in Ecuador und Peru bis heute unter dem Namen Johannisbeertomate. Sie werden nicht unbedingt gegessen, sondern dazu genutzt, um bei Züchtungen den Genpool wieder zu ergänzen.

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